Dark Patterns im Kündigungsformular
Telekom-Kündigungsprozess „manipulativ“: Verbraucherzentrale mahnt ab
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat die Telekom abgemahnt, weil aus ihrer Sicht der digitale Kündigungsprozess durch den Bonner Netzbetreiber zu stark beeinflusst wird. Wer auf der Webseite des Unternehmens einen Laufzeitvertrag beenden möchte, sieht unmittelbar einen auffälligen Hinweisblock mit möglichen negativen Folgen.
Dort wird unter anderem darauf verwiesen, dass die Mobilfunknummer verloren gehen könne oder im Ausland höhere Kosten entstehen könnten. Die Verbraucherschützer bewerten diese Gestaltung als Versuch, Vertragskunden von ihrem Vorhaben abzubringen.
Kritik an „Warnhinweisen“ auf der Telekom-Website
Die Organisation verweist auf den Digital Services Act, der bestimmte Formen der Nutzerlenkung untersagt. Digitale Diensteanbieter sollen keine Gestaltungen einsetzen, die Entscheidungen unter Druck setzen oder Handlungen erschweren.
Nach Auffassung der Verbraucherschützer erfüllt das Kündigungsformular der Telekom genau diese Merkmale. Es lenke den Blick auf Risiken, ohne die tatsächliche Rechtslage klarzustellen.
Hinweise entgegen gesetzlicher Vorgaben
Aus der Sicht der Verbraucherzentrale führt die Darstellung zudem zu Missverständnissen. Die Behauptung, eine Mobilfunknummer könne nach der Kündigung verloren gehen, ignoriert die gesetzliche Pflicht zur Rufnummernmitnahme, die allen Kundinnen und Kunden offensteht. Ebenso sei der Verweis auf mögliche Kosten im europäischen Ausland unzutreffend. Die geltenden Roaming-Regeln untersagen zusätzliche Entgelte innerhalb der EU unabhängig vom gewählten Tarif oder Anbieter.
- Neue EU-Digitalgesetze: Beschwerdeportal für Nutzer ist online
Die Telekom wurde aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben und das Kündigungsformular anzupassen. Sollte das Unternehmen dieser Aufforderung nicht nachkommen, kündigt die Verbraucherzentrale weitere rechtliche Schritte an.

Wenn’s nicht da steht ist das Geschrei groß, dass man den Kunden nicht über mögliche Probleme und Folgen aufmerksam gemacht hat.
Wann wurde eigentlich jedem die Fähigkeit des selbst Denkens abgesprochen oder abtrainiert?
Wir leben in ner absolut bekloppten Welt.
+1
Wir leben in einer Zeit des mimimi
Der Ton macht die Musik! Die Telekom könnte auch schreiben: „Denken Sie an die Rufnummermitnahme, bevor Sie kündigen. Haben Sie bereits einen neuen Anbieter gefunden? Wenn nicht, informieren Sie sich rechtzeitig. Die Rufnummermitnahme muss nach Kündigung innerhalb von 90 Tagen erfolgen, damit Sie Ihre Rufnummer nicht verlieren, insofern Sie sie behalten möchten.“
Warum soll man Werbung für andere Firmen machrn?
1+
1++++
++1
@ROP: genauso ginge kundenfreundliche Kommunikation
Exakt
Wo ist das Werbung wenn da steht ‚ihr neuer Anbieter‘?
+1
Völliger Quatsch. Warum geht man bei einer Kündigung von einem Wechsel aus??? Ein Wechsel beauftragt ma über seinen neuen Anbieter und kündigt nicht selber. Aber jetzt verstehe ich warum das Denken abgenommen werden muss.
Danke an alle, die es verstanden haben. Dem Rest ist eh nicht mehr zu helfen.
Genauso.
Mir ist viel wichtiger, dass ich, im Falle, dass ich kündigen will, mich nicht durch einen Info-Dschungel wühlen muss, um endlich den Kündigungsbutton vor mir zu haben.
So schaut’s aus
+1
+1 Danke
Oh mann, haben die nix besseres zu tun? Wenn die Telekom nicht warnt, was meiner Meinung nach nicht unbedingt falsch ist, jammern dann wieder die, die Ihre Rufnummer doch nicht mitgenommen haben oder sonst was.
Ich finde das wirklich nicht so schlimm und wer digital kündigt sollte sich dessen im Klaren sein.
Aber die Menschen können scheinbar alle nicht mehr selbstständig denken.
Genau so ist es.
Naja, es gibt nun mal Leute, die sind nicht so gut informiert und haben dann wohl Angst, dass sie die Rufnummer verlieren könnten. Nur weil du über alles so gut informiert bist, musst du nicht auf andere schließen.
Und die Verbraucherzentrale ist genau für sowas da. Ich finde es gut, dass sie der Telekom hier mal was sagen.
Ich kenne kein seriöses Telekommunikations-Unternehmen.
Die Methoden bei der Kündigung oder Preisgestaltung sind überall zweifelhaft.
Aldi Talk ist super easy. Die helfen dir am Telefon sogar Schritt für Schritt, falls du das wünschst. Nur die knapp 10€ Restguthaben musste ich noch mal per Mail anfordern.
Habe noch nie irgendein Problem hier gehabt.
Achso weil du die Preisgestaltung auch unternehmerisch genau beurteilen kannst
Die sollen mal die Preise ans europäische Niveau anpassen. Die hohen Preise mit der aus dem Ruder gelaufenen 3G Frequenzversteigerung zu begründen zieht nach mittlerweile Jahrzehnten nicht mehr.
Bei den 4G und 5G Frequenzen wars das gleiche Thema. In anderen Ländern wurden die kostenfrei aufgeteilt.
Auf das Aufstellen von Mobilfunkmasten ist in keinem Land so kompliziert und langwierig wie in Deutschland. Irgendwer muss die Rechnung halt zahlen.
Löhne Preise und demnach auch Tarife sind nicht europäisch vergleichbar. EU hin oder her, es kam nicht überall das gleiche Kosten, oder möchtest du auch den Minderlohn aus einem „Vergleichs EU Land“
Blödsinn, Telekom ist seriös und da gibt es keine Probleme. Sie weisen nüchtern und sachlich darauf hin was sein könnte. Das ist doch völlig okay. Besser als das Gejammer dass sie es nicht getan hätten und nachher das Geschrei da ist.
Natürlich könnte man es auch freundlich formulieren, mit einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen. Lieber Kunde und denken Sie doch mal bitte drüber nach dass eventuell sein könnte wäre sollte..
Schwachsinn, wer ein Handyvertrag hat ist geschäftsfähig und muss auch wissen worum es geht. Für die Leute die das nicht verstehen oder verstehen wollen denen kann man es ja erklären. Ich sehe hier überhaupt keinen Handlungsbedarf und auch kein unter Druck setzen.
Absolut richtig
Und wer erklärt es den Leuten die es nicht verstehen? Du etwa? Oder der seriöse Telekommitarbeiter in einem Shop, der einer älteren Dame ein iPhone 17 Pro andrehen will (ja, letztens beobachtet). Die Telekom ist der seriöseste Telekommunikationskonzern, aber leider sind es manche Mitarbeiter trotzdem nicht (den sie bekommen ja Provision).
Nichts davon ist sachlich!
Wenn die Telekom tatsächlich vor Pseudo-Gefahren warnt, die gar nicht vorhanden sind, dann ist es schon richtig, dass die Verbraucherschützer die Einhaltung des geltenden Rechts fordern.
Sie sollten sich aber auch mal den Kündigungsprozess bei WinSIM ansehen, denn dort wird die Kündigung nur vorgemerkt.
Man bekommt dann eine E-Mail, in der man aufgefordert wird, binnen einer Woche nich einmal persönlich anzurufen. Ruft man nicht an, verfällt die vorgemerkte Kündigung und der Vertrag läuft weiter. Ruft man an, wird versucht, die Kunden zurückzuwerben.
Das ist bei 1und1 auch so.
Diese Konzerne sollen die mal abmahnen!
Die gehören beide ja auch zusammen. Also ein Abwasch von schlechtem Stil.
Telekom und 1&1?
Aber ganz bestimmt nicht.
@Lifecooler: Hättest du den Kommentar von Marcel gelesen, dann wüsstest du, dass es um WinSIM und nicht Telekom ging.
Eine Kündigung ist eine einseitig gestaltende Willenserklärung, die ohne Annahme ihre rechtliche Wirksamkeit entfaltet. D.h., eine sog. Vormerkung ist eine konkludente Bestätigung, dass die Kündigung eingegangen ist. Der Annahme der Kündigung durch die Gegenseite bedarf es nicht.
Es ist also nur ein netter Versuch zu schreiben, wir haben die Kündigung nur vorgemerkt, wirksam wird sie erst aufgrund eines Telefonanrufs.
1u1 hat es bei mir auch so probiert. Auf einen kurzen Hinweis auf die o.g. Rechtslage per E-Mail hin, kam die Kündigungsbestätigung postwendend per E-Mail.
Also: Nicht verarschen lassen von den Kameraden!
Stimmt schon.
Trotzdem musst du halt ein zweites Mal was tun und eine Mail schreiben…
Pro-Tipp: beim Anbieter nicht einloggen, auf der Startseite nach unten scrollen und dort „Vertrag kündigen“ auswählen. Das hat JEDER Anbieter und dort wird nichts vorgemerkt. Daten eintippen, Kündigungsbestätigung erhalten.
So umgeht man bei drillisch, 1&1, etc. dieses nervige Vormerken.
Habe ich selbst schon mehrfach gemacht, zuletzt letzte Woche bei sim.de.
Lasst euch nicht verarschen!
Wie willst Du beurteilen ob es eine Pseudogefahr ist? So wie die Leute heute drauf sind und wild klicken ohne nachzudenken sind gewisse Hinweise schon angebracht
Sky wurde doch mal für genau sowas abgemahnt. Eigentlich sollte das ja generell verboten sein (bzw. ist es wahrscheinlich auch aber wie üblich ‚wo kein Kläger …‘)
Ist doch gängige Praxis bei fast allen mittlerweile!?
Gibts nun für diesen Verband ein Adventsloch (kommt aus der Familie der Sommerlöcher)?
Ne Idee, einmal den Prozess bei O Zwei durchlaufen bzw. versuchen, und dann reden wir gerne nochmal.
Den Prozess der Telekom finde ich zielführend und transparent.
Schöne Formulierung mit dem Loch – das ganze Bashing dazu ist eher wieder aus der Kat. beißrefelx
Kein Bashing, Tatsachen….
Freenet ist da auch mit dabei. Nach der online Kündigung muss man noch so blöd dort anrufen.
Glaub bei 1&1 war das genau so, wenn ich mich nicht täusche.
Die sollen sich lieber den Sky Kündigungsprozess anschauen – Hauptseite ganz unten 2x Vertrag kündigen – kein Eingabeformular. Aber bei Abo beenden kann ich dann manuell meine Vertragsdaten eingeben. Absolute Irreführung.
+1 Sky ist wirklich Horror
Bei WOW musste ich 4x auf einen Button tippen. Das muss tatsächlich auch mal abgemahnt werden.
@Marv3467: Und dann kommt noch dazu, dass man Premium gesondert kündigen muss und es nicht mit dem eigentlichen Abo automatisch gekündigt wird.
Diese Bude sollte der Verbraucherschutz wirklich mal näher unter die Lupe nehmen.
Das macht doch Amazon, Netflix und co. doch auch….
Telekom MagentaTV Flex kündigen fragt erstmal ab ob man Festnetz oder Mobilfunk kündigen möchte. Da beides nicht zutrifft wird man zu nem bot, in die faq und in eine Community geschickt, bevor man dann nach zig Klicks irgendwann kündigen darf…
Kündigt mal Magenta TV! Gibts kein Formular und musst auf Telefonhotline gehen…. nix online , Mittelalter
Die EU hilft den Menschen wirklich ihren Zustand der geistigen Umnachtung noch zu erweitern.
Seit wann ist es ein „Verbrechen“ Kunden von der Kündigung seiner Verträge abbringen zu wollen?
Wer schützt uns eigentlich vor den Verbraucherschützern?
Versuchen mich davon abzubringen ist ja ok, aber nicht mich so zu Schickanieren, wie es hier teilweise beschrieben wird.
Ein zweites Mal anrufen etc. kann man ja noch als Schikane sehen. Der Hinweis dass man nach der Kündigung eben Dinge beachten muss fällt für mein Verständnis eher unter die Kategorie Hilfestellung für Leute die das eben nicht jeden Tag machen und schlicht nicht wissen. Vermutlich 95% der Verbraucher.
Als mündiger Bürger, der lesen und verstehen kann, kann ich das durchaus akzeptieren und dementsprechend handeln. Ich weiß nicht, wo manche Leute ihre Probleme her holen…
Also ich habe vor einigen Wochen meine Mobilfunkvertrag bei der Telekom nach fast 10 Jahren ohne Probleme kündigen können.
Ja, sicherlich hätte der Prozess einfacher sein können, wenn ich nach irgendeinem Kündigungsbutton gegoogelt hätte, aber ich fand den Kündigungsprozess über die App der Telekom jetzt nicht wirklich schwierig oder verwirrend.
Ja, man musste halt eingeben, welche Telefonnummer man kündigen möchte, aber der Rest wahr ein normales Formular.
Auch musste ich nichts telefonisch bestätigen, wie bei manche anderen Firmen.
Und die Bestätigung der Kündigung kam am nächsten Morgen ohne Probleme.