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Von anstehenden Umbauten bis hin zu „geschmackloser Regenbogenkotze“ – iOS 7

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Eine Hand voll Lese-Empfehlungen aus dem Netz, das auch an Tag drei nach der iOS 7-Vorstellung nicht zu Ruhe kommen möchte.

Matthew Panzarino versucht auf TNW die Wogen zu glätten und zieht eine Apple-Quelle aus dem Hut, die vermeintlich bestätigen soll, was vielerorts seit 72 Stunden gehofft wird: Die iOS 7-Vorabversion ist so weit von ihrer finalen Fassung entfernt, dass in den kommenden Monaten noch mit großflächigen Umbauarbeiten zu rechnen sei.

Nicht an 10% der System-Interna soll in den kommenden Monaten noch geschliffen werden, sondern mindestens an 50%; vergleicht man die anstehenden Arbeiten mit denen der letzten Jahre.

Vor allem bei den eingesetzten Icons soll es sich eher um einen Arbeits-Entwurf und eine grobe Richtlinie handeln, denn um die finale Fassung. Hoffentlich. Wir atmen noch nicht auf, aber immerhin mal wieder durch.

Apples Print-Team, dies berichtet Panzarino, habe die erste Fassung der jetzt präsentierten Icons zu verantworten und hätte sich dabei eher auf Farbwahl und Kontinuität konzentriert. Richtige schön sollen die neuen Symbole erst in den kommenden Wochen und Monaten werden.

[…] many of the new icons were primarily designed by members of Apple’s marketing and communications department, not the app design teams. From what we’ve heard, […] Jony Ive brought the print and web marketing design team in to set the look and color palette of the stock app icons. They then handed those off to the app design teams who did their own work on the ‘interiors’, with those palettes as a guide.

icons-ios7

Matt Gemmell bekommt ein Bienchen für die Fleißarbeit, die in seinem vergleichenden iOS 6 / iOS 7-Artikel steckt. iOS 7, davon ist Gemmell überzeugt, ist die logische Weiterentwicklung der iOS-Familie.

Ein Betriebssystem, das seine Nutzer nicht mehr durch überdimensionierte Knöpfe und allzu offensichtliche Hinweise auf bestehende Interaktionsmöglichkeiten an die Hand nehmen muss, sondern eines, das die inzwischen durch und durch Touchscreen-versierten Bestandskunden jetzt mit einem Mehr an Inhalt versorgt und die Bedienoberfläche bewusst zurückfährt. Man kennt sich inzwischen ja aus.

iOS 7 is an interface’s coming of age, acknowledging that its users – and our industry – are now all grown up.

(Direkt-Link)

Der belgische Interface-Designer Johan Ronsse hat seine Auseinandersetzung mit Apple Betriebssystem, mit nur einem Wort überschrieben: „Geschmacklos„!

Die halbtransparenten Layer würden aus den gräulich durchscheinenden Icons einen visuellen Brei anrühren der „Regenbogenkotze“ gleicht. Farbenblinde und die ältere Generation würden am neuen iOS verzweifeln und das neue Layout der Nachrichten-App sei alles, außer lesbar.

Ronsse lässt kein gutes Haar am Vorabkandidaten des Betriebssystems und schließt seinen reichlich bebilderten Rant fast schon melancholisch:

iOS up to 6 for me was a clear example for me of an interface done right. It was a clear design that created harmony with a limited vocabulary of UI elements. Everything that was tappable was clearly so. iOS 7 seems like on inconsistent mess. Some of the basic design rules are violated. I feel some visual designers at Apple need to pick up their Non Designer’s Design Book again and read about contrast and colour.

regenbogen

John Maeda arbeitet beim MIT, schreibt in der WIRED und ist eine Instanz in Sachen Grafik-Design. Sein Artikel „Dear Jony, The Future of Design Is More than Making Apple iOS Flat“ rührt die Grundfeste von iOS 7 fast nicht bzw. nur mit Samthandschuhen an; Maeda sucht eher den philosophischen Diskurs: Wo geht die Reise hin? Und: Auf was lassen wir uns da gerade ein.

What we need now is to move beyond the superficial conversation about styles and incremental adjustments to boldly invent the next frontier of interface design. In a hands-free, “eyes-free” interface world, this doesn’t mean removing a shadow or flattening a button. It means thinking way beyond the pattern of intensity rendered by pixels on a screen, to stop worrying about the dots-per-inch as if we cared to count the individual dots if we tried.

Ach ja: Die Leute vergleichen iOS 7 immer noch mit Windows Phone, aber das hatten wir ja gestern schon.

(Direkt-Link)

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13. Jun 2013 um 17:09 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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