Etappensieg für Apple
App-Tracking-Abfrage: Französisches Gericht weist Klage zurück
Ein französisches Gericht hat entschieden, dass Apple seine App-Tracking-Abfrage weiterhin unverändert einsetzen darf. Die Pariser Richter haben damit gegen eine von verschiedenen Verbänden und Unternehmen der Online-Werbebranche eingereichte Klage entschieden. Diese hatten in der Abfrage eine Wettbewerbsverzerrung gesehen.
Die bereits seit mehreren Jahren in iOS integrierte App-Tracking-Abfrage ist in zahlreichen Ländern umstritten. Dabei wird weniger das eigentliche Ziel dieser Abfrage, sondern vielmehr die Umsetzung durch Apple kritisiert. Der Ansatz, dass Nutzer auf diese Weise mehr Kontrolle über die Weitergabe ihrer Daten erhalten, wird grundsätzlich nicht in Frage gestellt. Die Kritiker werfen Apple jedoch vor, die Nutzer nicht ausreichend neutral über Zweck und Funktionsweise der Abfrage zu informieren.
Werbemöglichkeiten für Entwickler eingeschränkt
Nach Darstellung der Kläger sorgt die Abfrage dafür, dass ein Großteil der Nutzer die Erlaubnis zur Datenverfolgung verweigere. Dadurch würden die Möglichkeiten zur gezielten Ausspielung von Werbung deutlich eingeschränkt. Dies trifft nach Darstellung der Kläger insbesondere kleinere App-Anbieter, die in stärkerem Maße auf personalisierte Werbung angewiesen sind, um ihre Unternehmen zu finanzieren.
Apple hat die Entscheidung in einer ersten Stellungnahme begrüßt und sämtliche Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. Das Unternehmen betont erneut seinen Standpunkt, dem zufolge die Funktion den Datenschutz stärke und auch von Datenschutzorganisationen und Aufsichtsbehörden positiv bewertet werde.
Integration auch in weiteren Ländern auf dem Prüfstand
Vom Tisch dürfte der Streit um diese Integration allerdings auch nach dem Pariser Urteil nicht sein. Ähnliche Verfahren und Untersuchungen zu diesem Thema laufen auch in anderen Ländern. So blickt das Bundeskartellamt hierzulande schon seit längerer Zeit kritisch auf die Umsetzung von Apples „App Tracking Transparency“ und einen möglichen Verstoß gegen das europäische Wettbewerbsrecht. In Italien wurde diesbezüglich bereits eine Kartellstrafe verhängt und in Polen läuft eine ähnlich gelagerte Klage.
War klar, dass das nicht durchgehen kann. Das ist halt das Problem mit Silberrücken. Die lassen sich von wegen anderen Datensammel-Firmen vor den Karren spannen, und dann sind sinnvolle Funktionen ganz, ganz böse, weil die Datensammler nämlich Daten sammeln wollen. Dass Apple selbst das aber zu keinem Datensammeltopf konsequent weitergibt, wird „ausversehen“ vergessen. Die Gehinrleistung kann man auch nicht erwarten. Auch nicht von manchen Kommentatoren hier. Tracking vs. über Tracking über App und Webseitenhinweg ist halt für die Internetneuländer was sehr komplexes. Wo zählt nur ATT?!? Eine sehr deutliche Signalwirkung der anderen Länder due sich nur ihre Kriegskassen auffüllen wollten.
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Du laberst echt einen Müll. Diskriminierend noch dazu.
Alles was nicht meiner Meinung passt ist diskriminierend.
„Dass Apple das zu einem Datensammeln Topf weitergibt… “ Woher hast du denn die Information?
Das Ding heißt „Datensammeltopf“ (in einem Wort). Zusammengesetzte Hauptwörter hieß das früher in der Schule.
Sehr schlau Heiko, was kann ich für die ständige Rechtschreibverschlimmbesserungskorrektur der Geräte beim Abschicken. Eine sinnvolle Antwort wäre mir aber lieber gewesen
Ich lass auch noch ein Kommentar damit du wie wild hier wieder reinschaust weil sich die Zahl verändert hat. Möchte nur deine Lebenszeit stehlen.
„Dies trifft nach Darstellung der Kläger insbesondere kleinere App-Anbieter, die in stärkerem Maße auf personalisierte Werbung angewiesen sind, um ihre Unternehmen zu finanzieren.“
Ganz ehrlich, wenn dein Geschäftsmodell nur darauf basiert, Kundendaten an Drittanbieter zu Werbezwecken weiterzugeben, liegt das Problem ganz woanders. Im Kern geht’s ja darum, dass die Kunden das abnicken sollen, ohne groß darüber nachzudenken. Im Prinzip wie bei Payback.
Apple verdient halt mehr an Apps, die man bezahlen muss, als an werbefinanzierten Apps. Deshalb wird Datenschutz ganz groß geschrieben. Ich bin mittlerweile an dem Punkt, an dem ich glaube, das Apple nichts ohne wirtschaftliche Hintergedanken unternimmt.
Apple ist an der Börse und Börsenfirmen müssen immer Dinge tun, die Kapitalausschüttungen an die Aktionäre färdert und der Firmenwersteigerung steigert. Sogar ein Firmenverkauf können Aktionäre einklagen, wenn es den Firmenwert steigern würde.
Wenn am iPhone links und rechts ein Blinker der neuste Shit und innovativ wäre, schrauben die eben Blinker dran.
So funktioniert das Business und wir sind das Werkzeug.
Kein Unternehmen macht irgendetwas ohne wirtschaftliche Hintergründe! Aber mir ist es doch lieber, dass ich so ein App Tracking ablehnen kann, als dass gar nicht gefragt wird und alles offen bleibt