C2-Cloud-Dienste werden umgebaut
Synology: Passwortmanager und Free-Tarife werden gestrichen
Synology stellt seinen Passwortmanager C2 Password ein und baut gleichzeitig die eigene Cloud-Plattform grundlegend um. Mit dem neuen Tarifmodell C2 OneStorage werden mehrere bislang getrennte Speicherangebote zusammengeführt. Zudem entfallen kostenlose Tarife und weitere Dienste wie C2 Transfer werden eingestellt. Die vollständige Abschaltung der betroffenen Angebote ist für Juni 2027 vorgesehen.
Die neuen Nutzungsbedingungen gelten laut Synology bereits ab sofort. Preis- und Tarifänderungen treten dagegen erst am 22. Juni 2026 in Kraft. Nutzer sollten die Anpassungen prüfen, da sich sowohl die verfügbaren Dienste als auch die Regeln zur Datenspeicherung ändern.
Neuer Speicherpool für mehrere C2-Dienste
Kern der Umstellung ist das neue Angebot „C2 OneStorage“. Statt separater Speicherkontingente für einzelne Cloud-Dienste soll künftig ein gemeinsamer Speicherpool genutzt werden. Darunter fallen etwa C2 Storage und C2 Object Storage.
Bestehende Abonnenten werden schrittweise auf das neue Modell umgestellt. Nutzer mit 100 oder 300 Gigabyte Speicher wechseln in einen 300-GB-Tarif. Wer derzeit ein Terabyte gebucht hat, wird in einen entsprechenden OneStorage-Tarif übernommen.
Neu ist auch die Zusammenführung mehrerer C2-Abonnements. Wer sowohl C2 Storage als auch C2 Object Storage nutzt, erhält künftig ein gemeinsames Speicherkontingent. Die bisherigen Tarifstufen werden dabei durch ein einheitliches Modell ersetzt. Nach Angaben des Unternehmens sollen bestehende Kunden zunächst weiter ihre aktuellen Verträge nutzen können. Spätestens Ende 2026 erfolgt dann die verpflichtende Umstellung auf OneStorage.
Passwortmanager und Transferdienst vor dem Aus
Deutlich einschneidender sind die Änderungen bei einzelnen Diensten. Synology kündigt das Ende von C2 Password und C2 Transfer an. Neue Abonnements werden bereits in diesem Jahr eingestellt. Die vollständige Abschaltung erfolgt am 22. Juni 2027.
Nutzer des Passwortmanagers sollen ihre Tresordaten rechtzeitig exportieren. Anwender von C2 Transfer werden aufgefordert, gespeicherte Dateien herunterzuladen und bestehende Freigabelinks zu ersetzen. Nach dem Ende der Dienste stehen die Inhalte nicht mehr zur Verfügung.
Zudem vereinheitlicht Synology die Nachfristen für ausgelaufene Cloud-Abonnements. Künftig werden gespeicherte Daten 30 Tage nach Ablauf eines Tarifs endgültig gelöscht.
Die jetzt angekündigten Änderungen markieren den bislang größten Umbau der C2-Plattform seit ihrer Einführung. Bereits 2017 startete Synology den Cloud-Speicherdienst zunächst als Backup-Angebot für NAS-Nutzer. Später folgten weitere Cloud-Dienste wie C2 Backup für macOS und der Passwortmanager C2 Password.


Versteh sowieso nicht, wieso ich cloud Speicher will, wenn ich mir ein NAS leiste.
Da installiere ich mir lieber owncloud oder ähnliche Dienste und hol mir noch entweder weitere Platten oder gar ein zweites NAS als Redundanz.
Darum geht’s nicht. Eine ordentliche Backupstrategie sieht auch vor, dass ein Offsite-Backup gemacht wird. Was bringen dir vier Platten auf 2 NAS, wenn die Hütte abbrennt, der Keller überflutet wird oder durch eine Überspannung die Geräte zerstört werden.
Schon klar. Aber dann stell ich das NAS halt in meinem Zweitwohnsitz oder bei einem Freund auf.
Für Firmenkunden stellt sich die Frage eh weniger.
Wenn deine Bude abbrennt,
brennt auch dein NAS ab!
3-2-1 Strategie sage ich dazu nur.
Ja krass. Gibt es irgend etwas auf das man sich noch verlassen kann?
Selbstbau mit Unraid oder TrueNas bzw. Kannst du beides auch auf die Ugreen Nas Systeme installieren. War Synology nicht auch der Hersteller mit dem Vendorlock bei den Platten ?
Wobei der Vendor Lock noch halbwegs zu verargumentieren war (aus Sicht von Synology), auch wenn ärgerlich und blöd für die Kunden
Du meinst außer dem Tod? Glaub nicht…