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Von der Mitbewohnerin verraten: Gerichtsunterlagen zur Prototypen-Hausdurchsuchung freigegeben

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Zum Einstieg, hier noch mal der kurze Verweis auf den Gestern von uns veröffentlichten, chronologischen Abriss der Ereignisse rund um den iPhone Prototypen-Fund Gizmodos. Klickt euch kurz durch die Daten am Ende des Artikels, dann sehen wir uns beim nächsten Absatz wieder.

Der am 6. Mai, von zahlreichen amerikanische Journalisten, Medienvertreter und Verlagen gestellten Anfrage auf Einsicht in die Gerichtsunterlagen die zur Hausdurchsuchung bei Gizmodos Redakteur Cheng führten, wurde nun stattgegeben. Wired hat das 10-seitige Dokument (PDF-Download) und berichtet über die Hintergründe:

Demnach habe sich eine Zimmergenossin des initialen Prototypen-Finders bei Apple gemeldet und ihren Mitbewohner telefonisch „verpfiffen“. Erst dieser Tipp habe den Polizei-Einsatz verursacht und die ersten Hinweise auf einen Verkauf des Gerätes an Gizmodo geliefert.

„The tip sent police racing to the home of 21-year-old Brian Hogan, and began a strange scavenger hunt for evidence that a friend of Hogan’s had scattered around this Silicon Valley community. Police recovered a desktop computer stashed inside a church, a thumb drive hidden in a bush alongside the road, and the iPhone’s serial-number stickers from the parking lot of a gas station.

Nach Aussagen der Zimmergenossin habe Hogan ( der iPhone-„Finder“ ) $8500 für das Gerät erhalten – Gizmodo soll zudem einen Bonus versprochen haben, sollte Apple das iPhone als authentisch identifizieren.

Auch Apple hielt im Rahmen der Ermittlungen einen regen Kontakt zu den mit dem Fall betreuten Strafverfolgungsbehörden. Gizmodo’s Story habe das Unternehmen „erheblich geschädigt“. Potentielle Kunden könnten – in Erwartung des neuen Gerätes – auf den Kauf aktueller Produkte verzichten. Auf Nachfrage der Polizei, wie wertvoll Apple das Gerät einschätzen würde, äußerte sich der in Cupertino ansässige Konzern erwartungsgemäß: Das iPhone sei „invaluable“. Apple selbst identifizierte den iPhone-Finder am Tag des ersten Gizmodo-Artikels. Hauptausschlaggebend dürfte der telefonische Tipp der Mitbewohnerin, Katherine M., gewesen sein. Neben dem Hinweis auf Hogans Adresse belieferte Katherine Apple auch mit weiteren Insider-Informationen: Hogan habe das Gerät bewusst (und mit Wissen um den eigentlichen Besitzer) zurückgehalten und verschiedenen Nachrichtenseiten zum Kauf angeboten.

Katherine kontaktierte Apple aus Angst, selbst ins Visier der Ermittlungen zu geraten. Hogan habe ihren Mac genutzt um das iPhone erstmals mit einem Rechner zu verbinden – das Risiko, eventuell über die eigene IP-Adresse ermittelt zu werden, wollte Katherine nicht eingehen.

Nach einem fehlgeschlagenen Versuch Beweismittel verschwinden zu lassen – Hogan räumte Rechner und Datenträger aus dem gemeinsamen Appartment, Katherine kontaktierte die Polizei erneut – kooperierte Hogan auf ganzer Linie.

„They found Brian Hogan sitting on his bed with his girlfriend. When the cops told Hogan that removing evidence implied “consciousness of guilt,” Hogan agreed to cooperate, and phoned his friend Warner, who had taken the computer gear and the stickers away in his car.

Nach dem Einsatz bei Hogan und dem Beginn der Ermittlungen widmete sich die Silicon Valley Police dann der Rolle Gizmodos. Das Tech-Blog berichtete in mehreren Artikeln über den iPhone-Prototypen und steht aktuell wegen dem Ankauf gestohlener Waren, und der Beschädigung von Hardware im Visier der Behörden.

Es wird weiterhin ermittelt.

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15. Mai 2010 um 00:16 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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