iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 30 647 Artikel

Künstler-Empfehlungen werden nicht verkauft

So viel ist (d)ein Stream wert: Apple Music nennt erstmals Zahlen

40 Kommentare 40

In einem offenen Brief an die auf der eigenen Plattform aktiven Künstler hat Apples Musik-Streaming-Dienst „Apple Music“ erstmals Zahlen zur durchschnittlichen Vergütung der gestreamten Musiker und Musikerinnen genannt.

Apple Music Autoplay Funktion

1 Cent pro Stream geht an die Künstler

Zwar würden die Gelder, die an Künstler, Label und Publisher verteilt werden, je nach Region und Streaming-Abo variieren, im Schnitt könnte Apple jedoch 1 Cent pro Stream zahlen.

Eine Summe, die beim flüchtigen Überfliegen des offenen Briefes wie ein Witz klingt, Apple im Branchenvergleich jedoch als geradezu gönnerhaft auszeichnet.

So soll Spotify die im eigenen Katalog aktiven Künstler gerade mal mit der Hälfte entlohnen. Hier fließen pro Stream 0,3 bis 0,5 Cent an die Kreativen, die für die Inhalte der Musik-Streamer sorgen. Dennoch überweist Spotify der Musikindustrie deutlich mehr – die Skandinavier haben mit ihren 155 Millionen zahlenden Hörer schlicht mehr Nutzer als Apple Music. Wie viele Abo-Kunden Apples Dienst genau zählt ist dabei allerdings unklar. Apple vor zwei Jahren aufgehört aktuelle Zahlen zum schon damals überschaubaren Wachstum zu kommunizieren. Der letzte Stand: 60 Millionen zahlten 2019 für die Musik-Flatrate.

Künstler-Empfehlungen werden nicht verkauft

Doch nicht nur die Anzahl der aktiven Kunden wirkt sich auf die Vergütung der Künstler aus. So bietet Spotify bekanntlich auch einen werbefinanzierten Zugang an, der weniger Geld abwirft als der reguläre Abopreis. Zudem können Interpreten bei Spotify auch auf einen Teil ihrer Vergütung verzichten, um mit ihren Songs dafür häufiger in Playlisten und Song-Radios aufzutauchen. Anders formuliert: Die Musiker können sich Empfehlungen erkaufen.

Dieser Art der Monetarisierung hat Apple in dem offenen Brief eine klare Absage erteilt. Man werde auch zukünftig keine Musik-Empfehlungen für einen größeren Anteil an den Einnahmen aussprechen, sondern weiterhin auf handgepflegte Wiedergabelisten setzen, von denen es auf Apple Music inzwischen 30.000 geben soll.

19. Apr 2021 um 17:53 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    40 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei
    40 Comments
    Oldest
    Newest Most Voted
    Inline Feedbacks
    View all comments
    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 30647 Artikel in den vergangenen 5134 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2021 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven