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Video-Vortrag vom "rc3"

Rückblick aus Innenperspektive: Die Geschichte der Corona-Warn-App

44 Kommentare 44

Seit guten 24 Stunden tagt der diesjährige Chaos Communication Congress als abgespecktes Remote-Event unter dem Titel „rc3“ und trägt damit der immer noch herrschenden Corona-Ausnahmesituation Rechnung. Zwar scheint sich der Verzicht auf das reguläre Vor-Ort-Treffen nicht negativ auf das gebotene Program ausgewirkt zu haben, die Online-Session ist jedoch deutlich weniger inklusiv als in den vergangenen Jahren.

Corona Warn App

Online „teilnehmen“ darf man nur mit vorhandenem Ticket – diese sind jedoch restlos ausverkauft. Das übrige Online-Begleitprogramm, das in den letzten Jahren stets aus zahlreichen Live-Streams, einem rege besuchten Wiki und einer Vielzahl interessanter FTP-Server bestand, wurde beinahe komplett zusammengestrichen. Lediglich die Media-Seite hält (mit sattem Zeitversatz) die Mitschnitte der bereits gehaltenen Vorträge bereit.

80 Minuten Geschichte der Corona-Warn-App

Hier findet sich inzwischen auch der 80 Minuten lange Vortrag „Die Geschichte der Corona-Warn-App„, in dessen Verlauf Lars Roemheld die Entstehung der beispiellosen Regierungs-App Revue passieren lässt.

Roemheld, der im Bundesgesundheitsministerium selbst aktiv im Taskforce-Team Corona-Warn-App gearbeitet hat, berichtet aus einer Innenperspektive über die Entstehung der App, die frühe, produktive Kritik der Datenschützer und dem „(einigermaßen) agilem staatlichen Handeln im Bereich Software“.

Rückblick aus Innenperspektive

Ein Rückblick, der auffrischt wie es zur Entstehung der datensparsamen Corona-Warn-App kam, von der Zusammenarbeit zwischen Apple und Google berichtet und in Erinnerung ruft, was sich seit dem Frühjahr 2020 alles getan hat.

Der Vortrag steht sowohl als Video zum Download bereit, kann aber auch als reine Audio-Datei im MP3-Format geladen werden, um so etwa im bevorzugten Podcast-Player wiedergegeben zu werden.

Angefangen bei einer wissenschaftlichen Idee, dass automatische Kontaktnachverfolgung auch datensparsam ohne Standortdaten klappen könnte, entstand im Frühjahr 2020 eine bemerkenswerte Dynamik, die zur Entwicklung der CWA führte. Hier soll es weniger um technische Fragen zu Bluetooth gehen, als vielmehr um die Hintergründe zu Design und Entwicklung. Von der Zusammenarbeit mit Apple und Google, über Befürchtungen zu staatlicher Souveränität auf Mobilgeräten, über sanften Druck des CCC, bis hin zu aktiver Einmischung der Bundesregierung gibt es viel zu erzählen.

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‎Corona-Warn-App
‎Corona-Warn-App
Entwickler: Robert Koch-Institut
Preis: Kostenlos
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Montag, 28. Dez 2020, 13:57 Uhr — Nicolas

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  • Ich hätte mir in diesem Fall ausnahmsweise etwas weniger Datenschutz und etwas mehr Vertrauen in die Regierung gewünscht. Es wären mehr Menschen gewarnt/gerettet worden und wir hätten vermutlich kürzere Lockdowns gehabt.

    • Nicht, wenn dadurch die App weniger benutzt worden wäre.

    • Existenzen dürfen massenhaft vernichtet werden, Schulden in nicht gekannter Größenordnung zukünftigen Generationen aufgebürdet werden, die Gesellschaft weiter gespalten werden – für die Chance zur Reduzierung einer Übersterblichkeit im Promillebereich. Aber für den Datenschutz müssen Menschenleben geopfert werden. Ist halt alternativlos.

      • Mir ist nicht ganz klar und ich lese aus den Kommentaren auch nicht heraus, was man sich von ‚etwas weniger Datenschutz‘ versprechen will, außer einer geringeren Akzeptanz der App und damit auch weniger Installationen und eine geringere Wirksamkeit.
        Die App hat in meinen Augen viel Grundsätzliches wirklich vorbildlich gelöst, ich bin sehr froh dass sich die dezentrale Fassung durchgesetzt hat. Das, was die App tun soll – über potentiellen Kontakt zu Infizierten warnen – tut sie gut und täte sie auch mit einem massiven Eingriff in die Privatsphäre nur geringfügig besser.
        Dass die App nur träge weiterentwickelt wird, und dass die Anbindung der Labore teilweise sehr mittelmäßig funktioniert, steht auf einem anderen Blatt.

      • Was für ein blödsinniges Geschwurbel!
        Typisches Querdenker Geschwafel!

        Übrigens das B in QUERDENKEN steht für Bildung

      • Nicht jeder der logisch und kritisch denkt ist ein Querdenker. Den Medien alles nachplappern ist halt einfach einfacher, gell?

      • Leute, bitte! Wir wollen nicht schon wieder die Lösch-Keule rausholen und wünschen uns entspannte Tage zwischen den Jahren.

        Bleibt beim Video und lasst bitte die verbalen Backpfeifen stecken.

      • Argumentum ad absurdum. Wenn man inhaltlich nichts beitragen kann, fährt man einfach die „Schwurbler“-Schiene. Schon traurig, was aus dem Land der Dichter und Denker wurde…

      • Danke für das Löschen meines Kommentars. Aber ein Kommentar, der inhaltlich nichts beiträgt außer „Schwurbler“ darf stehen bleiben? Alles verstanden, Captain! ;)

      • @messdotcom: überleg mal kurz (oder auch lang) weshalb

        :-)))

      • Es ist auch schlicht falsch was du schreibst.
        Wo keine ausreichenden Maßnahmen getroffen werden oder das Virus „außer Kontrolle ist“ steigt die Übersterblichkeit sehr stark.

        KW 47 in Sachsen 46% über dem Durchschnitt der Vorjahre. Das ist kein Promillebereich!

      • @paceros: Danke :-)

      • Ohne die Maßnahmen wäre man nicht im Promillebereich geblieben. Das ist relativ einfach per „Dreisatz“ auszurechnen. Darüber hinaus wären der Konjunkturrückgang und die finanziellen Belastungen für das Steuersäckel so oder so angefallen, die Frage ist nur ob Produktiv oder destruktiv. Die Bundesregierung hat sich für die produktive Lösung entschieden, um die Anzahl der von Dir beklagten Insolvenzen massiv zu senken. Die wären sonst nämlich noch deutlich zahlreicher, auch ohne den Mini-LockDown-light hierzulande.
        Einfach mal „Was wäre wenn“ ehrlich und mit allen Konsequenzen durchrechnen. Du wirst Staunen.

      • Absolute Zahlen, ohne Bezug, sind unseriös.
        Die Sterblichkeit pro 100.000 Einwohner, im Vergleich zu den Vorjahren, zeigt keine Jahrhundert Pandemie, nirgends.

      • niemand hat etwas von absoluten Zahlen geschrieben

        die Übersterblichkeit ist praktisch überall statistisch nachgewiesen

        dazu brauch man keine Meinung, dass kann man selbst nachprüfen

    • Copy&Paste von Wiki:
      „Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist im Recht Deutschlands das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ein Datenschutz-Grundrecht, das im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland nicht ausdrücklich erwähnt wird. Der Vorschlag, ein Datenschutz-Grundrecht in das Grundgesetz einzufügen, fand bisher nicht die erforderliche Mehrheit. Personenbezogene Daten sind jedoch nach Datenschutz-Grundverordnung und nach Art. 8 der EU-Grundrechtecharta geschützt.‘‘

    • Es konnte bisher niemand belegen oder zumindest plausibel machen, das eine weniger datensparsame App mehr bei der Eindämmung des Virus helfen würde.

      Auch du behauptest hier einfach, weniger Datenschutz hätte mehr Menschen gewarnt/gerettet. Warum sollte das so sein?

  • In welcher Art und Weise hätte weniger Datenschutz eigentlich helfen können?

    • Ganz einfach: der Datenschutz verhindert, dass die App das tut wofür sie eigentlich vorgesehen war. So wie beispielsweise in Südkorea.

      Allerdings ist die Haltung der Koreaner und deren Einstellung zu Regierungsverordnungen wesentlich anders hier in Deutschland und deswegen bleibt die deutsche Corona-App ein laues Lüftchen im Kampf gegen diese Pandemie

      • Inwiefern verhindert Datenschutz, dass die APP das tut, was sie tun soll?
        Ich lese immer Wieder, dass der Datenschutz ein Problem ist, aber noch niemand hat mit genau erklären können, was das eigentliche Problem ist. Und der Verweis auf ein anderes Land, das kulturell und technologisch nicht mit Deutschland zu vergleichen ist, ist keine Erklärung fuer mich.

      • @E85

        Also nochmals: die Corona-App in Südkorea trackt deinen Standort. Weiß wer du bist und mit wem du Kontakt hattest und überwacht ggf. deine Quarantänebestimmungen und falls du sie nicht einhältst, wird das ans Gesundheitsamt gemeldet!

        So und nun sag mir welche davon die deutsche Corona App erfüllt…?

        ZERO

        Jetzt kapiert?

      • Nicht der Datenschutz verhindert das die App das tut was es tun soll. Ich selbst als Nutzer auf dem Handy kann nicht mal sehen an welchem Tag und Uhrzeit die Begegnung stattfand. Das würde meistens schon reichen ohne z.B. den Standort zu wissen. Die Informationen müssen nur auf dem Gerät bleiben ohne Freigabe.

        In meinem Augen wird es absichtlich eingeschränkt mit der der Ausreden wegen Datenschutz um eben den Datenschutz auszuhebeln was nicht notwendig wäre. Alleine nur das Datum würde den meisten App Nutzern schon helfen. So bringt es rein Garnichts außer die Leute zu verängstigen.

      • Und wozu braucht man den Standort?
        Das ist eine Kontakt tracing App. Keine Quarantäne Überwachungs App. Das si d verschiedene Ziele.
        Und es ist mir auch nicht klar, wie GPS Daten helfen sollen. Vor allem innerhalb eines Gebäudes.
        Von daher. Nein. Ich habe immer noch nicht kapiert, was der Datenschutz angeblich verhindert.

        Die kann das was sie soll tun. Was nicht heißt, dass man sie nicht verbessern kann.

      • Was haben sich alle nach dem Fall der Mauer über die Stasi aufgeregt und waren erstaunt was diese alles für Daten gesammelt hatte. Eine Riesenaufregung und Empörung war das damals.
        Jetzt bei Corona ist es plötzlich in Ordnung wenn die Regierung oder sogar ein privates Unternehmen Daten der Bevölkerung sammelt.
        Wir die Bevölkerung überwacht regen sich alle auf. Wird sie nicht überwacht regen sich alle auf.
        Die Menschheit scheint nichts aus der Vergangenheit zu lernen oder schnell wieder zu vergessen.

  • Vielen Dank fürs Teilen. Gerne noch mehr Talks vom RC3 :)

    Guten Rutsch

  • Nun ich hatte mehrfach Risiko Begegnungen mir geringer Gefahr. Würde die App mir mitteilen wann und wo das war könnte ich mein Verhalten prüfen und besser anpassen.

    Es ist nunmal Fakt das der Virus hoch ansteckend ist, viele Menschen daran oder durch ihn sterben ( und nicht die Leier mit Krippe, denn das ist Blödsinn da diese Infektionen nicht an das RKI übermittelt werden )

    Es kann nunmal niemand sagen wie der Krankheitsverlauf ist. Und wenn man auch nur ein Leben rettet, war es das wert.

    • Dann lasst uns alle dauerhaft einschließen. Das rettet Millionen Menschenleben, die sonst alle draußen verenden würden. Das ist es wert!
      Wenn wir eine echte Seuche haben, dann ist es die moralische Überheblichkeit, mit der selbst bisherige Grausamkeiten noch getoppt werden.

      • Au Backe Andreas… Siehe weiter oben das B…

        Deine Aussagen sind jenseits von Gut und Böse

      • Wenn wir uns in Deutschland wieder vor der Welt werden schämen müssen, dann wegen Menschen wie dir, mypointofview. Geschichte wiederholt sich leider…

      • @Micha: ich wiederhole mich nur ungern:
        das B in QUERDENKEN steht für Bildung.

        Gilt wohl auch für dich! Weder wiederholt sich hier die Geschichte, von der DU anscheinend keinen blassen Schimmer hast.

        Ich wünsche dir, dass du über den Tellerrand schaust, oder mal in einem Land ohne Demokratie lebst. Vielleicht wirst auch du dann lernen, dass Deutschlands Demokratie sehr gut funktioniert und ebenso unser Gesundheitssystem.

        Viel Glück anderswo. Deine Verblendung ist erbärmlich

      • @mypointofview: ganz dieselbe alte Denke wie von Oma und Opa. Einfach widerlich!

      • @Martin. schwurbel, schwurbel, schwurbel…. wenn du wüsstet…

        :-))))

      • mypointofview, denkst du, dass deine Art mit anderen zu reden dazu führt, dass diese sich anders verhalten? Deine Arroganz ist kaum noch zu begreifen, sich aber selber hinstellen, als hätte man die Weisheit mit dem Löffel gefressen und alles als Geschwurbel abtun ist einfach nur armselig. Bist nicht besser, als die, gegen die du hier schiessen willst. einfach nur peinlich.

      • Selten so einen Unsympathen gelesen wie mypointofview. Mit solchen Typen ist leider alles möglich.

      • @George: ich sage hier gar nichts, aber wenn ich solche haarsträubenden Behauptungen à la Attila Hildmann und Co lese und höre, fehlt mir jeder Respekt. Es ist weder wissenschaftlich, noch staatsrechtlich fundiert. Es sidn leere Behauptungen.

        Ich mache mir ernsthaft Sorgen um den geistigen Zustand, auch einiger User hier. Das hat nichts mit Arroganz zu tun…

        Wer wilde Behauptungen in den Raum stellt, muss damit rechnen, dass ihm widersprochen wird.
        Und wer dann noch die deutsche Geschichte zitiert, da muss ich dann leider sagen: ganz dünnes Eis, Leute…

      • @mypointofview ich lese hier aber keine Ansichten a la Hildmann, dementsprechend fehlt dir ne Menge Respekt. kannst ja mal drüber nachdenken, was du damit wirklich erreichst. Vielleicht macht es dann bei dir auch mal klick.

      • @george: vieles was hier so geschrieben wurde zu dem Thema geht in die Richtung Demokratie ist in Gefahr, die Menschen werden zu Marionette etc.

        Die Fähigkeit zwischen den Zeilen zu lesen, ist eben nicht jedem vergönnt…

        ;-)

      • Zwischen den Zeilen lesen könne und etwas zwischen die Zeilen hinein zu interpretieren sind zweierlei Dinge.
        Das zwischen den Zeilen lesen ist wirklich nicht jedem gegeben.
        Manche denke eben sie sind ein Geschenk Gottes an die Menschheit.

    • Es ist sehr wahrscheinlich, das Je weniger datensparsam die App wäre, desto weniger Menschen sie nutzen würde.

      Ich empfehle, den im Artikel verlinkten Vortrag mal anzusehen. Dann versteht man besser, warum die App so ist, wie sie ist.

      • Das ist Bullshit. Erst die Art der Diskussionen, die hier und anderswo so Datenschutz-obsessiv geführt wurde, hat das Klima geschaffen, dass zu dieser Stümmelapp führte. Und müssen Menschen sterben für die Borniertheit dieser Kaste. Dieselben blöken sich die Mäuler wund bei jedem Artikel zur Strafverfolgung durch Entschlüsselungsoptionen von Messengern. Nun sind die Krankenhäuser auch bei euch in Berlin Mitte voll.

  • Ein guter Vortrag, der, wenn man denn auch richtig zuhört klar macht, dass die App und alles drum herum keine leichte Aufgabe war.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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