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Telekom zur Netzneutralität: „Wir brauchen Spezialdienste“

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73 Kommentare 73

Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Telekom AG, kommentiert die umstrittene EU-Verordnung zur Netzneutralität im offiziellen Blog des Netzbetreibers und lädt zum Kopfschütteln ein.

timho

Telekom Chef Timotheus Höttges

Vor allem die Argumentation für den Ausbau der sogenannten Spezialdienste, mit denen Höttges die erfolgreiche Lobby-Arbeit der Telekommunikationsanbieter nicht nur zu rechtfertigen versucht, sondern zudem auch impliziert, dass die (enttäuschend laschen) Eingriffe der regulierenden Behörden Nachteile für die Endverbraucher mit sich brächten, ist gelinde gesagt lachhaft:

Warum braucht es diese Spezialdienste im Netz? Das Internet ist vielfältig und bringt Dienste hervor, an die bis vor kurzem noch niemand gedacht hat. Das fängt bei Videokonferenzen und Online-Gaming an und geht über Telemedizin, die automatisierte Verkehrssteuerung und selbststeuernde Autos bis zu vernetzten Produktionsprozessen der Industrie. Gemeinsam haben diese Dienste, dass sie andere, teilweise höhere Qualitätsanforderungen haben als das einfache Surfen oder die E-Mail, die auch ein paar Millisekunden später ankommen kann. Eine Videokonferenz sollte beispielsweise auch zu Stoßzeiten im Netz nicht ins Stocken geraten. Deshalb muss die Möglichkeit bestehen, dass die Daten empfindlicher Dienste im Stau Vorfahrt bekommen.

Anstatt die eigene Infrastruktur mit Hochdruck auszubauen, reiben sich die Telcos momentan die Hände. Für Drossel-Kampagnen wie die euphemistische betitelte „Fair Flat“ der Telefonica Tochter o2 und die Anfang 2014 noch am Verbraucher-Widerstand gescheiterte Telekom-Drossel, gibt es jetzt eine rechtliche Grundlage.

Dass diese für die sprichwörtlichen Dollarzeichen in den Augen der verantwortlichen Manager sorgt, unterstreichen Absätze wie der folgende mehr als deutlich:

Schon heute ist die Qualitätsdifferenzierung im Netz längst gelernte Praxis. Nutzer können selbst entscheiden, wie viel Service sie wollen, und was ihnen dieser Service wert ist: So kostet beispielsweise mehr Speicherplatz für Mails extra, genauso wie erweiterte Suchfunktionen bei Xing und LinkedIn oder Videos in HD statt SD. In Zukunft wird es eben auch die Möglichkeit geben, einen Dienst für ein paar Euro mehr in gesicherter Qualität zu buchen. Qualitätsdifferenzierung ist keineswegs eine Revolution im Netz, sondern die natürliche Weiterentwicklung.

Düstere Aussichten: Das Telekom-Portfolio 2017?

flat

Bild: Christian Nagelmeier
Donnerstag, 29. Okt 2015, 10:00 Uhr — Nicolas
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  • Genau so wird es kommen. Die Geschwindigkeit für „Spezialdienste“ ist durch denn Netzausbau mehr als gegeben. Wer mehr braucht muss halt investieren…und sei es nur mit einer entsprechenden Spende an den/die Netzausbauer.

  • Ist das Portfolio 2017 ein Scherzbild??

    • Das man diese Frage überhaupt stellen muss -.-

    • Ich frage mich eher wie das Portfolio ohne Übertreibungen aussehen könnte.
      E-Mail: kostenlose Mail-Konten werden dadurch kostenpflichtig und es verbreiten sich mehr die sowieso kostenpflichtigen Mail-Dienste, die schon den Traffic beinhalten.
      Suche ist qutsch, weil die Übermittlung zu den Suchdiensten fast keine Daten braucht.
      News beinhalten ja auch den Zugang. Sowas ist heute auch schon kostenpflichtig. Gibt auch bei der Telekom ein Abo für die Welt etc.
      Shopping: Das werden die großen Anbieter selber zahlen, weil die daran genug verdienen. Amazon etc. zahlen also den Traffic. Die großen machen außerdem 98% des Traffics aus, sodass die Kleinen hier für die Provider kaum ins Gewicht fallen. > Schwierig zu bewerten wie hier die Zukunft aussieht.
      Game-Flat: Wie unten erwähnt gab es das schon, als es noch FastPath gab. Das hat jeder Gamer genommen der es kriegen konnte. Also besteht hier absolut ein Markt, der auch ausgeschöpft werden kann.
      Streaming: Netflix unterscheidet heute schon in SD und HD. Ich nutze alleine das Paket für 2 Streams gleichzeitig um HD zu bekommen. Hier sind also auch schon Kunden bereit mehr zu zahlen.

      Ich finde das Schaubild teilweise natürlich völlig überzogen. Die Preise in Relation zum Traffic sind mehr als abwegig. Das generelle Prinzip des Portfolios ist gar nicht so unwahrscheinlich, weil es teilweise schon so genutzt wird. Nur hält nun auch noch der Anbieter die Hand auf, im Prinzip wie ein Unternehmen was Autobahnen baut und dafür eine Maut verlangt.
      Ich sehe einfach euer ganzes Problem nicht. Bin ich zu doof oder habe ich zu viel Ahnung von der Branche und Marktwirtschaft?

      • Die Frage ist ja: Bleiben wir in dem Autobahnbauer-Maut-Beispiel.
        Es geht darum, dass Telkos ja bereits Geld für den Anschluss Zugung zur Autobahn bekommen. Es wäre also treffender zu sagen:
        Telkos stellen bei den Autobahn Auffahrten Schlagbäume auf, und wollen Geld dafür, dass man raufkommt. Wenn man drauf ist, kann man schön seine 60 tuckern. Wer schnell von a nach B will muss >zusätzlich< Geld zahlen.
        Das war das Problem, das Der Lee auch ansprach: so war das Internet nicht gedacht! Sobald der Zugang steht, kann man alles gleichberechtigt damit machen.
        Ich kann nicht unabhängig zu dem Thema schreiben leider-.-

      • Ja ja, wieder der Micha :-) Du hast viel Verständnis für die Begehren der Netzbetreiber, die Neutralität zu kippen. Sehr verharmlosend! Arbeitest Du bei einem der Netzanbieter? Hast Du jetzt irgendwelche Einbußen? Oder ist dein Internet zu langsam? Oder bist Du einer dem es nichts ausmacht 50€ mehr zu bezahlen für die Dienste die jetzt selbstverständlich sind? Ohne Dir Vorwürfe zu machen, ich erinnere mich an Zeiten mit Moonlight Tarifen, da war es ab 18 Uhr billiger zu telefonieren. Brauchen wir so ein Müll jetzt auch beim Internet?
        Das ganze hat einen anderen Hintergrund, nach dem jetzt auch die Reseller LTE Tarife für ca. 10€ anbieten will man hier auch ein Riegel vorschieben und kräftig abkassieren. Für das Geld bekommst Du dann später eine lächerliche Emailflat und kannst noch dazu beim Zalando shoppen. Mit LTE…. Danke, nein!

  • „Die Daten empfindlicher Dienste“ bevorzugt behandeln… Schön formuliert, klingt nach einem Wolfahrtsunternehmen Deutsche Telekom. Knallharte Gewinnmaximierung wäre zutreffender. Enttäuschend ist aber nicht die Haltung der Telekom (Hallo Kapitalismus), sondern viel mehr das Versagen der EU (in dieser Hinsicht).

  • Das Bild von den Telekom Flats lässt mir einen kalten Schauder den Rücken runter…

    Wie wir sowas nur zulassen konnten…

    Dunkle Zeiten die da auf uns zukommen

    • Grenzenlose Freiheit für 40€ im Monat? Wow!
      Ich zahle bei O2 10€ in Monat und brauche mir da keine Sorgen zu machen. Habe zugegeben „nur“ 8Mb, aber zum streamen reicht das locker und Downloads? Mein Gott, dann warte ich eben 15 Minuten länger.. Außerdem gibt kein Kaff nicht mehr her. Selbst kein LTE verfügbar. Also was soll’s ;-)
      Finde die ganzen Staffelungen „Search Flat“, „Mail Flat“ echt lächerlich! Und diese „Gaming Flat“ mit dem Zusatz „wochentags zwischen 8 und 17Uhr“ Mega lächerlich! Und dann Aufpreise von 5€ für rund um die Uhr? Also bitte?! Liebe Telekom. Geht doch einfach wieder den Schritt zurück und geht von 1. IP Telefonie weg. Zwei Leitungen sind definitiv weniger anfällig für Störungen! Und 2. macht wieder EIN gescheites Flatrate Modell. Nicht diese ganzen Optionen.. So einen unübersichtlichen Dschungel!
      Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mit 56k aufgewachsen bin, aber da gab es damals auch verschiedene Modelle. „Wähle dich zwischen 9:30Uhr und 12:45Uhr dort ein, dann sparst du 2 Pfennige in der Minute.“ Okay, bei getakteten Verbindungen und viel Servern machte das Sinn..
      Ich war froh, also die Faltrate kam.. Und nu geht es wieder einen Schritt zurück? Nicht logisch aus meiner Sicht! Nur Geldmacherei!

      • Ab und zu frage ich mich ob in den Käffern eine Schule fehlt, denn anders kann ich mir nicht erklären wie man ein so Ironisches Bild nicht verstehen kann….

  • Dann mach ich einen Telemedizinladen auf und jeder der ein Pflaster bedienen kann, kann sich einen Mobil-Vertrag angeln

  • Deutschland war und bleibt ein Entwicklungsland. Schade.

  • Videokonferenzing zu stoßzeiten Aha.
    Stoßzeiten 8 Uhr Abends.

  • Tja so ist das nun mal. Bisher sind wir im Internet gewohnt, dass alles nichts kostet. jeder Klick, jede Information einfach so. Aber die Firmen haben gemerkt, dass sich die Geschäftsmodelle mit 0-€ Einnahmen einfach nicht rechnen. Also werden Leistungen, die von anderen genutzt werden, mal mit einem Preis versehen und entweder bist du bereit, dies zu zahlen oder verzichtest auf diese Leistung.

    Ob die Firmen sich mit diesem Angebot durchsetzen werden oder nicht, wird sich zeigen. Beim Thema Emailversand und Preis pro Email hat sich noch nicht wirklich durchgesetzt :-)

    Nichtsdestotrotz werden wir uns in dieser noch recht jungen Branche in den nächsten Jahren sicher noch auf einiges einstellen müssen. Und es wird sicher viele geben, die sich einen besseren Service auch etwas kosten lassen werden.

    • Bullshit- bei mir ist nix umsonst!

    • Überleg mal was du da schreibst. Es sind eher diese besagten Firmen die was von mir wollen, bzw. versuchen mich im Internet zu erreichen. Von daher ist nichts, was den Eindruck erweckt kostenlos zu sein, umsonst, aber auch nichts. Du bezahlst immer dafür.

      • wenn ich google aufrufe und eine Suche absetze, dann will ich etwas, nicht google.
        natürlich hat google etwas davon, weil sie mir dann contextbezogene Werbung zukommen lassen kann. Aber der Initiator bin ich, nicht Google :-)

      • Ach ja, und wieso suchst du ausgerechnet bei Google? Und nicht bei Yahoo? Bing etc.? Wie ich bereits sagte, die Unternehmen wollen was von mir, nicht umgekehrt.

    • Tja, und es sind leider genau die, die solch eine Entwicklung vorantreiben.

      Es gibt in Deutschland noch nicht einmal flächendeckend Internet und damit meine ich all die Regionen wo 2000er Leitungen rumschwirren und wo mehr nicht geht und weil alles andere zu teuer ist (LTE). Viele Menschen die in der Stadt wohnen können sich garnicht vorstellen wieviele Regionen, und große dazu, es in Deutschland gibt, die nicht ausreichend versorgt sind. Man bedenke, dass es auch Universitäten und Studenten gibt die sich in diesen Regionen ansiedeln, für einen gewissen Zeitraum, immer wieder.

      Zurück zum Artikel, denn solche Prognosen wie in diesem Artikel, für gesplittete Daten-Angebote werden in der Bevölkerung zu großen Verwirrung und für wenig Transparenz sorgen, denn nicht jeder kennt sich aus und hat die Muße sich damit auseinandersetzen. Also zählt man drauf. Und letztlich wird auch die Telekom damit Probleme bekommen (mehr oder vielleicht auch eher weniger), denn ich glaube jeder weiß wie schlecht und eingeschränkt der Support ist.

  • Armes Deutschland und EU. Wie tief will man noch sinken.

  • Also Verbraucher finde ich es ehrlich gesagt gut. Bspw Bandbreite für ruckelfreie Videotelefonie o.ä.

    • Da liegt der Denkfehler. Dafür zahlst du ja bereits jeden Monat. Jetzt darfst du extra zahlen. Und glaub nicht, dass dir deine Videos garantiert ruckelfrei geliefert werden. Da gilt dann der gleiche Zusatz im Kleingedruckten wie jetzt auch schon. Kommt mit höherer Priorität, aber nicht schneller.

      • Nö ich zahle ja nur für den Zugang zum Grundstrom. Wenn ich aber einen optimierten Grundstrom haben will ist das bislang nicht möglich.

    • Zu solchen Kommentaren fällt mir echt nix mehr ein.

      Du zahlst doch für Bandbreite. DSL 50 kostet dich meinetwegen 39€. Damit kannst du, sobald es der Aufgerufene Dienst hergibt, mit 50Mbit Daten beziehen. Von zB Netflixx

      Ab nun heißt es: ok, die Leitung ist theoretisch so schnell. Aber Netflixx? Nö, ist uns nicht Spezial genug. Um bei Netflixx nun gucken zu dürfen, zahle doch bitte noch mal 25€ extra.

      So senken sich das die Herren der Telkos…

      • Ich sehe es so:
        Ich hab bspw. 50, brauche aber 20 fürs TV-Streaming, 20 fürs surfen und 10 für Sonstiges / Rest.
        Für 9,99€ buche ich dann Netflix inkl Bandbreite. Habe also weiterhin 50er Leitung, die aber durch Netflix nicht belastet wird.

  • Mit dem Schaubild ists schon fast wie beim Postilion hier. Nur doof dass der Rest harte Realität ist. Und genau… Paar Sekunden warten beim Surfen weil jemand mit 1080p skypen will. Sicher nicht. Ich will durchgehend die gleiche Geschwindigkeit und selbst entscheiden was ich mit meiner Bandbreite abstelle. Webn die Telekom das nicht gerallt bekommt sollen sie die Netze ausbauen.

  • In Kolumbien ist das Netz besser ausgebaut, als in Deutschland, denk mal drüber nach.

    Ruckelfreie Telefonie gäbe es auch, wenn die Anbieter mal investieren würden in die Netze statt in Werbung und komplizierte Tarife.

    Auf dem Klausenpass in 2.000 Meter höhe, weit u breit kein Haus, keine Ort, nur 1 Skihütte, habe ich letzte Woche -48 dBm 3G gehabt.

    Hier in meinem Kaff mit 12.000 Einwohner habe ich -101 dBm 3G, obwohl hier 3 Türme von o2 und Base stehen.

    Das ist der Unterschied von CH und D.

    Falls Du mit dBm nix anfangen kannst. -48 würde 7 Kugeln im iPhone entsprechen, -101 sind aktuell 2 Kugeln Empfangsstärke.

    • Zu deiner Skihütte
      CH (41.285 km²) vs. D (357.111 km²)
      Wo ist es wohl einfacher Flächendeckend gut etwas auszubauen?

      Dein Kaff ist auch nicht repräsentativ für andere Städte, ich hab hier in München -86 (4 Kugeln) bei 3G und -102 (3 Kugeln) bei LTE.

      Ob es nun 3 oder 4 Kugeln oder mal 5 sind, ist total egal. Die Qualität ist deswegen immer noch gleich bei mir.

  • zum kotzen… Das sich diese Schlipsträger noch im Spiegel anschauen können…

  • Tja, und es sind leider genau die, die solch eine Entwicklung vorantreiben.

    Es gibt in Deutschland noch nicht einmal flächendeckend Internet und damit meine ich all die Regionen wo 2000er Leitungen rumschwirren und wo mehr nicht geht und weil alles andere zu teuer ist (LTE). Viele Menschen die in der Stadt wohnen können sich garnicht vorstellen wieviele Regionen, und große dazu, es in Deutschland gibt, die nicht ausreichend versorgt sind. Man bedenke, dass es auch Universitäten und Studenten gibt die sich in diesen Regionen ansiedeln, für einen gewissen Zeitraum, immer wieder.

    Zurück zum Artikel, denn solche Prognosen wie in diesem Artikel, für gesplittete Daten-Angebote werden in der Bevölkerung zu großen Verwirrung und für wenig Transparenz sorgen, denn nicht jeder kennt sich aus und hat die Muße sich damit auseinandersetzen. Also zählt man drauf. Und letztlich wird auch die Telekom damit Probleme bekommen (mehr oder vielleicht auch eher weniger), denn ich glaube jeder weiß wie schlecht und eingeschränkt der Support ist.

  • Wenn ich mir das Portfolio 2016 anschaue, kann ich mir kaum vorstellen, dass Amazon o.ä. nur über solche oder ähnliche Tarifmodelle zugänglich sein sollen/werden. Diese brauchen Umsätze und dementsprechend freie Zugänglichkeit. Warum sollte ich online kaufen, wenn ich vorab noch dafür zahlen muss. Schon mal jemand Eintritt im Supermarkt bezahlt? Ich denke es geht eher um Dienste wie Apple Musik Spotify oder vergleichbare Dienstleistungen. Selbst bei Bandbreitenbeschränkungen kann ich mir das nicht vorstellen. Aber man wird sehen.

  • Ehrlich gesagt ist es halb so wild, wenn dadurch der Dienst im Endeffekt wirklich besser genutzt werden kann. Ist es nur so wie es Sony mit ihren PSN+ Zwang bei der PS4 macht für das Online spielen, so ist es einfach nur unfug. Denn das PSN ist immer noch nicht wirklich besser wie zur PS3 Zeiten als dieses Kostenlos war.

    Das den Game Tarif gab es in prinzip doch eh schon mal, heiß damals doch Fasthpath. Wo damals irgend ein Protokoll abgeschaltet wurde und so hat man dann eine bessere Latenz gehabt, das haben auch die Gamer sehr gerne genutzt.

    • Es ist traurig das man für *Volumen“ überhaupt noch bezahlen muss. Das Volumen wird eh zur Verfügung gestellt, und der eine oder andere nutze mehr und der nächste weniger. Und in Summe kommt ne große Null raus. Aber dann würden die ganzen Telefonunternehmen ja nix mehr verdienen und die ganzen tollen Autos müssten zurück zum Händler ;) Hartes Los

      • Ich selbst hätte nichts dagegen wenn es nun Spezialdienste (Spotify, Apple Music, WhatsApp usw. usw. usw.) gibt, die dann etwas extra kosten damit man es ohne Anrechnung an das Volumen nutzen kann. Wenn in Gegenzug dafür das Grundpaket billiger werden würde (was es vermutlich aber nicht wird).

        So könnte man wirklich sich dann einen Vertrag so zusammen Stellen wie man ihn auch wirklich braucht.

        Bsp.
        Grundvertrag mit 500MB (LTE MAX) für 20€ inklusive Flat fürs telefonieren
        +5€ WhatsApp
        +5€ iMessage

        Das wären nur 30€ im Monat ich würde nie wieder in die Drosselung rein rauschen, denn WhatsApp und iMessage verursachen bei mir am meisten Traffic. Safari ist bei mir so selten offen am iPhone, das mir die 500MB langen würden für mal surfen.

        Klar wenn jemand dann alle Optionen braucht, wird es teuer aber dafür würde es sicherlich auch einen All-in-one Tarif geben und diesen würden vermutlich genügend Leute abschließen und das obwohl sie ihn nicht mal brauchen.

  • Werden die ganzen jetzigen „Highspeed-Turbo“-Tarife mit 50, 100 oder 200 Mbit/s wieder umgetauft in „Internet SQ“? Heißt es dann, dass man mit 200 Mbit/s surfen könnte, wofür man ja schließlich bereits jeden Monat zahlt, wenn man noch die „Turbo Plus“-Option dazubucht? Und wollte nicht die BRD in diesen Tagen sehr viel in den Ausbau der Internet-Infrastruktur stecken? Macht natürlich im Hinblick auf Lobbyismus Sinn, wenn dieser staatliche Ausbau die Schaffung eines Zwei-Klassen-Netzes vorsieht…

    • Diese 100 oder 200 Mbit sind meistens eh nur übers Kabel zu haben und das ist ein Shared Medium. Zu Stoßzeiten hat man auch jetzt schon nicht die volle Leistung zahlt dafür aber fleißig.

      Die 2 Jahre als ich bei Kabel Deutschland war haben mir gelangt, am Abend wenn der ganze Block daheim war und gesurft hat. Hatte ich von den 100 Mbit nie mehr als 15 Mbit… die 100 Mbit gabs erst dann wieder ab 2 Uhr Nachts…

      Da hab ich lieber ein Normales Internet mit 25 oder 50 Mbit und kann diese dann aber immer nutzen und nicht nur wenn alle im Bett sind und schlafen.

  • Die ausschließliche – hier sehr einseitige – Sichtweise auf den Sachverhalt mag Argumente bzgl. des Obrigen liefern, jedoch kann man durchaus – ohne sofort eine Selbstbetroffenheit oder ähnliches auszumachen – darüber nachdenken, ob so eine Maßnahme nicht auch geeignet ist. Wo steht, dass das Netz für alle gleiche Bedingungen bereitstellen soll? Dies ist ein Wunsch und hat durchaus einen noblen Hintergrund, ist aber in einer Wirtschaftswelt eher unüblich. Unterschiede werden nun politisch eingeführt, die dann wirtschaftlich ausgeglichen werden müssen, oder können, oder auch nicht. Das ist ein legitimer Zweck und ein Eingriff, welcher zu einer Nichtwahrnehmung von subj. Rechten führt, sehe ich eher nicht.

    • Naja dann. Lassen wir die KFZ-Steuer mal so wie sie ist. Nebenstraßen mit Max 30 km/h dürfen dann weiterhin ohne Beschränkung genutzt werden.
      Spezialstrassen kosten dann extra. Hauptstraßen bis 50 km/h für 4,99€ monatlich, innerhalb geschlossener Ortschaften bis 70 km/h nochmal für schlanke 1,99 €.
      Außerorts bis 100 km/h und Max. 2 Fahrspuren + 3,49 €. Autobahnen bis 130 km/h 5,99 €. Alles darüber noch einmal 19,99 €. Und die Hersteller von Fahrzeugen mit Vmax > 200 km/h bezahlen von ihrem Umsatz dann auch noch einmal gerne ein paar Prozent. Schließlich wollen sie ihren Kunden ein einmaliges Erlebnis bieten.
      Ihr habt ja keine Ahnung, was Straßen so kosten. Schäuble ist doch nicht die Wohlfahrt. Und ich bin froh, wenn ich meinen Veyron dann endlich uneingeschränkt mit 350 km/h durchs Land fahren kann. Hab ja schließlich bezahlt.

      Weiter geht es mit Strom. Max. können nun 300 Watt gleichzeitig pro Haushalt aus dem Netz gezogen werden. Wer zukünftig seinen 1.600 Watt Staubsauger nutzen will, kauft sich einfach das Staubsauger-Highspeed Paket. Der Fön kostet natürlich extra. Und die Highspeed Gaming-Kiste noch einmal. Warum soll Oma Lieschen denn für alle anderen die Infrastruktur mitbezahlen, wenn die nur ab und an ihre 20 Watt Leselampe aus der Jahrhundertwende einschaltet.

      Soll ich weiter machen?

      • Anstatt fiktive Beispiele aneinander zu reihen, könntest du in einem Satz schreiben, was dich stört. Deine Häme mag ich wohl zu vernehmen, jedoch plädierte ich weniger für ein Dafürhalten, als die Frage zu formulieren, wonach das Netz für alle gleich zu sein hat.
        Somit ergibt deine Akkumulation wenig Sinn, da ich nur die Frage nach der Grundlage dessen frug, was jetzt alle glauben sterben zu sehen. Keine Häme, keine Kritik, keine Provokation, nur eine Frage. Und jetzt kommst du – ganz seriös- nochmal, bitte!

      • Ich gebe zu, dass meine Beispiele nicht unbedingt die besten sind. Allerdings verstehen die Leute das tatsächliche Problem meist nicht, sondern nur dann, wenn es um ihr Geld geht.

        Viel größer ist IMHO eigentlich das Problem mit dem Wettbewerb.

        Wenn große Unternehmen wie Netflix als Beispiel zukünftig der Telekom ein paar Euros zahlen, werden deren Dienste im Netz bevorzugt. Kleinere oder neue Anbieter, die nicht in der Lage sind solche Beiträge zu entrichten stehen hinten an.
        Der Nutzer macht sich dazu aber keine Gedanken und es ist für ihn auch nicht transparent.
        Der guckt „Watchflat“ und ärgert sich, dass die Streams abbrechen oder nur in SD Qualität über die Leitung kommen. Schuld ist natürlich der Anbieter. Am Ende wechselt der Kunde zu Netflix und freut sich.

        Die Beispiele der Telekom sind zum Teil richtig. Wenn es darum geht bestimmten Diensten eine höhere Priorität im Netzwerk einzuräumen. Klar haben „lebenswichtige“ Dienste Vorrang. Sicher geht Medizindienste vor Verkehrsdienste, vor Sprachkoumminkation, vor Videotelefonie, vor Messaging, vor Videodienste, vor 0815 Webseitenaufrufe. Aber das wird heute bereits gemacht. Und es gibt keinen Grund, die Periodisierung danach zu richten, wer mehr Geld bietet. Und grundsätzlich ist es Aufgabe einer Infrastruktur den Anforderungen aller gerecht zu werden.

        Am Ende zahlt es der Kunde. Entweder weil du direkt an die Telekom bezahlst oder der Dienstanbieter, der sich dann das Geld auch wieder von dir holt. Es gewinnt nicht der beste Dienst, sondern wer am meisten zahlt.

      • @ erundicke:
        Schon besser!
        Jedoch gibst du auch hier keine Antwort auf meine Frage nach der Grundlage, nur soviel weiß ich herauszulesen, nämlich dass nicht der „gewinnen“ soll, der am meisten zahlt, sonder wer den „besten“ Dienst bereithält.
        .
        Das unterschreibe ich! Aber wer oder was sagt, legt fest oder urteil, wer den besten Dienst anbietet? Dafür kann es keine objektiven Kriterien geben, sondern nur rein subjektive.
        Objektive Kriterien können nur sein – und du siehst wir drehen uns im Kreis – was Priorität verdient – und das hast du auch beschrieben und gesehen – und was mittels Zahlung geleistet wird. Alles andere ist diffus und unterliegt der Willkür.
        Man muss schon überzeugende Argumentation leisten, um die Verordnung argumentativ zu kippen.
        Mit einer etwaigen Ungleichbehandlung kommt man nur dann weiter, wenn diese kein sachlicher Grund vorausgeht, aber auch wenn man es nicht wahrhaben will, dieser liegt leider vor.

  • Ausbauen müssen se so oder so für die „schnellen“ überholspur Dienste. Wenn diese so Megaschnell sind dann dürfte das bisschen Surfen ja egtl umsonst ab fallen.

    • Die Frage ist was ein bisschen surfen ist, für den einen ist es vielleicht wirklich nur eben mal Mails checken oder News lesen und für den anderen gehört zum bisschen surfen YouTube mit dazu.

      Wer weis vielleicht überraschen sie uns ja und sagen Internet Frei für alle, jedoch betrifft das wirklich rein das surfen ohne Konsumieren von irgendwelchen Videos, Serien, Filmen und Musik. Dafür muss man dann eine Spezialdienst Option sich holen.

  • Die ausschließliche – hier sehr einseitige – Sichtweise auf den Sachverhalt mag Argumente bzgl. des Obrigen liefern, jedoch kann man durchaus – ohne sofort eine Selbstbetroffenheit oder ähnliches auszumachen – darüber nachdenken, ob so eine Maßnahme nicht auch geeignet ist. Wo steht, dass das Netz für alle gleiche Bedingungen bereitstellen soll? Dies ist ein Wunsch und hat durchaus einen noblen Hintergrund, ist aber in einer Wirtschaftswelt eher unüblich. Unterschiede werden nun politisch eingeführt, die dann wirtschaftlich ausgeglichen werden müssen, oder können, oder auch nicht. Das ist ein legitimer Zweck und ein Eingriff, welcher zu einer Nichtwahrnehmung von subj. Rechten führt, sehe ich eher nicht.

  • „Qualitätsdifferenzierung ist keineswegs eine Revolution im Netz, sondern die natürliche Weiterentwicklung.“

    Qualitätsdifferenzierung beim
    – Trinkwasser
    – Frischluft
    – Lebensalter, währen auch mal sehr wünschenswert!!!! Ich will zahlen!!!!!

  • Ich weiß manchmal nicht ob hier einige auf dem Mond leben. Habt ihr schon einmal etwas von QOS gehört? Einige sicherlich nicht. Möchte euch einmal erleben, wenn ihr via VoIP telefonieren möchte, aber jemand andres über die selbe Leitung einen großen Download laufen lässt. Ohne Priorisierung der Voice-Pakete könnte man dann gleich am Besten mit Rauchzeichen kommunizieren. Und so muss das eben im Internet ebenfalls priorisiert weitergegeben werden.

  • Du denkst falsch. Den „Grundstrom“ hast du heute. Zukünftig wird der eingebremst. Es sei denn du zahlst drauf.
    Es wird nichts schneller. Es wird zukünftig künstlich verlangsamt und dann kannst du bezahlen, wenn es wieder gleich schnell sein soll. Es wird ja dafür keine Infrastruktur erweitert, damit zukünftig diese „Spezialdienste“ besser laufen.

  • Spezial…interessante Wortwahl. Alles was „Spezial“ ist muss man dann extra zahlen. So kann man sich auch von Flattarifen lösen.

  • Euch ist aber schon klar dass ihr für die T Grafik ne Abmahnung bekommen werdet? Nicht mal als Fake gekennzeichnet und mit T logo. hab nur zufällig gesehen dass das ein fake ist. Ui ui ui….

    • Twittelatoruser

      Darüber steht „Düstere Aussichten: Das Telekom-Portfolio 2017?“. D.h., wenn man nicht zu blöd ist zum Lesen, erkennt man sofort, dass dieses Schaubild eine Hypothese ist. Zudem steht neben dem Logo der lustige Text „Bezahlen, was verbindet“. :)

      Wenn man noch nicht einmal sich vorstellen kann, was zukünftig passieren könnte, dann würden wir in einer Diktatur leben wie in China.

      • Kann man sich so hinbiegen :-) Wer aus der Branche kommt, weiss dass das ein absolutes no go ist.

      • Twittelatoruser

        Nur weil man in der Branche ist, heißt es nicht, dass man sich darin besser auskennt. Gerade der Arbeitgeber befiehlt dem Arbeitnehmer gewisse Pflichten einzuhalten. Aber der Arbeitgeber befiehlt in der Regel nicht dasUnabdingbare, sondern oft einiges darüber hinaus. Wenn man Jura studiert, erkennt man oft, dass der Arbeitgeber zu viel verlangt und die Verpflichtungen nach deutschem Recht nicht gültig sind. Kein Betrieb kann sich über die deutschen Gesetzbücher stellen, aber sie tun dies gerne, auch weil einige Arbeitnehmer dem Arbeitgeber ohne Überprüfung bedingungslos glauben.
        .
        Ich gebe dir den Tipp dein erworbenes Wissen bezüglich Reczt zu überprüfen, vor allem wenn sie vom Arbeitgeber stammt.

      • Twittelatoruser

        Nicht alle, sondern manche Aussagen vom Arbeitgeber rechtlich nicht haltbar sind …

  • Mich würde mal interessieren, wie viele hier NICHT begriffen haben, dass es sich bei der Grafik um eine IRONISCHE ÜBERSPITZUNG und nicht etwa um tatsächliches Angebot der Telekom handelt! Ich mache mir wirklich um die Menschheit Sorgen! Die Intelligenz steigert sich auf jeden Fall nicht…

    • Twittelatoruser

      Naja, Einzelfälle … das klingt nach der schwachsinnigen Behauptung „Früher war alles besser!“.

      Wie oft beklagte man sich schon viel früher wie der bekannte griechische Philosoph Sokrates, dass die Menschheit sehr viel blöder wird? Jetzt müssten wir strunzdumm sein und eigentlich dürften wir nicht mehr lebensfähig sein, gesetzt den Fall, dass wir mit unserer unermesslichen Dummheit so lange überleben konnten. Hältst du dich also für dumm? (alles eine Frage des Blickwinkels!)

      • Sokrates beklagte sich (angeblich, das angesprochene Zitat wird ihm nur zugeschrieben!) über die Jugend. Von Verdummung der Menschheit war nie die Rede! Vielleicht war es früher so, dass man nur heimlich und für sich dumm war, während man es jetzt, in den Zeiten des Internets, öffentlich zur Schau stellt. Nebenbei, Überleben ist ein schönes Stichwort! Während man früher, um zu überleben, einige Kriterien erfüllen musste (stark, schlau, anpassungsfähig, am besten alles gleichzeitig) kommt heute jeder Vollhonk durch. Darüber kann man schon mal nachdenken! :-)

      • Twittelatoruser

        Ich habe esvon einer Sendung von Lesch. Ich kenne viele Srndungen von ihm und habe bisher nie festgestellt, dass seine Informationen nicht vertrauenswürdig sind. Auf die Schnelle habe ich nun http://www.gutzitiert.de/zitat.....11962.html gefunden. Wer die Seite betreibt und wie vertrauenswürdig die Informationen sind, weiß ich zwar nicht, aber es ist ein Hinweis.
        .
        Ob die Menschheit verdummt oder die Jugendlichen blöd sind laut Sokrates, ist nahezu das Gleiche. Wer stirbt dann früher? Die Älteren, die laut Sokrates klüger sind. Es bleiben nur die dummen Jugendlichen, die dann ihrerseits keine klugen Kinder haben. Ergo würde die Menschheit dünmer werden (simpler kausaler Zusammenhang).

        http://www.zdf.de/ZDFmediathek.....ernet-dumm
        .
        Wenn ich mich nicht irre, war der durchschnittliche IQ bei 100%, als sie mit den unzuverlässigen und nicht immer objektiven IQ-Tests begannen. Nun ist er bei 120%.
        .
        Aus eigener Erfahrung kann ich nicht sagen, dass die Jugend dümmer ist. Es gibt gewisse Dinge, die man unnatürlich findet, was Jugendliche nicht wissen. Aber es wird anscheinend oft ignoriert, dass Jugendliche (für sie natürlich) teilweise ein Wissen haben, was man selbst für unnatürlich erachtet. Je nach Betrachtungswinkel ist derjenige evtl. kein Vollhonk. Es werden leider oft zu voreilige Schlüsse gezogen, obwohl man einen Menschen oft erst nach sehr langer Zeit ETWAS kennt (aber auch nicht vollständig). Andere in Schubladen stecken ist aber einfacher und vermutlich daher sehr beliebt.

      • Twittelatoruser

        Ach, vielleicht sollte ich noch erwähnen: Zu allen Zeiten gab es oft sogar bekannte Persönlichkeiten, die behaupteten, dass die Jugend dumm ist. Wenn dies Leute davor schon sagten, ist es zumindest eine absteigende lineare Gleichung, wenn man als Achsen die Zeit und den IQ nimmt.
        .
        Und man sollte erwähnen, dass der Betrachtungwinkel natürlich von der Umgebung abhöngt. Ich bin in rinem akademischen Umfeld und explizit im universitärem Bereich, weshalb ich nicht bestätigen kann, dass die Intelligenz niedriger wird. Und laut diesen IQ-Tests steigt die durchschnittliche Intelligenz. :)

    • Für meine Behauptung/Annahme, dass sich die Intelligenz der Menschheit nicht steigert habe ich natürlich keine empirischen Studien als Belege parat. Es ist nur der Eindruck, der sich mir aufdrängt. :-) Wenn ich im Internet, auf den verschiedensten Seiten, die Kommentare lese, möchte ich fast verzweifeln ;-) Und dabei meine ich nicht die Rechtschreibung, welche manchmal in der Tat unterirdisch ist, den alleine von dieser lässt sich natürlich nicht auf den Intellekt eines Individuums schließen. Nein, es hapert oft an den elementarsten Grundlagen: Genau durchlesen (für einige offensichtlich eine enorme Hürde, häufig wird nur die Überschrift kommentiert), verstehen, sich eigene Gedanken machen und diese, gut begründet, artikulieren. Das Häubchen Sahne wäre natürlich noch das Einbeziehen verschiedener Blickwinkel und Standpunkte. Dabei maße ich mir natürlich nicht an, diese Personen gut zu kennen! Es ist nur der erste Eindruck und dieser Fakt ist mir auch bewusst. Außerdem habe ich nirgendwo behauptet, dass die JUGEND immer dümmer wird! Das wird mir hier gerade in den Mund gelegt. Und zu guter Letzt: Als ich mich noch im akademischen Umfeld herumtrieb, hatte ich auch nicht das Gefühl, dass der IQ der Menschheit generell sinken würde.

      • Twittelatoruser

        Der Eindruck, der sich dir aufdrängt, ist vermutlich sehr subjektiv. Nach dem Gymnasium meinte ich, dass man ziemlich objektiv sein kann. Wegen einem schweren Unfall während des Informatik-Studiums musste ich danach erkennen, wie subjektiv wir leider natürlich alle etwas erkennen. Schlimm war, dass ich damals noch nicht einmal meinen Erinnerungen vertrauen konnte. Inzwischen habe ich die relevanten Erinnerungen fast alle kategorisiert. Bei dieser leider mühevollen Aufräumarbeit entdeckte ich, dass manche Erinnerungen von vor dem Unfall überhaupt nicht objektiv waren, obwohl ich absichtlich Dinge wie Alkohol, Drogen oder andere eindeutig bewusstseinsverändernde Mittel vermied. => Daher muss man Eindrücke leider sehr genau analysieren, um nur den objektiven Teil herauszufiltern. Dies ist aber anstrengend und leider oft kaum möglich.
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        Ich war zum Einen einer der Ersten im Internet (unter vielen Millionen auf der Welt, deren Anzahl nun nur alleine DE deutlich überrepräsentiert :) ). Da war ich unter 10 Jahre alt und Internet war für viele noch ein Fremdbegriff. Trotz ein paar Jugendlicher wie mich waren hauptsächlich gebildete Personen im Netz (weil es vor dem Internet nur das US-militärische Arpanet gab, was zum Forschungsnetzwerk umformatiert wurde – dann wurde neben dem Forschungsnetzwerk das Internet kreiert …) war der durchschnittliche IQ relativ hoch. Nun kommen seit vielen Jahren immer mehr Leute hinzu, weil aus sozialem Aspekt die Gebildeteren versuchen die Einstiegshürden in das Internet niedriger zu legen. Und unter diesen Leuten gibt es leider natürlich viele Leute, die das Internet nur als nette Zugabe oder als Spiel begreifen und vermutlich daher z.B. in Web 2.0 Dingen nicht vernünftig Informationen beisteuern. Deshalb scheint dir und mir sich dieser Eindruck zu entstehen. Da wegen dem Unfall mein IQ getestet wurde um zu wissen, ob ich überhaupt weiter studieren kann, erfuhr ich deshalb, dass der durchschnittliche IQ sich mit der Zeit erhöht haben soll (kann man eigentlich alleinedadurch bemerken, dass inzwischen sehr viele das Gymnasium schaffen und die Schule die Hürden nicht unbedingt niedriger gelegt hat außer einigen natürlichen gesellschaftlichen Anpassungen).
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        Ich meinte es auch nicht explizit, dass du mrinst, dass die „Jugend dümmer“ ist. Laut Kommentaren meintest du indirekt explizit, dass die Leute nicht unbedingt dümmer sind, auch wenn du es nicht für abwegig hältst. Aber du hast impliziert, das die Entwicklung der Menschheit recht sicher keinen höheren IQ-Durchschnitt hat und vielleicht sogar niedriger wird. Weil ich mich notgedrungen damit etwas beschäftigen muss, versuche ich dich in diesem Aspekt den Stand des Wissens zu aktualisieren und darauf hinzuweisen, dass für uns (auch für mich) der subjektive Eindruck im Netz entsteht, dass die Leute angeblich nicht durchschnittlich klüger werden. Entweder hast du meinen Text nicht richtig interpretiert, oder ich habe mich nicht gut genug ausgedrückt, aber ich wollte die nicht etwas in den Mund legen. Entschuldige, falls dieser Eindruck entstand.

      • Das ist interessant! So habe ich das noch gar nicht betrachtet! Wie Du vielleicht an meinem Nick sehen kannst, gehöre ich inzwischen durchaus zur älteren Generation, aber ich habe damals den Beginn des Internets mitgemacht. Mit selbst zusammen gelöteten Rechner, Aufbau unserer ersten FTP-Server und Schreiben von Programmen :-) Das erste was wir über die FTP-Server übertrugen, war ein winziges Jpeg – es dauerte endlos :-D Du hast definitiv Recht damit, dass sich die Benutzer des Netztes gewandelt haben. Heute kann es wirklich jeder nutzen. Wie gesagt, meine Theorie der Verdummung der Menschheit ist eine sehr subjektive und das ist mir bewusst. Ob man nun Rückschlüsse auf die Gesamtintelligenz durch die Anzahl der Abiture machen kann, wage ich zu bezweifeln. Früher (das Schlachtruf alter Säcke) ging tatsächlich nur derjenige auf das Gymnasium, der auch einen guten Abschluss erwarten konnte. Heute sind die Hürden flacher. Da ich Kinder in schulpflichtigen Alter hatte, kann ich das mit Sicherheit sagen. Vielleicht hat sich der IQ ja tatsächlich erhöht aber die „Dummen“ artikulieren sich lauter? Mir ist klar, dass bei meiner Wahrnehmung die verschiedensten Einflüsse eine Rolle spielen. Da ich aber nichts ändern kann, sollte es mir letztendlich aber auch egal sein. Manchmal tut es aber weh…

      • In Sachen Rechtschreibung gehst du ja mir gutem Beispiel voran.

  • Das ist ja wohl mehr als lächerlich Entwickeln wir uns jetzt zurück oder was wie früher wo man pro Minute zahlen musste.So ein Blödsinn flat ist flat und baster egal welche Seite man aufruft soweit kommt es noch.Dann können sie sich ihre Tarife aber in den Arsch schieben .Wenn ich bei Apple TV ein film streamen will dann mache ich das wenn man nach 5 Filmen schon gedrosselt wird ? Was soll das denn.Willkommen in den 90 gern :D lol Wollen die Regierungen eventuell unterbinden das Internet so oft zu nutzen damit die Menschen nicht mehr so vernetzt sind und andere Sachen erfahren die sie nicht erfahren sollten?

  • Es wird eher folgendermaßen laufen: Telekommunikationsanbieter zu Netflix „Schöner Ondemand Streamingdienst den Sie da haben, wäre doch Schade wenn bei unsere Kunden die Videos ruckelnd ankommen würden. Gegen eine geringe Umsatzbeteiligung können wir aber dafür sorgen das ihre Daten sicher und schnell bei unseren Kunden ankommen.“

  • Ich persönlich glaube nicht das damit gemeint ist das diese Dienste durch den Endkunden kostenpflichtig gemacht werden soll.
    Ich denke eher daran das dies ein Preismodell für die Anbieter dieser Dienste wird.

    Ich könnte mir vorstellen das zB Streaming Anbieter wählen können ob Ihre Dienste normal, schnell oder super schnell transportiert werden.
    Je nachdem ob und wieviel er dafür bezahlen möchte.

    Dadurch haben die Anbieter zu den 20-30 € für DSL die sie von uns Endkunden bekommen eine zusätzliche Einnahmequelle.
    Dadurch mehr Geld für Investitionen in noch schnellere Netze und das es auf dem Land hoffentlich auch bald mal vorwärts geht.

    Ich finde schon das Google, youtube, Facebook und Co, von den Milliarden die sie mit unseren Daten und durch unsere Nutzung der Dienste verdienen etwas davon abdrücken können so das wir durch besseren und schnelleren Netzausbau etwas davon haben.

    … Besser als wenn diese Einnahmen in irgendwelche Steuerparadiese fliesen…

    LG
    Andi

  • Hallo Andi! Wenn man irgendwelche Dienste benutzt, für einen bestimmten Preis und dann jetzt dafür plötzlich mehr bezahlen soll… ich weiß nicht! Da bleiben die nicht drauf sitzen. Wenn man einmal die Tür aufmacht, gibt es schnell „Spezialdienste“ die auch für uns extra kosten. Für den Ausbau bekommen die Telkos doch genug Geld. Jahrelang für SMS kassiert, als Beispiel das eigentlich Abfallprodukt ist. Ich bin beim Mobilfunk von Anfang an dabei, abgesehen von den C-Netzen und habe viel dafür bezahlt am Anfang. Jetzt wo das für alle erschwinglich ist, versucht man wieder zu schröpfen. Nur weil die Anleger und gierige Vorstände riesige Wachstumsraten wünschen. Glaube mir, am Ende zahlen immer wir drauf, auch wenn Du mit der Vermutung irgendwo richtig liegst.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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