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Neu in der öffentlichen Beta

Siri: Web-Antworten in iOS 13. Apple „hört“ weiter mit.

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Web-Antworten in iOS 13

Amerikanische Beta-Tester haben in der gestern Abend ausgegebenen, ersten Vorabversion von iOS 13.1 (diese steht inzwischen auch für freiwillige Tester zum Download bereit) eine neue Siri-Funktion ausgemacht, die auf englischsprachigen iPhone-Modellen als sogenannte „Web Answer“ bezeichnet wird und einen Zuwachs des bereits stattlichen IQ der Sprachassistentin zu signalisieren scheint.

Honigbienen

Konkret zeigt Siri nach Sucheingaben in der Spotlight-Suche jetzt Webseiten-Auszüge an, die die Frage bereits beantworten. Eine Funktion, die auf google.com schon lange eingeblendet wird und inzwischen dafür sorgt, dass weniger als die Hälfte aller Google-Suchanfragen mit dem Klick auf ein Suchergebnis abgeschlossen werden.

Auf deutschen Geräten tauchen die „Web Antworten“ aktuell noch nicht auf. Hier beschränkt sich Siri bei Spotlight-Suchen weiterhin auf die Anzeige schlichter „Website Vorschläge“.

Apple „hört“ weiter mit

Wie berichtet hat sich Apple für die schlechte Kommunikation der kontinuierlich vorgenommenen Siri-Auswertungen entschuldigt und angekündigt, ohne ausdrückliche Zustimmung der Anwender, fortan auf die Aufnahme der Sprachkommandos zu verzichten.

Allerdings: Apple wird gesprochene Kommandoszukünftig transkribieren und die so zustande gekommenen Text-Repräsentationen weiterhin auswerten. Die bestätigt das Unternehmen in dem neu veröffentlichten Support-Dokument #HT210558, das bislang nur in englischer Sprache vorliegt.

Hier stellt Apple zudem fest: Wer sicher gehen will, dass weder Audioaufnahmen noch Text-Transkriptionen seiner Siri-Kommandos von Apple gesichtet bzw. gehört werden, muss die Sprachassistentin auf seinen Geräten komplett ausschalten.

Standardmäßig behält Apple die Audiodaten Ihrer Siri-Anfragen ab einer zukünftigen Softwareversion im Herbst 2019 nicht mehr bei. Computergenerierte Transkriptionen Ihrer Audio-Anfragen können zur Verbesserung von Siri verwendet werden. Diese Transkriptionen sind für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten mit einer zufälligen Kennung verknüpft, nicht mit Ihrer Apple-ID. Wenn Sie nicht möchten, dass die Transkriptionen Ihrer Siri-Audioaufnahmen erhalten bleiben, können Sie Siri und Diktat in den Einstellungen deaktivieren.

Mittwoch, 28. Aug 2019, 19:31 Uhr — Nicolas
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  • Eine Frage, wie ist das wenn man die Public Beta von iOS 13 hat, aber bis zur GM dabei bleiben will und nicht bei 13.1 mitmachen? Denn die GM wird ja erstmal 13 sein. Oder liege ich falsch?

    • Du kriegst als Beta-Tester die GM als „Beta-Update“ und nach der Installation entfernst du das Beta-Profil in den Einstellungen. So bekommst du ab dann nur noch „normale“ Updates.

    • Hä. Du hast doch ein Profil installiert, dass dich mit Updates versorgt. Alles beim Alten – nur mit Betas. Wenn du 13.1 aussetzen möchtest, aktualisiere einfach nicht, bis etwas neueres rauskommt.

      So weit ich weiß (lasse mich aber gerne eines besseren belehren), ist die GM kein Garant dafür, dass es schlussendlich auch die finale Version ist. Sie unterscheidet sich zwar meistens nicht von der veröffentlichten Version, trotzdem können noch Kleinigkeiten geändert werden.

    • Seine Frage war, wenn er jetzt 13.1 als Beta nutzt, kann er dann bei Release im September die normale 13.0.x nutzen oder bleibt er bei 13.1.x?

  • Das ist mal eine Aussage. Und hier gab es wirklich Leute, die behauptet haben, man hätte die Auswertung vorher abschalten können. Dabei wurden die Leute, die es verstanden hatten, sogar als blöd oder sonstwas dargestellt.

  • „Computergenerierte Transkriptionen Ihrer Audio-Anfragen können zur Verbesserung von Siri verwendet werden. Diese Transkriptionen sind für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten mit einer zufälligen Kennung verknüpft, nicht mit Ihrer Apple-ID. Wenn Sie nicht möchten, dass die Transkriptionen Ihrer Siri-Audioaufnahmen erhalten bleiben, können Sie Siri und Diktat in den Einstellungen deaktivieren.“

    Ich weiß nicht, warum sich künstlich aufgeregt wird! Wie zur Hölle soll Apple hier Rückschlüsse auf einen User ziehen und was sollte es denen bringen, wenn sie es könnten?

    Ohne Worte …

    (Klugschwätzer in 3..2..1..)

    • Finde ich auch…aber es ist wir es immer ist…die mit dem wenigstem Wissen schreien am lautesten…

    • Warum? Ganz einfach, Apple hat uns zuvor schon belogen. Wieso sollten wir das jetzt glauben? Weils gut klingt? Wie naiv bist du?

    • Guten Morgen xCook,

      Leider möchte ich tatsächlich als erstes klugschwätzen: Nur weil Daten anonymisiert wurden, heißt das nicht, dass du nicht identifiziert werden kannst. Die Anonymisierung macht es nur „schwieriger“, was aber aufgrund von modernen Algorithmen und schnellen Computern zu vernachlässigen ist. Es stellt sich jedoch die Frage, ob Apple die Möglichkeiten umsetzt oder Dritte sich zwischenschalten.

      Quelle: https://science.sciencemag.org/content/347/6221/536.full

    • Ganz einfach, mit Ansagen wie:“Schreibe eine Nachricht an XY“, „Erinnere mich wenn ich Zuhause bin“, und so weiter. Es bräuchte theoretisch nicht mehr als 3-4 Ansagen um den Urheber zu ermitteln. Wenn Namen genannt werden vermutlich noch weniger. Und dann wird für potenzielle Zielpersonen die Tatsache schon interessant wenn man weiß dass jede Firma mit den Behörden kooperieren muss. Auch Deutsche wenn sie in USA Geschäfte machen möchten.

      Informiere Dich mal über den Unterschied zwischen Pseudonym und Anonym. Letzteres ist deutlich schwieriger sicherzustellen.

      • 3 – 4 Ansagen, die getrennt voneinander und ohne Bezug zur Apple ID abgespeichert werden? Ich glaub nicht, dass man dann noch nachvollziehen kann dass diese von einem Gerät kommen, oder hab ich da was falsch verstanden?

      • @Felix165: Zufällige Kennung bleibt pro User gleich. Wenn jeder Text-Schnipsel eine eigene Kennung hätte, warum dann überhaupt eine Kennung vergeben? Ein fortlaufender Index würde für die Datenbank reichen.

        Deshalb ist es auch eine Pseudonymisierung und keine Anonymisierung. Deine ID wird durch eine Zufallszahl ersetzt und mit genug Informationen kann man die ID wieder ableiten wenn man das möchte.

    • Metadaten ist das Zauberwort. Oder nenn es von mir aus den Kontext zwischen den Zeilen.

      Geht aber auch ganz plakativ: „Navigier mich zu meiner Mutter in der Hauptstrasse 123 in 99999 Stadt“…

  • Ich find diese Diskussion schon irgendwie lächerlich:
    Die Leute wollen Siri, Alexa und Co nutzen und die Assistenten soll besser immer werden.
    Wie stellen sich die Leute vor, dass die Verbesserung stattfindet, Siri bringt sich selber die Sprache bei? Wie lernt ein Säugling das reden bzw. das richtige Sprechen. ich glaube da spielt zuhören und Verbessern auch ein große Rolle. :-P

    Wer keine Siri will, soll sie ausschalten!

    • 100%, mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen.

    • Man könnte zum Beispiel bezahlte Tester nehmen, die alle möglichen und vielleicht auch merkwürdigen Fragen stellen. Natürlich im Alltag. Das müssten dann je Sprache natürlich mindestens 1000 Leute sein (Dialekte, Besonderheiten, Stimmfarben, Tonlagen etc). Aber Apple sollte die Kohle ja haben…
      Und schon kann sich keiner mehr beschweren.

      • Naja, die besten Daten, die man Sammeln kann, sind die Produktivdaten. Alles anderes ist Labor und meist nicht sehr repräsentativ. Schließe mich auch meinen Vorrednern an. Sich aufzuregen ist bigott, ich benutze den Quatsch nicht, weil mein Menschenverstand mir schon 2011 sagte, dass das genau so passiert…

  • Hoffentlich kommt das auch irgendwann in Deutschland. Ich würde sehr gerne Siri nutzen und die Echos zu Hause raus werfen.

  • Apple hört mit … Apple entschuldigt sich … und hört weiter mit.
    Wollen die uns … ???

  • Ohne die Auswertung der Siri Befehle wird es nie eine Verbesserung geben und dann beschweren sich auch wieder alle. Und die Ergebnisse der Websuche werden sowieso von den Suchmaschinenanbietern gespeichert. Die banalen ach so geheimen Siri komandos des einzelnen interessiert keine Sau. Und wer sich hunderte gesprochene zusammenhanglose Sätze anhört weiß am ende auch nicht mehr als vorher

  • „Privatsphäre. Das ist iPhone!“*
    * Um die Funktion zu nutzen, drücke lange den Ausschaltknopf und bestätige durch das Schieben des Reglers mit dem Titel „Ausschalten“

    • Oh man…wieder einer ohne Ahnung…

      • Das passt ja ganz gut, dass da erstmal dein Name steht, und dann der Satz: wieder einer ohne Ahnung.
        Sobald du dein Handy nutzt, ist es vorbei mit der Privatsphäre. Apple führt mit iOS 13 einen Tracking Schutz in Safari ein. Wozu, wenn die Privatsphäre jetzt schon sicher ist. Ein automatisches Backup? Nur im Zugriffsbereich der NSA möglich. Siri nutzen? Nur wenn du die Auswertung dessen, was du sagst, erlaubst.
        Vom Werbetracking ist Apple bei weitem der beste Anbieter. Aber Privatspäre ist etwas anderes.

  • Ich weiß nicht, worüber sich die Leute aufregen. Es war schon lange klar, dass Apple zur Verbesserung seiner Funktionen Ausschnitte, die nicht auf einzelne Personen zurückzuführen sind, mithört und so die Algorithmen verbessert. Das wird auch weiterhin passieren, wenn man möchte, dass das ganze verbessert wird. Das war auch vorher schon an einigen Stellen kommuniziert. Wer etwas anderes geglaubt hat, versteht diese Technik nicht. Natürlich kann man sagen, dass man das nicht haben möchte, aber dann kann man die Funktionen halt nicht nutzen…

    Das ist, als wollte ich auf einer Karte eine Navigationsfunktion benutzen, möchte aber nicht, dass mein Standort ermittelt wird

    • Dann soll Apple aufhören Werbung mit sogenannter Datensicherheit zu machen.

      Solange Apple tracket und es von Subunternehmen auswerten lässt sind sie keinen Deut besser als Google oder Amazon.

      Die Leute die hier im Forum immer geschrieben hatten das auch Apple Daten auswertet wurden ja als doof hingestellt. All die Leute haben nur ihre geballte Inkompetenz zur Schau gestellt.

      Alle Unternehmen agieren gleich wenn es um Daten geht. Die einen verarschen halt die Kunden etwas mehr dabei, Apple hust.

    • Na, Manuel, dann denk doch einmal nur ein bißchen nach. Siri ist ein COMPUTER-Sprachassistent. Um den zu verbessern, bedarf es des Abhörens der User-Eingaben nicht – es reicht die Eingabe von Worten, Lauten, usw. . Maschinensprache eben, falls Dir das etwas sagen sollte.

      Das Abhören von Kommandos möchten Leute (wie ich) nicht, und das völlig zu Recht, ManuelWuest.

      Apple macht sich vorliegend über uns regelrecht lustig: Abhören – sich entschuldigen – Abhören auf andere Art. Kurzfassung hierfür: Verarsche hoch drei.

      Und Du willst Derartiges auch noch begrüßen – arbeitest Du am Ende für die wurmige Apfelfirma? …

      • Natürlich bedarf es des Abhörens. Denkst du sonst würden es alle tun? Kostet schließlich Geld! Woher soll der Computer wissen, dass er es richtig verstanden hat, wenn ihm keiner sagt, dass er es richtig verstanden hat? Wobei das tatsächlich noch ginge…bei Dialekten etc. wird es halt einfach tricky. Und nein, die ganzen tollen AI sind soo clever nicht, wie alle tun.

      • N_O: Als Außenstehender ist das vielleicht nicht nachvollziehbar. Aber wenn man Siri nutzt, kann man Texte selbst korrigieren. Das iPhone hat einen Chip für maschinelles lernen. Siri könnte auf dem iPhone laufen und sich selbst automatisch für dich verbessern. Aber Apple scheint ein Interesse daran zu haben, dass das bei denen ausgewertet wird.

    • Lieber Manuel, damals haben Menschen dafür gekämpft nicht abgehört zu werden. Deine Eltern und Großeltern wären sicherlich stolz auf deine Toleranz. Weist du diese Toleranz auch vielen anderen Themen zu? Oder nur wo ein Apfel drauf ist? Aplle hört uns also seit dem 4S mittels menschlicher Hilfe ab und du findest es ok? Bei Amazon heisst es immer „Wanze“ aber Apple hat nur gute absichten? Wer sagt das?! Dieselben, die der Meinung sind, dass das verheimlichen von Verkaufszahlen Vertrauen schafft? Dieselben die sich legalen Tricks bedient um Steuern zu hinterziehen?! Dieselben, die es toll finden dem Manager 115€ Mio in den Rachen zu schmeissen? Moment mal, wir sprechen hier von einer AG? Hmmm…wie schon ein anderer hier bereits kommentierte: „Herr, lass bitte Hirn regnen.“

  • Interessante Info zu Google, fände ich als Webseitenbetrieber blöd da ich keine Besucher mehr erhalte.

    Kann man das unterbinden und dennoch in den Suchergebnissen auftauchen? Ohne google geht es ja heute nur noch schwer.

  • @N_O: Der Kommentar von Wayne zu Deiner Antwort faßt das zusammen, was ich sagen wollte, N_O: zum Verbessern eines Sprachasssistenten bedarf es keines Abhörens, das können wir User alleine.

    Also will Apple unsere (Befehls-) Daten.

    W.z.z.w. .

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