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Philips Hue-Zentrale „Goldee“: Gefeuert, gehackt, eingestellt

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Den Projektnamen Goldee kennt ihr. Das Doppelgespann aus iOS-Applikation und Steuermodul für die eigenen vier Wände richtete sich an Nutzer der iPhone-gesteuerten Philips Hue-Lampen und kontrollierte automatisch ablaufende Licht-Szenen.

autumn

So ließen sich in der iPhone-Applikation ausgewählte Licht-Szenen programmieren, die im Laufe mehrerer Stunden abgespielt wurde und etwa einen Sonnen-Untergang simulieren konnten. Das Steuermodul, ein Hardware-Kasten der den Einsatz der App überflüssig machen sollte, befand sich noch in der Planung, erste Prototypen waren jedoch schon einsatzbereit.

Doch kommen wir zum Punkt: Den Projektnamen Goldee könnt ihr heute schon wieder vergessen. Das Startup, darüber informiert uns der Gründer Tomas Baran, wird sich in den kommenden Tagen komplett auflösen.

Nachdem den Machern der Goldee-App in den vergangenen Tagen das Startkapital ausging und mehrere Arbeitsplätze daraufhin ersatzlos gestrichen wurden, soll ein Ex-Entwickler des Projektes jetzt die Goldee-Server gehackt haben. Wichtige Server-Komponenten wurden gelöscht, die App und auch das Hardware-Modul so komplett unbrauchbar gemacht:

(Direkt-Link)

We have been running out of our reserve funds and in order to cut our budget to the bare minimum, I had to dismiss some of our employees. Unfortunately, this has generated some negative reactions, which culminated in our server and code being hacked by one of our ex-developers. Many of you probably noticed that the Goldee app was suddenly not working.

After our server fell, I was trying to restore it and had several server experts analyze it. Regrettably, important parts of our server code is lost and it appears that without the original unhacked code it is not possible to restore the server and get the Goldee app to work.

Dienstag, 16. Dez 2014, 8:45 Uhr — Nicolas
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  • Und ein einziger Hacker kann ein ganzes Projekt eliminieren? Da scheinen ja ganz pfiffige Leute am Werk gewesen zu sein.

    • Wenn bei so einem Projekt kein Backup vorhanden ist oder sogar ein Backup-Server, dann weiss ich auch nicht was dies für Entwickler sind. Zudem wird normalerweise bei Kündigungen oder Abgängen von Leuten die an heikle und wichtige Daten rankommen könnten die Passwörter geändert.

    • Ein dort ehemals beschäftigter Mitarbeiter hat den Server gekillt.
      Das ist etwas Anderes, als „normal“ gehackt zu werden. Wenn der Mitarbeiter die Firmentür nicht zugezogen und dann nachts den Kaffee aus der Kaffeeküche gestohlen hätte, wäre das das Gleiche…
      Bedenklich finde ich die Backup-Politik des Server-Sysop…aber vielleicht erklärt sich das ja auch dadurch, dass es der entlassene Sysop war ;-)

  • Schade, aber die Goldee App ist doch weiterhin benutzbar? Da sind schöne Lichszenen vorhanden.

  • DasDubioseObjekt

    Traurig, extrem traurig! Leider hat die Hue-App bei weitem nicht das zu bieten, was Goldee erreicht hat. Gibt es Alternativen?

  • Schade, mir hat die App viel Spaß gemacht. Gibt es denn etwas Vergleichbares?

  • Das ist schon heftig, wenn ein Ex-Mitarbeiter mal dafür sorgt, dass mit ihm auch das gesamte Projekt geht. In Amerika wird man denjenigen aber wohl auf eine satte Summe verklagen können. Da wird er wohl sehr viel Wut gehabt haben, um das zu machen.

  • Da haben die sich aber eine verwegene Geschichte ausgedacht, um zu rechtfertigen, warum das Geld der Unterstützer einfach so ins Nichts verschwunden ist.

  • Kein Backup? Kein repository? So eine Klitsche geht immer den Bach ab. Besser früher als später.

  • aus aktuellem Anlass: geht es vielleicht auch anderen so:
    oft lassen sich seit iOS 8 Apps nicht einfach löschen, wie jetzt hier bei der Goldee App: wenn die Apps zappeln bewirkt der Druck auf das kleine Kreuz rechts oben nichts, egal wie oft man drückt. alles zappelt weiter. erst der dritte Druck auf den Homebutton bewirkt den Löschdialog: Wollen Sie diese App wirklich entfernen. Nach Bestätigung hört das Zappeln auf.

  • Es macht sowieso viel mehr Spass, sowas selbst mit einem Raspberry Pi selber zu machen.

    • Aber das erfordert schon einiges an Können, was man nicht bei jedem voraussetzen kann.

      • Sicher, das ist natürlich nichts für Leute, die keinen Spass am Selbermachen haben und eine Schlüsselfertige Lösung wollen bzw brauchen.
        Aber besonders viel Können ist dazu auch nicht nötig. Einen Raspberry Pi ans Netz zu bringen ist buchstäblich ein Kinderspiel, und mit dem frei zugänglichen und gut dokumentierten SDK von Hue ist das Steuern der Lampen auch keine Hexerei.
        Im Netz gibt es auch zahlreiche Schritt-für-Schritt Anleitungen.

        Der Rasperry Pi ist ideal um Kindern den Einstieg in die Welt der Hard- und Software zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Aber für Erwachsene ist das genauso gut geeignet und fast genau so einfach zu erlernen; ausser dass wir Erwachsenen vielleicht etwas mehr Vorurteile haben („das ist sicher sehr schwierig“, „das kann bestimmt nicht jeder“ usw.) die uns im Weg stehen.

  • Scintillator for HUE/Lifx ist eine tolle Alternative, ohne Serverbindung, Szenen sind selbst erstellbar und per mail versendbar. Nachteil: GUI recht altbacken, WLan wird komplett besetzt ( kein Airplay gleichzeitig).

  • Unschön für alle Investoren, aber absolut fahrlässiges Verhalten des Unternehmers. „I was not careful enough about backups“ – Unglaublich!

    Ferner wundert mich dass in so einem Fall nicht (weiter) ermittelt wird. Die wissen doch ganz offensichtlich wer Zugang/Zugriff zu den Servern hatte. Lässt sich da nichts beweisen? Oder legen die schlicht keinen Wert auf eine Aufklärung des Falls? Seeehr Merkwürdig.

    Ich finde das sind sie den Investoren schuldig – Schließlich handelt es sich nicht nur um Investment Angels die (gewohnt) große Mengen Risikokapital in den Sand setzen, sondern auch um private Investoren die mit kleinem Geld eine Idee unterstützen wollten! – Aber egal, es ist ja nicht sein Geld. Unverschämtes Verhalten gegenüber den finanziell Beteiligten.

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