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Hier hat Apple Nachholbedarf

Kein Mitlesen mehr: Auch Xiaomi baut den Sichtschutz ins Display

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Datenschutz muss nicht immer komplizierte Verschlüsselung bedeuten. Manchmal reicht schon der Sitznachbar in Bahn oder Flugzeug, der auf Banking-App oder private Nachrichten schaut. Xiaomi geht dieses Problem bei den heute vorgestellten Xiaomi 18 Pro und 18 Pro Max mit einem direkt ins Display integrierten Sichtschutz an – und zeigt damit eine Funktion, bei der Apple durchaus Nachholbedarf hat.

Xiaomi 18 Pro Max Screens.jpg

Ganz neu ist das Konzept nicht. Samsung hat ein entsprechendes Privacy Display bereits Anfang des Jahres mit dem Galaxy S26 Ultra eingeführt. Wir hatten die Technik zur Vorstellung ausführlicher beschrieben. Xiaomi geht nun noch einen Schritt weiter und kombiniert den hardwarebasierten Sichtschutz mit umfangreichen Automatikfunktionen.

Sichtschutz nur dann, wenn er gebraucht wird

Das Display besitzt dafür unterschiedliche Pixel, die Licht entweder normal oder nur in einem engen Winkel abgeben. Im Privacy-Modus werden die weit strahlenden Pixel abgeschaltet. Bei einem Betrachtungswinkel von mehr als 60 Grad soll nur noch rund ein Prozent der Helligkeit sichtbar sein. Von vorne bleibt der Bildschirminhalt dagegen lesbar.

Xiaomi 18 Pro Max Rear Display.jpg

Interessanter ist die Software dahinter. Der Modus kann automatisch für bestimmte Apps aktiviert werden und schützt dabei auch zugehörige Benachrichtigungen oder schwebende Fenster. Ebenso sind ortsabhängige Regeln möglich – etwa immer im Büro, am Flughafen oder im Aufzug.

Auf Wunsch nutzt Xiaomi sogar die Frontkamera. Erkennt das Smartphone eine weitere Person, die dem Nutzer über die Schulter schaut, kann es warnen oder den Sichtschutz automatisch einschalten. Die Funktion lässt sich alternativ jederzeit manuell aktivieren.

Apple überlässt das bislang dem Zubehör

Beim aktuellen iPhone 18 Pro gibt es keine vergleichbare integrierte Funktion. Wer fremde Blicke abhalten möchte, muss weiterhin auf Sichtschutzfolien oder entsprechendes Schutzglas zurückgreifen. Der Nachteil: Diese reduzieren den Betrachtungswinkel dauerhaft und können Helligkeit und Bildqualität beeinträchtigen.

Xiaomi startet mit den beiden neuen Modellen zunächst in China. Ein internationaler Marktstart mindestens eines der Pro-Modelle ist noch für dieses Jahr bestätigt. Abseits des Sichtschutzes bringen die Geräte unter anderem zusätzliche Displays auf der Rückseite, zwei 200-Megapixel-Kameras sowie Akkus mit bis zu 8.500 mAh mit.

23. Sep. 2026 um 19:34 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Welche Display-Schutzfolien mit Sichtschutz sind denn zu empfehlen?

    • Alice O'Melleth

      Im empfehle Torras.
      Seit 4 Modellen schütze ich damit sowohl mein Display (Privacy Glass) als auch mein Gerät (Case).

      Das Glas kann mit einem mitgelieferten Applikator Case von außen auf das Gerät gelegt werden, um das Glas präzise anzubringen.
      Die Hüllen sind ebenfalls fantastisch, manche von denen so gebaut, dass sie auf einem ausklappbaren Ring platziert und ausgerichtet werden können.

    • Dazu muss man aber wissen, dass die Helligkeit dadurch insgesamt als geringer wahrgenommen wird, egal ob man direkt im rechten Winkel draufschaut. So habe ich es zumindest bei Freunden wahrgenommen.

  • Der sogenannte Privacy Screen für Smartphones ist tatsächlich schon über 10 Jahre alt. Es gab ihn beispielsweise bereits 2014 beim Sharp Aquos Phone, dort wurde er als „VeilView Privacy Screen“ bezeichnet.

    • Stimmt nicht so wirklich.
      Sharps VeilView basierte auf einem völlig anderen Konzept. Hierbei wurde eine Art Wasserzeichen über das gesamte Display gelegt, welches es ein wenig erschwerte von der Seite auf das Display zu schauen. Mehr war es aber auch nicht. Keine anders abstrahlenden Pixel oder sonstige Dinge, die die heutige Technologie auszeichnen, lediglich ein Softwareoverlay über den gesamten Bildschirm. Auf einigen YouTube Videos kann man sich das alles übrigens noch ansehen und beurteilen, ob man es wirklich für etwas vergleichbares hält. Wirklich gut hat es damals meines Erachtens nicht funktioniert.

  • Alice O'Melleth

    Welch überbewertetes Mimimi!

    Ein gutes Privacy Glass auf’s Display und damit hat sich’s – das Display ist gleichzeitig geschützt und vor neugierigen Seitenblicken geschützt.

    Dazu ein guter Bumper und das iPhone wird ein langlebiger guter Begleiter.
    Mit Komponenten, die jeder gesunden Verstandes anbringt, nicht als Teil des primären Geräts, sondern als Teil seines Schutzes.

    • Also ich benutze meine iPhones ohne es zigfach in Hüllen, Glas, Folie oder sonstiges zu packen und habe trotzdem einen langjährigen Begleiter.

      Zudem hab ich diese Software Funktion am Galaxy als extrem nervig empfunden, da bereits beim Ablegen auf dem Tisch der Betrachtungswinkel so drastisch abgedunkelt hat, dass ein ablesen nicht mehr möglich war ohne das Handy erneut in die Hand nehmen zu müssen…

    • Und dann jedes Mal abziehen, wenn du gemeinsam Fotos oder Videos ansehen willst?
      Das ist doch genau das, was diese Folien nicht können.

    • Wow, dann hab ich wohl keinen gesunden Verstand – gut zu wissen!
      Ich hatte noch nie eine Folie und werde auch nie eine haben.
      Never ever.

    • Großartig, dass Du weißt, was für andere richtig ist!

    • Mir wird also der gesunde Verstand abgesprochen, weil ich keine Hülle / Bumper nutze. Vielen Dank. :-/

  • Ich hoffe, dass so etwas auch abschaltbar sein wird.

    • Super, wieder jemand der den Artikel nicht gelesen hat.

      Ich habe es allerdings getan: ja das wird abschaltbar, einschaltbar und aber auch automatisch geregelt bar sein.

  • Langsam habe ich das Gefühl, dass Apple wirklich überall hinterher hinkt. IOS27 ist nicht wirklich der burner. Von der nicht vorhandenen KI ganz abgesehen.

  • Das Fold von Xiaomi kann auch weit mehr als das Duo. Es hat sogar eine Telekamera. Die Software ist leider nicht so gut, sonst wäre ich wohl schon umgestiegen.

  • Ich will das gar nicht haben. Wers braucht kanns doch draufkleben.

  • Zum Glück verbaut Apple diese Art von Displays (noch) nicht! Die haben doch so einige Nachteile, wenn ich mich an die Tests erinnere – auch wenn man die Funktion ausschaltet.

  • Reduziert aber die Qualität und Helligkeit des Displays massiv.

  • Kurios, noch vor nicht allzu langer Zeit war es ein Werbemerkmal, einen möglichst großen Blickwinkel zu ermöglichen. Onlinebanking gab es da auch schon;-)

  • Soetwas hätte ich von Apple erwartet und wünsche mir das schon seit paar Jahren…

  • Klingt genial – interessant auch, wie viele hier sich genötigt fühlen zu betonen, dass sie das nicht brauchen/haben wollen. Ich fände es richtig gut, wenn App-spezifisch mein Bildschirm für andere schlechter lesbarer wird. banking, messaging, etc. könnte damit mehr Privatsphäre bekommen, aber wenn man einen „Rückblick“ zeigen will, müsste man dafür nicht erst seinen Sichtschutzfolie entfernen, damit alle gut sehen können…

  • Oder einfach mal den gesunden Menschenverstand einsetzen dann bräuchte man sowas nicht. Man muss nicht immer und überall sensible Arbeiten am Smartphone durchführen.
    Ein und ausschaltbar ist natürlich eine Lösung, aber das wird sich dann wieder im Endpreis niederlegen. Einfach so lassen wie es ist mit Zubehör.

  • Mir gefällt das optionale / abschaltbare Konzept. Aber ohne dieses und die damit verbundenen potentiellen Qualitätseinbußen live gesehen zu haben fällt es mir schwer das so zu bejubeln. Die iPhones haben echt gute Displays, ich habe keine Lust mir diese zu „verschandeln“. Aber ein direkter Vergleich mit iPhone + Privacy Glas wäre schon interessant

  • Diesen Schutz, den nicht jeder braucht, reduziert die Displayqualität dermaßen, dass man endlich die „billigen“ Displays wieder verbauen kann und keiner einen Unterschied bemerkt, aber man einen kräftigen Aufpreis für die „Sicherheitsfunktion“ geben kann.

    Geben tut das schon lange, nutzte ich immer, wenn ich im Zug arbeiten musste und ich ich nicht wollte, dass mir einer auf den Schirm starrt. Aber war sehr anstrengend. In China braucht man das vielleicht eher, wenn man da als Journalist arbeitet bzw man wie in der DDR beobachtet wird, wenn MPS und MSS hier ihre Leute überprüfen …

  • Fragt sich nur, wie das helfen soll, wenn jemand über die Schulter blickt. Da hat derjenige doch fast denselben Betrachtungswinkel. :)

  • Witzig. Wenn das jeder hat, siehst du überall beleuchtete Gesichter aber schwarze Bildschirme.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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