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Hat keine 10 Monate gehalten

Setapp stellt alternativen iOS-App-Store ein

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27 Kommentare 27

Das war ein kurzes Gastspiel. Der für iPhone-Besitzer innerhalb der Europäischen Union verfügbare alternative App Store von Setapp stellt nur neun Monate nach seinem offiziellen Start den Betrieb wieder ein. Der Betreiber hat angekündigt, dass das Angebot nur noch bis zum 16. Februar verfügbar ist.

Konkrete Gründe für das Aus will der Anbieter auch auf Anfrage nicht nennen. In einer allgemeinen Erklärung verweist das Unternehmen lediglich auf veränderte und komplexe Rahmenbedingungen, denen ein solches Angebot unterliegt. Die Anmerkung, dass dies nicht zum aktuellen Geschäftsmodell von Setapp passt, kann man auch so auslegen, dass die Betreiber keine Möglichkeit sehen, das Angebot dauerhaft rentabel zu betreiben.

Setapp Mobile Alternativer App Store

Für Nutzer, die im Abo auf das iOS-Angebot von Setapp zugegriffen haben, hat diese Ankündigung unmittelbare Folgen. Setapp kündigt an, dass sämtliche Setapp-Mobile-Apps in einem Monat von der Plattform entfernt werden. Wer auf diesem Weg mobile Anwendungen genutzt hat, soll sicherstellen, dass er bis dahin alle Daten gesichert hat, da die Apps nach der Einstellung nicht mehr zugänglich sind.

DMA als Grundlage für alternative App-Stores

Während sich Setapp als gut sortierte und solide Flatrate für Mac-Anwendungen etabliert hat, sind deren Bemühungen im mobilen Bereich nur von begrenztem Erfolg gekennzeichnet. Der alternative App Store für iOS war ein ambitioniertes Projekt, jedoch nur für einen begrenzten Anwenderkreis zugänglich. Die Grundlage für dieses Angebot wurde mit dem nur in den Ländern der Europäischen Union gültigen Gesetz über digitale Märkte (DMA) geschaffen.

Andere Anbieter zeigen sich hier besser und, zumindest wenn wir vom Epic Games Store sprechen, auch finanzkräftiger aufgestellt. Epic Games zählt zu den führenden Anbietern im Spiele-Segment und kann sich dank Erfolgstiteln wie Fortnite und dem Vertrieb einer eigenen Spiele-Engine auf einem stattlichen Finanzpolster ausruhen.

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15. Jan. 2026 um 11:15 Uhr von chris Fehler gefunden?


    27 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Tja die Idee mit fremden AppStores ist eben ziemlicher Quatsch. Der Gesetzgeber hätte die normale Installation von Apps wie diese unter MacOS, Windows, Linux usw. möglich ist erzwingen müssen. Ohne diesen ganzen bürokratischen Blödsinn – aber das wäre nicht Deutschland/EU. Bei uns gilt: wie kann man eine gute Idee möglichst schlecht unkompliziert umsetzen (insbesondere wenn es um Digitalisierung geht).

  • Das war absehbar. Der DMA verursacht letztlich nur Kosten für unnütze Bürokratie für die Illusion von Wettbewerb. Bei Android gibt es schon seit langem die Möglichkeit, alternative App Stores zu betreiben. Die Relevanz dieser Stores ist auch dort gleich Null.

    • Worauf stützt sich deine Annahme, dass die Relevanz für Alternative AppStores auch bei Android gegen Null gehen würde?
      Ich kann mir vorstellen, dass die Masse den Google PlayStore nutzt. Nutzer von Custom ROMs wie grapheneOS oder e/os freuen sich, dass sie auch eine Alternative haben.
      Das Problem unter iOS ist, dass die Öffnung nur in einzelnen Regionen gilt und dadurch der Markt begrenzt ist.

      • Wieviele Custom iOS-ROMs kennst Du so? Frage für nen Freund…
        Und Custom-ROMs auf AOSP-Basis sind gemessen an der Menge an Android-Smartphones eine irrelevante Nische. V
        Sozusagen von Nerds für Nerds.

    • Diese Stores wird es vielleicht geben, aber sie werden nie profitabel sein .

      • Cydia, der alternative Store aus den Anfangstagen des Jailbreaks, war mW. profitabel. Es liegt wohl an den Rahmenbedingungen von Apple.

      • Apple hat im Laufe der Jahre viele Funktionen und Tweaks übernommen, die früher nur über Jailbreak möglich waren. Dadurch wurde der ganze Jailbreak-Kosmos immer unattraktiver. Saurik hat schließlich selbst gesagt, dass der Cydia-Store kaum noch genutzt wurde und sich wirtschaftlich nicht mehr gelohnt hat – und das war letztlich der Grund, warum er ihn geschlossen hat.

  • Bei den Hürden die Apple für alternative Stores aufbaut wundert mich das nicht

  • Vor allem man installiert sich ja Apps irgendwie viel weniger als früher. Zumindest ist es bei mir der Fall vieles ist ins System integriert, also warum sollte ich dann noch Apps installieren irgendwelche die man nicht braucht? Nein danke.

    • Früher war es eine Freude, im App Store zu stöbern und neue Apps zu entdecken. Damals gab es auch wirklich etwas zu finden! Heute ist der Store jedoch vollgestopft mit In-App-Käufen, die eine Woche lang so viel kosten wie ein halber Arbeitstag. Die Benutzeroberfläche wurde von Apple vernachlässigt und ist jetzt ziemlich unübersichtlich. Früher habe ich mehrere hundert Euro im Jahr im App Store ausgegeben, aber jetzt sind es vielleicht nur noch 10 Euro pro Jahr.

      • Ich habe auch früher nie Geld für Apps ausgegeben. Wozu auch? Die Apps die ich wirklich brauche sind schon dabei und die die fehlen wie e-Banking etc. sind kostenlos. Der Zwang von Regierungen auf grosse Firmen hat noch nie dazu geführt das Kleine Fuss fassen können. Das war schon bei Microsofts Explorer nicht der Fall und auch heute ist das nur Wunschdenken. Ein Alibi um die Kassen der Staaten zu füllen.

    • Ich bin mir sicher dass wir in Apple das nicht so kompliziert machen würde würde es auch wesentlich besser laufen.

      • Auch dann hätte ich, wobei ich weiß dass ich alleine mein Maßstab bin, kein Interesse und auch keinen Bedarf.
        Der größte Teil meines Bekanntenkreises hätte nicht mal die Kenntnis.

      • Vielleicht bin ich uninformiert, aber ich sehe keinen Bedarf für mich. Auch wenn es einfacher wäre.

      • Ich hab da auch kein Bedarf und mein Bekanntenkreis wüsste ebenso nicht / wenig davon
        Meine Familie sowieso nicht.

      • Ich hätte da ganz ehrlich auch nie ein Bedarf gehabt. Wäre ich an sowas interessiert gewesen hätte ich mir gleich android geholt gehabt.

      • mahmud, nein, in diesem Fall trifft Apple wirklich keine Schuld: ich bin z.B. seit Jahren zahlender Setapp-Kunde (Mac) aber ich würde niemals dieses iOS-AddOn für weitere €9,99 buchen.

        Warum? Weil es bei Setapp iOS nur knapp 50 Apps gibt, die wirklich allesamt keine Perlen sind und zur Not für wenig Geld (<€10) gekauft werden können. Ich hab eben mal ins Angebot geschaut und es gibt nicht eine einzige App, die ich gerne hätte bzw. die ich noch nicht habe.

        Und laut Reddit ging es einem Großteil der Setapp-Kunden ähnlich.

  • Und der „Kunde“ ist der Dumme…hoppla schon sind die Apps und vielleicht auch die Daten weg. Hat die EU wohl nicht zu Ende gedacht oder es war nicht für die Kunden gedacht

  • Habe schon öfters überlegt, ob ich meine Apps auch in diesen alternativen Stores anbieten soll, aber bisher den Aufwand gescheut. Hat sich wohl erübrigt.

  • Ach und wie groß war das Geschrei hier dass die EU das richtig gemacht hat mit dem Zwang auf alternativen AppStores. Das sieht man eben dass der Markt das dann doch regelt und man braucht keine politischen Eingriffe. Man überlege auch die Kosten der ganzen Bürokratie, die natürlich von unseren Steuern bezahlt werden.

  • Kodi in einem Alternativen Appstore wäre ein Meilenstein um den EU DMA auf IOS mal richtig anzutesten.

  • Wer hat da wohl seine Finger im Spiel. War klar was der …hirsch macht!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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