Nach iPhone-Preiserhöhung:
Speicherkrise hält an: Apple zahlt 2027 bis zu 40 Prozent mehr
Die Preise für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher steigen weiter. Apple soll sich mit Samsung bereits auf die Konditionen für das erste Quartal 2027 verständigt haben und dabei deutliche Aufschläge akzeptieren. Laut einem Bericht des chinesischen Wirtschaftsportals Jiemian News, der sich auf Quellen aus der Lieferkette beruft, liegen die neuen Preise rund 30 bis 40 Prozent über dem Niveau des dritten Quartals 2026.
Demnach verlangt Samsung künftig knapp 2 US-Dollar je Gigabyte DRAM und rund 0,33 US-Dollar je Gigabyte NAND-Flash. Zum Vergleich: Im dritten Quartal soll Samsung für LPDDR5X noch rund 1,50 Dollar und für NAND etwa 0,26 Dollar je Gigabit aufgerufen haben. Apple habe die neuen Konditionen für Anfang 2027 bereits akzeptiert. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens gibt es bislang nicht.
Dass Speicher für Apple zunehmend zum Kostenfaktor wird, zeichnet sich schon länger ab. Wir hatten im Juli darüber berichtet, dass Apple angesichts der angespannten Versorgung sogar Gespräche mit zusätzlichen chinesischen Speicherherstellern führen soll. Hintergrund ist vor allem der enorme Bedarf der KI-Branche: Rechenzentren binden große Teile der verfügbaren DRAM- und NAND-Produktion.
Kapazitäten für 2027 schon weitgehend vergeben
Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Nach Angaben von TrendForce sollen die Produktionskapazitäten der großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron für DRAM und HBM im kommenden Jahr bereits weitgehend vergeben sein. Bei NAND sollen Kunden teilweise nur 60 bis 70 Prozent der angefragten Mengen erhalten. Auch TechInsights erwartet weiter steigende Speicherpreise bis ins Jahr 2027 hinein.
Für Apple kommt die Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Erst mit der aktuellen iPhone-Generation sind die Preise der Pro-Modelle in Deutschland deutlich gestiegen. Das iPhone 18 Pro beginnt mit 256 GB inzwischen bei 1.449 Euro und damit 150 Euro über seinem Vorgänger. Besonders kräftig fallen die Aufpreise bei den größeren Speicherstufen aus.
Weitere Preiserhöhungen sind nicht beschlossen
Ob die nun gemeldeten höheren Einkaufspreise 2027 erneut direkt bei den Kunden ankommen, ist allerdings offen. Apple kann einen Teil der Mehrkosten über die eigene Marge auffangen, an anderer Stelle sparen oder Komponenten von mehreren Zulieferern beziehen. Der neue Samsung-Vertrag zeigt jedoch, dass der Kostendruck nicht nachlässt. Nachdem Speicher bereits 2026 zu einem der wichtigsten Preistreiber bei Smartphones geworden ist, dürfte das Thema auch bei kommenden iPhones, iPads und Macs eine Rolle spielen.


Ja nächstes Jahr wird es im Tech-Bereich nicht besser werden. Daher clever einkaufen.
*clever einkaufen = Geräte so lange nutzen wie es nur geht.
+++
Ja das meinte ich auch. Wenn es Gerät aber zu alt ist muss man ja evtl. upgraden. Aber eher wenn die Preise fallen als UVP.
+1
Die Leute reden sich zuviel ein das sie Jetzt was kaufen müssen,
dabei ist die Lösung: Nicht kaufen, es sei denn es ist absolut nötig!
PS: Apples Problem ist einfach ihre Fantasie Preise für den Speicher / Aufpreis für höhere Varianten
aufrecht zu erhalten!
Sollen sie einfach auf 15 – 20 % ihrer Marge verzichten.
Exakt das! Die Aufpreislogik für Speicher ist noch so anno 2007
Ich würde vorschlagen du verzichtest auch mal 20 % von deinem Lohn
Dieser Preisaufschlag bei Flash-Speicher sind 35$ für 512GB. Aber Apple verlangt 500€ mehr für die 1TB Variante beim 18 Pro im Vergleich zum 17 Pro.
Das ist schon krass.
Danke. Endlich einer der es erkennt. Die Preiserhöhungen sind lächerlich…
Ja genau mein Humor wir zahlen statt 1,50$ nun 2$ aber schlagen 100-300€ mal eben beim iPhone drauf
Sowohl die Rechnung wie auch die generellen Angaben müssten mal geprüft werden. Da oben steht 0,07 Dollar mehr pro Gigabit, nicht GigaByte. Das wären also 0,56 Dollar pro GB. Oder 573,44 US$ mehr Kosten bei 1 TB. Die Quelle wäre also zu prüfen oder zu hinterfragen.
Wir wissen also bisher lediglich, dass ihr beiden, Max und Schmack, wohl wenig Ahnung von IT habt.
Zumal nand und ram nicht die einzigen dinge sind die teurer geworden sind.
Aber logisch, nur auf die Rohmaterialien gesehen kostet ein iPhone nur 3,50$ /s
Ach pazuzu ich bezog mich doch gar nicht auf eine spezifische Leistungseinheit und ja klar hast du recht man sollte diese Preise mal überprüfen. Fakt ist das Apple diese Situation wieder ausnutzt um ihre Kasse voller zu machen. Analog Sprit, nutze die Krise und Cashe ab was das Zeug hält.
Du tust so, als gäbe es bei den anderen Herstellern keine Preissteigerungen bis zum Faktor 5 (!) hoch. Dell verlangt für das RAM Upgrade von einem 16 GB auf ein 64GB CAMM2 6400 MTs Modul 2807,81 Euro. Für das 128 GB Modul verlangen sie 6095,18 Euro.
Bei NAND sieht es nicht viel besser aus. Von 512 GB auf 1 TB werden 657,48 Euro fällig. Für 2 TB werden 2397,85 Euro fällig, 4 TB gibt’s für 5491,85 Euro, immerhin mit Hardwareverschlüsselung – hurrah.
Vielleicht schaust du dich mal um, was wirkliche High-End Hardware mittlerweile kostet. Und zwar durch die Bank weg.
Sicher das es 0,33$ je gigaBIT sind? Das wären dann ja 5406,72$ für das 2TB iPhone
Good Point. Denke es sollte pro GByte sein.
Auf der verlinken chinesischen Seite wird aber von „Gb“ mit kleinem b, geschrieben. Aber dann wäre es ja in der Tat viel zu teuer. Weiter unten beim RAM schreiben sie dann vermeintlich richtigerweise „GB“ mit großem B.
Mit der aktuellen kleinen Preissteigerung hat Apple sich doch genau darauf vorbereitet.
Das die Preise steigen und um ca. wie viel, dass werden die schlauen Köpfe dort im HQ nicht erst seit gestern wissen – finanziell weis Apple genau, was sie zu machen haben – also keine Angst.
In Anbetracht der Lage sollten Firmen und Kunden darüber nachdenken die Zyklen der Veröffentlichung/Kauf zu überdenken. Alle 18 oder 24 Monate ein Gerät raus zu bringen reicht auch . Das selbe gilt für Käufer , zumal 4 Jahre Haltbarkeit für ein Smartphone mittlerweile Standard sein dürfte.
Das gilt nur für Käufer. Firmen müssen jährlich veröffentlichen. Das wird erwartet.
Und du meinst die Kapazitäten der Litho jedes Mal wieder als „Neukunde“ zurück zu kaufen ist günstiger? Na viel Glück.
Kaufkriese hält bei mir auch weiterhin an. Die sollen ihr Zeig behalten, bei den Wucherpreisen.
@ifun
Stimmt der Preisaufschlag wirklich bei DRAM?!
Sollte wohl 0,20€ pro Gigabit DRAM heißen.
Bei Flash ist derPreis wohl der richtige.
Wow, Apple zahlt 40 % mehr. Das rechtfertigt natürlich die Preisaufschläge… *ironie*