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15. Juni 2017 als Stichtag

Roaming-Abschaffung: 90-Tage-Regel soll gekippt werden

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44 Kommentare 44

Die EU-Kommission will in Sachen Roaming-Gebühren nachbessern. Die stark kritisierte 90-Tage-Regel ist offenbar vom Tisch, das neue Konzept soll sicherstellen, dass Verbraucher in Bezug auf die Zeitspanne oder den Umfang bei der Nutzung ihrer Mobilgeräte in anderen EU-Ländern keine Einschränkungen hinnehmen müssen.

roaming

Kernthema ist die sogenannte „faire Nutzung“ des Angebots. So sollen den Betreibern entsprechende Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung stehen, mit deren Hilfe Missbrauch wie beispielsweise die permanente Nutzung von Roaming bei Abschluss eines günstigen Vertrages in einem anderen EU-Staat verhindert werden soll. Die Kommission nennt hier konkret drei Kriterien, an denen Betreiber missbräuchliche Nutzung fest machen können:

  • Geringer inländischer Datenverkehr im Vergleich zum Roaming-Verkehr
  • Lange Inaktivität einer bestimmten SIM-Karte, die hauptsächlich oder sogar ausschließlich beim Roaming eingesetzt wird
  • Vertragsabschluss für mehrere SIM-Karten und deren aufeinanderfolgende Nutzung durch denselben Kunden während des Roamings

Für solche Fälle ist geplant, dass die Betreiber betroffene Kunden vorwarnen und im Anschluss auch geringe Aufschläge verlangen können, laut Vorschlag der Kommission laut Vorschlag der Kommission 0,04 EUR/min für Anrufe, 0,01 EUR/SMS und 0,0085 EUR/MB Datennutzung. Streitfälle soll die jeweils nationale Regulierungsbehörde schlichten.

Als Zeitpunkt für die Einführung der Regelung steht weiterhin der 15. Juni nächsten Jahres im Raum. EU-Kommissar Oettinger gibt sich zuversichtlich:

Die Maßnahmen der Kommission zur Abschaffung der Roaming-Gebühren nutzen den europäischen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Dank des heute vorgelegten Entwurfs der Vorschriften können wir die Roaming-Gebühren ab dem 15. Juni 2017 für all jene, die regelmäßig in der EU reisen, abschaffen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Betreiber gegen einen Missbrauch der Bestimmungen gewappnet sind.

Donnerstag, 22. Sep 2016, 7:03 Uhr — chris
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  • Sehr gut! Wobei ich einen europäischen Wettbewerb der Mobilfunkunternehmen begrüßen würde. Kann sich nur gut für den Verbraucher auswirken!

    • Auf kurze Sicht: Ja. Auf lange Sicht, ist zu befürchten, dass kleine Betreiber aus dem Geschäft getrieben werden und große Betreiber sich zusammenschließen. Zudem soll ja auch das Netzwerk weiterhin wachsen. Wenn das Geld komplett ins Ausland abfließt, bleibt nichts im Innland um das Netz auszubauen.

      Komplet liberaler Markt ist also nur möglich wenn man den Netzwerkbau mit in Betracht zieht.

      • Richtig. Denn die preiswerten ausländischen Provider sind oft deshalb so preiswert, weil sie aufgrund der geografischen Situation ihr Land mit viel geringeren Aufwänden ausstatten können. Das ist bei einem so großen Flächen-Land wie Deutschland komplizierter und daher kostspieliger. Und natürlich ist das Lohnniveau selten so hoch, wie hier. Also wenn wenn da nicht Lohndumping treiben wollen, müssen wir gewisse Kompromisse eingehen.

  • Diese Regelung finde ich mindestens genauso schlimm wie die 90 Tage…
    Hier sieht man überdeutlich wie toll die EU funktioniert. Die Staaten schotten sich trotz aller vollmundigen Versprechungen/Ankündigungen gegeneinander ab und schützen ihre Industrie. Gerade Deutschland steht ds sn vorderster Front. So wird das nichts werden.

    • Schadet aber auch nicht, den ruckzuck würden alle einen Provider aus dem EU Ausland nehmen der günstiger ist und schon haben unsere Provider hier keine Chancen mehr etwas zu verdienen. Entsprechend keine Geld für ihre Mitarbeiter, so das stellen abgebaut werden und auch kein Geld für einen Netzausbau.

      • Alles anpassen, also Gleichmacherei, llingt immer so schön…
        Bitte bedenke aber, dass der Kunde das Interesse hat die niedrigsten Kosten zu haben. Das gleiche gilt aber auch für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Das heißt also:
        Niedrigere Gehälter
        Schlechtere Sozialstandards
        Schlechteres Service
        Und so weiter, und so weiter

    • Der deutlich Sinnvollere Schritt wäre es in der EU, alles mal an zu passen.

      Angefangen bei den Löhnen und endet bei so Sachen wie teuer eine Semmel ist, dann könnte man mal von einen Vereinten Europa sprechen. Aber nicht so wie es nun ist, diverse EU Länder haben zwar den Euro. Jedoch hat der Euro eine Unterschiedliche Kaufkraft, je nachdem wen welchen Land man sich gerade aufhaltet.

      • @m4d-maNu: Die EU soll also europaweit die Brötchenpreise festsetzen!?! Und die Löhne!?! Super Idee! Ganz toll! Der Wahnsinn! Do legst di nieda!
        (Als erstes sollte die EU aber vielleicht die maximale Hirnrissigkeits-Menge pro Kommentar festsetzen – z.B. auf 10 Trump – wobei 1 Tr bekanntlich die von besagtem Herrn pro Stunde im Durchschnitt abgesonderte Hirnrissigkeit ist…)

      • Ein vereintes Europa ist mehr wie das man umsonst im EU Ausland Internet am Handy hat. Solche Sachen wie Roaming Gebühren ist das unwichtigste was es gibt, da haben wir ganz andere Probleme in Europa.

        Dazu sagte ich von bis, es kann nicht sein das man beim Bäcker um die Ecke ein Croissant für 55cent bekommt und in Frankreich auf einmal 2€ zahlt…

        Aber ist mir schon klar das du mit deiner Beschränktheit das nicht erkennst.

      • …mehr ALS…

  • Was für ein Unsinn. Fair Use dafür ins Feld zu führen, um die Provider zu schützen, damit die weiter ihre Phantasie GB Preise in manchen Ländern nehmen können…

    • Die Idee dahinter war, dass durch diese Maßnahme kleiner Telko-Unternehmen geschützt werden. Man darf zwar kein Geld für Roaming vom Endkunden nehmen, vom Mobilfunkanbieter aber schon. Wenn also alle die günstige lettische Simkarte nehmen, müsste der lettische Betreiber unglaublich hohe Summen nach Deutschland/Frankreich zahlen und könnte daran pleite gehen. Ich finde es auch nicht gut, kann es aber bis zu einem gewissen Grad verstehen.

  • Ich bin ja mal gespannt ob die Verträge hier dann wieder günstiger werden. Die Telekom, Vodafone und co bieten ja alle bereits EU Roaming in ihren Verträgen an und habe. Diese meist um 5€ angehoben. Natürlich praktisch die Komzerne dass alle dann weiterzahlen, obwohl es nicht mehr nötig wäre.

    • Apropos Vodafone.
      Ich habe 6GB Inland Daten. Vor einigen Wochen wurden mir ZUSÄTZLICHE 6GB für das europäische Ausland freigeschaltet.
      Wenn ich nun in die mein Vodafone App schaue, sind es nur noch 6GB insgesamt die geteilt werden.
      Ist das noch jemandem Aufgefallen?

      • Jetzt muß ich doch mal ’ne Lanze für O2 brechen:
        Als BASE-Migrant habe ich für 5,99€/Monat zehnfaches Datenvolumen (in meinem Fall insgesamt 50GB) und statt dem „normalen“ 1GB EU-Ausland, separate, also NICHT auf’s inländische Volumen angerechnete 5GB! Inklusive subventioniertem iPhone zahle ich 55,98€/Monat.
        Rechnet man jetzt das iPhone raus (~900€ : 24 Monate = 37,50€), bleiben 18,48€ im Monat für 50GB und Flat für alles in alle Netze.
        In den Regionen, in denen ich mich aufhalte (Rems-Murr-Kreis, Großraum Stuttgart) habe ich auch in Gebäuden LTE, und wenn nicht, bin ich NICHT schlechter versorgt, als ich es zuvor bei Vodafone war!
        Obige Rechnung sollten sich die Nutzer anschauen, die max. 10€/Monat für ihren 1-2GB-Tarif zahlen wollen, aber dafür ihr iPhone bar zahlen!
        Unter’m Strich sparen Sie an nichts anderem, als an ihrem Volumen, sonst nichts.
        Los geht’s! ;-)

    • natürlich nicht :D

      Warum auch? Der deutsche Mobilfunkmarkt besteht nur noch aus drei Unternehmen, die sich hübsch arrangieren. Die Telekom ist mit den Premium-Kunden zufrieden, Vodafone fischt knapp darunter und o2 kümmert sich um die Leute, die, nunja, weniger hohe Ansprüche haben.

      Wie soll so Wettbewerb entstehen, der für niedrigere Preise sorgt?

    • Nicht mehr nötig? Das Geld wird jetzt auf alle Verträge drauf geschlagen. Die Konzerne werden doch nicht auf die Einnahmen verzichten. Das Netz und die Ausschüttung and die Aktionäre müssen schließlich auch bezahlt werden.
      Wenn man einen freien Markt hätte, würden vermutlich alle deutschen Kunden zum günstigsten Anbieter wechseln. Der hat aber in Deutschland kein eigenes Netz. Die Deutschen Unternehmen müssten dann also davon Leben, dass die ihr Netz vermieten. Um damit genug Geld zu verdienen, um in Deutschland ein vernünftiges Netz zu unterhalten, müssten die Preise für diese Vermietung dann entsprechend sein. Also müssten die günstigen Anbieter auch die Preise anheben, weil die das nicht über Roaming-Gebühren an die Verursacher der Kosten weitergeben dürfen.
      Etwas könnte man natürlich sparen, indem man keinen deutschen Kundenservice vorhalten muss.

  • Dieser Kompromiss ist alles andere als im Sinne des freien Handels .Chlorhünchen für alle ! Aber bitte keine freie Auswahl EU weiter SIM Karten Betreiber ,damit Überteuerte Anbieter sich anpassen müssen .

    • Möchtest Du freien Handel und eine Pleite von Telekom und Vodafone?

      Es ist ein Unterschied, ob ich Deutschland oder Lettland mit Mobilfunk versorgen muss.

      • Dafür haben die Netzbetreiber auch ein vielfaches an zahlenden Kunden. Dieses Argument zählt nicht.

      • +1
        Das kapieren viele nicht warum es solche Regulierungen gibt und warum sie nützlich sind.

        Aber hauptsache sie haben ein knapp 1.000€ iPhone in der Hosentasche und einen Tarif für 10€ mit 50GB.

      • Also das +1 galt an Denner und nicht an Jörg

      • @m4d-maNu: Ich kann sie nicht mehr hören, diese 1000€ iPhone Vergleiche. Wenn ich für alles und jeden mein Geld zum Fenster rauswerfen würde (und dazu sei gesagt: auch Kleinvieh macht Mist), könnte ich mir irgendwann kein 1000€ iPhone mehr leisten. Und das gilt wahrscheinlich für jeden von uns. Jeder Mensch hat glücklicherweise unterschiedliche Bedürfnisse und entscheidet selbst, nach Abwägung von Kosten und Nutzen, wofür er bereit ist sein Geld auszugeben.

      • @Kai mir ist schon klar das Sie, das nicht mehr hören können. Sie wollen halt ein iPhone haben und dann nur noch 10€ im Monat für den Vertrag ausgeben und dann soll natürlich auch alles abgedeckt sein (Roaming, Internet, Flats). So funktioniert das System aber nicht, für Leistung muss man zahlen. Fallen die Einnahmen der Provider ein, da eben nun alle im EU Ausland sich andere Verträge holen die günstiger sind. Haben wir Ruckzuck einige zehntausend Arbeitslose mehr, den die Provider hier benötigen dann die Kapazitäten nicht mehr und können sich diese auch garnicht mehr leisten.

      • @m4d-maNu: Deine Argumente bzgl. der Roaminggebühren kann ich nachvollziehen und teile sie sogar weitgehend. Obwohl ich das gar nicht kommentieren wollte. Ich verlange auch keinen All-Inclusive Handyvertrag für 10€. Im Gegenteil, mein Handyvertrag bei der Telekom ist nicht gerade billig. Soviel zu deiner Unterstellung ich hätte einen 10€ Vertrag und verlange dafür das Maximum an Leistung. Mir geht nur diese Totschlagargumentation auf den Keks. Nur weil jemand ein iPhone hat und sich das leisten kann, muss man nicht automatisch jede 99 Cent App-Abo-Gebühr in Kauf nehmen, oder einen Handyvertrag der 80 Euro im Monat kostet. Jeder darf für sich selbst entscheiden, ob die ihm angebotene Leistung sein Geld wert ist. Und viele können sich auch nur deshalb soviel leisten, weil sie eben nicht so denken wie du und bereitwillig für jeden Mist das Geld zum Fenster rauswerfen nur weil man nicht in der Lage ist den Kosten-Nutzen-Faktor für sich abzuwägen. Das solltest du dir vielleicht mal durch den Kopf gehen lassen.

  • Andersrum wird ein Schuh draus. Das Argument wird sein, dass den NB jetzt Ausgaben entstehen und deshalb werden die anderen Preise angepasst. Nach oben.

  • Solange man nicht kostenlos aus Deutschland auch auf europäische Handynummern in Spanien, Österreich etc. anrufen kann, bezweifle ich den Missbrauch…

    Selbst wenn man in Österreich supergünstige Verträge bekommt, was nützt es, wenn mich dann keiner mehr anruft…

    ^^

  • Für die Netzbetreiber ändert sich nichts, aber man kann das ja trotzdem mal als Begründung nehmen, die Preise anzupassen. Vor allem in allen Tarifen, die bisher kein Roaming hatten. Und ob es da dann bei 5€ bleibt?

  • Wenn ich, sagen wir, letzte Woche meinen „super 4€ alles drin 2gb Vertrag“ abgeschlossen habe, der 2 Jahre läuft, kann der Anbieter den Preis nachträglich erhöhen? Oder bin ich damit gut dabei wenn Roaming in einem halben Jahr kostenfrei wird? Danke für antworten, auch wenn die Frage vieleicht nicht klug ist, bin kein jura-Genie (:

  • Wird jetzt eine 30 Tage-Regel. Irgendwas müssen sie ja machen.

  • Fair use, soso. War es fair, als unbedarfte User aus dem Urlaub kamen und Rechnungen über Tausende von Euros erhielten? Da hat keiner das Wort fairness benutzt. Da hiess es: Zahlen! Fair use mal wieder nur in eine Richtung.

  • Das würde mir sehr entegegen kommen, ich fahre nächsten Sommer nach Mallorca in Urlaub, da finde ich das TOP !

    • Schon krass das du meinen Nick, den ich seit knapp 8 Jahren überall im Internet verwende, selbst mein YouTube Kanal heißt so, einfach mal dreist kopierst ;-)

  • Wie sieht es denn bei dem ganzen mit der Schweiz aus?
    Ist ja nicht in der EU, aber im allgemeinen gibt es ja dort schon viele Sonderregelungen…
    Und auch auf der Karte im Artikel ist die Schweiz anders dargestellt, als andere nicht EU-Länder

  • Ich finde es sehr schade, dass viele hier wohl vergessen haben dass anfangs noch Roaminggebühren von über 7 Euro pro Mbyte bestanden. Dank der EU sind diese Gebühren drastisch gefallen.
    Auch die eingeführte Obergrenze von 50 Euro verhinderte, dass manche Urlauber nach den Ferien eine böse Überraschung erwartete.

    Weitere Infos:

    https://en.wikipedia.org/wiki/European_Union_roaming_regulations

  • Da stimme ich dir sogar teilweise zu.

    Nur dass ein Croissong in D-Land 55 cent und in Frankreich „2“ € kostet liegt auch am Croissong an sich.
    Das aus Frankreich hat mit dem aus Deutschland nur die Form gemeinsam.

    Qualität gibt es halt erst ab einem gewissen Preis, und dies in vielen Lebensbereichen.

    Der € an und für sich ist gut, eben weil rr nicht überall die Gleiche Kaufkraft hat.

    Die Leute tragen den € so dort hin wo sie am billigsten einkaufen und am meisten für ihr Geld bekommen.

    Somit haben wir eine „häufung“ dort wo Geld gebraucht wird.
    Nur ist es ab dort das Problem dass die Wirtschafft „ausbluten“ gelassen wird um maximalen gewinn + die „geiz ist geil“ Mentalität zu stärken.

    Alles hat seine Glanz und Schattenseiten.

  • Die Provider verlangen sich gegenseitig horrende Gebühren bei Nutzung der Netze im Nachbarland. Später wird dann vorgerechnet wie sie jedes mal draufzahlen müssen wenn wir die Flat dort nutzen. Lustig! Jeder von den Provider profitiert aber davon, weil er die Gebühr für den Nachbar selber genauso erhält. Wo ist da der Verlust? Ich zahle bis jetzt auch dafür, aber warum knappe 20€? 10er wäre doch auch ok für 1 Monat! Gemeint ist z.B. die „all-in“ der Telekom im Ausland für 1 Monat.

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