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Schlechte App Store-Prüfung

Negativ-Beispiel: Apple lässt aggressive Abo-Anwendungen zu

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21 Kommentare 21

Einfach nur Wow! Dan Byler hat eine ellenlangen Bericht über die App Store-Anwendung „CloudApp for iMobile“ veröffentlicht und arbeitet sich an einer Applikation ab, die sich so ähnlich sicher in tausendfacher Ausführung im App Store auffinden lässt.

Spam App

Der Download präsentiert sich als Dateimanager mit Dropbox-Anbindung und zeigt nach dem Start lediglich einen falschen iCloud-Login an, der Nutzer dazu auffordert, die iCloud-Premium-Funktion freizuschalten. Wer den hier angezeigte Knopf antippte und nicht wirklich auf die Bildschirm-Meldungen achtete, richtet sich ein Monatsabo zum Preis von 99 Euro – für nichts.

Völlig wirr gestaltet und unklar formuliert, verlinkte die App ausschließlich auf Apples offizielle iCloud-Seite und fordert ihre Nutzer dazu auf eine 5-Stern-Bewertung abzugeben um „alle Gratis-Funktionen freizuschalten“. In den App Store Suchergebnissen tauchte „CloudApp for iMobile“ bei der Eingabe von iCloud, Cloud und Dropbox auf.

Um es kurz zu machen: Bei der „CloudApp for iMobile“ handelt (bzw. handelte, Apple hat die App nach Bylers Veröffentlichung entfernt) es sich um eine schnell dahingerotzte Mini-App, die ihren Anwendern keine sinnvolle Funktionalität anbot und lediglich darauf hoffte, dass versehentliche Abo-Käufe getätigt wurden.

Icloud Premium

Ein Scam-Angebot, das gerade von geschultem Personal schnell als solches identifiziert werden sollte. Dennoch hat Apple die Anwendung in den App Store aufgenommen und diese dort über einen Monat lang Umsätze erwirtschaften lassen.

Zeitgleich berichtet der Entwickler des RSS-Readers NewsBlur, dass Apple sein iPhone X-Update in den vergangenen Wochen gleich mehrfach abgewiesen hat. Erst musste sich NewsBlur mit dem Vorwurf von Copyright-Verletzungen herumschlagen (Apples Prüfer wussten nicht was ein RSS-Reader ist und unterstellten der App Inhalte fremder Seiten anzuzeigen), dann gefiel den Prüfern die Tatsache nicht, dass man die Premium-Version von NewsBlur nur außerhalb der App kaufen konnte.

Man werde das Update erst zulassen, so Apple, wenn es auch in der App eine Kauf-Option für den NewsBlur-Premium-Zugang geben würde. Zwei kleine Beispiele, die Zeigen, dass Apples Prüf-Team den App Store nach wie vor nicht im Griff zu haben scheint.

It’s maddening that garbage like this gets through the App Store review process when legitimate developers providing truly useful services are stymied all the time. I’ve been on the blunt end of App Review rejections a number of times. Sometimes the rejections were useful and helped us provide a more useful, refined experience; other times we ran afoul of a nitpicked interpretation of a single minor guideline (in one case, requiring us to simply remove a truthful, non-trademark-infringing phrase from an app description – a change that made it harder for users to understand the service we provided).

Freitag, 01. Dez 2017, 14:07 Uhr — Nicolas
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  • Ich habe vergeblich versucht „Christmas Tree Balls“ durch zu bekommen… Nun ja, aber es ist wirklich besser geworden zu früher (und vor allem unglaublich schnell – meist nicht mehr als 24-48 Stunden).

  • „…wer … nicht wirklich auf die Bildschirm-Meldungen achtete…“ – Ich verdiene ganz gut damit Menschen zu helfen, die in vielen Fällen nur mal die Meldungen auf ihrem Bildschirm lesen und verstehen müssten…

    • Ja. Für „uns Techies“ ist es immer so einfach hier den erhobenen Zeigefinger rauszuholen und uns direkt dem „selbst schuld“-Reflex hinzugeben, dabei darf nicht vergessen werden, dass es unglaublich viele Anwender gibt, die dem App Store vertrauen. Keine Lust haben Popup-Meldung zu lesen. Einfach nur eine App suchen die ihre Anforderung erfüllt und sich gedankenverloren durch 10 Gratis-Downloads klicken, um dann bei schwarzen Schafen wie dem oben erwähnten hängenzubleiben.

      • Das ist dann aber eigentlich so, als ob man sagt „Man kann den Leuten keine Schuld geben, wenn Ihre Versicherung im Fall X nicht zahlt. Sie wollten nur die günstigste Versicherung, haben sich im eine kurz zusammengeklickt und wollten nicht die Vertragsbedingungen durchlesen (inklusive Ausnahmen).“
        Wer blind durchs Leben läuft muss (leider) mit den Konsequenzen leben.

      • Hmm … ich wollte gar keinen Finger heben sondern nur sagen, dass Meldungen in Software entweder gar nicht gelesen werden oder sich Anwender keine Mühe geben dies zu verstehen. In einem gewissen Maße profitiere ich da durchaus von, wobei mir das noch nicht mal recht ist. Mir wird bei solcher Gedankenlosigkeit aber schon manchmal etwas bange um die Selbstständigkeit dieser Personen…

      • So ist es nur leider nicht sondern es kommt ein dir seit Jahren gut bekannter Versicherungsmakler vorbei dem du vertraust und der auf einmal in seinem Portfolio die absolute Schrott Versicherung hat die er dir schön unterjubelt als top Angebot so muss man das nämlich sehen. Die Menschen kaufen die App ja nicht auf dem freien Markt oder im Dark Net oder Playstore sondern bei Apple: bei der Firma die immer so rum tönen bei Ihnen sein alles so sicher und deswegen sei es teurer

      • Apple suggeriert aber oftmals das man so blind durch den App Store laufen kann ohne das etwas passiert.

      • @capatain, du glaubst aber auch nicht alles, was dir die Werbung sagt, oder?

      • Aber Leute, blind oder nicht. Wenn da ein Fenster kommt bei dem ich mein Passwort eingeben bzw. meinen Finger zum autorisieren eines kaufes auflegen muss. Das ganze beinhaltet, ich glaube 3 aber mind. 2 Fenster. Da muss man mal hellhörig werden. „Was TouchID?! Warum?“ da hört mein Mitleid auf. Zumal da nichts technisches steht. Sinngemäß:“Stimmen sie einem Abo in höhe von 99€ zu?“ das versteht meine Oma noch aus dem Grab heraus.

      • @andi25252
        Guter Einwand, mein Beispiel war dann wohl schlecht gewählt.
        Ich bleibe aber hier bei meiner Grundeinstellung und sehe es wie @Travalon , man benötigt keine IT-Ausbildung um sich nicht „grob über den Tisch ziehen zu lassen“, ein klein wenig Aufmerksamkeit und nicht dieses ständige Desinteresse würde vielen das Leben leichter machen.

  • Wo ist denn das Problem? An der einen App mit 99€-Monatsabo verdient Apple kräftig. Folglich ist das gerne gesehen.
    Bei der anderen halt nicht. Und das ist, wonach geprüft wird:
    – Wird Apple um potentielle Einnahmen gebracht?
    – Wird das aktuellste iPhone unterstützt
    – Nakte Haut?

    Der Rest ist dann erst mal wanye.

    Ne Sicherheitsprüfung etc. wäre ja aufwändig. Masse statt klasse scheint hier die Devise zu sein.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, die Anzahl neuer Apps bei mir läuft gegen 0.
    Produktivapps habe ich meist schon länger im Gebrauch. Und vieles geht auch über den Browser, statt immer eine App runterzuladen, die auch nur die Webseite darstellt.
    Bei den Spielen herrscht absolute flaute. Ich erinnere mich da immer wieder wehmütig an Perlen wie Tap Tap Revenge, Doodle Jump, Trainyard, Airport Mania, Cover Orange,…
    Teilweise gibt es die heute gar nicht mehr.

    Selbst wenn einem das Geld egal ist: diese iAPs und Abos nehmen erheblich den Spaß an der App. Entweder weils teuer ist, oder weil die Herausforderung fehlt. So odsr so ists schmu.

  • Traurig, das Apple nichts gegen solche Scam apps unternimmt. Habe vor monaten 2 apps gemeldet (Speedy Disk & SecGuard) sind aber immernoch verfügbar…

  • Negativ-Beispiel #1: Runtastic Registrierungszwang und alle paar Sekunden Werbung in der gekauften Pro Version, die auch mal ohne Registrierung funktionierte

  • Naja, Apple verdient an jedem Abo 30% – warum sollten sie da im ersten Anlauf „NEIN“ sagen xD

  • Grundlos habt man Widerrufsrecht bei Apple und zwar uneingeschränkt und generell problemlos

  • Und damit ist der AppStore fast noch schlechter als der PlayStore.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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