Neue App für iPhone und Android
Stream My Drone: DJI-Flüge mit dem iPhone live übertragen
Für Livebilder einer DJI-Drohne auf YouTube, Twitch und anderen Plattformen gibt es mit Stream My Drone eine neue Möglichkeit. Die unabhängige iPhone-App von Entwickler Taner Özel kann den Videostream gleichzeitig an mehrere Dienste weiterleiten. Computer, OBS oder weitere Videohardware entfallen. Die Anwendung kostet einmalig 5,99 Euro.
Das iPhone wird zur Streaming-Zentrale
Die Einrichtung erfolgt über die DJI-Fly-App beziehungsweise eine kompatible Fernsteuerung. Controller und iPhone werden per WLAN oder Hotspot verbunden. Anschließend wird die angezeigte RTMP-Adresse in DJI Fly eingetragen. In Stream My Drone folgen die Streamingziele und Zugangsschlüssel.
Stream My Drone zeigt das Livebild sowie Auflösung, Bitrate und Verbindungsstatus an. Laut Entwickler wird der H.264-Videostream ohne erneute Kodierung weitergeleitet. Unterbrochene Zielverbindungen sollen automatisch wiederhergestellt werden. Auf dem iPhone kann die Übertragung über Bild-in-Bild weiterlaufen, während eine andere App geöffnet ist.
Nicht jede DJI-Drohne ist kompatibel
Entscheidend ist, ob die jeweilige DJI-Konfiguration einen eigenen RTMP-Stream ausgeben kann. DJI beschreibt die Funktion in seiner Anleitung zu DJI Fly. Für eine Übertragung an nur eine Plattform reicht die DJI-App bereits aus. Der Mehrwert von Stream My Drone liegt vor allem in der parallelen Verteilung an mehrere Ziele.
Auch die von uns ausprobierte DJI Avata 360 unterstützt einen Livestream. Allerdings lässt sich laut DJI dabei nur das gewöhnliche Übertragungsbild senden, kein interaktives 360-Grad-Video.
Keine Cloud und kein Abonnement
Nach Angaben des Entwicklers werden die Videodaten direkt vom iPhone an die ausgewählten Plattformen übertragen. Ein eigenes Nutzerkonto oder ein zwischengeschalteter Cloudserver sei nicht erforderlich. Stream-Schlüssel sollen ausschließlich im iOS-Schlüsselbund gespeichert werden. Die App unterstützt neben RTMP auch die verschlüsselte Variante RTMPS.
Ein Testvideomodus erlaubt es, die Verbindung vor dem Drohnenstart auszuprobieren. Zu beachten ist, dass jede zusätzliche Zielplattform eigene Upload-Bandbreite benötigt. Zudem setzen Dienste wie YouTube oder Instagram unter Umständen eine vorherige Freischaltung für Livestreams voraus. Stream My Drone benötigt mindestens iOS 17 und ist auch für Android erhältlich. Einen eigenen Praxistest haben wir bislang nicht durchgeführt.


