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Transmit für iOS muss auf Sharing-Funktion verzichten

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34 Kommentare 34

Apples App-Store-Politik nervt. Und zwar nicht die zugrunde liegenden Regeln selbst, die ja durchaus zumindest in etlichen Fällen durchaus ihre Berechtigung haben, sondern die Tatsache, dass hier zu oft die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. Mit dem FTP-Client Transmit wurde einmal mehr eine App „geprüft“ und für den Verkauf freigegeben und Wochen später dann dazu aufgefordert, eine Grundfunktionalität zu entfernen.

transmit-sharing

Die iOS-Version von Transmit brachte ergänzend zu ihren FTP-Funktionen die Möglichkeit, Dateien an Apples iCloud Drive und andere Cloud-Dienste wie Dropbox oder Evernote zu übertragen (wir berichteten). Am Datei-Upload zu iCloud Drive störten sich die Apple-Kontrolleure nun im Nachhinein und haben die Transmit-Entwickler dazu aufgefordert, diese Option zu entfernen. Apps dürfen laut einer Mitteilung von Apple an die Entwickler nur Inhalte an iCloud senden, die sich auch selbst erstellen.

In short, we’re told that while Transmit iOS can download content from iCloud Drive, we cannot upload content to iCloud Drive unless the content was created in the app itself.

Die App verstößt laut Apples Begründung gegen die App-Store-Richtlinien, in einem Blogpost kritisieren die Entwickler allerdings, dass dort von iCloud Drive gar nicht die Rede ist.

Da sich der Upload zu iCloud Drive nicht von der Möglichkeit, Dateien an andere Onlinedienste zu senden trennen lässt, musste die Sharing-Option per Update komplett aus der App entfernt werden. Die Entwickler entschuldigen sich bei Käufern, die speziell diese Option im Blick hatten und hoffen auf ein Einlenken Apples.

Die Transmit-Entwickler sind nicht als erste von Apples uneinheitlicher Vorgehensweise betroffen, jüngste Beispiele für ähnliche Fälle sind das Hin und Her um die Mitteilungszentralen-Erweiterungen Launcher, PCalc oder Neato. Hinter Transmit stehen keine Neulinge im Apple-Business, die Entwicklerfirma Panic ist seit Jahren unter anderem mit dem angesehenen FTP-Client Transmit für Mac präsent. (via Mac Rumors)

App Icon
Transmit
Panic Inc
9,99 €
17.78MB
Dienstag, 09. Dez 2014, 7:38 Uhr — chris
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Rede mit!
  • Den Wegfall von Apple’s eigenen Speicherdienst lässt sich wohl verkraften da dieser noch relativ neu ist.

    • Das sehe ich anders, für manche ist es eine bessere Alternative zu Dropbox & Co.

      • Diese Regel von Apple zeigt doch wieder, dass man besser bei einem anderen Dienst bleibt. Besser jetzt wieder weg von iCloud Drive als später.
        Apple war bekannt dafür, dass die Features und Ideen von anderen nicht einfach kopiert, sondern perfektioniert haben.
        Hier hat es mal wieder nicht funktioniert.

    • Korrigiere mich, aber sie müssten alle Share-Funktionen entfernen, nicht mr iCloud.

      Sprich es kann „nur“ noch FTP

  • @DNN Da können die Entwickler nichts für. Es Lassen sich nicht einzelne Dienste entfernen. Alle oder keine.

    • Quatsch. Wieso soll das nicht gehen? Nimm den Menüpunkt raus und fertig.

    • Aber sicher können die Entwickler su h etwas dafür. Warum programmieren die Entwickler so etwas nicht modular? Es könnten ja Speicherdienste hinzukommen oder wegfallen?!
      Schlecht programmiert würde ich sagen.

      • Die Entwickler nutzen hier die Sharing-Funktion, die von iOS zur Verfügung gestellt wird. Welche Dienste darin ersichtlich sind bestimmt der Nutzer und nicht der Entwickler. Entweder kann man die ganze Funktion nutzen oder dann gar nicht. Hat also überhaupt nichts mit gut oder schlecht programmiert zu tun.

      • Daniel Bocksteger

        @Ramon: Wenigstens einer der kompetent ist hier ordentlich zu antworten…
        @Der Rest: Lernt erst mal die Basics zu iOS Apps, Das sharing ist ein Modul von Apple, woran die Entwickler nichts ändern können. Alles oder nichts. Und das ist von Apple so gewollt.

      • Grundsätzlich richtig, allerdings kann man den Zugriff auf Speicherdienste auch selbst implementieren, ohne Apples Sharing-API zu verwenden. Die gibt es ja ohnehin erst seit iOS 8 in dieser Form. Andere Apps haben das aber auch schon früher gelöst.

      • Wenn ein Entwickler auf Module zurückgreift ist er nicht nur faul sondern auch selbst Schuld.

  • Von mir aus könnte Transmit komplett auf iCloud Drive verzichten und dafür den rest anbieten.
    Ich an ihrer stelle würde den dienst einfach durch google Drive austauschen und dann Apples Dienst komplett ignorieren.
    Apple macht was das angeht in letzter Zeit ja nur noch scheiße :-/
    Aber was solls, Transmit ist trotzdem für mich die beste App um meine Server anzusprechen :) bin sowieso komplett ohne Apples Cloud mist unterwegs, lediglich Evernote trauer ich hinterher und muss jetzt wohl noch länger auf die google anbindung warten :(

    • Halt stop evernote geht noch >.< :))

    • Ahahahahaha, Google Drive, ahahahahaha.
      Du denkst bestimmt auch, daß das kostenlos ist.
      Google hat mit deinen Daten nur Gutes im Sinn. :D

      • Hahahaha wie alle anderen auch :D

      • Ich selbst nutze Google Drive nicht für meine Daten.
        Es gibt aber die eine oder andere Organisation/Gruppe welche auf google ihre Daten ablegt (bei mir zum beispiel der Schützenverein und die Betriebsgruppe) und von daher werde ich dazu gezwungen auch damit zu arbeiten.
        Aber schön das es noch Leute gibt die nicht ins Blaue andere Leute beschuldigen oder ihnen etwas nachsagen was nicht stimmt:)
        Hoffe du bist nicht überall so vorbehaftet.

  • Wo wir gerade beim Thema sind, kann Transmit für iOS FXP oder kennt jemand ne andere FTP App die dies unterstützt?

  • Und wieder einmal ein Beispiel dafür, was Apples App-Kontrolle wert ist. Ich schließe mich der Aussage des Artikels an: es nervt.
    Kaufst Du heute eine App, weißt Du nicht ob Du sie morgen immer noch kriegst. Da Apple darauf besteht der einzige Anbieter von Apps zu sein, sehe ich das sehr kritisch.

    • Ich finde es auch eine Frechheit gegenüber den Kunden: Erst genehmigt Apple eine App durch sein ach so tolles Review-Verfahren. Die App bekommt also quasi das Siegel „Geprüft von Apple“. Die Nutzer vertrauen darauf und kaufen die App. Kurze zeit später kommt dann mal wieder ein „Ach doch nicht“ von Apple und man steht auf einmal mit einer App oder Funktionen da, die nicht weiter entwickelt werden.

  • Muss wohl doch das iPhone jailbreaken…
    Oder nein, halt, mein Huawei hat diese Beschränkungen ja gar nicht. Und ich kann selbst bestimmen, welche App was darf.
    Mal gespannt, wie lange es dauert, bis ich vollständig von Apple gelöst bin. Als nächstes steht iTunes Match zur Disposition….

    • Ja, ich liebäugle auch immer mehr mit Android-Smartphones, da kann man (fast) selbst bestimmen was man brauch und was man hat. Der einzige Grund warum ich noch bei Apple bin, ist die Performance des Smartphones, aber da hat sich ja auch viel im Android-Camp getan. Warten wir mal auf Android 5.0. :-)

      • Wenn es nur um die Performance geht gibt es schon lange keinen Grund mehr der gegen Android spricht. Natürlich sollte man sich nicht bei den 50 EUR Aldi Geräten umschauen aber es gibt genügend Auswahl an höherwertigen Geräten in der Performance nicht schlechter da stehen als iOS. Mag sein, dass das neuste iPhone ein paar Benchmarkpunkte mehr einfährt als die Androidkonkurrzen, aber die meisten Nutzer haben nicht das neuste iPhone (es geht also auch „langsamer“) und ob es in der täglichen Bedienung rund läuft sollte mehr interessieren als irgendwelche Benchmarks.

    • WJe hast du iOS auf dem huwei installieren können?

      • Schaltet das Gehirn automatisch auf Durchzug, wenn jemand Apples Konkurrenz erwähnt? Er hat doch nicht geschrieben, dass sein Smartphone diese künstlichen Einschränkungen nicht hat.

  • Ich kenne mehrere Apps bei denen in neueren Updates zuvor vorhandene Unterstürzungen von iCloud oder iCloud Drive entfernt wurden. Begründung war schlechte Qualität von iCloud, Inkompatibilität zwischen iCloud und iCloud Drive, und Probleme mit den Richtlinien von Apple…
    Da macht Apple einen echt tollen Job bei der Verbreitung seiner Technik…

  • ich denke, dass es sich in diesem Fall um eine Fehleinschätzung eines einzelnen Apple Mitarbeiters handelt. Die zitierten Richtlinien, gegen die die App verstoßen soll, haben rein gar nichts mit der angebotenen Funktionalität zu tun.
    Man kann nur hoffen, dass die Presse genügend Staub aufwirbelt, dass das Ganze bei Apple intern diskutiert und geklärt wird. Die Konsequenz wäre sonst, dass Hunderte anderer Apps (z.B. Documents) auch die Sharing Funktion entfernen müssten. Das wäre das Ende von iOS in Bezug auf Produktivität! Zumindest für mich.

    • Das ist das schlimme bei Apple. Die technischen Voraussetzungen sind langsam Ok, um produktive Apps zu erstellen. Aber die Richtlinien von Apple verhindern es dann.

    • Wenn das wirklich eine Sache eines einzelnen Mitarbeiters wäre, wäre das noch doller: Als Entwickler steckt man viel Zeit und Geld in seien App und hängt dann man Gutdünken eines einzelnen Apple Mitarbeiters. Hat der einen schlechten Tag fliegt man eben aus dem Store. Schön wenn die Presse Staub aufwirbelt, aber was wenn nicht? Steht man dann als Entwickler im Regen?

  • Dann muss es bald auch im Goodreader entfernt werden.
    Hier schiesst sich Apple mal wieder ins Bein.

  • synology DiskStation kaufen und Ruhe ists ;)

    • Und dann? Ist die Option immer noch weg^^
      Versteh mich nicht falsch, hier geht es weniger um den Speicherort als um die Politik von Apple bezüglich ihrer Richtlinien.

      • Es scheint Apple um Apps zu gehen, die keinen eigenen Content produzieren!?! Somit sind alle Apps betroffen, die eine Art Finder Funktionalität bieten, somit kannst du auch die synology Lösung vergessen.

        Ich bin aber fest davon überzeugt, dass es soweit nicht kommt!

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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