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Export und Fernzugriff sind integriert

App-Geheimtipp Phyphox: Für Experimente mit den iPhone-Sensoren

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Dass das iPhone nicht nur über ein Mikrofon, sondern auch über einen Beschleunigungssensor, ein Magnetometer und – zumindest die neueren Modelle – auch über einen Barometer verfügt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Anwendungen wie Sensorlog lesen die kontinuierlich ermittelten Messwerte schon seit geraumen Zeit aus und versorgen euch auf Wunsch mit Live-Graphen der Echtzeit-Daten.

Phybox

Die meisten iPhone-Sensoren erfüllen spezifische Systemfunktionen und erkennen etwa die Geräte-Position im Raum für die mit iOS 9 eingeführte Facedown Detection oder werten die Bewegung des Apples-Handys aus, um Rennspiele zu steuern oder versehentliche Lösch-Befehle durch ein Schütteln des iPhones rückgängig zu machen.

Doch die Messdaten lassen sich auch ganz hervorragend zweckentfremden. Dies zeigt der kostenlose App Store-Download Phyphox, des Physikalischen Institutes der RWTH Aachen.

Die App bietet euch nicht nur den direkten Zugriff auf alle verbauten iPhone-Sensoren an, sondern verknüpft deren Werte und Parameter auch zu kleinen Experimenten. So könnt ihr euch nach dem Start des 20MB großen Downloads nicht nur die Beschleunigungswerte des im iPhone integrierten Kreiselinstrumentes sowie den aktuellen Luftdruck ausgeben lassen, sondern diese auch dazu einsetzen um die Geschwindigkeit im Fahrstuhl oder die Erdbeschleunigung zu ermitteln.

Phyphox

Eigene Experimente, Export und Fernzugriff sind integriert

Die kleine Experimente werden in der App erklärt und lassen sich auf phyphox.org um eigene Ideen ergänzen. Die Macher erklären:

Phyphox ermöglicht es dir, mit den Sensoren deines Smartphones zu experimentieren. Ermittle z.B. mit dem Beschleunigungssensor die Frequenz eines Pendels oder miss den Dopplereffekt mit dem Mikrofon des Handys. Die aufgenommenen Daten können in vielen gängigen Formaten exportiert werden. Speichere oder Teile die Daten über deine bevorzugten Apps. Steuere dein Experiment von jedem Webbrowser. Beispielsweise kannst du das Experiment vom Notebook kontrollieren und die Messdaten dort gleich herunterladen. Du möchtest ein Experiment durchführen, das in phyphox fehlt? Super! Schaue in unser Wiki und den Web-Editor, um zu erfahren wie du eigene Smartphone-Experimente erstellen kannst.

Ein ganz hervorragender Download für verspielte Entdecker, interessierte Techies und Eltern mit Kindern im richtigen Alter.

Laden im App Store
phyphox
phyphox
Entwickler: RWTH Aachen University
Preis: Kostenlos
Laden

Experiment: Zentrifugalbeschleunigung

Experiment: Sonar

Experiment: Magnet-Lineal

Experiment: Rolle

Danke Tobi!

Samstag, 10. Dez 2016, 16:39 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Tolle App! Läuft auch auf älterem iPad.

  • Ein interessanter Artikel über eine ausgezeichnete App!

  • Danke für den sehr interessanten Tipp!

  • Hat das iphone7 keinen Licht Sensor?
    Wenn ja welches Apple Device hat einen?

    • Einen Helligkeitssensor haben alle iDevices, einen „Lichtstimmungssensor“ nur das kleine iPad Pro.

      • Einen Helligkeitssensor haben alle iDevices. Aber ich fürchte die Daten des Sensors werden für Entwickler leider nicht über eine API zur Verfügung gestellt.

    • Sebastian Kuhlen

      Hi, ich bin der Entwickler der App.

      Tatsächlich haben alle iPhones einen Lichtsensor um die Displayhelligkeit zu regeln. Leider gibt es aber keine offizielle Schnittstelle von Apple, um den direkt aus einer App abzufragen. (Genau genommen gibt es einen Low-Level-Weg, der aber verhindern würde, dass die App im App Store angeboten werden darf.)

      Das Experiment wird dennoch angezeigt, weil phyphox für die Lehre in Schulklassen und an Unis ausgelegt ist. Bei den vielen verschiedenen Smartphones ist es für die Nutzer hilfreicher, wenn die App mitteilt, dass der Sensor nicht verfügbar ist als wenn die Experiment-Liste bei jedem etwas anders ist und im Vergleich erst einmal nach dem scheinbar fehlenden Experiment gesucht werden muss.

      Aber keine Sorge. Auch wenn der Sensor auf fast jedem Android-Gerät verfügbar ist, verpasst man nicht viel. Auf den meisten Geräten bekommt man wenige feste Helligkeitsstufen vorgesetzt und nur wenige Geräte haben einen so guten Sensor, dass sie wirklich interessante Messungen erlauben.

    • Der iPod touch 2G hat einen und kann die Bildschirmhelligkeit automatisch an das Umgebungslicht anpassen. Schade, daß das später weggefallen ist.

  • Was macht man denn im Alltag mit einem Barometer im Handy? Also tatsächlich, nicht nur theoretisch.

  • Danke für den Tipp! Sehr interessant.

  • Weiß jemand, wieso beim iPhone 6s der Lichtsensor aus-gegraut ist? Der Funktioniert, die App kann nur nicht drauf zugreifen.

    • Sebastian Kuhlen

      Hi, ich bin der Entwickler der App. Ich hoffe, es ist hier in Ordnung, dass ich meine Antwort auf eine ähnliche Frage weiter oben hierher kopiere:

      Tatsächlich haben alle iPhones einen Lichtsensor um die Displayhelligkeit zu regeln. Leider gibt es aber keine offizielle Schnittstelle von Apple, um den direkt aus einer App abzufragen. Genau genommen gibt es einen halb-offiziellen Weg, der aber verhindern würde, dass die App im App Store angeboten werden darf.

      Das Experiment wird dennoch angezeigt, weil phyphox für die Lehre in Schulklassen und an Unis ausgelegt ist. Bei den vielen verschiedenen Smartphones ist es für die Nutzer hilfreicher, wenn die App mitteilt, dass der Sensor nicht verfügbar ist als wenn die Experiment-Liste bei jedem etwas anders ist und im Vergleich erst einmal nach dem scheinbar fehlenden Experiment gesucht werden muss.

      Aber keine Sorge. Auch wenn der Sensor auf fast jedem Android-Gerät verfügbar ist, verpasst man nicht viel. Auf den meisten Geräten bekommt man wenige feste Helligkeitsstufen vorgesetzt und nur wenige Geräte haben einen so guten Sensor, dass sie wirklich interessante Messungen erlauben.

  • Vielen Dank für die coole App, Sebastian!

    Und danke an iFun fürs promoten ;-)

  • @Sebastian: Danke für diese App. Damit kann ich wunderbar den Kindern die Schulphysik praktisch im Garten und zuhause nahebringen

  • @Nicolas: Gern geschehen für den Tipp!
    @Sebastian Kuhlen: Sehr gut gemachte App und Konzept! Gefällt mir auch gerade als Ingenieur sehr gut. Viele Grüße von Köln nach Aachen.

  • Danke für den Tipp. Es ist schon erstaunlich was für Sensoren in einem iPhone verbaut sind.

  • patrick schulze

    mir bleibt immer wieder der mund offen stehen was man heut an sensorik und technik in solch einem kleinen teil unterbringen kann. danke sebastian für diese tolle app!!

    • Nur schade das Apple bei der Software so pfuscht.
      Und Updates machen alles immer nur schlechter.

      Könnte ich beim letzten bs den Neigungs Sensor mit phyphox noch reaktivieren,
      passiert bei 10.3 nix(iPad Air 2)

      Das kommt eben davon wenn man statt alte Fehler zu beseitigen,lieber neue pseudo Features bringt.

  • Ich bin begeistert, super App , Danke

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