Sparsamer mit persönlichen Daten umgehen
Noch vor dem Start: Kritik am Datenschutz von „d-you“
Kaum hat Deutschlands digitale Brieftasche einen Namen, gibt es bereits Nachbesserungsbedarf. Der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert den aktuellen Entwurf des Digitale Identitätengesetzes und fordert stärkere Datenschutzvorgaben für „d-you“. Wir hatten die staatliche EUDI-Wallet Anfang September ausführlich vorgestellt.
Künftig sollen sich damit unter anderem Personalausweis, Führerschein und weitere digitale Nachweise auf dem Smartphone speichern und europaweit verwenden lassen. Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands fehlen im aktuellen Gesetzentwurf allerdings wichtige Schutzmechanismen.
Nur so viele Daten wie wirklich nötig
Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die sogenannte selektive Datenoffenlegung. Bei einer Altersprüfung sollte beispielsweise lediglich übermittelt werden, ob eine Person über 18 Jahre alt ist. Geburtsdatum, Name oder Anschrift seien dafür nicht erforderlich. Ähnlich soll bei einer Autovermietung der Nachweis der benötigten Fahrerlaubnisklasse genügen.
Der Verband fordert zudem, dass „d-you“ standardmäßig auch eine pseudonyme Nutzung unterstützt. Tracking und die Verknüpfung von Wallet-Daten über verschiedene Dienste hinweg sollen technisch und gesetzlich ausgeschlossen werden. Unternehmen dürften Nutzer zudem nicht mit Rabatten oder Zusatzfunktionen dazu bewegen, unnötig viele persönliche Daten freizugeben.
Auch für Datenabfragen sollen klarere Grenzen gelten. Besonders sensible Identitätsinformationen sollen Unternehmen demnach nur verlangen dürfen, wenn dafür eine gesetzliche Grundlage besteht. Ergänzend fordert der vzbv wirksame Kontrollen und Sanktionen.
Start Anfang Januar weiterhin geplant
Der Bundestag berät das Digitale Identitätengesetz heute erstmals. Die Bundesregierung hält weiterhin am Start der staatlichen Wallet Anfang Januar 2027 fest. Nach aktuellem Plan soll „d-you“ zunächst mit rund 40 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung starten und anschließend schrittweise erweitert werden.
Die Nutzung soll freiwillig bleiben und bestehende Möglichkeiten zur Identifikation nicht ersetzen. Ob die Forderungen der Verbraucherschützer während des parlamentarischen Verfahrens noch in das Gesetz einfließen, bleibt abzuwarten.


Alles ist besser als heute wo ich meinen kompletten Ausweis hinhalten muss.
Warum?
Weil manche Leute nicht jedem schmierigen Türsteher oder Aushilfe im Hotel etc ihr kompletten Daten preisgeben wollen!?
Wenn bspw. die einzige relevante Kontrolle ist ob die Person älter als 16/18/21 ist dann geht die Leute Name, Adresse etc nix an
So viel ich weiß, muss man z. B. im Hotel den Ausweis nicht mehr vorzeigen.
Da bist du leider falsch informiert. Man muss häufig noch immer den Ausweis zeigen
Den Ausweis dürfen nur die Polizei, das Ordnungsamt, die Steuerfahndung, der Zoll, die Bank und die Versicherung zur Einsicht verlangen.
Holger, das stimmt natürlich aber in der Realität sieht das leider anders aus
Wie abwertend! Egal wer welchen Beruf oder Job ausübt, du hast nicht das Recht bestimmte Berufszweige oder Beschäftigungen abwertend zu beurteilen!
Gemeint ist iChef …,
Und du hast nicht das Recht meine Aussage absichtlich falsch zu deuten und mir Sachen zu unterstellen.
@holger
Nicht mal das Ordnungsamt (das ist nur eine 08/15 Organisation), nur die Polizei „dürfte“ das vorzeigen (nicht mal das aushändigen) des Personalausweis verlangen.
In der Realität kommt es schon vor das der DHLer den Ausweis fotografiert.
Niemals würde ich der Polizei, irgend einen Ordnungsamt oder oder oder meine persönliche Datenbank entsperrt zugänglich machen
Es wäre ja auch ein Wunder, wenn der deutsche Michel nicht gleich wieder was zu meckern hätte…
Die Kritik ist doch sachlich und auch gerechtfertigt. Geht doch nicht pauschal dagegen.
Vielleicht meint er sich selbst. XD
Deutschlands Digitales Steinzeitalter nimmt Gestalt an. Wir schaffen das zurück geht immer!!!!
Ich wage mal eine Prognose: Die App wird am Ende so beschnitten sein, dass sie nutzlos wird.
Schön reißerische Überschrift.
Warum nicht: Vorschläge für datensparsame Nutzung?
Ich zitiere: „Oh mein Gott, kannst du bitte ein Mal cool sein? Bitte??“ ^^
Eine Stunde nach Start wird es gehackt sein. Bin ich sicher.
Ist doch vernünftig, was der Verbraucherschutz dort fordert. Warum ist das kein Selbstverständnis? Ach ja, Daten Ökonomie und Kontrolle
Was heißt d-you? Gab es keinen deutschen Namen?
Die Diskussion hatten wir schon hier: „d-you“: Deutschlands digitaler Personalausweis bekommt einen Namen https://www.iphone-ticker.de/d-you-deutschlands-digitaler-personalausweis-bekommt-einen-namen-285818/
Muss hier jetzt nicht nochmal sein.
D steht für Deutschland. You für dich. Das soll Verbindung schaffen.
Ich finde es ebenfalls furchtbar. Ein deutscherer Name hätte mehr Verbundenheit erzeugt. Zumal „d-you“ für mich nach „f*ck you“ klingt.
Mein Vorschlag: IDente … mit einem Enten-Logo, das den Staatsadler humorvoll auf den Arm nimmt. :D
Falsch!
… auf den Kommentar hab ich gewartet ;-)
Es wird eben immer erst alles schlecht gemacht in den Kommentaren, anstatt mal abzuwarten, wie es wird.
Deutsche Mentalität
Wenn ich aber irgendwo meinen Ausweis oder Führerschein vorzeigen muss, sind doch auch alle Daten einsehbar.
Kann den Unterschied bzgl Datenschutz also nicht ganz nachvollziehen.
Da hast du aber die Kontrolle darüber wem du es zeigst.
Und auf der Vorderseite sind nicht alle Daten. Vor allem wird er sich die kaum so gut merken können wie eine Datenbank sie speichert.
„d-you“ ist der bescheuertste Name seit Schleckers „For You. Vor Ort“.
Genau, der erste Gedanke der einem kommt ist f-you
+1
„Schlecker“ ist selbst schon ein bescheidener Name, wenn man nicht gerade Speiseeis herstellt. :D
Du weißt aber schon, dass Schlecker der Familienname des Gründers ist/war?
Warum regen sich immer alle gleich auf. Erst rufen alle zuviel Staat und dann wieder der Datenschutz. Übrigens sind die Daten auf dem Ausweis auch lesbar. Also kein Unterschied. Daher ist auch das Haken der App eigentlich egal. Und es wird vergessen, dass niemand die App nutzen muss.
Man regt sich nicht auf, sondern man gibt während des Entwicklungsprozesses Feedback und Verbesserungsvorschläge, in der Hoffnung, dass das fertige Produkt möglichst gut wird.
„Das wird eh nix!“; „Jetzt schon ein Rohrkrepierer!“ ist weder Kritik noch konstruktiv.
Das ist einfach nur überflüssiges Gemaule.
Der Polizei mein entsperrtes Handy in Griffweite hinhalten? Sicher nicht!
Heute schon wird einem der Ausweis aus der Hand genommen und mit ins Auto genommen … aber da hängt dann nicht mein halbes Leben dran …
Ein Beispiel für solche weitgehend unbrauchbare offizielle deutsche Apps ist die AusweisApp. Wird bei d-you auch nicht anders sein.
Ich finde sie nicht unbrauchbar. Allenfalls etwas umständlich…was sicherlich den sehr hohen deutschen Erwartungen an den Datenschutz geschuldet ist.
… außerdem ist es keine deutsche App!
Wieso ist die unbrauchbar? Ich bin froh, dass ich die habe. Ich habe die in den letzten Monaten oft nutzen müssen, wegen der Gründung einer weiteren Firma und es hat super funktioniert.
Ich klebe wenn ich meinen Ausweis vorzeige auch immer alle Felder zu außer mein Geburtstag wenn nur dieser erforderlich ist. Klassiker!
Deutschland natürlich wieder ganz vorne mit dabei wenn es was zu regulieren gibt.