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Polizei warnt vor neuer Qishing-Masche

Phishing per Post: Gefälschte Briefe an Ledger-Kunden

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Die Polizei Baden-Württemberg warnt vor einer neuen Betrugsmasche im Zusammenhang mit Krypto-Wallets. Im Visier stehen dabei Besitzer einer Cold-Wallet von Ledger. Dabei setzen die Betrüger nicht auf E-Mails, sondern auf Briefe per Post.

Um den Schreiben mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, sind diese nicht nur auf hochwertiges Papier gedruckt, sondern zudem auch von der französischen Post abgestempelt. Der vermeintliche Absender Ledger hat seinen Hauptsitz in der französischen Hauptstadt Paris.

Datenleck als Grundlage für den Betrug

Zudem wurden offenbar nur Personen angeschrieben, die tatsächlich im Besitz einer Krypto-Wallet von Ledger sind. Diese Informationen dürften aus im Darknet gehandelten Datenpaketen stammen, die aus erfolgreichen Angriffen auf die technische Infrastruktur des Unternehmens stammen. Hackern gelang es bereits zweimal, sensible Daten von Ledger zu erbeuten. Dabei waren nicht nur E-Mail-Adressen, sondern auch Details zu Hardware-Bestellungen inklusive Namen, Wohnadressen und Telefonnummern sowie weitere Transaktionsdaten betroffen.

Ledger Brief 1

Auf dieser Grundlage wurden offenbar die aktuell verschickten Schreiben erstellt. Darin wird den Empfängern vorgegaukelt, dass Ledger ein verpflichtendes Sicherheitsupdate namens „Quantum Resistance“ einführt, das die Hardware-Wallets besser gegen künftige Bedrohungen durch Quantencomputer schützen soll. Die Nutzer sollen zu diesem Zweck einen QR-Code scannen und anschließend den Anweisungen auf ihrem Smartphone folgen, ansonsten könne der Zugriff auf die Wallet eingeschränkt werden.

Ledger Brief 2

QR-Code führt auf Phishing-Webseite

Betrugsversuche mithilfe von QR-Codes werden auch Qishing oder QR-Phishing genannt. Beim Scan des QR-Codes werden Nutzer auf eine gefälschte Webseite weitergeleitet und zur Eingabe ihres Hardwareschlüssels aufgefordert. Wenngleich spätestens hier bei den meisten Besitzern einer Ledger-Wallet die Alarmglocken klingeln sollten, haben die Betrüger mit dieser Masche vereinzelt Erfolg. Vermutlich richten sich die Täter gezielt an Ledger-Kunden, weil diese häufig größere Kryptobestände verwalten. Somit dürfte sich der vergleichsweise hohe Aufwand für die Betrüger dennoch lohnen.

20. Juli 2026 um 08:26 Uhr von chris Fehler gefunden?


    11 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ich habe den Brief schon vor Monaten bekommen. Ich habe den Gott sei Dank aus Faulheit bisher in die Ecke geworfen

  • Das ist even der Nachteil der Dezentralen „Du bist für Dein Geld verantwortlich“-Geschichte. Ich hab eher ungern mein gesamtes Vermögen auf einer Art USB-Stick… einmal Scam, und weg ist das Geld in der BLockchain

  • Wir haben vor kurzem auch ein Familienunternehmen gegründet: siehe da. Der Briefkasten war voller gefälschter Briefe, wir sollen zur Firmengründung dies und jenes bezahlen. Unglaublich, wie heutzutage sowas noch möglich ist.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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