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Gezielte Ausspähung von Journalisten

„The Great iPwn“: iOS-Sicherheitslücke hat Komplettüberwachung ermöglicht

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Ein von der University of Toronto veröffentlichter Bericht mit dem Titel „The Great iPwn“ wirft schwerwiegende Anschuldigungen bezüglich der Sicherheit von Apples iOS-Geräten auf: Zwischen Juli und August 2020 haben Regierungsorganisationen offenbar gezielt die iPhones von Journalisten und weiteren gezielt ausgewählten Personen aus dem öffentlichen Leben gehackt.

Als Einfallstor für die Angriffe hat dem Bericht zufolge eine Schwachstelle in Apples Nachrichten-App iMessage gedient. In der Folge hätten die Angreifer mithilfe der vom israelischen „Sicherheitsunternehmen“ NSO Group angebotenen Spionage-Software „Pegasus“ umfassenden Zugriff auf persönliche Daten der Zielpersonen erlangt und konnten diese dabei wohl teils auch direkt abhören.

Ios 14 Kismet Schwachstelle Nso Pegasus

Zu den Fähigkeiten der Spionagesoftware „Pegasus“ gehört unter anderem die Verwendung von iPhone-Komponenten wie Mikrofon oder Kamera zur direkten Überwachung der Betroffenen. Das Mikrofon dient dabei als Wanze mit der Möglichkeit zum Live-Zugriff und über die Kamera können die Angreifer direkt Fotos aufnehmen. Darüber hinaus lassen sich auch aus der Ferne Telefongespräche mitschneiden. Zudem haben die Angreifer umfangreichen Zugriff auf die auf dem iPhone gespeicherten Daten inklusive Passwörtern und können jederzeit die Position des gehackten Geräts orten.

Sicherheitslücke mit iOS 14 wahrscheinlich gestopft

Die für dien Angriffe genutzte iOS-Schwachstelle mit Namen „Kismet“ ist soweit bislang bekannt unter iOS 14 nicht mehr vorhanden. Die in der Veröffentlichung der Wissenschaftler im Detail beschriebenen Angriffe erfolgten allesamt unter iOS 13. Auch habe man Apple über die Erkenntnisse informiert, der iPhone-Hersteller hat sich mit einem Statement bislang allerdings zurückgehalten und ließ lediglich verlauten, dass man den Sachverhalt untersuche.

Aktuell lautet die Empfehlung insbesondere an Risikopersonen daher, sofern noch nicht geschehen, schnellstmöglich auf iOS 14 zu aktualisieren. Eine Garantie auf Sicherheit gebe es allerdings nicht, zumal die Anbieter der Überwachungsprogramme stets nach neuen Einfallstoren für derartige Angriffe suchen.

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21. Dez 2020 um 16:06 Uhr von chris Fehler gefunden?


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