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Update nicht freigegeben

ProtonVPN: „Apple stellt sich gegen Menschenrechte“

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Apple sieht sich einmal mehr mit dem Vorwurf konfrontiert, App-Entwickler zu gängeln, um seine Beziehungen zu undemokratischen Regimen nicht zu gefährden. Der Gründer von ProtonVPN Andy Yen unterstellt dem iPhone-Hersteller, wichtige Updates für seine App gerade dann zu blockieren, wenn die Bürger von Myanmar sie am dringendsten benötigen: „Wenn Myanmar ProtonVPN am meisten braucht, steht Apple den Menschenrechten im Weg“.

Der südostasiatische Staat sieht sich im Anschluss an einen Militärputsch mit Unterdrückung und Zensur konfrontiert. Die Kommunikationsmöglichkeiten der Bürger wurden gravierend eingeschränkt und angesichts allgegenwärtiger Überwachung haben die Vereinten Nationen mittlerweile sogar namentliche Empfehlungen für die Verwendung von sicheren Apps wie Signal oder ProtonMail ausgesprochen.

Proton Vpn Apple Brief

Bilder: ProtonVPN

Dass Apple genau zu diesem Zeitpunkt eine bereits seit einiger Zeit enthaltene Passage in der App-Beschreibung von ProtonVPN beanstandet, dürfte kaum ein Zufall sein. Ob in vorauseilendem Gehorsam oder als Reaktion auf eine Beschwerde des Militärregimes, jedenfalls wurden Updates für ProtonVPN bis auf weiteres blockiert. Apple verlangt von den Proton-Entwicklern die Entfernung oder Änderung der folgenden Passage aus dem Beschreibungstext.

Ob es darum geht, Regierungen herauszufordern, die Öffentlichkeit aufzuklären oder Journalisten auszubilden, wir haben eine lange Geschichte, die dazu beiträgt, mehr Menschen auf der ganzen Welt die Online-Freiheit zu ermöglichen.

Apple sieht in der Passage eine Ermutigung der Nutzer, die App zu verwenden, um lokale Beschränkungen zu umgehen. Damit verstoßen die Entwickler auch tatsächlich gegen die App-Store-Richtlinien. Doch hat sich daran bislang offenbar niemand bei Apple gestört. Aktiv wurden die App-Store-Kontrolleure den Entwicklern von ProtonVPN zufolge erst an dem Tag, an dem die U.N. die Verwendung von Proton-Apps in Myanmar empfohlen hat.

Der Proton-Gründer nimmt die Angelegenheit natürlich auch zum Anlass, seine grundsätzliche Kritik an Apple zu erneuern. Yen macht sich unter anderem für die Regulierung großer Technikkonzerne stark und fordert die Nutzer dazu auf, sichere und unabhängige Alternativen wie sein ProtonMail, Signal oder DuckDuckGo zu verwenden.

23. Mrz 2021 um 17:32 Uhr von chris Fehler gefunden?


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