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Plex Cloud ohne Amazon Drive

Nach Kontenschließungen: Plex verzichtet auf Amazon-Integration

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Ende September kündigten die Macher des Medien-Centers Plex die Verfügbarkeit eines neuen Features an, mit dem die Plex-Anwendungen zur Medienverwaltung auch all jenen Nutzern schmackhaft gemacht werden sollten, die bislang auf einen Netzwerkspeicher in den eigenen vier Wänden verzichteten.

Amazon Drive

Die sogenannten Plex Cloud sollte es Anwender ermöglichen, ihre Medien-Bibliotheken in den Cloud-Speichern von Google, Dropbox, Amazon und Microsoft zu sichern und wollte dennoch den komfortablen Plex-Zugriff auf die so abgelegten Filme, Videos und Musikdateien anzubieten.

In einer E-Mail an registrierte Anwender informiert das Plex-Team nun über einen Rückschlag. Bis auf weiteres werde man davon Absehen den Cloud-Speicher Amazons in das Angebot zu integrieren. Plex-Nutzer, die ihre Inhalte bereits im Amazon Drive gesichert haben, werden gebeten bis spätestens zum 31. Dezember zu einem der alternativen Cloud-Speicher-Anbieter zu migrieren.

Amazon-Nutzer berichteten über Kontenschließungen

Zwar heißt es in der offiziellen Sprachregelung der Plex-Macher, dass man mit „Herausforderungen bei der Integration von Amazon Drive“ zu kämpfen hatte, die sich letztlich als „unüberwindbar“ herausstellten – unter vorgehaltener Hand wird in der Community jedoch darüber spekuliert, ob der Rückzug des Plex Teams mit der strikten Anti-Piraterie-Haltung Amazons zusammenhängen könnte.

Das Amazon-Angebot, Online-Speicher ohne Begrenzung gegen einen Pauschalbetrag anzubieten, schien zu attraktiv, um nicht von Plex unterstützt zu werden.

So berichteten in den vergangenen Monaten mehrere Plex-Anwender darüber, dass ihre Amazon-Konten nach dem Upload unverschlüsselter Serien und Filme in den Cloud-Speicher des Online-Händler unvermittelt geschlossen wurden. In einigen Fällen transferierten die betroffenen Anwender mehrere Terabyte an Filmmaterial.

Amazon Plex

Amazon schließt Konten von Plex Cloud-Nutzern

Die Wahrheit dürfe, wie immer, irgendwo dazwischen liegen.

A few weeks ago we shared with you that we’ve had technical challenges integrating Amazon Drive with Plex Cloud. The team has worked to address these issues and to expand storage options by introducing support for Google Drive, Dropbox, and Microsoft OneDrive, all of which are working great. Unfortunately, the challenges with Amazon Drive have proven insurmountable at this time, so we have decided to remove Amazon Drive for the foreseeable future. Current beta users with a linked Amazon Drive account will no longer be able to use Amazon with Plex Cloud after December 31st 2016.

Danke Jonas.

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Plex
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Entwickler: Plex Inc.
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Freitag, 16. Dez 2016, 15:31 Uhr — Nicolas
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  • Unverschlüsselt (auch die Dateinamen!) sollte man solche Sachen mit mitunter zweifelhafter Herkunft nicht in das Amazon Drive (und auch nicht zu anderen Anbietern!) stecken und erst Recht nicht mit Anderen sharen!
    Der Feind und die Geheimdienste lesen mit.
    Bis auf Boxcryptor Portable (Jahersgebühr 36,– €) habe ich noch keinen Anbieter gefunden, der
    A) Amazon Drive unterstützt
    UND
    B) Dateinamen und Inhalte sicher verschlüsselt
    UND
    C) Große Dateien im Bereich > 4 GByte hoch- und runterladen kann

    Hat jemand andere Erfahrungen?
    Die schon mal empfohlene Kombi aus Cryptomator und Expandrive funktioniert leider nicht wirklich.

    • Das Synology NAS bietet eine Möglichkeit Daten direkt in die Cloud (auch Amazon) zu synchronisieren und dabei auch eine Verschlüsselung einhergehen zu lassen. Habe es neulich für Backups des NAS in die Amazon Cloud in Betracht gezogen aber selber noch nicht ausprobiert.

      • Jaja klar. Hyper Backup kann das auch. Aber das ist ja nur ein Backup und spiegelt damit eigentlich dem Sinn nach nur einen lokalen Datenbestand.
        Amazon Drive mit seinem unlimitierten Speicher lockt aber dazu, seine Sammlung hochzuladen und die lokalen Festplatten leer zu bekommen (für neue Sachen), bzw. quasi unendlich sammeln zu können.
        Da hilft ein Backup (wegen kompliziertem Zugriff) oder ein Synchronisationsprogramm (wegen doppelter Datenhaltung) nicht wirklich.

  • Man stelle sich vor, man hat gerade 2-3TB Filme und Serien hochgeladen, endlich alles eingerichtet und bereit und dann kommt so eine Email von Amazon. Ich stand selber kurz davor das auszuprobieren. Ich nutze Plex schon seit einiger Zeit auf meinem NAS und liebe es. Ich würde vermutlich durchdrehen. Dann so eine Aussage von Plex zu lesen man solle seine Sachen einfach bei einem anderen Anbieter hochladen ist auch nicht gerade toll. Wieder wochenlang das NAS laufen lassen um alles in die Cloud zu schieben :D

    • Hmmm… also wenn der Cloud-Anbieter mit einem 100mbit/s Upload umgehen kann wäre bei mir 1TB binnen ca. 23h hochgeladen. Find ich halb so schlimm..

      Nachdem ich aber sowieso keine „Sicherheitskopien“ habe, ist das in meinem Fall eh egal :)

      • Wer hat denn bitte 100 MBit Upload zu Hause? Wenn man eine gute Anbindung mit 20-25 MBit hat, dann dauert das schon mal 4-5 Tage. Und wenn statt 1 TB 2-3 TB gefragt sind, sind es plötzlich 2-3 Wochen.

  • Naja, Amazon bietet Filme an und kommt in Teufels Küche wenn sie auf der anderen Seite Raubkopien hostet.

  • Falsch formuliert. Laut der Mail wird NICHT das Amazon Konto geschlossen, sondern nur das Feature des Sharing.

  • Irgendwie finde ich es nicht so geil, das Amazon anscheinend in den Daten der Nutzer herumforstet… Klar Zugriff haben sie natürlich. Aber letztendlich sollten sie die Tür nicht öffnen und vor allem nicht ins Zimmer reinschauen…

    • Beim Abschluss wird bestimmt im Kleingedruckten auf irgend eine Weise darauf hingewiesen.

    • Korrekt. Das hat einen Cloud-Anbieter nicht im geringsten zu interessieren, was ich dort speicher. Weder automatisiert noch manuell. Erst wenn es einen richterlichen Beschluss gibt, dürfen die an die Daten ran. Und das alleinige Hochladen von vielen Daten und deren Streamen sollte ja wohl kein seltsames Verhalten unterstellen lassen. Erst wenn massive von vielen IPs Zugriff kommt, kann man von Filesharing sprechen und den Account limitieren.

      Da war ja mal auch was bei Onedrive, wo die einen Pädophilen hochgenommen haben, weil der Bilder hochgeladen hatten. Ondedrive scannt anscheinend alle Bilder nach Mustern und schlägt dann irgendwo Alarm und die verständigen dann die zuständigen Behörden. Soweit so gut. Auf der anderen Seite sind Algorithmen allgemein nicht sehr zuverlässig. Ich habe keine Lust von der Polizei Besuch zu bekommen, weil ich Fotos von meinem Sohn im Plantschbecken unseres Gartens gespeichert habe.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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