KI-Bildbearbeitung direkt nach der Aufnahme
Adobe erweitert Project Indigo um einen KI-Spielplatz
Adobe ergänzt seine Kamera-App Project Indigo um einen experimentellen Bereich für KI-gestützte Bildbearbeitung. Der neue „AI Playground“ ist Bestandteil von Version 1.1 und steht zunächst nur einem zufällig ausgewählten Teil der Nutzer zur Verfügung. Die Funktion soll zeigen, wie sich generative Bildbearbeitung direkt in den Moment der Aufnahme integrieren lässt.
Project Indigo wurde im vergangenen Jahr als kostenlose Kamera-App für das iPhone vorgestellt. Die Anwendung kombiniert manuelle Einstellungen mit computergestützter Fotografie und setzt auf die Zusammenführung mehrerer Einzelaufnahmen, um Bildrauschen zu reduzieren und den Dynamikumfang zu erhöhen.
Bildbearbeitung direkt in der Kamera-App
Der neue KI-Bereich erscheint nach der Aufnahme über eine Schaltfläche in der integrierten Bilderübersicht. Voraussetzung ist, dass das Foto mit Project Indigo aufgenommen wurde. Importierte Aufnahmen lassen sich nicht bearbeiten.
Zur Auswahl stehen vier Bereiche. Mit der Objektbearbeitung können störende Personen, Fahrzeuge, Schilder oder andere Elemente entfernt werden. Eine weitere Funktion simuliert eine geringe Schärfentiefe und zeichnet den Hintergrund weich. Im Stilmenü lassen sich Fotos unter anderem in Tuschezeichnungen oder Illustrationen mit Farbflächen umwandeln. Zudem kann die App Beleuchtung und Bildwirkung verändern.
Über einen eigenen Eingabebereich sind auch frei formulierte Anweisungen möglich. Adobe weist allerdings darauf hin, dass generative Modelle Ergebnisse teilweise unterschiedlich interpretieren. Ein erneuter Versuch kann deshalb zu einer abweichenden Bearbeitung führen. Auch Gesichter und Gesichtsausdrücke können sich unbeabsichtigt verändern.
Google-Modell verarbeitet Bilder in der Cloud
Zum Start verwendet Adobe Googles Bildbearbeitungsmodell Nano Banana. Da die Berechnung auf Servern erfolgt, ist eine Internetverbindung notwendig. Die erzeugten Bilder haben eine Auflösung von ungefähr 2.000 Pixeln pro Seite und liegen damit unter der ursprünglichen Aufnahmequalität.
Weil aktuelle KI-Modelle Bilder lediglich mit gewöhnlichem Helligkeitsumfang ausgeben, nutzt Adobe ein zusätzliches eigenes Modell. Dieses soll die bearbeiteten Ergebnisse anhand des ursprünglichen Fotos wieder in eine HDR-Darstellung übertragen. Die Anpassung funktioniert jedoch nicht in allen Fällen zuverlässig.
Der Test ist vorerst kostenlos und ohne Adobe-Konto nutzbar. Adobe erfasst nach Zustimmung lediglich, welche Schaltflächen verwendet werden. Bilder und Texteingaben sollen weder ausgewertet noch zum Training hochgeladen werden. Bei ausreichender Nachfrage ist später eine kostenpflichtige Variante vorgesehen.
Mit Version 1.1 verbessert Adobe zudem die Rauschreduzierung und Randabdunklung bei der iPhone-17-Serie. Die Unterstützung dieser Geräte war zunächst nur eingeschränkt möglich und wurde erst nach mehreren Anpassungen ergänzt. Das Modell zur Entfernung von Spiegelungen wurde ebenfalls überarbeitet.



warum? überall nur ki hier und ki da.
kein wunder das alles teurer wird
Und dann ist die App auch nicht für ältere iPhones geeignet, obwohl sie sich laden lässt (iPhone XR) …