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MYU: Ein ehrlicher Lieferdienst von und für Nachbarn

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36 Kommentare 36

So lange Amazon Prime Now nur in Berlin verfügbar ist, könnte sich eigentlich auch der Nachbar (der sich aktuell ohnehin auf dem Weg in den Baumarkt befindet) um die noch fehlenden Schachtel Torx-Schrauben kümmern, oder?

Brauche 500

Unser Beispiel-Heimwerker spart sich so den Weg ins Bauhaus, der Nachbar verdient sich auf sich Schnelle 5 Euro hinzu und die Natur freut sich darüber, dass sich nicht noch ein Fahrzeug auf den Weg in den 3 Kilometer entfernten Baufachmarkt macht. Win-Win-Win?

Ein Konzept, das ein vierköpfiges Dresdner Entwickler-Team jetzt mit der iOS-Applikation MYU umzusetzen versucht.

Anders als die zahlreichen Nachbarschafts-StartUps, die sich seit Monaten verbissen darum bemühen eigene Communities aufzubauen und nicht nur Nachbarschafts-Dienstleistungen sondern gleich auch ein eigenes soziales Netz etablieren wollen, setzt MYU auf ein konkretes Angebot und teilt seine Nutzer in zwei Gruppen.

Nachbarn die etwas „brauchen“ und Nachbarn die etwas „bringen“:

  • Du brauchst etwas: Beschreibe was du brauchst, bis wann es bei dir sein soll, wohin du es gebracht haben möchtest und was du bereit bist der/dem anderen MYU-Nutzer(-in) dafür zu geben.
  • Du möchtest etwas bringen: Wähle einen Eintrag aus der Listen- oder Kartenansicht und bestätige es über die App. Dein gegenüber wird benachrichtigt und freut sich sicherlich über deine Hilfe.

Natürlich wird auch MYU erst seine Community aufbauen müssen, ehe sich die App als praktische Alternative zum persönlich angetretenen Spaziergang in den Supermarkt beweisen können wird, Idee und Konzept gefallen uns jedoch deutlich besser als etwa die Bemühungen von Mitbewerbern wie zum Beispiel nebenan.de.

Brauchen

Ehrlicher als Andere

So verteilt das Nachbarschaftsportal in Berlin Flugblätter die mit der Beschreibung „nicht ganz ehrlich“ noch gut bedient sind. Die Werbe-Flyer von nebenan.de sehen aus wie selbstgedruckte Handzettel aus der Nachbarschaft, werden in orchestrierten Aktionen jedoch in ganz Berlin verteilt (geändert werden nur die Kiez-Beschreibungen und die Namen der „Autoren“) und kommen direkt von den Portal-Betreibern.

Vonwegenanwohner

Dann lieber einen ehrlichen Bringdienst, der uns den Weg in den Baumarkt erspart und dem Nachbar 5€ in die Hand drückt, die in ein kühles Eis investiert werden können.

Wir behalten MYU im Blick und wünschen dem App Store-Neuzugang viel Erfolg.

App Icon
MYU
MYU Delivery Soluti
Gratis
52.88MB
Donnerstag, 12. Mai 2016, 14:58 Uhr — Nicolas
36 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Registrierung erfordert Mobilfunknummer: Wozu?
    -> K. O. -Kriterium

    • Allerdings! Und viel schlimmer finde ich noch, dass in der „hippen“ Werbeanzeige nicht mal mit einem Wort auf so etwas eingegangen wird.
      Viel Blabla aber kaum wichtige Information. Deshalb danke ich Dir und kann mir den Tap in den Store sparen. Vielen Dank für die Info

    • Hallo Daniel,

      die verifizierte Mobilfunknummer bietet dir als Lieferant die Möglichkeit, mit deinem Gegenüber in Kontakt zu treten und Rückfragen bzgl. Torx-schrauben oder der Bier-Sorte zu stellen. Schließlich hat keiner was davon, wenn du anstatt einer Kiste Becks (die vielleicht gerade ausverkauft ist) eine Kiste Sternburg Pils lieferst und dein Gegenüber damit dann nicht zufrieden ist.

      Viele Grüße,
      Ken vom MYU-Team

      • Anstatt der Telefonnummer, baut lieber einen einfachen Messaging- oder VoIP-Dienst ein, über den man kommunizieren kann. Telefonnummer ist ein KO-Kriterium. Sorry.

  • Und was ist, wenn der Nachbar die falschen Torx-Schrauben mitbringt?

  • nebenan.de verteilt auch fleißig Flyer in Köln. Hab mich auch schon gewundert. Aber gut zu wissen das sie fiktive Personen angeben und Stadtteilbezogen einwerfen, hatte einen Augenblick drüber nachgedacht mitzumachen, werd es aber jetzt doch nicht tun.

  • Fahrer gibts genügend zb alle uber fahrer die noch keinen personenbeförderungsschein haben :)

  • Der affige Zusatz „vegan“ (weil vielleicht gerade hip) in der Werbung macht das ganze für mich unsympathisch.

    • was ist daran affig wenn diese Information für manche Menschen wichtig ist?

      • Es ist affig, weil damit ein „hip-sein“ erzeugt werden soll. Schon deshalb kommt die App für mich nicht infrage. Ich bin nicht hip, mein Rasierer funktioniert noch…

      • Erdnüsse sind doch schon immer Vegan

      • Oh mist. Bin (anscheinden) ein „hipper“ Veganer, aber mit funktionierendem Rasierer. Oder bin ich nun nicht „hip“? Hat eine gesunde* und moralisch vertretbare Lebenseinstellung überhaupt was mit „hip“ sein zu tun?

        *es kommt immer auf die Ausgewogenheit an, egal ob Veganer/Vegetarier oder „unhipper normalo, mir oder ohne funktionierendem Rasierer“

    • Als ich das „vegan“ gelesen hab, hab ich eigentlich nur auf den ersten Hater gewartet, der sich daran hochzieht. Ob da vegan steht oder 2 Pfund Mett ist total egal, weil die Einkaufsliste nur ein Beispiel ist. Aber gleich den Rundumschlag zu schaffen und die App mistig zu finden, sich gegen Veganer auszusprechen und dann auch gegen Hipster, die sich ja nie rasieren, das ist schon ein großes Zeichen von Verbohrtheit. Soviele limitierende Glaubenssätze auf einmal zu haben, setzt langjähriges eindimensionales denken voraus. Und das alles ausgelöst durch ein einziges Wort.

      Open your mind! Veganer sind nicht zwingend Hipster und Hipster nicht automatisch Veganer. Menschen sind Menschen. Und das das da oben nur Blindtext!

      • „Lorem ipsum…“ wäre Blindtext, das hier ist ein Statement, um die App in der angestrebten Zielgruppe zu positionieren. Wer sowas tut, muss mit ironischen Kommentaren (und als solcher war meiner durchaus zu verstehen) rechnen…

      • was archetim gesagt hat

  • Schade braucht ios 9.2 hätte das mir gerne mit mein alten Apfel mal angeguckt. Aber gut das ich hier gelesen habe das die meine handynummer wollen die geb ich nicht raus also hat die App sich auch deswegen schon erledigt.

  • Wie haben unsere Eltern „damals“ nur überleben können.

  • In Hamburg sieht’s aktuell noch ein bisschen leer aus.

  • Die App scheint – milde gesagt – noch nicht ausgereift zu sein: auf dem iPad registriert und Bestätigungslink aktiviert, dann die App auch auf’s iPhone geladen, und dort kann ich mich mit meinen (bestätigten) Registrierungsdaten nicht anmelden, vielmehr wird eine neue Registrierung verlangt, bei der dann die Fehlermeldung kommt: Tel.Nr. schon vorhanden…

  • Noch ein wenig getestet: Die App funktioniert weder auf iPhone noch iPad, jedesmal werden Registrierungsdaten statt Anmeldedaten verlangt, natürlich kommt dann immer die Meldung : Te.Nr. schon vergeben… Fazit: Schrott, nicht benutzbar

  • Hatte den Tag auch so ein „Blättchen“ im Kasten. Bin irgendwie skeptisch. hat damit jemand Erfahrung?
    Irgendwie ist das Motiv cool, aber dennoch habe ich Hemmungen mich dort einzubringen, auch wenn die Idee gut ist.

  • In München verteilen sie auch diese Flyer

  • Eine App die meine Mobilfunknummer haben will wandert ungetestet in den Mülleiner.

    Also sorry, aber sowas geht halt irgendwie gar nicht.

    • Oder vielleicht BlaBlaCar?

      Hej, auch derjenige, der die Besorgung für dich macht, geht ein Risiko ein, indem er in Vorkasse geht – da ist es jawohl das Mindeste, dass er dich im Zweifel kontaktieren kann.
      Vorsicht in allen Ehren, aber man kann es mit der Paranoia auch übertreiben. Übrigens (und für den vermutlich ja eher seltenen Fall der Fälle): Man kann Kontakte auch sperren: Anrufliste — Info — Kontakt sperren (ganz unten).

  • Gebe meine Telefonnummer zwar auch nicht einfach so irgendwohin aber irgendwie ist es schon komisch. Für die meisten hier gilt Smartspion in der Hand, Internet (teilweise unbedacht) nutzen aber bei der Telefonnummer hört der Spaß auf (entrüstetes Smiley)!

  • Die Idee ist ja gut, aber leider wird es so enden, dass Leute versuchen davon zu leben, d.h. Professionell ‚Nachbarschaftsdienst‘ zu leisten. Nicht nur, dass ch prinzipiell gegen Schwarzarbeit bin, und darum handelt es sich letztlich. Viel schlimmer, hier wird, ähnlich wie bei Uber, mit der Not oder ach der Dummheit von Leuten Ausbeutung unterstützt. Denn Mindestlohn ist hier wohl kaum zu verdienen und soziale Absicherung = Null.
    Geiz ist nicht geil sondern Geiz

  • Den selben Dreck haben die dubiosen nebenan-Macher nach Berlin auch in Frankfurt gebracht!
    Da wurden auch vermeintlich handgeschriebene Zettel in Briefkästen geworfen auf denen stand sowas wie „Hi, ich bin die Simone – sorry wenn es lauter wird, ich bin vor kurzem hier eingezogen und mache eine Einweihung-Party – Du bist natürlich herzlich eingeladen. Weitere Infos findest du auf nachbarschaft.net.“

    Da muss man sich dann natürlich registrieren, ABER … zur „Verifikation“ wollen die ’ne Kopie von deinem Personalausweis oder eine Kopie deiner Telefon-Rechnung haben!!!

    Zusammen mit den restlichen Daten die zur Registrierung gesammelt werden (Name, Anschrift, Email-Adresse, Tel-Nummer, Geburtsdatum UND Kopie vom Personalausweis) lässt sich natürlich so einiges anstellen! (Damit lassen sich in Deutschland nicht nur Artikel/Dienstleistungen online bestellen oder Passwörter zurücksetzen, sondern auch Bank-Konten eröffnen, Verträge und Versicherungen abschließen, Daten bei Behörden und Ämtern „abgleichen“, etc. – oft reicht da nämlich schon das Geburtsdatum!)

    Nach der Fake-Einweihungs-Party-Aktion wurden noch dreistere Flyer eingeworfen auf denen zur Mithilfe bei der Aufklärung von Wohnungseinbrüchen in der Nachbarschaft gebeten wurde. Unglaublich.

    Ich will gar nicht wissen wie viele Datensätze inkl. Kopie vom Personalausweis (komplette Identitäten!) bereits gesammelt und wahrscheinlich teuer verkauft wurden! – Denn die App und der Service sind natürlich „kostenlos“.

    Sowas gehört wirklich verboten!

    • Haben die von nebenan.de denn ne App???

      • Ich glaube nicht, der Service wird scheinbar lediglich über die Website/Web-App angeboten.

        Das System der Macher funktioniert offensichtlich auch gänzlich ohne App für’s Smartphone.

        Zur Verifizierung der Adresse kann man ja auch direkt auf der Website seine persönlichen Dokumente hochladen. Am besten würde sich, laut Anbieter, natürlich ein offizielles Schreiben an Dich eignen, z.B. eine Kopie einer Versicherung oder Rechnung.

    • Wenn Du das als bedenklich einstufst, ohne Anzeige kann die Kripo da nichts machen, frei nach: wo kein Kläger, da kein Richter…

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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