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Das "Wir sind nur Vermittler"-Motto bröckelt

Uber droht Brüssel: Preiserhöhungen und Rückzug aus zig Metropolen

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97 Kommentare 97

Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber macht Front gegen die so genannten „EU-Vorschriften zur Plattformarbeit„, die in dieser Woche debattiert werden. Bei dem neuen Regelwerk geht es der Europäischen Union darum, die Arbeitsbedingungen und die sozialen Rechte in der so genannten Gig-Ökonomie zu verbessern.

Uber Taxi Festpreis

Die Gig-Ökonomie beschreibt die oft prekären Arbeitsverhältnisse von „selbstständigen“ beschäftigten, die für Lieferdienste Essen auf dem Fahrrad ausliefern, für Fahrdienstleiter die Chauffeure mimen oder als Putzhilfen über spezialisierte Plattformen gebucht werden können.

Gemein haben viele der in der Gig-Ökonomie Arbeitenden, dass diese nur für eine Plattform oder eine App aktiv sind und daher in einem weitgehend abhängigen Beschäftigungsverhältnis gebunden sind – ohne jedoch die im Laufe des letzten Jahrhunderts erkämpfen Vorteile wie einen Kündigungsschutz, Sozialversicherungen, Tariflöhne, Urlaubs- oder Krankheitstage für sich verbuchen zu können.

Uber stellt sich schon mal quer

Hier will die EU nun ansetzen und zieht damit die Kritik der großen Profiteure der Gig-Ökonomie auf sich. So hat Ubers Mobilitäs-Chefin für Europa, Anabel Díaz, gegenüber der Financial Times jetzt damit gedroht, das Angebot auf dem alten Kontinent massiv zu beschneiden, sollten die Vorschriften zur Plattformarbeit durchgesetzt werden. Stattdessen setzt sich der Konzern dafür ein „den Wunsch der Selbstständigen nach Flexibilität zu wahren“.

Sollte man von der EU dazu gezwungen werden die selbstständigen Fahrer als Angestellte zu klassifizieren, werde man sich „aus hunderten“ der insgesamt 3.000 Städte zurückziehen, in denen das Unternehmen derzeit aktiv ist. Zudem sollten Preiserhöhungen von bis zu 40 Prozent erwartet werden. Die Pläne der EU würden darüber hinaus dafür sorgen, dass man 50 bis 70 Prozent weniger Arbeitsmöglichkeiten anbieten könne.

21. Sep 2023 um 08:06 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • da finden sich bestimmt genug Taxifahrer die beim Rückzug freiwillig helfen

  • Dann sollen sie gehen. Das ist keine Drohung. Wer seine Partner so gängelt wird nicht gebraucht

  • Soll Uber machen.
    Es gibt mittlerweile gute Taxi App Lösungen und die werden besser bezahlt.

  • Ich denke, Brüssel ist von so einer Drohung überhaupt nicht beeindruckt. Ein Verlust für Europa ist ein evtl. Rückzug Ubers wohl eher nicht.

    • Doch wir nutzen das ständig. Das Taxi Monipol gehört abgeschafft

      • Auf Kosten von Arbeitsplatzsicherung, sozialer Gerechtigkeit und anderer über Jahrhunderte erkämpfter Rechte von Arbeitnehmern. Tolle Einstellung.
        Dass ausgerechnet die Giga Ökonomie funktioniert liegt einzig und allein an der Ausbeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
        Ekelhaft.. vor allem Deine Einstellung

      • Wovon redest du hier ? Du gehörst sicherlich zu den Dichter und Denker in der Gesellschaft. Schon was gehört von Scheinselbständigkeit, Subunternehmer und Leiharbeiter .. das ist momentan auf dem deutschen Arbeitsmarkt überall zu finden, du nimmst hier eine Monopolindustrie in Schutz die natürlich nur gut behandelte Beschäftigte Angestellt hat. In anderen Ländern ist Uber und Co sehr beliebt und die Fahrer sind zufrieden ( kein Chef , suchen sich die Arbeitszeiten und Arbeitsorten selbst aus ) und du redest hier von Ausbeutung das sieht man du hast keine Ahnung!

      • Du hast gar keine Ahnung Junge hast ja nie für die gearbeitet,nutzt nur die billigen Fahrten auf Kosten anderer, Geiz ist nicht immer geil,weil Du irgendwann die Zeche bezahlen wist wenn Uber dreimal soviel wie ein Taxi kosten wird, schau mal über deinen Tellerrand und erkundige Dich mal wie teuer Uber in den USA ist, schönen Tag noch!!!!

      • Taxi ist kein Monopol im klassischen Sinn. Es ist ein Teil der ÖPNV und muss sich an bestimmte Regeln halten. Während ein Uberfahrer sich die Fahrten aussuchen kann, muss der Taxifahrer jeden fahren, sofern der Fahrgast keine Gefahr darstellt. Ausserdem regelt jede Gemeinde die Taxipreis. Die Taxen würden gerne konkurrieren, können es jedoch nicht, weil es gesetzlich nicht erlaubt ist.

      • Und dennoch bestellst du sicherlich auch bei Amazon, obwohl Arbeiter „ausgebeutet“ werden?

      • Aber nicht massiv zu Lasten der Arbeitnehmer-Rechte.
        Man kann Angestellte auch sehr flexibel handhaben.
        Sollten das in Zukunft immer mehr Unternehmen machen? Das wäre nicht gut.

      • Die Leute sollten aber auch mal schauen, was sie so für Verträge unterschreiben. Und mir braucht keiner sagen, dass man keine Wahl zwecks einer Arbeit hat.

      • Du hast von prekären Beschäftigungsverhältnissen und der Situation der Menschen dort offensichtlich keinen blassen Schimmer.

      • Das was du daran magst, bekommst du nur durch die besagte Ausbeutungen!
        Ohne die Ausbeutung ist es so, wie du es nicht magst. ;-)
        Somit bist du ein Fan der Ausbeutung. :-(

      • Wir haben mehr als genug alternativen zum klassichen Taxi In Europa:FREE NOWTaxi EUGettG7LeCab
        CabifyOlaBolt

        um nur mal ein paar zu nehmen, gibt noch Zahlreiche weitere. Ein klassischen Monopol haben wir da also schon lange nicht mehr.

      • Für die anderen Vermittler müssten ja die gleichen Gesetze gelten.

      • Heul leise oder werte selbst Taxifahrer dann merkst du wie die real bezahlt werden. Maximal ein Grundgehalt oder ( bevorzugt) nur ein Gehalt nach Tagesumsatzes. Da wirst du Mega reich von versprochen ;)

        D Taxis sind ohnehin kleine Divas, nachts will keiner fahren. Aus der Genossenschaft wird ausgetreten.

        Alte dreckige Fahrzeuge

      • Ja, wir auch. Es ist eine Frechheit dass eine Institution in den freien Markt eingreifen darf. Niemand wird gezwungen für Uber zu fahren. Wenn sie den Mitarbeiter*innen zu wenig bezahlen, dann würde wohl niemand für Uber fahren.
        Es herrscht freie Marktwirtschaft, Uber bietet was an, man kann es nutzen oder nicht. Besteht keine Nachfrage, oder es will niemand für diesen Lohn fahren, funktioniert es nicht. Nennt sich freier Markt. Das ist weder sarkastisch noch ironisch gemeint. Sondern meine kapitalistische Meinung.

      • Exakt, ist halt einfach ein komplett unnötiger Eingriff in den Markt. Lächerlich dass man dem alteingesessenem Taxigewerbe, dass sich seit den 50ern nicht weiterentwickelt hat, Schützenhilfe leistet.

      • Yep! Eine korrekte Einschätzung! Diese Firmen verdienen mit und durch die Zerstörung gewachsener Strukturen und Ausbeutung der Mitarbeitenden

      • wenn es darum geht Patriot zu sein, seit ihr an erster Front. Trotzdem unterstützt Du ein US Unternehmen, der in Deutschland keine Steuern zahlt. Damit ein Uber Unternehmer überleben kann, muss er seine Mitarbeiter inoffiziell unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlen.
        Viele Uberfahrer arbeiten für durchschnittlich 5 -6 Euro die Stunde. Aber dir geht es gut. In der Hauptzeit zahlst du bei Uber den 4 Fachen Taxipreis. Aber trotzdem hinterfragst du das nicht.

  • Und Tschüß, wer ehrlich ist und KEINER der gerne auf dem Rücken von anderen lebt wird das Geschäftsmodell nicht vermissen.
    Aber leider hege ich meine Zweifel, denn heute sind sich viel zu viele selbst die Nächsten.
    Und so etwas wie Solidarität, Gerechtigkeit ist nur solange wichtig, wie es zu Ihrem Vorteil
    ist.

  • UberXL bestellt, UberX bekommen, Uber weigert sich die Preisdifferenz zu erstatten mit dem Hinweis: sie wären nur der Vermittler. Vielen Dank auch. Da funktioniert einiges nicht mehr richtig.

  • Hoffentlich!

    Es gibt nix schlimmeres als Uber in Berlin.
    Wer latent Selbstmordgefährdet ist, ruft sich hier ein Uber.
    Sie kennen keine Verkehrsregeln. Meinen alles zu dürfen. Rote Ampeln, einfach mal umdrehen und dabei auf Gleise der Tram fahren, obwohl eine kommt, aber die kann ja bremsen und warten. Einfach rechts abbiegen (rechts rot, geradeaus grün) und sich von einer Tram voll erwischen lassen (Insassen bis auf Fahrer Tot)
    Überall einfach anhalten. Kein P-Schein.

    Ich wäre froh wenn die endlich weg sind!
    Ach ja und auskennen tut sich auch keiner mehr. Ohne Navi geht nix.

    • Käpt'n Blaschke

      Prima, ganz genauso wie die Taximafia am Flughafen in Frankfurt. Farbkopierte Lizenzen werden in der ganzen Community rumgereicht, schlechte bis gar keine Deutschkenntnisse, Schrott-Taxis, Verkehrsregeln werden systematisch missachtet und keine Kartenzahlung obwohl es am Fahrzeug steht. Komischerweise ist immer gerade „der Gerät“ kaputt. Denselben Mist bekommt man bei Uber deutlich billiger.

    • vllt solltest du nochmal deine quellen überprüfen. der fahrer und eine weitere person sind gestorben und wahrscheinlich handelte es sich dabei nicht um uber sondern ein anderes unternehmen.

    • Also ich kann das mit Uber nicht bestätigen. Rufe regelmäßig Uber für meine Oma und da wird immer geholfen und sich an alles gehalten. Ich selbst hab in München schon schlechte Fahrer erlebt. Mit Uber als auch mit FreeNow. Uber ist ingesamt zuverlässiger und man kann die Strecke während der Fahrt noch anpassen. Bei Stoßzeiten empfiehlt es sich auf normalen Taxen umzusteigen. Zumal die in München mittlerweile auch mit Festpreis fahren.

    • Möchte jetze nur mal auf dem Punkt „nur noch mit Navi“ eingehen.

      Lieber ist mir, wenn ich mit einem Taxi oder sonst was unterwegs bin der Fahrer fährt mit Navi, welches den aktuellen Verkehrsfluss mit berücksichtigen als einer, der sich auskennt und vielleicht die kürzeste Strecke nimmt, dafür aber eine halbe Stunde länger braucht, weil er ständig im Verkehr steht.

      • Der Punkt von Chris_82 ist definitiv gut aber die Fahrer dieser ganzen Alternativen zum Taxi kennen sich ohne halt gar nicht mehr aus. Musste letzten zum Klinikum Großhadern der Fahrer wusste Eiskalt nicht wo das ist… Sorry aber wer nicht weis wo die Krankenhäuser der Stadt sind, sollte nicht als Fahrer arbeiten.

        So was ist mir in einen Taxi noch nie passiert, denn dafür benötigen sie halt einen Personenbeförderungsschein und lernen dabei solche Dinge.

      • Als Uber hat man im Navi aber natürlich Schönste Strecke und Autobahn vermeiden eingestellt. ;-)

    • Wenn Leute einfach nicht verstehen wollen das Menschen so ein Verhalten haben und nicht irgendeine App oder Vermittler…
      Was soll das für eine Rolle spielen.

    • Taxi in Berlin ist aber auch oft schlimm. Es gibt zwar jede Menge guter Taxifahrer, aber einige ihrer Kollegen fahren wie der letzte Henker.

  • Uber ist ganz schön schlecht, wenn sie nur auf Kosten der Arbeitenden Gewinn machen können.

    In dem Fall braucht es Uber nicht

    • So funktioniert die gesamte GigOkönomie!!!
      Von Uber zu den gesamten Essens-Lieferdiensten und vielen anderen. Die Bequemlichkeit der „Reichen“ (also aller die sich das leisten können und wollen) siegt über die Rechte der „Armen“ (also aller die unter solchen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen).

      • Die Reichen fahren Taxi oder ihr eigenes Auto. Uber ist für die, die keine pralle Geldbörse haben.

      • Nein, Uber zockt die ab, die sowieso schon keine pralle Gelbbörse haben, um sich selbst zu bereichern.
        Ansonsten würde man nicht aufquieken, dass der der gesetzliche Anspruch auf solche Mindestforderungen das Geschäftsmodell ruinieren würde.

  • Arbeitsverhältnisse müssen gerechter werden.
    Uber ist halt (ganz persönlich gesehen) ein cooler und günstiger Dienst.
    Schade, dass die Gier bedingt, dass man anscheinend nicht beides übereinanderlegen kann.
    #ThatsWhyWeCantHaveNiceThings

    • Naja stimmt so halt auch nicht. Uber hatte jetzt mal ein Quartal mit Profit nach 14 Jahren und insgesamt über $30 Mrd Verlust. Und der Profit von über 300m kam auch zu 97% aus equity investments.
      Es ist halt einfach zu teuer. Und das obwohl Uber die Fahrer nicht selbst einstellt und keinen wirklichen Fuhrpark besitzt.

      Wo wir wieder beim Problem sind, dass etliche Leute die sich kein Auto leisten können oder wollen, nur auf den ÖPNV setzen können weil Taxi fahren zu teuer ist.

  • Die Nutzen die Scheinselbstständigkeit der Fahrer massiv aus und heulen dann nich rum wenn jemand ihnen den Spiegel vorhält. Aber letztendlich ist das nur ein Scheingefecht weil die wirklich großen Player im Bereich Scheinselbständigkeit (Versicherer, Banken, Bauträger) dieses Spiel seit mindestens den 80ern perfekt beherrschen.
    Soll sich Uber zurückziehen…das wird den Sozialkassen gut tun.

  • Ich finde es richtig, dass das reglementiert wird. Letztlich verdienen diese Unternehmen daran, dass sie am Sozialsystem vorbei arbeiten.

    Interessante Frage: Sieht es bei Entwicklern die mit ihren Apps quasi nur von Apple oder Google abhängig sind nicht ganz genauso aus?

    • Du kannst doch für andere Plattformen auch deine Apps anbieten. Da gibts kein entweder/oder.
      Hier gehts um Putzhilfen, die auf einer ziemlich großen Plattform „gebucht“ werden können. Sie dürfen aber ihre Dienste nicht auf anderen Plattformen anbieten. Betrifft halt Menschen, die irgendwie legal an Geld kommen müssen und dem ausgeliefert sind.

      • Das ist doch Unsinn. Niemand verbietet einem Uber Fahrer auch noch andere Jobs zu haben. Niemand verbietet einem Lieferando Fahrer auch noch bei anderen Lieferdiensten zu arbeiten. Es geht doch darum, dass die Leute bei den Firmen nicht angestellt sind, sondern „selbständig“ für diese Arbeiten. Uber vermittelt dem Fahrer nur die Fahrt und dieser führt sie dann aus. Die Putzplattform vermittelt den Putzjob und ich gehe dann putzen.

        Das Problem dabei ist, dass die Leute zwar quasi nur „mit“ einer Firma arbeiten und komplett von dieser abhängig sind, aber eben nicht für/bei dieser Firma arbeiten / dort angestellt sind und die Firma damit auch keine Sozialabgaben zahlt.

        Natürlich kann ich statt meiner iOS App auch Apps für Android, Webseiten oder Windows Programme entwickeln. Aber so wie ein Uber Fahrer komplett von Uber abhänging sein kann, sind sicherlich nicht wenige kleine iOS Entwickler komplett von Apple abhängig.

        Ich sage ja nicht, dass sie deswegen von Apple angestellt werden müssten. Ich frage mich nur, wo genau hier der Unterschied besteht und wo man die Grenze ziehen sollte…

  • Uber’s Drohung, sich aus Europa zu verpissen, wenn die EU faire Arbeitsbedingungen für die Gig-Ökonomie einführt, ist echt lame. Die tun so, als ob sie die „Flexibilität“ der Fahrer schützen wollen, aber im Endeffekt geht’s nur darum, noch mehr Kohle zu scheffeln. Und anstatt selbst für bessere Bedingungen zu sorgen, wollen die die Preise hochjagen. Also echt jetzt, das ist mega uncool. Wenn die nicht checken, dass faire Arbeit wichtig ist, dann ciao, braucht keiner.

    • Das ganze Konzept beruht auf Ausbeutung. Natürlich gefällt denen das nicht.
      Man sollte ernsthaft als Bürger dem was am eigenen Land liegt, solche Vermittler meiden. Unsere ganze soziale Marktwirtschaft wird dadurch zum Turbokapitalismus a la USA umgekrempelt zugunsten irgendwelcher Konzerne die nichtmal hierher kommen. Aber hinterher meckern wenn nicht genug Geld in den Sozialkassen ist, tun dann alle wieder.

  • Und tschüss ….. reisende soll man nicht aufhalten. Davon geht die Welt nicht unter.

  • Wenn man mehr als Dreiviertel seines Umsatzes nur mit einem Unternehmen macht, ist man als Selbstständiger sehr schnell Schein selbstständig. Damit entsteht ein Angestelltenverhältnis und der Arbeitgeber darf die Sozialabgaben leisten oder diese Forderung kommt auf den Unselbstständigen zu. Das kann für beide Seiten extrem teuer werden. Nachzahlung im Bereich von über 30.000 € können drohen.

    • … wenn das deutsche Finanzamt und die Rentenversicherung auf Uber losgehen, braucht Brüssel nichts mehr tun. Das wird so teuer für den Konzern, dass die froh sind, sich zurückziehen zu dürfen.

      Vorausgesetzt es werden die gleichen Spielregeln angewandt wie bei den einheimischen Unternehmen.

    • Wie verhält es sich denn, wenn man als Entwickler seine gesamten Einnahmen nur über den App Store macht. Ist man dann auch Angestellter von Apple? Oder man neben seinem kleinen Online-Shop den keiner Besucht fast ausschließlich bei Amazon verkauft?

      Ich finde ja gut, dass reguliert wird, aber wie genau legt man die Grenze fest?

      • Du kannst jederzeit eine Anfrage an die Rentenversicherung stellen. Die sagen es dir verbindlich.

    • Die Höhe des Umsatzes spielt hier keine Rolle. Und wenn du nur 1% deines Umsatzes mit einem Unternehmen machst, kann das völlig für den Umstand von Scheinselbständigkeit ausreichen. Letztlich sind das Einzelfall-Entscheidungen der Prüfer. Es ist nicht so, als ob es konkrete Gesetze dafür gibt.

  • Gerade von Uber ne Mail bekommen: „Leckeres Essen wird geliefert, wo immer du auch bist.“
    Eingegeben und -> „Diese Region wird noch nicht unterstützt“ :D

  • Jetzt bekommt Brüssel aber Angst… Ich denke eher, dass sie das erreichen, was sie wollen. Dass Uber sich zurückzieht.

  • Es ist doch begrüßenswert, daß sich Brüssel für die Rechte der GIG Arbeitenden einsetzt.
    Die Drohung von UBER sich aus dem Geschäft zurückzuziehen ist meiner Ansicht nach nur eine leere Drohung.
    Sicher, es bedeutet, daß Einige damit ihre Arbeit verlieren. Das ist Mist. Aber es ist eine Arbeit die die Arbeitenden ohne soziale Absicherung leisten und daher keinen Beitrag für deren spätere soziale Absicherung geleistet wird.
    Der Profiteur ist bei dieser Art der Tätigkeit einzig UBER.

  • Tja und schon ist Uber auch nicht mehr billiger als ein Taxi und damit leicht verzichtbar. Wobei ich die Preise für eine Taxifahrt irre finde, auch wenn mir bewusst ist, dass es auf einen Stundenlohn umgerechnet nicht ungewöhnlich ist, aber wert ist es mir dann einfach fast nie.

  • Mobilitäs-Chefin für Europa, Anabel Díaz will sich wohl selbst Arbeitslos machen :-)

  • Leider kann ich diese ganzen Kommentare einfach nicht nachvollziehen. Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich bisher von Uber noch nie enttäuscht wurde. Ich bin beruflich sehr viel unterwegs und nutze immer einen Mix an allen Mobilitätslösungen, die mir zur Verfügung stehen.
    Ich finde es ziemlich scheinheilig von der EU alles immer unattraktiver zu machen und sich dann zu beschweren, dass es unfaire Arbeitsbedingungen gibt. Schaut man mal in die USA sieht man, dass das Geschäft dort ganz anders und besser funktioniert als hier. Wir sind einfach mit Regulation voll.
    Schaue ich nun mal auf den klassischen Kunden, der Uber statt Taxi nutzt tut das aus einem Grund: der Preis. Und hier ist das nächste Problem. Autofahren wird immer teuerer (Sprit, Abgaben, Versicherungen, etc.). Es bedarf vor allem in der Personenbeförderung vieler zu erfüllender Vorgaben, die auch massiv Kapital brauchen. Heisst also irgendwo ist der Kreislauf gestört – günstige Preis, teure Produktion – irgendwo muss also gespart werden, wenn man den preissensiblen Kunden (der das aufgrund der Inflation auch zurecht ist) halten will. Es wäre also besser sich erstmal seitens Brüssel an die eigene Nase zu fassen.

    • Langer Rede kurzer Sinn: Du willst die Arbeitnehmerrechte abschaffen.

    • In den USA läuft was genau besser? Schon mal mit einem Uber Fahrer in den USA gesprochen? 12-14 Stunden Schichten, auf für Hungerlohn. Das Auto gehört oft jemand anderes, der mehrere Autos und Fahrer für sich fahren lässt (und ausbeutet) und wehe jemand baut einen Unfall oder bekommt schlechte Kritiken.
      Ja, gerade in USA nutze ich Uber auch, weil es oft keine wirklichen Alternativen gibt. Aber gut ist das System da drüben sicherlich nicht. Auch abgesehen von Uber, viele in den USA haben mittlerweile drei Jobs und kommen auf Wochenarbeitszeiten von weit jenseits von 70 Stunden, nur um einigermaßen über die Runden zu kommen.
      Die USA sind wirklich ein tolles Land (als geographisches Land) und ich war oft dort, kenne mehr als 25 Bundesstaaten und viele nette Leute. Aber die sozialen Rahmenbedingungen werden immer katastrophaler. Bürgerkriegsähnliche Situationen werden leider immer wahrscheinlicher.

  • Adios Uber, wer Arbeitnehmerrechte nicht akzeptieren will, darf den Raum verlassen.

  • Faire Arbeitsbedingungen kosten halt Geld.
    Das ganze System läuft doch auf Kosten der Allgemeinheit. Schön wenn der Scheinselbstständige mich für wenig Geld rumfährt. Aber ich hätte lieber mehr Leute, die in die Sozialversicherung einzahlen. Dann müssen wir die nicht mit unseren Beiträgen und unseren Steuergeldern bezahlen.
    Wenn ich die Leistung nicht rechtmäßig erbringen kann, dann ist mein Geschäftsmodell schlecht, nicht derjenige, der das durchsetzt.

    • Richtiger und wichtiger Hinweis! Leider übersehen das die meisten Leute, sicherlich auch, weil viele sich teurere Dienstleistungen nicht leisten können und sich dann über vermeintlich günstige Angebote freuen. Das trifft auch auf Schwarzarbeit zu.
      Aber richtig ist halt, viele ‚ohne Rechnung/Lohnsteuerkarte‘ Arbeitende (und die gibt es eben auch bei Uber u d auch im Taxigewerbe) haben ‚unterm Strich‘ mehr, als jemand, der legal für Mindestlohn arbeitet, bezahlen aber nichts (oder weniger als eigentlich erforderlich) in Krankenversicherung und Rentenkasse ein.
      Die Allgemeinheit zahlt dafür höhere Krankenversicherungsbeiträge und später dann wenn derjenige in Rente geht zahlt die Allgemeinheit noch Aufstockung,weil die Rente nicht reicht. Und viele arbeiten dann noch weiter ‚bar auf Kralle‘ weiter.
      Ich unterstütze das grundsätzlich nicht und bestehe immer auf Rechnung. Aber ja, ich kann mir das leisten, viele eben leider nicht. Das ist ein Teufelskreislauf

    • Kulturverfechter

      Richtig und sehr gut formuliert. Leider haben wir Politiker die entweder zu dumm sind das zu Lesen oder Sie sind geschmiert.

  • wie sagt ein altes deutsches Sprichwort? Hochmut kommt immer vor dem Fall.

  • Ich dachte Annabel ist eine Kartoffelsorte, so kann man sich täuschen

  • Die Gig-Economy ist monopolistisch veranlagt. Wer es einmal geschafft hat, den Großteil des Marktes für sich zu gewinnen, kann viel effizienter größere Gebiete abdecken und dort wirtschaftlich zum Kampfpreis agieren.

    Stellt euch vor, ihr habt als Lieferdienst einen Angestellten in Berlin und die Konkurrenz hat 1000 Fahrer auf den Straßen. Als kleiner Anbieter könnt ihr bur ein begrenztes Gebiet bedienen und wenn 10 Bestellungen gleichzeitig reinkommen, könnt ihr unmöglich alle Kunden beliefern.

    Darum erkaufen sich solche Konzerne anfangs oft mit hohen Schulden Ihre Position im Markt. Die wird Uber doch nicht einfach so hergeben. Konkurrierende Dienste wie Bolt (die auch einen Fahrdienst anbieten), würden die Lücke nur zu gerne füllen.

    Alternativ freuen sich die Taxifahrer über die Rückeroberung Ihres Geschäftsfeldes.

  • Als jemand der multimodal unterwegs ist, würde ich den Wegfall von Uber nicht begrüßen, aber wenn sie nicht in der Lage sind zu fairen Bedingungen Ihre Mitarbeiter zu beschäftigen, ist ihr Geschäftsmodell in Europa gescheitert und sie sollen gehen.

  • Soll sich Uber halt zurück ziehen, ist ja nicht so dass nur die Kunden dann einen Fahrdienstleister verlieren, sondern auch Uber verliert auch Massig Geld dann.

    Ist dann halt ein Lose-Lose Situation.

  • Um Uber ists nicht Schad. Ausbeutung als Geschäftsmodell

  • Uber , Ryanair und neue Fintechs die Goldgräber Stimmung ist vorbei, können gerne wieder gehen.

  • Kulturverfechter

    Rückzug ankündigen ! Das ist ja zum Lachen. Verbot in ganz Europa wäre die Lösung. Leider hatte bis jetzt nicht jeder Politiker die Fähigkeit dieses Thema geistig zu durchleuchten oder sie waren bestochen.
    Schöne Grüße nach Kirchheim bei München.

  • Ganz ehrlich, so oft wie ich von unfreundlichen Taxifahrern übers Ohr gehauen wurde, kann ich dem Gewerbe gar nicht genug wünschen zu sterben. Die EU versucht hier einfach Wettbewerb zu stören.

  • Also MyTaxi gestartet ist bin ich weg von Taxistand/Anrufen/Drivenow. Als MyTaxi-Fahrer unzuverlässig wurden (Abbruch Abholung), ging es zurück zu Uber. Heute morgen wieder im Uber zum Hbf, statt Taxi.

  • Uber kann sich gepflegt verp*ssen. Und Airbnb können sie gleich mitnehmen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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