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Zugriff auf iOS 7 und iOS 8-Geräte: Forensik Software umgeht Bildschirmsperre

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Das „iOS Forensic Toolkit„, ein Angebot des russischen Entwicklungshauses ElcomSoft, hat einen stolzen Preis: Die Kosten für die Vollversion belaufen sich auf 1495€, zuzüglich Mehrwertsteuer versteht sich. Dafür bietet der Mac OS X-Download für Strafverfolgungsbehörden aber auch einen satten Funktionsumfang:

elcom

Das Ermittlungswerkzeug, das jetzt in einer neuen Version vorliegt, ermöglicht den physischen Zugriff auf alle Geräte mit iOS 8 und 32 Bit-Architektur. Von den Geräten können neben nutzerspezifischen Daten auch Apple ID und Password ausgelesen werden. Dies setzt (unter iOS 8) jedoch voraus, dass die Bildschirmsperre – auch als Lockscreen oder Passcode bekannt – nicht aktiviert ist.

Mit der neuen Version des Forensic Toolkit kann auf iOS 8 umgestellte Geräte wie die iPhone-Modelle 4S, 5 und 5C, die iPad-Modelle 2 bis 4, das iPad Mini und der iPod Touch der 5. Generation zugegriffen werden. Mit den ausgelesenen Userdaten wie ID und Password lässt sich Hand in Hand mit dem Elcomsoft Phone Breaker auch ein Echtzeitzugriff auf Backups in der iCloud herstellen.

elcomsoft

Nach Angaben der russischen Entwickler können mit dem „iOS Forensic Toolkit“ auch Daten eingesehen werden können, die anderweitig grundsätzlich unzugänglich bleiben, etwa die Apple ID, Benutzer-Password und Daten aus Apples Schlüsselbund (Keychain), der wiederum Zugangsdaten und Login-Informationen zu einer Vielzahl weiterer Dienste enthält. Auf Geräten mit iOS 7 kann die Bildschirmsperre innerhalb von 10 bis 40 Minuten umgangen werden.

Der Elcomsoft iOS Forensic Toolkit ist für Mac OS X (10.6 bis 10.9 mit installiertem iTunes 10.6 oder höher) und Windows (XP oder 7 mit installiertem iTunes 10.6 oder höher) erhältlich.

(Direkt-Link)

Folgende Geräte werden unter folgenden Bedingungen unterstützt:

  • Alle Geräte mit iOS 3 und älter: Elcomsoft iOS Forensic Toolkit kann ohne bekannte Bildschirmsperre, Password oder Jailbreak auf alle Daten zugreifen.
  • Alle Geräte mit iOS4 bis iOS7: Bei bekanntem Entsperrungscode oder Jailbreak kann ein unbeschränkter Zugriff erfolgen. Die Bildschirmsperre kann mit Elcomsoft iOS Forensic Toolkit innerhalb von 10 bis 40 Minuten aber auch umgangen werden.
  • iPhone 4S, 5, iPad 2 bis iPad4, iPod Touch 5 mit iOS 8: freier Zugriff bei bestehendem Jailbreak oder bekannter/deaktivierter Bildschirmsperre
Dienstag, 27. Jan 2015, 15:29 Uhr — Nicolas
40 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Mensch, Sachen gibt’s :D
    Hätte ich nicht gedacht, dass das bei iOS geht :D
    (Ironie aus)

  • Könnt ihr in Kooperation mit dem Entwickler nicht mal ein paar Lizenzen klar machen? :D

  • Da steckt doch sicher Apple dahinter. Die wollen uns Angst machen, damit alle ein iPhone 5S oder 6 kaufen :D

  • Deswegen kommt auch kein Jailbreak auf mein iOS Device…

  • Kann man denn ein gesperrtes ios8 Handy jailbreaken?

  • Na dann bin ich mal gespannt wieviel Behörden sich das zulegen :-))))

  • Zitat:
    „Die Unterstützung von iPhone 4S, iPhone 5, iPad 2+, iPad Mini und iPod Touch 5. Generation ist auf Geräte mit Jailbreak beschränkt.“

  • Aufjedenfallegal

    Ios8 Zugriff bei bestehendem JB oder deaktiviertem… Stimmt nicht ganz.

    Ios8 Zugriff ausschließlich bei installiertem JB.

    Somit wird das Programm sehr schnell sehr viel uninteressanter.

  • Ein JB Nutzer hat nix zu verbergen. Er macht das ja nur um sein Gerät so umzugestalten, das es aussieht wie ein Android.

  • Mist, die können ein nicht gesperrtes Gerät hacken :O
    Apple sollte sich etwas patentieren lassen wie man sowas verhindern kann.
    Unbefugten Personen keinen Zugriff auf Daten zu ermöglichen, ohne dass ein code oder ein Fingerabdruck benötigt wird.

    • Wenn jemand dein iPhone konfisziert oder beschlagnahmt, wird er in der Regel einen Beschluss haben und Fingerabdrücke zu Hause gibt es genug, einer davon wird passen.

      Und das hier ist ja nur der legale offizielle Weg. Ich glaube nicht, das die Bundesbehörden eine russische Software einsetzen müssen, die haben wohl bessere Werkzeuge.

  • Kann mich an ein Programm erinnern, mit welchem der Zugriff auf das iPhone auf den Mac beschränkt wird, auf dem die Zugriffsperre erstellt wurde.

  • Der Titel ist ein wenig irreführend: „Zugriff auf iOS7 und iOS8-Geräte: Forensik Software umgeht Bildschirmsperre“. Das stimmt ja so nicht wirklich. Bei installiertem iOS8 geht nichts ohne vorherige Entsperrung des Gerätes oder vorherigem Jailbteak des Gerätes. Und ein Jailbteak kann m. W. n. nicht mit einem gesperrten Gerät vollzogen werden. Darüber hinaus würde die Abwendung eines Jailbreaks seitens der Ermittlungsbehörden eine Datenveränderung im Speicherbereich des zu untersuchenden Gerätes mit sich bringen und ist somit aus forensischer Betrachtung nicht einwandfrei.

  • Beknackte Überschrift. Wie wäre es denn mit
    >iOS 8 sicher: Teure Hackersoftware beisst sich an Bildschirmsperre die Zähne aus<
    gewesen?

  • Hm, das ist ja doch eine vergleichsweise günstige Lösung. Auf einem Seminar hörte ich von Forensikern, das JEDES Telefon, egal welches Betriebssystem und welcher Sicherheitscode eingegeben wurde, ausgelesen werden kann. Die Hard/Software hierzu kommt aus den US of A, Namen wurden verständlicherweise nicht genannt.

  • Der Jailbreak ist doch nur dann relevant, wenn das Standardpasswort Alpine nicht geändert wurde.

  • „Dies setzt (unter iOS 8) jedoch voraus, dass die Bildschirmsperre – auch als Lockscreen oder Passcode bekannt – nicht aktiviert ist.“ – heißt also Code-Sperre bedeutet 1500€ rausgeschmissen. Dachte schon sie hätten es geschafft diese zu umgehen. Für alles andere gibt es ja noch die ,Fern‘-Löschung über die ,FindMyiPhone‘-App.

  • Man sollte auch dazuschreiben dass ein passcode (9999 Möglichkeiten) auch leicht knackbar ist

  • JAILBREAK IST SICHERER !
    Wie man im Bild sieht, erfolgt der Zugriff unter „root“.
    Standartmäßig ist das Rootpasswort „Alpine“, ohne Jailbreak kann man dieses nicht ändern, mit Jailbreak jedoch schon.
    Ich rate „passwd“ und „passwd mobile“ zu ändern.
    Sowie das Programm „Apple Configurator“ aus dem Mac App Store zu laden und in den Einstellungen den Zugriff für andere Geräte sperren.
    An einem so eingestelltem iDevice beißt sich „jeder“ die Zähne aus !

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