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Auch Apple könnte RCS unterstützen

Allo aufs Abstellgleis: Google plant neuen Standard-Messenger

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Wer erinnert sich noch an den Joyn-Messenger der Telekom? Die Antwort des Bonner Netzbetreibers auf den Platzhirschen WhatsApp wurde 2012 als SMS-Nachfolger angekündigt, verzeichnete zum Start so gut wie keine Downloads und stellte zu Gunsten der Telekom-Anwendung Message+ bereits zwei Jahre später ihren Dienst ein.

Google Chat

Das Telekom-Angebot Message+ setzte seinerseits auf den RCS-Standard, der bereist davor von Anwendungen wie Message+ und Message+Call der beiden Netzbetreiber Vodafone und o2 eingesetzt wurde. Ein offenes Protokoll, dass den Kurznachrichten-Austausch zwischen mehreren Anbietern ermöglicht, Bilder und Videos versenden kann und grundsätzlich kostenfrei funktioniert.

Auf eben jenen RCS-Standard soll zukünftig auch das Google-Betriebssystem Android setzen. Google, dies gibt der Konzern im Gespräch mit Dieter Bohn zu Protokoll, will seinen Android-Messenger im Laufe der kommenden Monate zu einer vollwertigen RCS-App ausbauen und hat sich gleichzeitig dafür entschieden die Weiterentwicklung des Allo-Messenger zu pausieren.

Google Messenger Chat

Googles Allo-Dienst startete 2016 in den deutschen Markt und versuchte sich, wie auch Joyn, dabei einen proprietären Dienst zu etablieren. Das Gros der Allo-Features setzte zudem voraus, dass Anwender mit einem Google-Konto angemeldet waren.

Sobald Google seinen Messenger um die neuen Chat-Funktionalitäten und die RCS-Kompatibilität erweitert hat, werden auch iPhone-Anwender eine der verfügbaren RCS-Applikationen nutzen können, um mit ihren Android-Freunden kostenfrei zu kommunizieren.

Auch Apple könnte RCS unterstützen

Wenn alles gut geht, könnte sogar Apple selbst den Kommunikationsstandard unterstützen. Wie das Online-Magazin „The Verge“ berichtet, sollen die ersten Verhandlungen diesbezüglich bereits laufen:

But I have a hunch that the pressure is on to get Apple to support Chat, not just from Google but from carriers and other businesses. Sources familiar with RCS say Google, along with multiple mobile operators, is in discussion with Apple about supporting RCS. Apple declined to comment.

Freitag, 20. Apr 2018, 11:00 Uhr — Nicolas
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  • Wäre echt praktisch und würde zu WhatsApp endlich eine massentaugliche Alternative darstellen.

    Eine Kompatibilität unter den Herstellern würde eventuell auch zu etwas Neuem führen können… aber das werden wir hoffentlich noch sehen. ^^

    • Gibt es schon, nennt sich Telegram und ist wesentlich besser als Whatsapp und wie ich finde sogar besser als iMessage.

      WhatsApp ist einfach eine totale Verarsche der Bevölkerung, aber die lassen es sich ja gefallen, hab ich leider auch lang genug.
      Mittlerweile nutze ich fast ausschließlich Telegram.

      Klar, ganz auf WhatsApp kann man noch nicht verzichten, gibt leider zu viele Hirnies die es nutzen und zu bequem zum Wechseln sind

      • Alles richtig…entscheidend ist das Löschen des Whatsapp-Account.alles andere für nur zu „noch eine App“

    • Eine Alternative nicht, da RCS nicht verschlüsselt ist, was inzwischen Standard sein sollte.

  • Wenn ich es richtig verstanden habe unterstützt RCS keine End2End Verschlüsselung. Die gesamte Kommunikation liegt im Klartext auf den Servern der Netzbetreiber. Kann mir nicht vorstellen, dass Apple dies unter diesen Umständen implementieren wird, auch wenn ich mir ein Multiplattform iMessage wünsche würde.

    • Ja du hast recht, es ist alles auf dem Server gespeichert und unterliegt dem Patriot Act.
      Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und Apple muss ja wegen RCS sein iMessage nicht aufgeben, es werden einfach mit dem RCS Standard die SMS abgelöst.

      Bsp.: Du verschickst an jemanden der kein iMessage hat einfach eine SMS mit Bild (wird dann halt in Klartext gespeichert, aber es macht WhatsApp und andere Messengerdienste etwas weniger Monopolartig)

    • Das ist Quatsch, auch RCS findet immer verschlüsselt statt.

      • Falsch, RCS ist unverschlüsselt. Telekom, O2 und co. können alle fröhlich mitlesen (wie auch bei SMS).

  • so ein Quark, das geht genauso wieder weg wie die anderen Messenger und wenn es das einzige ist was der Messenger zu bieten hat, dass man als iPhone Benutzer, mit Android Benutzern kommunizieren kann, na dann gute Nacht Marie …

    • Du hast das Potential nicht verstanden. Wenn es einen sichereren Messenger gibt, der kostenfrei und von Anfang an für alle automatisch zur Verfügung steht, kann der durchaus eine Alternative zum Platzhirsch WhatsApp werden.

      • @Archetim, hier müsste man in der Vergangenheit sprechen. In Deutschland wartet man ja immer erst so lange, bis sich ein Dienst etabliert hat und denkt dann darüber nach, ihn zu verbessern. So funktioniert die Welt aber nicht. Wirf doch mal einen Blick auf die Geräte der Netzbetreiber, die man über Jahre kastriert hat nur um zu verhindern, dass die Kunden diese vielleicht auch in einem anderen Netz nutzen könnten. Natürlich hast du recht, das hätte man aber vor 15 Jahren machen müssen und nicht erst heute. Jetzt ist der Zug abgefahren und der Markt übersättigt. Davon abgesehen, dass Google und Apple ja seit je her Messenger für die eigenen Geräte angeboten haben. Google ist eine Ausnahme, kann man auf Apple auch nach installieren. Aber warum sich so einem Konzern wie Google anzuvertrauen, ich denke nicht, dass hier die Sicherheit der Kunden im Fokus steht. Es gab auch mal andere Zeiten, da haben die Netzbetreiber den Hersteller noch vorschreiben können, welche Dienste sie anbieten und etabliert werden sollten. PTT als Beispiel, heute ist es aber umgekehrt. Auch würde ich meinen, dass das mal wieder so ganz typisch europäische Probleme sind, genauso wie der drahtlose Zahlungsverkehr. Da kommen Google und Apple mit eigenen Standards und was macht man in Deutschland? Entwickelt gleich mal wieder einen eigenen… da wo es aber nötig wäre, zum Beispiel Facebook und WhatsApp aus Schulen zu verbannen, kriegt man es komischerweise nicht geschissen. Alles sehr merkwürdig hier…

      • Es ist aber kein sicherer Messenger. Die Nachrichten liegen unverschlüsselt bei Telekom, O2 und co.

    • Das denke ich auch, wobei WhatsApp hier natürlich auch einen deutlichen zeitlichen Vorteil genutzt hat. Denn das war auch für Symbian und black Berry verfügbar, als diese Geräte noch im Umlauf waren und die Leute haben sich einfach daran gewöhnt. Auf diese Weise konnte man auf einen Schlag viele Nutzer erreichen, als wenn man einen Dienst nur für modernste Plattformen anbietet. Heute ist das nicht mehr relevant, aber verdränge mal einen Platzhirschen. Man muss sich dabei stets vor Augen halten, dass die Qualität eines Produktes nicht immer Garant dafür ist, den Massengeschmack zu erreichen. Das sehen wir ja bei den deutlich besseren Alternativen, die alle mal kurz genutzt haben, wenn es mal wieder einen Aufschrei gegen WhatsApp gab. Am Ende des Tages nutzen aber alle WhatsApp und das wird sicherlich noch die nächsten Jahre so bleiben. Egal was Google oder andere hier entwickeln, selbst ich kommuniziere mit iPhone-Nutzern hauptsächlich über WhatsApp, obwohl ich auch iMessage nutzen könnte. Für diese Entwicklung gibt es auch handfeste Gründe: die deutschen Netzbetreiber haben über Jahre gedacht, sie könnten für jede einzelne Nachricht richtig Kasse machen. Das konnten sie auch, aber als ich die Welt längst weiter gedreht hat, lebten sie noch im gestern. Das wurde Ihnen schließlich zum Verhängnis und die Telekom hat mit der Entwicklung von Joyn auch unnötig Geld rausgehauen. Dabei hätte ein Blick auf die Straße genügt um zu wissen, dass man Geld besser nicht hätte fehlinvestieren können. Damit nicht genug, die Post wollte ja auch einen eigenen Messenger Dienst etablieren. Immerhin hat das dazu geführt, dass ich aufgehört habe, über die Entscheidungsgrundlagen deutscher Konzerne länger den Kopf zu schütteln.

      • Den Messenger der deutschen Post nutze ich noch. Allerdings weniger als Messenger sondern mehr für news. Z.b. Bekomme ich dort die news von ifun angezeigt. Da ich mich länger im Ausland befinde, bekomm ich dorchbauch meine Nachrichten über eingehende E-POST.

  • Als ich vor rund 28 Jahren meine erste E-Mail-Adresse bekam, fand ich es als Schüler total spannend, sich weltweit mit Menschen austauschen zu können, egal welches Programm oder Computer Sie nutzen. Das dauerte dann zwar 5-6 Tage, bis man eine Antwort erhielt, fand ich aber großartig. Seit etwas über 22 Jahre kenne ich die SMS und fand es auch spannend, dass ich von meinem Handy aus, ein Eriksen, eine Nachricht an ein Handy von Nokia schicken konnte. Dann kam ICQ, da konnte man aber dann nur zwischen denjenigen schreiben, die selbst ICQ genutzt haben. Der unterschied war aber, dass das kostenlos ging und so hat man das genutzt. Microsoft Messenger kam danach, auch den habe ich über Jahre intensiv eingesetzt, ebenso Skype. Als die Telekom Joyn vorstellte war mir schon von Anfang an klar, das ist der völlig falsche Ansatz. Alleine die Zeile, in der Einführungsphase kostenlos, hat mich dazu bewogen, es gar nicht erst zu installieren. Was ich mit diesem geschichtlichen Abriss aus verdrücken möchte ist, dass offene Standards schon immer die beste Lösung waren. Wenn aber unternehmen mit im Spiel sind, die Geld verdienen wollen, braucht man gar nicht erst überlegen, dass Dienste dann übergreifend funktionieren würden. Das ist für mich auch der große Kritikpunkt bei WhatsApp und all diesen Diensten, dass sie auf einer Insel funktionieren, Apple eingeschlossen. Man stelle sich vor, Kunden der Deutschen Telekom könnten nur Kunden der Deutschen Telekom anrufen und so weiter. Was diese Dienste angeht, setzen Sie sich nur durch Werbung, Daten Sammlung oder kostenlos durch, ansonsten hätte WhatsApp sicherlich auch nicht so viele Nutzer. Wenn Google so einen Dienst anbietet frage ich mich als erstes, was bezwecken Sie damit. Sicherlich nicht, die Welt zu verbessern, das Versprechen haben sie ja nun seit über einem Jahrzehnt nicht eingehalten. Wenn es nach mir ginge, bräuchte ich überhaupt keinen Messenger, ich kann auch SMS Nachrichten verschicken. Die meiste Kommunikation läuft allerdings bei mir noch per E-Mail und das wird sich wahrscheinlich auch noch lange so halten.

    • @stephan
      Google (die Suchmaschine) hat die Welt verbessert. Für mich jedenfalls. Auch all die Alternativen, die es heute gibt, gäbe es nicht auf einem solch hohen qualitativen Level. Du scheinst ja schon relativ lange zu leben und hast ja auch das Internet Anfang der in den 80ern/90ern erlebt. Ifun gäbe es mit großer Sicherheit auch nicht ohne dem „modernen Internet“, welches Google geprägt hat.

      Auch dein Beitrag weiter oben wirkt sehr oberflächlich und unüberlegt.

  • Apple sollte in iMessage auch das RCS Protokoll implementieren. Würde iMessage gerne deutlich öfter nutzen, aber da einfach viele Familienmitglieder / Bekannte Android nutzen, bin ich viel zu bequem um ständig zwischen den Apps zu switchen.

    • Allerdings, wäre ja auch der Schritt in die richtige Richtung. Nur realistisch ist eben, dass der Masse egal ist, wie Nachrichten übertragen werden. WhatsApp kennen Sie, ist schön bunt und wird dem entsprechend reichlich genutzt. Warum sollte sich das nur wegen der Änderung eines Protokolls plötzlich verändern? Würden wir davon ausgehen, dass ich sogar WhatsApp daran beteiligt, wäre der Sinn dafür plötzlich verschwunden. Auch Google geht es schlussendlich um Marktanteile, solange sie das Produkt mit den Geräten verkaufen ist es o. k. Alle anderen aber, die ein Produkt verkaufen und durch Daten der Nutzer daran verdienen, werden schon etwas finden, um sich dagegen zu stellen.

    • Ja das würde ich auch super finden. Die meisten meiner Kumpels benutzen Android. Und dann muss man doch immer wieder auf WhatsApp oder ähnliches zurückgreifen. Daher habe ich immer mindestens 3 Messenger im Einsatz. Nervig!

  • Ja das würde ich auch super finden. Die meisten meiner Kumpels benutzen Android. Und dann muss man doch immer wieder auf WhatsApp oder ähnliches zurückgreifen. Daher habe ich immer mindestens 3 Messenger im Einsatz. Nervig!

  • Das Rennen ist gelaufen. Nicht mal die kostenlosen sicheren Alternativen schaffen einen relevanten Anteil (in Deutschland). Wird wie allo und hangout ein Rohrkrepierer.

  • Vodafone installiert RCS ja schon ewig auf die Androiden mit Vertrag. Kann man nicht mal einfach so löschen. Wenn das alle Netzbetreieb so machen, braucht man wirklich keine Messamger mehr. Die Telekom rechnet darüber versendete Fotos oder Videotelefonie nicht mal auf das Datenvolumem an. Wäre also sehr cool, würde es Apple in Nachtichten als SMS-Nachfolger implementieren.

    • Ja, wenn es wie heute die SMS eh auf dem Gerät ist, würde ich WhatsApp wohl auch löschen. So lange die Leute aber für dieses RCS eine App installieren müssen, wird es sich nicht durchsetzen.

      • Ganz genau so wird es sicher auch kommen. So wie heute eben SMS hat dann jeder RCS auf dem Gerät schon drauf. Finde es super!

  • Wenn das kommt und Apple auch unterstützt, mache ich Luftsprünge!!

  • Warum nicht Jabber benutzen? Geht ja auch schon auf dem Mac ohne zusätzliche Software. Plattform übergreifend, kostenlos, keine Werbung, kein Tracking….

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