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Beteiligungsgesellschaft steigt ein

Threema wird Open Source: Messenger legt Quelltext offen

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Die Schweizer WhatsApp-Konkurrenten von Threema wollen den gesamten Quelltext ihres Messengers vollständig offenlegen und so das Erstellen reproduzierbarer Builds ermöglichen.

Threema

In den nächsten Monaten wird Threema den App-Quellcode vollständig offenlegen. Ein Schritt, der es jedermann erlauben soll, die Sicherheit und Funktionsweise von Threema selbständig zu überprüfen und zu verifizieren, dass der veröffentlichte Quellcode mit der installierten App übereinstimmt.

Zudem wird Apps, Messenger, Threema dank einer innovativen, plattformübergreifenden Multi-Device-Lösung künftig auf mehreren Geräten parallel nutzbar sein, auch am PC und unabhängig vom Smartphone, ohne personenbezogene Daten auf einem Server zu hinterlassen.

Geschäft wird umgebaut

Zeitgleich mit der Open-Source-Ankündigung informiert Threema über den Einstieg der Beteiligungsgesellschaft Afinum Management AG in das eigene Geschäft, allerdings werden die drei Gründer und Entwickler – Manuel Kasper, Silvan Engeler und Martin Blatter – das Unternehmen auch weiterhin führen. Sie bleiben mit einem wesentlichen Anteil an der Gesellschaft beteiligt.

Zuletzt hatte Threema im August das Führen von Video-Telefonaten ermöglicht – ifun.de berichtete.

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‎Threema. Sicherer Messenger
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Entwickler: Threema GmbH
Preis: 3,99 €
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Donnerstag, 03. Sep 2020, 16:14 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Oh, wie war das doch gleich bei WhatsApp damals?? Einstieg und dann Ausstieg?

  • Wie finanziert sich Threema eigentlich ? Bzw wie generieren sie Umsatz?

  • Das Problem an dem Ding ist einfach das keiner dafür Geld ausgeben will, im privaten Sektor versteht sich :(

    • Die Dummen bezahlen halt lieber mit ihren Daten….. kein Mitleid !

      • Die Daten sind eh schon lange wech! Egal mit welcher App!

      • Also auch du, deine Daten sind so oder so im Netz :). Darfst also kein Phone, kein Gmail & co. , gar das Internet nutzen.

        Facebook, insta, oder ifun :))))))

        Also kurz um bist genauso dumm :))))

      • Gut das neben „Daten“ (Namen & co.) auch Echtzeitdaten (Benutzungsdaten) gemeint sind und man somit den Datenstrom zumindest reduzieren kann.

        Lieber weiter kämpfen, als sich mit einem „ist eh schon wech“ in’s Leben zu begeben!

      • @Jens wenn man sich bewusst gegen WhatsApp und co entschieden hat benutzt man auch nicht die sonstigen Datenkraken.

    • Immer wenn Threema für 0,99€ angeboten wurde, hab ich sie Freunden / Familie geschenkt. Hat sich gelohnt. >90% meiner Kommunikation läuft darüber.

  • Eine lobenswerte Entscheidung und doch um Jahre zu spät. Der Vorsprung andere Apps ist vermutlich einfach zu groß. Microsoft mit Nokia, Google mit Google+ und viele andere mussten das bitter erkennen.

    • Sehr weit hergeholter Vergleich…..

      • Allgemeine, wenig von mir vertretene Frage: Weit hergeholt? Warum sollte ich aktiv von A nach B wechseln, wenn A – auch wenn Datenvetrieb – zu 90% soweit das bietet, was man im Alltag brauch? Jetzt muss man, statt der erste zu sein, aktiv mit erheblichen Funktionen punkten oder auf kritische Fehler der Konkurrenz warten.

        Nokia war bei Handys gut & hatte einen Namen und nun bei Smartphones geschlafen.
        Google hat für Suchmaschinen & co. einen Namen & mein social Networks verschlafen.

      • Ich gehöre zu den anderen. Sobald Facebook WhatsApp gekauft hatte war ich dort weg. War ja klar, dass ale Beteuerungen von FB nur Lügen waren. Hat sich ja dann auch bestätigt.
        Und als es ThreeMa gab, war ich der erste, der es hatte. Damals noch sehr günstig.
        Wer mit mir kommunizieren will kann viele Wege beschreiten. Aber FB und WA gehören halt nicht dazu. Und siehe da um mich herum wurde TM gekauft.
        Ich kann diese luschige Haltung nicht leiden.
        Stand up for your rights :-)

      • @Conixr:
        WhatsApp waren ja auch nicht die ersten und trotzdem haben sie den Markt umgekrempelt. Und Threema hat gegenüber schon Vorteile (Datenschutz, Datensicherheit), die einigen (zu wenigen) Menschen ein Umstieg wert ist. Gibt ja auch noch Leute, die auf ICQ festhängen. Jeder wie er will. Man muss sich ja nicht unter Druck setzen, sondern kann seine eigene Entscheidung fällen.

  • Und das soll dann sicherer als WhatsApp sein, wenn der Quellcode offen liegt, ja?

    • Im Grunde ja. Zum einen kann theoretisch jeder mit Ahnung der verwendeten Programmiersprachen nachvollziehen, was denn wie passiert (vertrauen) und wenn die Firma hinter Threema auf gemeldete Sicherheitslücken in der Community reagiert, können so Lücken geschlossen werden, die ggf. sonst öffentlich unentdeckt bleiben, aber ggf. ausgenutzt werden. Und üblicherweise werden Lücken gemeldet, aber erst nach einer gewissen „Schonfrist“ offengelegt. Ein gutes Beispiel ist die bekanntgemachte Safari Schwachstelle: https://www.ifun.de/entwickler-veroeffentlicht-safari-schwachstelle-weil-apple-sich-nicht-kuemmert-158718/

    • Selbstverständlich. Gute Kryptographie basiert nicht auf Geheimhaltung des Verschlüsselungs-Algorithmus, sondern ausschließlich auf Geheimhaltung des privaten Schlüssels.

    • Threema ist im Gegensatz zu WhatsApp auch nicht verpflichtet, Daten an US-Behörden zu geben. Auch wenn WhatsApp verschlüsselt ist, fallen ja immer noch Verbindungsdaten an.

      • und genau diese Verbindungsdaten (welche Rufnummer [Source] hat welche Rufnummer [Destination] wie häufig kontaktiert) interessieren. Denn so kann ich die sozialen Profile erstellen und um weitere Informationen aus Kreditkartenzahlungen, den sozialen Netzen und Ermittlungsunterlagen ergänzen.

    • Prinzipiell ist opensource nur sicherer wenn du dir die Apps selbst aus den Quellen baust. Wenn du auf der einen Seite den Quellcode und auf der anderen Seite eine fertig kompilierte App hast, würde mich interessieren wie ifun.de verifizieren möchte dass die beiden identisch sind?
      An dieser Stelle kommt es eigentlich nur auf Vertrauen an…

      • Zitat ifun.de: ’selbständig zu überprüfen und zu verifizieren, dass der veröffentlichte Quellcode mit der installierten App übereinstimmt.‘

      • Checksummen kann man dafür benutzten. Aber ja, Open Source ist nicht für Otto Normalverbraucher, sondern vor allem für Entwickler, Sicherheitsforscher, IT-Sicherheitsleute usw. die damit was anfangen können. Am Ende hat Otto aber auch was davon, denn wenn die Profis schneller/besser/einfacher Fehler finden und Lösungen anbieten, dann wird dadurch sein Produkt sicherer. Und vielleicht entwickelt sich sein Produkt auch schneller, weil mehr Entwickler dran teilnehmen (statt 3 Threema Entwickler nun 3 Angestellte + 50 Hobby-Entwickler). Und was noch cooler ist, ist wenn andere Entwickler sich den Code schnappen und ein neues Produkt draus bauen oder es adaptieren für andere Plattformen oder es stärker in ihre Produkten integrieren … Wobei ich nicht weiß, ob das hier der Fall ist. Open Source heißt ja nicht zwangsweise, dass jeder alles mit dem Code machen kann. Es heißt erst mal nur, dass jeder in den Code gucken kann, dass er offen lesbar ist.

  • Die hätten Threema nach der Facebook Übernahme eine Woche lang gratis auf allen Plattformen anbieten sollen. Ich denke damit wären die jetzt sehr viel weiter vorne als sie jetzt sind. Aus meiner Sicht ne verpasste Chance.

    •  ut paucis dicam

      Was soll das Gejammere für einen Einmalkauf für 3,99€?
      Bei Abos verstehe ich das, ich nutze auch keine (höchstens i.A.K. für Werbefrei)
      Ein Smartphone für über 1.000€ und bei 3,99€ knausern.
      Ich werd es NIE verstehen!

      • Das war kein Gejammere. Ich hatte die App da schon lange vorher gekauft. Selbst 10€ einmalig wären für geschützte Daten nicht zu teuer. Es wäre nur ein einfaches Mittel gewesen eine große Verbreitung zu erlangen und damit die Basis zu schaffen dem Platzhirsch Whatsapp die Stirn zu bieten.

      • Die Daten sind deutlich mehr wert – Siehe die Berechnungen seinerzeit was FB kosten würde wenn man statt Daten Abogebühren verlangen würde.

      •  ut paucis dicam

        Ich meinte auch die Threema Verweigerer „wegen der Kosten „! :-((

  • Hoffentlich bleibt die App so sicher wie jetzt.

  • Naja wer’s braucht, kenne keinen der es nutzt. Sind inzwischen 95% iMessage Nutzer im Umfeld.

  • Es ist eine Sinnlos – Diskussion, gegen whats App und face book Nutzer anzutreten…

    • Ich denke nicht, dass Threema (oder Signal) gegen Whatsapp oder Facebook antreten. Sie haben halt einen Messenger mit Fokus auf Sicherheit entwickelt. Und es gibt Leute (weniger als Whatsapp und FB), die darauf Wert legen.

      Bloß weil ich einen Bildbetrachter entwickle, trete ich nicht gegen Photoshop an. Bloß weil ich eine Elektro-Transport entwickle, trete ich nicht gegen Tesla an.

  • Ob das als positiv zu bewerten ist bleibt abzuwarten in Sachen Sicherheit, Eigenständigkeit und Unabhängigkeit

  • Wenn Threema für die Apple Watch kommen würde, würde ich alle anderen Messanger sofort löschen. Definitiv und sofort. Was dann noch der Punkt auf dem i wäre: Nachrichten mit Siri versenden zu können und Threema Kontakte in der iOS-Telefon-App als Favoriten hinterlegen zu können.

    •  ut paucis dicam

      Gute Idee! Schreib es doch bitte mal dem Threema Support! Vielleicht wird es ja dann mal aufgenommen.

      • Habe ich bereits getan und vorgestern kam die Antwort, man würde sich grundsätzlich nicht zu zukünftigen Funktionen äußern, um keine falschen Erwartungen zu fördern. Ich fragte aber eigentlich, ob es überhaupt technisch möglich wäre, diese Dinge umzusetzen. Naja, typische Support-Antwort. Kann man nichts mit anfangen und spricht auch nicht für sie.

      • Ähhhhm mal nachdenken… wir nutzen threema hauptsächlich um dem big brother zu entfliehen… und dann soll der klartext der nachricht mithilfe von siri über threema verschickt werden, die es wiederum an die apple/ami/trump server weiterleitet, dort transkribiert wird und dann „verschlüsselt“ an die zielperson weitergeleitet wird? Und das in zeiten, in denen apple mitarbeiter einstellt, die siri schnipsel analysieren sollen. Merkste was?
        Deine funktion gibt es also schon, sag siri einfach:“schicke eine sms an xy und sage yx“
        Alles andere macht keinen sinn.

      • Threema muss auf den HomePod kommen. Das iPhone wird es in 10 jähren nicht mehr geben.

  • Bei Threema fehlen mir leider sinnvolle Werkzeuge zur Gruppenadministration und bisher auch eine funktionale Mehrgerätefunktionalität aber zumindest das soll sich ja jetzt ändern.

  • Solange die nicht auf den Abo-Modell Zug aufspringen, bleibt alles gut – würde schwierig werden einen ebenbürtigen Nachfolger zu finden

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