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Einfach zu fliegen - eindrucksvolle Bilder

DJI Avata 360 ausprobiert: Flugspaß mit Rundum-Video

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Meine letzten Flugerfahrungen mit einer Drohne liegen einige Jahre zurück. Von daher wirkte die DJI Avata 360 zunächst ein wenig wie Overkill auf mich. In Verbindung mit dem übersichtlichen und gut bedienbaren RC-2-Controller gehen die ersten Schritte jedoch schneller als gedacht von der Hand.

Großen Anteil am leichten Einstieg haben auch die verschiedenen Sicherheitsfunktionen, die DJI der Drohne mitgegeben hat. Das beginnt damit, dass die Rotoren des Quadrokopters vom Gehäuse eingeschlossen werden. Das schützt nicht nur die Propeller der Drohne, sondern vermittelt auch ein gesteigertes Gefühl der Sicherheit, wenn die Drohne in der Nähe von Personen fliegt.

Dji Avata 360 Detail

Solide Bauweise mit geschützten Rotoren

Nach dem Startbefehl steigt die Avata 360 automatisch auf einen Meter Höhe und lässt sich von dieser Position aus fliegen. Es ist jederzeit möglich, die Drohne per Tastendruck automatisch an die Ausgangsposition zurückkehren zu lassen. Die Avata steht absolut stabil in der Luft und gleicht auch leichten Windeinfluss zuverlässig aus, wodurch sich das Gerät zuverlässig navigieren lässt. Die Flugzeit mit einer Akkuladung beträgt in der Praxis etwa 15 bis maximal 20 Minuten. Wer flexibler sein will, kann als Zubehör oder im Bundle auch eine Ladestation mit drei Akkus erwerben.

360-Grad-Aufnahmen aus der Luft

Das herausragende Merkmal der Drohne wird bereits im Produktnamen erwähnt. Mit ihrer Rundumkamera ist die DJI Avata 360 so etwas wie eine Insta360 für die Luft. Diese Option eröffnet vor allem Nutzern, die mithilfe der Drohne flexibel und teils auch spektakulär filmen wollen, völlig neue Möglichkeiten.

Dji Avata 360 Flug 1

Die beiden Objektive schwenken nach dem Start in 360-Grad-Position

Wo mit gewöhnlichen Geräten teils mehrere Einstellungen und versierte Flugmanöver erforderlich waren, genügt ein einfacher Über- oder Vorbeiflug mit der Avata 360. Die Kameraausrichtung spielt dabei praktisch keine Rolle, weil ohnehin die gesamte Umgebung aufgezeichnet wird. Alternativ zur 360-Grad-Aufnahme steht zwar zudem ein Einzelobjektiv-Modus zur Verfügung, in den man auch während des Fluges wechseln kann. Doch findet dieser wohl eher selten Verwendung und ist nur im reinen FPV-Modus relevant.

Dji Avata 360 Controller

Großes Farbdisplay im Controller

Mit ihrem 42 GB großen internen Speicher kann die Drohne bis zu 30 Minuten 360-Grad-Video in 8K aufzeichnen. Von dort aus kann man die Daten entweder drahtlos an die Fly-App von DJI oder über eine USB-Verbindung auf den Computer übertragen. Der Speicher lässt sich mithilfe einer microSD-Karte um bis zu 1 TB erweitern.

Nachbearbeitung statt Flugakrobatik

Während andere Geräte für imposante Aufnahmen viel Können und Erfahrung beim Steuern der Drohne erfordern, kann man seine Künste bei der Avata 360 auf die Nachbearbeitung verlagern. Mit der auch für den Mac verfügbaren Anwendung DJI Studio lassen sich die aufgezeichneten Videos bearbeiten. Dabei unterstützt eine umfangreiche Bibliothek mit sogenannten Kamerabewegungen dabei, im Nachhinein Effekte wie Loops, Flips und Rotationen aus dem 360-Grad-Material zu erstellen. Das Resultat sind Luftaufnahmen, die sich mit professionell geflogenen Drohnenvideos messen können.

Dji Studio Screenshot

DJI Studio auf dem Mac

Nicht ganz so komfortabel aber ebenfalls eine Option ist das Bearbeiten der Videos unterwegs. Die Aufnahmen lassen sich auch direkt aufs iPhone übertragen und dort mithilfe der DJI-App bearbeiten und exportieren.

Personenverfolgung und Hinderniserkennung

Die oben bereits erwähnte Hindernisvermeidung leistet nicht nur beim manuell gesteuerten Flug gute Dienste, sondern ist insbesondere für den Tracking-Modus der Drohne von Relevanz. Mehrere Sensoren erfassen rund um die Drohne vorhandene Hindernisse und weichen diesen auch zuverlässig aus, sodass auch enge Durchfahrten oder überhängende Bäume kein Problem darstellen.

Auch im Tracking-Modus profitiert die Avata von der 360-Grad-Kamera und kann ihr Ziel im Fokus halten, ohne sich permanent frontal darauf ausrichten zu müssen. Dabei kann man zwischen aktivem Tracking oder einem Spotlight-Modus wählen. Beim aktiven Tracking verfolgt die Drohne das zuvor per Controller ausgewählte Ziel, beispielsweise einen Läufer oder ein Fahrrad, automatisch, während sie bei „Spotlight Free“ ein ausgewähltes Objekt lediglich im Fokus behält und man selbst für die Steuerung verantwortlich ist.

Die Avata 360 kann mehr als sie darf

Im Standardmodus kann die DJI Avata 360 mit einer Geschwindigkeit von maximal 58 km/h fliegen. Erfahrene Piloten können in einen Sportmodus wechseln, in dem die Drohne bis zu 65 km/h fliegt, bei dem allerdings auch die oben angesprochene Hindernisvermeidung nicht mehr aktiv ist. Die maximale Flughöhe der Drohne wird mit 500 Metern angegeben. Sämtliche technischen Daten zur Avata 360 lassen sich hier bei DJI nachschlagen.

Dji Avata 360 Unten

Mit Blick auf die maximal mögliche Flughöhe wollen wir aber auch nochmal anmerken, dass auch die DJI Avata 360 den hierzulande gültigen Vorschriften unterliegt. Mit der Drohne darf man in Deutschland maximal 120 Meter hoch fliegen. Aufgrund ihres Startgewichts von 455 Gramm ist die Avata 360 zudem registrierungspflichtig und setzt den kleinen Drohnenführerschein voraus.

Verschiedene Ausstattungspakete

Die DJI Avata 360 kostet einzeln 459 Euro. In der Regel wird man jedoch mindestens den passenden Controller dazu haben wollen, was den Preis auf 719 Euro erhöht. Alternativ dazu gibt es für 939 Euro noch verschiedene Fly-More-Pakete, bei denen dann insgesamt drei Akkus, eine Ladestation und eine Umhängetasche enthalten sind. Beachtet, dass bei diesen Paketen wahlweise der RC 2 Controller oder die DJI Goggles N3 und der Motion-Joystick enthalten sind. Bei Amazon ist das Fly-More-Set mit dem RC 2 aktuell für 859 Euro im Angebot.

Dji Avata 360 Boden

Für Einsteiger scheint uns die Variante mit klassischem Controller am besten geeignet. Wer das auf jeden Fall eindrucksvolle virtuelle Flugerlebnis mit Headset und Controller erleben will, sollte unbedingt beachten, dass dies nicht alleine möglich ist. In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass beim sogenannten FPV-Betrieb eine weitere Person anwesend ist, die den Flug der Drohne mit bloßen Augen kontrolliert.

Zubehör wie Brille und Joystick oder auch Ersatzteile wie die Propeller können auch später noch bei DJI bestellt werden. Die Propeller können trotz Schutz Schaden erleiden, da ist es beruhigend, dass man diese als Ersatzteil im Paar bereits für 9 Euro erhält. Der Wechsel lässt sich einfach und schnell erledigen.

Produkthinweis
DJI Avata 360 Fly More Combo (RC 2), 360°-Drohne mit 1-Zoll-8K-360°-Imaging für FPV- und Luftaufnahmen... 859,95 EUR 939,00 EUR
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05. Juni 2026 um 18:46 Uhr von chris Fehler gefunden?


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