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Risiken beim Posten von Kinderfotos

„Pause Before You Post“: Kampagne soll Smartphone-Eltern sensibilisieren

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Die irische Datenschutzbehörde startet gemeinsam mit der Kreativagentur Core eine europaweite Informationskampagne zum Thema „Sharenting“. Gemeint ist das regelmäßige Teilen von Fotos, Videos und persönlichen Informationen über Kinder in sozialen Netzwerken.

Post Kampagne

Die Kampagne erklärt, wie früh eine digitale Spur entstehen kann und wie leicht sich persönliche Daten zu einem vollständigen Profil zusammensetzen lassen. Eltern veröffentlichen häufig Namen, Geburtsdaten oder Hinweise auf Hobbys und Aufenthaltsorte ihrer Kinder.

Diese Informationen können später nur schwer gelöscht werden und entstehen oft ohne Wissen oder Einwilligung der Kinder. Die Kampagne weist zudem darauf hin, dass das Gespräch über den Umgang mit persönlichen Daten ein wichtiger Teil der Medienerziehung ist.

Gefahren durch Missbrauch und unerwünschte Nutzung

Mit jeder Veröffentlichung steigt das Risiko, dass Bilder oder Videos in falsche Hände geraten. Studien zeigen, dass bereits wenige Fotos ausreichen, um täuschend echte Bild- oder Videomontagen zu erstellen. Ein großer Teil der Aufnahmen, die auf kriminellen Plattformen auftauchen, stammt ursprünglich aus regulären Social-Media-Profilen von Eltern.

Hinzu kommt, dass viele Geräte automatisch Standort- und Zeitinformationen in Dateien speichern. Dies kann Rückschlüsse auf wiederkehrende Wege und Aufenthaltsorte ermöglichen. Auch Identitätsdiebstahl wird als wachsendes Problem eingestuft. Öffentliche Angaben zu Namen, Schulen oder Geburtstagen können für Betrugsversuche genutzt werden und langfristige Folgen haben.

Aufruf zu bewussterem Teilen

Die Kampagne wird über Fernsehen, Kino und soziale Medien ausgespielt und richtet sich an Familien mit Kindern unter 18 Jahren. Der Ansatz zeigt Alltagssituationen, in denen Fremde unbemerkt auf veröffentlichte Informationen zugreifen. Damit soll verdeutlicht werden, wie leicht Inhalte ohne Kontrolle weiterverbreitet werden können. Gleichzeitig soll die Botschaft vermittelt werden, dass ein kurzes Innehalten und ein Moment der Reflexion vor dem Posten helfen kann, die Privatsphäre der eigenen Kinder zu schützen.

27. Nov. 2025 um 12:52 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    16 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Hab auch drei Kinder, eins süßer als das andere, aber mir würd im Leben nicht einfallen sie im Netz zur Schau zustellen. Man mag es doch auch nicht, wenn von einem selbst Bilder gemacht werden, wo ist dann der Common Sense wenn es um die eigenen Kinder geht?

  • Viele stellen ihr eigenes Ego halt über das ihrer Kleinsten. Und wenigen sind die Konsequenzen klar, daher gute Kampagne.

  • Sehr gute und wichtige Kampagne, leider wird sie viele, die es dringend beherzigen müssten nicht erreichen.
    Das Posten von Daten, insbesondere Bildern von (minderjährigen) Kindern müsste generell verboten werden! Auch wenn es die ‚Erziehungs-‚berechtigten posten! Das ist Missbrauch! Die Kinder können dies später nie wieder aus der Welt schaffen und müssen sich dann mit ’niedlichen‘ Fotos und Beschreibungen in ihrem Erwachsenen-und Berufsleben herumschlagen. Wobei das noch nicht einmal die schlimmsten denkbaren Folgen sind, aber schlimm genug.
    Ab dem 16. Lebensjahr können Kinder ja gegebenenfalls ihre Zustimmung geben, was Sie vermutlich nie machen werden, außer sie posten selber etwas.

  • Kann die Diskussion nicht nachvollziehen: bis 16 müssen die Kinder also vor ihren Eltern geschützt werden, aber wer schützt denn die Kinder ab 16 vor sich selbst? Man braucht nur mal auf TikTok gucken wie die Mädchen sich selbst darstellen. Da kann man als Eltern nur hoffen, dass die pubertätsbedingte Umstrukturierung des Gehirns bald beendet ist. Dagegen sind die Fotos der Eltern absolut unbedenklich.

  • Wie normales Leben, ohne diese ganzen – meist leider berechtigten – Ängste vor Kriminalität aussieht, habe ich vor kurzem in einer sehr abgelegenen Ecke dieser Welt gesehen.
    So gut wie keine Kriminalität, Familien posten ihr Familienleben, inkl. ganz normalen Bildern ihrer Kinder.

    Aber das sind eben die Falklandinseln, 400 Meilen Südatlantik bis zum nächsten Land, ganze 4.000 Leute mit ihren Kindern usw, wenig Internet, fast alle sind irgendwie bei Facebook.

    Wenn man von dort hierher zurückkommt weiß man auf jeden Fall, wie weit unser Leben von Normalität entfernt ist.
    Denn Fotos, auf denen die Gesichter der Kinder unkenntlich gemacht wurden, sind rein optisch doch wirklich zum fürchten und können kaum der Weisheit letzter Schluss sein.

    Wie das Problem gelöst werden kann, dass es einerseits Kriminelle gibt, andererseits normales Leben anders aussehen könnte, weiß ich aktuell nicht.

    Und wer jetzt damit kommt, Kids hätten ein Recht auf ihr eigenes Bild, der muss dann auch den nächsten Schritt gehen Eltern zu verbieten überhaupt Bilder von ihren Kindern zu machen.

  • Mit welchem Recht posten Eltern unüberlegt Fotos ihrer Kinder im Netz?

    Rennt man auf der Straße und zeigt am Bahnhof komischen Gestalten das Familien Album mit den Fotos der Kinder?

    Das Teil ist 20 Jahre zu spät dran!

    Man hätte innerhalb der EU ein Gesetz bringen müssen das es Eltern verbietet in Social Media Kinder Fotos zu verbreiten!

    Man sieht doch wohin die Reise gegangen ist bei einigen:
    Eltern influenzer die permanent ihre Kinder einbauen.
    Auch das Phänomen der Kinder als influencer mit Eltern im Hintergrund die das forcieren…

    Man hat hier zu lange geschlafen.
    Und es wird Standard das die WHO vor mobbing und schlechten Einfluss von Social Media warnt.

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