Stimmungstagebuch mit iCloud-Sync
Pulse: Micro-Journal jetzt kostenlos und quelloffen
Die iPhone-App Pulse ist seit kurzem kostenlos erhältlich und wird nun quelloffen weiterentwickelt. Entwickler Marcus Raitner hatte die Anwendung Ende Februar als persönliches Projekt veröffentlicht. Pulse versteht sich als schlankes Micro-Journal, mit dem Nutzer kurze Momente des Tages festhalten und diese auf einer Skala von minus 2 bis plus 2 bewerten können.
Aus den Einträgen sollen mit der Zeit Muster sichtbar werden, etwa bei Arbeit, Schlaf, Familie, Stress oder anderen wiederkehrenden Situationen.
Die App verzichtet auf lange Eingabeaufforderungen und setzt stattdessen auf schnelle Momentaufnahmen. Nutzer können Einträge mit Schlagworten versehen, jeden Tag mit einer kurzen Reflexion abschließen und eigene Kennzahlen erfassen. Dazu zählen beispielsweise Schlaf, Sport oder konzentrierte Arbeitsphasen. Die Auswertung erfolgt über Tages-, Wochen- und Monatsansichten. Kleine Diagramme und Tageskarten sollen dabei helfen, Entwicklungen über längere Zeiträume nachvollziehbar zu machen.
Vom Bezahlmodell zum offenen Projekt
Die eingegebenen Daten werden über iCloud zwischen Apple-Geräten synchronisiert. Nach Angaben des Entwicklers bleiben die Einträge dabei privat und stehen ausschließlich auf den eigenen Geräten zur Verfügung.
Ursprünglich hatte Raitner Pulse kostenpflichtig angeboten. Der Preis sollte ihm nach eigener Darstellung als nüchterner Indikator dienen, ob die Anwendung für Nutzer einen echten Wert besitzt. Die Zahlungsbereitschaft sei dafür ein stärkeres Signal als Zustimmung oder Likes. Gleichzeitig habe die App jedoch nicht die erhoffte Verbreitung erreicht. Statt stärker auf Vermarktung und weitere Funktionen zu setzen, hat sich der Entwickler nun für einen offenen Ansatz entschieden.
Mit der Freigabe als Open-Source-Projekt soll Pulse nicht nur kostenlos nutzbar werden, sondern auch externe Beiträge ermöglichen. Interessierte Entwickler können den Quellcode auf GitHub einsehen, Fehler melden, Vorschläge diskutieren oder eigene Änderungen beisteuern. Raitner beschreibt Pulse dabei weiterhin auch als Lernprojekt, mit dem er zur Softwareentwicklung zurückgefunden hat.
Zuletzt wurde die App mehrfach erweitert. Version 2.0 brachte Wochen- und Monatsansichten, mit denen Einträge nicht mehr nur tagesweise betrachtet werden. Anfang Mai folgte Version 2.1 mit Schlagworten, überarbeiteten Reflexionsfunktionen und Verbesserungen bei persönlichen Kennzahlen.



Na das ist mal echt eine interessante Entwicklung!
Anstatt Unsummen in Entwicklung und Werbung zu investieren und zu pushen, erst mal schauen und dann sogar als Lernprojekt anbieten. Kompliment und Hochachtung!