iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 44 814 Artikel

Sparsamer mit persönlichen Daten umgehen

Noch vor dem Start: Kritik am Datenschutz von „d-you“

Artikel auf Mastodon teilen.
20 Kommentare 20

Kaum hat Deutschlands digitale Brieftasche einen Namen, gibt es bereits Nachbesserungsbedarf. Der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert den aktuellen Entwurf des Digitale Identitätengesetzes und fordert stärkere Datenschutzvorgaben für „d-you“. Wir hatten die staatliche EUDI-Wallet Anfang September ausführlich vorgestellt.

Persoenliche Daten Eudi Wallet

Künftig sollen sich damit unter anderem Personalausweis, Führerschein und weitere digitale Nachweise auf dem Smartphone speichern und europaweit verwenden lassen. Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands fehlen im aktuellen Gesetzentwurf allerdings wichtige Schutzmechanismen.

Nur so viele Daten wie wirklich nötig

Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die sogenannte selektive Datenoffenlegung. Bei einer Altersprüfung sollte beispielsweise lediglich übermittelt werden, ob eine Person über 18 Jahre alt ist. Geburtsdatum, Name oder Anschrift seien dafür nicht erforderlich. Ähnlich soll bei einer Autovermietung der Nachweis der benötigten Fahrerlaubnisklasse genügen.

Der Verband fordert zudem, dass „d-you“ standardmäßig auch eine pseudonyme Nutzung unterstützt. Tracking und die Verknüpfung von Wallet-Daten über verschiedene Dienste hinweg sollen technisch und gesetzlich ausgeschlossen werden. Unternehmen dürften Nutzer zudem nicht mit Rabatten oder Zusatzfunktionen dazu bewegen, unnötig viele persönliche Daten freizugeben.

Digitaler Wausweis Eudi Wallet

Auch für Datenabfragen sollen klarere Grenzen gelten. Besonders sensible Identitätsinformationen sollen Unternehmen demnach nur verlangen dürfen, wenn dafür eine gesetzliche Grundlage besteht. Ergänzend fordert der vzbv wirksame Kontrollen und Sanktionen.

Start Anfang Januar weiterhin geplant

Der Bundestag berät das Digitale Identitätengesetz heute erstmals. Die Bundesregierung hält weiterhin am Start der staatlichen Wallet Anfang Januar 2027 fest. Nach aktuellem Plan soll „d-you“ zunächst mit rund 40 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung starten und anschließend schrittweise erweitert werden.

Die Nutzung soll freiwillig bleiben und bestehende Möglichkeiten zur Identifikation nicht ersetzen. Ob die Forderungen der Verbraucherschützer während des parlamentarischen Verfahrens noch in das Gesetz einfließen, bleibt abzuwarten.

23. Sep. 2026 um 18:31 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    20 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Alles ist besser als heute wo ich meinen kompletten Ausweis hinhalten muss.

      • Weil manche Leute nicht jedem schmierigen Türsteher oder Aushilfe im Hotel etc ihr kompletten Daten preisgeben wollen!?

        Wenn bspw. die einzige relevante Kontrolle ist ob die Person älter als 16/18/21 ist dann geht die Leute Name, Adresse etc nix an

      • So viel ich weiß, muss man z. B. im Hotel den Ausweis nicht mehr vorzeigen.

      • Da bist du leider falsch informiert. Man muss häufig noch immer den Ausweis zeigen

  • Es wäre ja auch ein Wunder, wenn der deutsche Michel nicht gleich wieder was zu meckern hätte…

  • Deutschlands Digitales Steinzeitalter nimmt Gestalt an. Wir schaffen das zurück geht immer!!!!

  • Ich wage mal eine Prognose: Die App wird am Ende so beschnitten sein, dass sie nutzlos wird.

  • Schön reißerische Überschrift.

    Warum nicht: Vorschläge für datensparsame Nutzung?

  • Eine Stunde nach Start wird es gehackt sein. Bin ich sicher.

  • Ist doch vernünftig, was der Verbraucherschutz dort fordert. Warum ist das kein Selbstverständnis? Ach ja, Daten Ökonomie und Kontrolle

  • Was heißt d-you? Gab es keinen deutschen Namen?

  • Es wird eben immer erst alles schlecht gemacht in den Kommentaren, anstatt mal abzuwarten, wie es wird.

  • Wenn ich aber irgendwo meinen Ausweis oder Führerschein vorzeigen muss, sind doch auch alle Daten einsehbar.
    Kann den Unterschied bzgl Datenschutz also nicht ganz nachvollziehen.

  • „d-you“ ist der bescheuertste Name seit Schleckers „For You. Vor Ort“.

  • Warum regen sich immer alle gleich auf. Erst rufen alle zuviel Staat und dann wieder der Datenschutz. Übrigens sind die Daten auf dem Ausweis auch lesbar. Also kein Unterschied. Daher ist auch das Haken der App eigentlich egal. Und es wird vergessen, dass niemand die App nutzen muss.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 44814 Artikel in den vergangenen 6962 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven