Protestaktion gegen digitale Dauerpräsenz
Radikale Anti Smartphone Front: Aktivisten verteilen Kritik auf Papier
In Berlin tauchen derzeit an Laternen, Brückengeländern und Mülleimern kleine Zettel mit ungewöhnlichen Botschaften auf. Hinter den Flyern steht die „Radikale Anti Smartphone Front“, eine lose Initiative, die mit provokanten Slogans auf den Umgang mit Smartphones und sozialen Netzwerken aufmerksam machen will.
RASF-Sticker vor dem Apple Store | Bild: Benno Flügel
Einer der Initiatoren ist der Berliner Benno Flügel, der seine Botschaften auf Spaziergängen durch die Innenstadt selbst verteilt.
Wie ein Bericht der Berliner Morgenpost beschreibt, befestigt Flügel mehrere Flyer mit Malerkrepp an öffentlichen Orten und beobachtet anschließend, wie Passanten darauf reagieren. Manche bleiben stehen, andere fotografieren die Zettel oder nehmen sie mit. Für Flügel gehört diese unmittelbare Reaktion zum Konzept. Die Aktion soll Gespräche auslösen und Menschen dazu bringen, ihr eigenes Nutzungsverhalten zu hinterfragen.
Protestaktion gegen digitale Dauerpräsenz
Die Idee entstand bereits während des Studiums. Flügel und sein Kommilitone Wenzel Gerstner bemerkten damals, wie häufig ihre Mitstudierenden während Vorlesungen auf ihre Smartphones blickten. Aus dieser Beobachtung entwickelte sich zunächst ein scherzhafter Plan, eine Bewegung gegen digitale Ablenkung zu gründen.
RASF-Gründer Benno Flügel und Wenzel Gerstner
Die beiden formulierten kurze Parolen wie „Lieben statt liken“ oder „Tanzen statt Twitter“. Die bewusst überspitzten Sprüche sollten Aufmerksamkeit erzeugen und eine Diskussion anstoßen. Inzwischen sind auch ernstere Forderungen hinzugekommen. Auf einigen Flyern wird eine strengere Regulierung großer Technologiekonzerne gefordert oder ein bewussterer Umgang mit sozialen Netzwerken angeregt.
Auch Social Media in der Kritik
Inhaltlich richtet sich die Initiative gegen eine aus ihrer Sicht zunehmende Abhängigkeit von Smartphones und sozialen Netzwerken. Die Aktivisten argumentieren, dass viele Menschen ihre Aufmerksamkeit immer häufiger auf Bildschirme richten und dabei persönliche Begegnungen vernachlässigen.
Benno Flügel im Gespräch über seinen Smartphone-Verzicht
Auch die Funktionsweise digitaler Plattformen wird kritisiert. Algorithmen könnten Nutzungsgewohnheiten verstärken und damit dazu beitragen, dass Menschen immer mehr Zeit in sozialen Medien verbringen. Die Aktion versteht sich weniger als technikfeindlicher Protest, sondern als Aufruf zu einem bewussteren Umgang mit digitalen Anwendungen.


Sollen sie auf ihr Smartphone verzichten…
Du hörst Dich zufrieden an.
Dann scheitert es an der DHL Packstation und man fühlt sich benachteiligt wie im andern Beitrag.
Witzige Aktion … mit viel Wahrheit
+1
So bringt man sich als Unternehmensberater prima ins Gespräch. Das nenne ich gekonnte Eigenwerbung!
„Verantwortungsvoller Umgang“
Das ist bei einigen Mitmenschen wirklich nötig. Ich finde die Aktion gut.
Kann man nur voll unterstützen, solange man sich nicht auf die Straße klebt.
Erreichen sie eigentlich die Zielgruppe, wenn sie manuell und nicht auf Social Media posten?
Die Dosis macht das Gift.
Das sind Umweltverschmutzer und nichts weiter!
Dein Kommentar ist Umweltverschmutzung.
Verbale Flatulenzen, die du hier absonderst
Aber deutlich weniger als jedes smartphone, und papier kann verrotten oder relativ einfach recycled werden, unser geliebten Smartphones dagegen sind die grössere Umweltsauerei
Ich bin Umweltverschmutzung
Ja wieder mehr Müll in der Gegend. Diese tausend Aufkleber an jeder Laterne, weiss nicht wo wir da falsch abgebogen sind
Wer twittert heute noch?
Jeder der seine Meinung über die anderer stellt und anderen seine Ansichten aufzwingen will wird heute von Journalisten als Aktivist bezeichnet. Dabei sind es zwangsausübende Manipulatoren.
Lies doch bitte den Artikel noch mal. Dann darüber nachdenken. Wenn Du dann immer noch der gleichen Meinung bist… Ja dann weiß ich auch nicht wie man Dir helfen kann.