34 Gramm und zwei Tage Laufzeit
RayNeo iO: Eine KI-Brille als Ergänzung zum iPhone
RayNeo hat mit der iO eine neue Smart Glass vorgestellt, die sich optisch kaum von einer gewöhnlichen Brille unterscheiden soll. Statt Kamera und Lautsprechern setzt das rund 34 Gramm leichte Modell auf ein kleines grünes MicroLED-Display, das Übersetzungen, Notizen, einen Teleprompter und andere Informationen direkt ins Sichtfeld einblendet.
Das Konzept erinnert stark an die von uns ausprobierte Even Reality G2. Auch RayNeo will das Smartphone nicht ersetzen, sondern kurze Informationen verfügbar machen, ohne ständig zum Handy greifen zu müssen. Die iO wird per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und über eine RayNeo-App eingerichtet. Der Hersteller berücksichtigt dabei auch iOS, nennt bislang aber noch keine endgültige Mindestversion.
Gesprächsnotizen direkt vor dem Auge
Im Alltag soll die Brille unter anderem gesprochene Sprache live transkribieren und übersetzen. RayNeo spricht von mehr als 40 unterstützten Sprachen. Gesprächsprotokolle können gespeichert und anschließend von der KI zusammengefasst werden. Dabei lassen sich wichtige Punkte und Aufgaben automatisch herausfiltern.
Für die Spracherfassung besitzt die Brille vier Mikrofone und einen Knochenschallsensor. Eine sogenannte „Ambient AI Productivity Suite“ soll Gespräche analysieren und daraus beispielsweise Aufgaben oder Kalendereinträge ableiten können. Ein weißes Licht am Bügel signalisiert, wenn die Mikrofone für entsprechende Aufnahmefunktionen verwendet werden.
Ohne Kamera und Lautsprecher
Dass RayNeo auf eine Kamera verzichtet, unterscheidet die iO von vielen aktuellen KI-Brillen und auch von Apples für 2027 erwarteter Smart Glass. Gleichzeitig fehlen jedoch auch Lautsprecher. Ausgaben erfolgen entsprechend über das Display beziehungsweise über das gekoppelte Smartphone.
Der integrierte Akku soll bei normaler Nutzung bis zu zwei Tage durchhalten. RayNeo nennt zudem rund 18 Stunden kontinuierliche Sprachaufzeichnung beziehungsweise gut sechs Stunden Übersetzung. Geladen wird über einen magnetischen Ladeclip oder ein optionales Ladecase.
GT-Serie für Filme und Spiele
Parallel stellt RayNeo mit GT und GT Max zwei deutlich größere Display-Brillen vor. Diese richten sich vor allem an Nutzer, die Filme, Spiele oder Arbeitsinhalte auf einer virtuellen Leinwand anzeigen möchten. Die GT Max soll ein virtuelles Bild mit bis zu 307 Zoll erzeugen und unterstützt 3DoF-Tracking sowie in Verbindung mit dem Pocket TV Pro auch Dolby Vision. Vergleichbare Lösungen wie die XREAL a01+ lassen sich bereits direkt am iPhone betreiben.
RayNeo will die neuen Brillen ab dem 4. September anbieten und sie zur IFA in Berlin zeigen. Preise für die iO sowie die beiden GT-Modelle wurden bislang noch nicht genannt.



Was ist mit Menschen, die richtige Brillen mit Korrekturgläsern benötigen?
Ich denke da wird bei der Konfiguration eine Auswahlmöglichkeit sein bei zukünftigen Modellen.