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Sicherheitsreport 2014: Telekom unterstellt „Digitale Schizophrenie“

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32 Kommentare 32

Die Deutsche Telekom hat ihren Sicherheitsreport 2014 vorgelegt. Die im Auftrag des Netzbetreibers vom Institut für Demoskopie Allensbach angefertigte Studie setzt sich vor allem mit den Sicherheitsbedenken deutscher Online-Nutzer auseinander und führt zwei auf den ersten Blick widersprüchliche Zahlen an.

gutes

Demnach sieht jeder Dritte (31 Prozent) Datenbetrug im Internet als großes persönliches Risiko. Fast 90 Prozent der Befragten glauben, dass die meisten Unternehmen persönliche Daten an andere Firmen weitergeben. Jedem Dritten bereitet das große Sorgen. Aber: Nur jeder Zweite liest Datenschutzbestimmungen von Online-Shops „ab und zu“ oder „in der Regel“. Die Mehrheit liest sie selten oder sogar nie.

Ein Punkt, den die Telekom unter dem Schlagwort „digitale Schizophrenie“ einordnet:

Dieser Widerspruch zwischen Angst einerseits und Unvorsichtigkeit andererseits sei auch damit zu erklären, dass die technische Komplexität des Internets einfach zu groß sei, als dass man das Gefühl habe, etwas gegen die Gefahren ausrichten zu können, so der Hirnforscher Prof. Dr. Christian Elger in einem Gespräch mit der Telekom. Diese Überforderung führe wiederum zur einer Verdrängung der Gefahren.

Stopp. Hier fällt uns ganz klar die Causa Spotify ein. Zwar ging es bei der Kritik um die Daten-Abbuchungen des Musik-Streaming-Dienstleisters im Telekom-Netz nicht um Datensicherheit, sondern um das Kleingedruckte einer Tarif-Option, ein gewissenhaftes Lesen der AGB hätte interessierten Kunden hier jedoch auch nicht weitergeholfen.

So korrigierte die Telekom damals – nach rund 30 Tagen kritischer Berichterstattung – einfach ihre AGB. Wer sagt, dass sich andere Anbieter in Sachen „Security im Netz“ nicht ähnlich verhalten?

Der Sicherheitsreport 2014 stützt sich auf 1.503 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung im Alter ab 16 Jahren. Die Studie beleuchtet den „Sorgenkatalog“ der Bundesbürger im Allgemeinen. Der vollständige Sicherheitsreport 2014 kann hier aus dem Netz geladen werden.

sorgen

Donnerstag, 14. Aug 2014, 11:14 Uhr — Nicolas
32 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • „Digitale Schizophrenie“ – unterschreibe ich sofort! Diese ganzen paranoiden Dummschwätzer, die sich selbst als Ziel der NSA sehen, nerven nur noch.

    • Ich glaube, du hast den Sinn von Datenschutz auch nicht begriffen. Selbst du als Unwichtiger bist im Blickfeld der NSA, kapiert hast du das offenbar nicht.

    • O-Ton Kraine : Ich habe doch nichts zu verbergen!
      Gib uns mehr…. :)

    • Nun vielleicht überblickst Du aber auch nur nicht die Dimension des Problems:
      Snowden hat gerade bestätigt, dass die NSA im Netz belastendes Material sammelt, um radikale zu kompromittieren .
      OK, jetzt sagst du sicher: so what, du bist ja nicht radikal.
      Wenn man aber die Berichte liest, wie schnell in dem USA unbescholtene Bürger auf die ‚No-Fly‘ Liste gelangen können (=Radikal in den Augen der NSA?), dann fragt man sich natürlich: was war zuerst da? Huhn oder Ei / Überwachung oder (vermeintlicher?) Anlass zur Überwachung?
      Im Grundsatz: d’accord, man sollte sich nicht nervös und paranoid machen lassen. Wenn man aber in das Visier von Paranoiden (NSA) gerät, dann kann das auch ohne wirklichen Grund unangenehm werden

    • Genauso wie hirntote Zombies, die den Ernst der Lage noch immer nicht überrissen haben.

    • Das stimmt, immer diese paranoiden Dummschwätzer, die meinen, dass Deutschland ein Ziel der Spionage der USA wäre. Nur wegen ein paar Beweisen und dem Eingeständnis der USA sehen die sich jetzt auch noch bestätigt.

  • Ich lese keine AGB. Warum? Weil es nichts bringt.

    Wenn ich z.B. eine Software nutzen will (oder sogar MUSS) habe ich keine Wahl als die AGBs zu akzeptieren. Oder sehe ich das falsch?

    Was macht ein Unternehmen, wenn ich sage: ich bin mit ihren AGBs nicht einverstanden. Es wird erwidern: tja, dann nimm ein anderes Programm.

    Im Einzelhandel doch genauso, wer ließt den die AGBs von Läden wo man einkauft.

    Früher oder später ist jeder Mensch, ausser er lebt im Busch ohne Kontakt zur Außenwelt, Gläsern.

    Wenns die Firmen nicht machen, macht es irgendwann die Politik durch Gesetzesänderungen.

    Zumindest ist das meine Meinung. Ich lebe damit. Sich zu ärgern bringt eh nix, ausser Falten und Kopfschmerzen ;-)

    • Somit hast du auch nicht gelesen, dass du ggf. Ohne Angaben von Gründen „der Weitergabe deiner Persönlichen Informationen“ widersprechen kannst.

      Das hätt schon mal gegen eine neue Email-Spamflut geholfen.

      • 1. Wer hat denn die Zeit, jeden Tag für ein x-beliebiges Downloadprodukt oder ein theoretisch gewolltes 5€ Jamba Abo eine 10-seitige AGB in 6 punkt kleiner Schrift zu lesen?

        2. die interessant kritischen Dinge sind ohnehin versteckt oder so unglücklich umformuliert, dass sie selten gefunden oder verstanden werden.

        eine AGB Zustimmung mit Optionen (mit/ohne Datenweitergabe, Kosten bzw nur Zustimmung ohne Kosten jetzt und in Zukunft), sowie die Beschränkung auf max 5 wesentliche Sätze wäre praxistauglich. Alles andere kann sich doch kein Mensch durchlesen.

        Die itunes AGB sind länger als mein Kreditvertrag!

  • Auf der einen Seite will die Telekom neue Kunden gewinnen, auf der anderen beleidigt sie ihre Kunden als schizophren…?!

    Man kann sich heute rechtlich betrachtet auch auf der sicheren Seite fühlen ohne die AGB zu lesen, denn das BGB und der deutsche Datenschutz enthalten genug Normen die ausreichend Schutz gewähren. Das Problem scheint eher, wie die Telekom mit diesem blinden Vertrauen umgeht.. Spotifydesaster^

    • Es wird niemand beleidigt, sondern es soll aufmerksam gemacht werden. Die jenigen, die sich darüber beschweren Opfer von Datenbetrug zu werden aber selber nie die AGB und DS-Bestimmungen dazu zu lesen.

      Es ist als würdest du einen Fenseher kaufen ohne zu erfragen ob er HD kann (übertrieben dargestellt).

      Ich glaube wenn man sich die Agbs der meisten deutschen Firmen anschaut kann man feststellen, dass gar kein Datenbetrug damit einhergeht. Dennoch glauben es die meisten.

  • Als ob das Vorhandensein bzw. der Abdruck von Datenschutzbestimmungen vor Datenmissbrauch schützen würde…
    Selbst wenn sich die Unternehmen selbst an ihre Regeln halten (was ich keineswegs glaube) – die Hacker, die in deren Datenbanken einbrechen und die schlecht gesicherten Datenbestände abgreifen tun es sicher nicht!
    Das ist doch die wahre Gefahr! Nicht, dass die Unternehmen selbst die Daten missbrauchen, sondern, dass sie nicht genug drauf aufpassen!

  • Man siehts doch super… wichtig ist:

    Geld Geld Geld Gesundheit Geld ….

    • Sorry, an erster Stelle steht Pfegebedürftigkeit / Demenz. und das ist eine schlimme Kranheit. D.h. Deine Reiehenfolge der Top5 müsste
      Gesundheit Geld Geld Gesundheit Geld
      lauten!

  • Die haben schon Recht bei der Telekom.

  • Viel schlimmer als die „digitale Schizophrenie“ finde ich heutzutage die „digitale Demenz“, die seit Google herrscht… :-)

  • „Dieser Widerspruch zwischen Angst einerseits und Unvorsichtigkeit andererseits sei auch damit zu erklären, dass die technische Komplexität des Internets einfach zu groß sei“

    Das ist deutlich zu undifferenziert. Das Problem ist für viele (inbesondere jüngere Menschen oder technisch versierte ältere Menschen) eben nicht (nur) die technische Komplexität, sondern die rechtliche Komplexität. Warum soll ich mir Datenschutzbestimmungen und AGBs durchlesen (z.T. an die 100 Seiten), wenn ich deren Auswirkungen und tatsächlichen Gültigkeiten als juristischer Laie nicht einschätzen kann. Insbesondere aus anderen Ländern wird das ganze zu einer Lachnummer, weil eben nicht nur die Sprache eine andere ist, sondern auch das Rechtssystem bzw. die Gesetze andere sind.

    Und da wird es selbst für Juristen nicht immer ganz einfach sein, dass mal so eben zu erfassen. Und ich unterstelle deswegen eben auch denjenigen, die es von der juristischen Komplexität her verstehen könnten, dass sie sich das ganze Gerassel nicht durchlesen, außer sie haben massiv lange Weile …

  • Unser Datenschutz beschränkt sich lediglich auf einzelne Dienstmerkmale. Da jeder XY Dienst gleich noch eine API dazu liefert, wird aus einem vermeintlich sicherem Dienst, durch lfd. Verknüpfungen ein Netz, das am Ende so löcherig ist wie ein schweizer Käse. Um da den Überblick noch zu behalten, gehört neben Aufmerksamkeit auch eine Portion techn. Sachverstand. Die Bedenken um Sicherheit sind durchaus berechtigt. Es gilt hier einfach der Grundsatz: Bin ich mir nicht sicher was ich da tue, sollten Aktionen eben abgebrochen werden.

  • Wenn dich auf der Strasse einer Anspricht, er sein von VISA und müsste dringend deine Karte haben um sie zu prüfen, damit du morgen noch damit zahlen kannst…
    Gibst du sie ihm?

    Auf eine Mail mit solchen Inhalt reagieren die Leute komischerweise anders…

  • Für mich gibt es mehr eine digitale Paranoier, die von vielen nur pseudo ist, da sie aus Schitzophrenie alle möglichen intime Daten freiwillig offen und freizügig massenhaft ins Netz hinaus blasen.
    Bereits Ende der 70er habe ich einen Versuch gestartet. Aus 3 Hörzu habe ich an allen Gewinnspielen teilgenommen und jeweils die Hausnummer um einen Buchstaben (A-R) ergänzt. Bis zu meinem Umzug habe ich jahrelang Werbung mit einem Buchstaben erhalten. Mein Mißtrauen wurde auch von George Orwells ergänzt, so daß ich generell mit meinen Daten zurückhaltend bin. Da helfen Alias und auch gern wieder Buchstaben. ;-)

  • Ich konnte z. B. über WLan eine, an einen Sim-Card gebundenen iMessage Account, von einem iPhone ohne eingelegte Sim absetzen, wobei die dazu notwendige SMS (bei Erstkontakt zur Zielrufnummer) an die Apple Server in Scotland, von der Sim, die in einem Nokia Handy aktiv war (also kein iMessage versteht), absetzen. Das besondere daran, beide Geräte befanden sich an verschiedenen Orten. Jetzt verstehe ich auch warum die CIA diesen Dienst bei Apple reklamiert hat!

  • http://www.abendzeitung-muench.....a8951.html

    Mörder durch eigenes Iphone überführt, da bekommt der begriff „Wanze“ eine Neue Bedeutung-)
    Aber mal im Ernst Datenschutztechnisch ist diese Meldung ja ein gutes Indiz dafür, das er nicht wirklich vorhanden ist.
    Jedenfalls nicht so wie viele es sich wünschen würden.

  • Leutchen, was ist da mit euch los? Paar ernsthafte Kommentare, ansonsten nur Geplänkel zu wichtigem Thema. Bis heute meines Wissens nach ungeknacktes Baseband. Seit frühen Ausgaben keine Testpunkte auf den Geräteplatinen… (lange in der ‚vor Snowdon Ära‘) Wer macht den sowas? Viva le Aluhut! So derb wie es wirklich ist, den Roman hätt keiner gekauft – unglaubwürdig.
    Aber so isses: seit Anbegin seiner Existenz ist das eifon DIE Urmutter aller Streichelwanzen. Bekanntes dt Nachrichtenmagazin hat für jeden auch nur leidlich interessierten Leser NSA Schulungsfolien, darstellend den ‚wichtigsten inoffiziellen Mitarbeiter‘ Steve Jobs und iPhone, veröffentlicht.
    Jetzt frag ich: wie schizo ist das denn?
    Schon vergessen? Völlig fraglos ein von Dir nicht kontrollierbares Monster. Aber es frisst Dir aus der Hand, hat einen Namen und hört aufs Wort. Ach, und jeder will auch so ein ….Monsta? iMonsta!
    Ich auch! Flieg mit 4er ohne S ab ios8 wieder mal raus. Will neues..Streicheltatschabhörverfolgungsorgan, mit Siri! Ich will es auch selba bezahlen! Willkommen in da Matrix! Unrealistischer Film überigens… Die hatten da noch so Anschlüsse im Nacken. Wir hier funktionieren doch schon so lange 802.11 b/g mit rugged WPA

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