Mehr Sichtbarkeit für Songwriter und Produzenten
SongDNA: Spotify zeigt Entstehungsgeschichte von Songs direkt in der App
Mit einer neuen Funktion erweitert der Musik-Streaming-Dienst Spotify seine mobile Anwendung um einen zusätzlichen Blick auf die Entstehung von Musikstücken. Unter dem Namen SongDNA wird derzeit eine Beta-Funktion für Premium-Nutzer ausgerollt, die Informationen zu beteiligten Künstlern, Einflüssen und Verbindungen zwischen Songs sichtbar machen soll.
SongDNA ist direkt in die Wiedergabeansicht integriert. Nutzer finden dort eine zusätzliche Karte, über die sich weiterführende Details zu einem laufenden Titel abrufen lassen. Angezeigt werden unter anderem Songwriter, Produzenten und weitere Mitwirkende. Ergänzend listet die Funktion verwendete Samples, stilistische Anleihen sowie Coverversionen auf, die von einem Titel inspiriert wurden.
Verknüpfungen zwischen Künstlern und Songs
Die Funktion geht über eine reine Informationsanzeige hinaus. Nutzer können einzelne Beteiligte antippen und so deren weitere Arbeiten erkunden. Auf diese Weise entsteht ein Netzwerk aus Verbindungen zwischen Künstlern, Genres und Epochen. Die Navigation erfolgt dabei schrittweise von einem Song zum nächsten, wodurch sich musikalische Zusammenhänge nachvollziehen lassen.
Technisch basiert SongDNA auf Daten, die von Künstlern und deren Teams bereitgestellt werden. Ergänzt werden diese Informationen durch Beiträge aus der Community. Künstler und Labels erhalten über die Plattform Zugriff auf die hinterlegten Inhalte und können diese verwalten oder anpassen.
Mehr Sichtbarkeit für Songwriter und Produzenten
Mit der Einführung von SongDNA rückt Spotify insbesondere die Arbeit von Songwritern, Produzenten und weiteren Beteiligten stärker in den Fokus. Diese Gruppen sind bislang häufig weniger sichtbar als die auftretenden Interpreten, obwohl auch sie maßgeblich an der Entstehung eines Titels beteiligt sind.
Die neue Funktion ergänzt bestehende Inhalte wie Hintergrundinformationen zu einzelnen Songs. Während diese vor allem die Entstehungsgeschichte eines Titels beschreiben, stellt SongDNA die Verbindungen zu anderen Werken und Mitwirkenden in den Mittelpunkt.
Der Rollout erfolgt schrittweise für Premium-Nutzer auf iOS- und Android-Geräten. Eine breitere Verfügbarkeit ist im Laufe des Aprils vorgesehen.


Nice
+111
Nicer dicer
Schön das man so mehr „Sichtbarkeit“ für die Künstler schafft.
Bei der Vergütung sind sie um so unsichtbarer für Spotify.
Derzeit läuft mit KI-produzierten „Titel “ sowieso alles aus dem Ruder.
Ich habe mir mal die Mühe gemacht mit Perplexity nachzuschauen ob es an Spotify liegt das die Künstler schlecht bezahlt werden. Folgendes kam heraus: Spotify hat im Jahr 2025 rund 11 Milliarden US-Dollar an die Musikindustrie ausgezahlt. Diese Summe umfasst Zahlungen an Plattenlabels, Musikverlage und andere Rechteinhaber, also nicht nur Labels. Etwa die Hälfte davon ging an unabhängige Künstler und Labels. Das war der höchste jährliche Betrag, den Spotify bisher gezahlt hat. Die 11 Milliarden Dollar gehen zunächst an die Rechteinhaber, also meist Plattenlabels, Musikverlage und Verwertungsgesellschaften. Diese sind dann dafür zuständig, die Künstler entsprechend ihrer individuellen Verträge auszuzahlen. Spotify selbst hat keinen Einfluss darauf, wie viel die Künstler am Ende bekommen – das hängt von deren Vertragsbedingungen mit Labels oder Verlagen ab. Also kann man Spotify nicht in die Schuld nehmen, wen die Labels schlecht bezahlen.
Finde ich echt cool und wäre fast ein Grund von Tidal wieder zurück zu wechseln. Oft ist es echt spannend zu sehen, was bestimmte Produzenten sonst noch gemacht haben oder welche Studiomusiker wo noch dabei waren. So hat man ein imdb für Musik. Finde ich klasse.
Discogs.com
Hat mich auch sofort bisschen daran erinnert. Die App hab ich früher sehr gerne genutzt um meinen Musik Horizont bisschen zu erweitern.
Für die Leute die immer sagen Spotify bezahlt den Künstlern zu wenig. Ich hab mir mal die Mühe gemacht mal
Perplexity zu fragen ob das so stimmt! Heraus kam:
Spotify hat im Jahr 2025 rund 11 Milliarden US-Dollar an die Musikindustrie ausgezahlt. Diese Summe umfasst Zahlungen an Plattenlabels, Musikverlage und andere Rechteinhaber, also nicht nur Labels. Etwa die Hälfte davon ging an unabhängige Künstler und Labels. Das war der höchste jährliche Betrag, den Spotify bisher gezahlt hat. Die 11 Milliarden Dollar gehen zunächst an die Rechteinhaber, also meist Plattenlabels, Musikverlage und Verwertungsgesellschaften. Diese sind dann dafür zuständig, die Künstler entsprechend ihrer individuellen Verträge auszuzahlen. Spotify selbst hat keinen Einfluss darauf, wie viel die Künstler am Ende bekommen – das hängt von deren Vertragsbedingungen mit Labels oder Verlagen ab.
Nach dieser Auskunft sehe ich nicht das Problem bei Spotify sonder ehr bei den Labels.
Danke für deine Mühe und das zu kopieren…
Hi John Do,
ich befürchte, du kannst das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Wenn ein Künstler 100 tausend Mal gestreamt wird, setzt das schon eine recht große Bekanntheit voraus. Dafür bekommt er von Spotify ca. 180 €. Wenn er einen guten Deal hat, 370 €. Wenn du 150k Singles verkaufst bekommst du hingegen schon eine Goldene Schallplatte.
Apple bezahlt übrigens doppelt so viel wie Spotify. Amazon Music noch mehr und Tidal sehr viel mehr.
Die Frage nach der Vergütung pro Stream ist für Musiker essenziell, aber auch komplex, da es keinen „festen“ Preis gibt. Die Dienste nutzen meist ein Pro-Rata-Modell: Alle Einnahmen (Abos & Werbung) kommen in einen Topf und werden nach dem Anteil der Streams an die Rechteinhaber (Labels, Verlage, Künstler) verteilt.
Hier sind die aktuellen Durchschnittswerte für 2026 (pro Stream in US-Dollar/Euro, da die Kurse fast identisch sind):
Vergleich der Auszahlungen (Durchschnittswerte)
Dienst Vergütung pro Stream Benötigte Streams für 100 €
Tidal ~ 0,0120 € bis 0,0130 € ca. 8.000
Apple Music ~ 0,0070 € bis 0,0100 € ca. 10.000 bis 14.000
Amazon Music ~ 0,0040 € bis 0,0070 € ca. 15.000 bis 25.000
Spotify ~ 0,0030 € bis 0,0050 € ca. 20.000 bis 33.000
Es ist schon ein Unterschied, ob du 8000 Mal gestreamt werden musst um 100 € zu verdienen oder 20-30000 Mal.
Aber ja, es ist auch korrekt, dass die Labels teilweise Schuld daran haben.
Bin ich ein junger aufstrebender Künstler und werde nach einem Konzert 1000 Mal gestreamt, bekomme ich 3,40€. Wenn ich 1000 CDs für vielleicht 8 € für eine kleine EP verkaufe habe ich 8000 € verdient.