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Neue Option im Beta-Test

Mit iOS 17.5 lassen sich Apps direkt von Webseiten installieren

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54 Kommentare 54

Apple hat am gestrigen Abend neue Beta-Versionen von iOS 17.5 ausgegeben, mit deren Hilfe sich Apps auch direkt von Webseiten laden und installieren lassen. Ausprobieren könnt ihr das Ganze jedoch zumindest als „Otto Normalverbraucher“ noch nicht. Mit der zweiten Vorabversion von iOS 17.5 werden erstmal nur die Grundlagen dafür geschaffen, dass die Entwickler diese Funktion integrieren können.

Ios 17 5 Beta 2

Apples Vorgaben schließen kleine Entwickler aus

Apples Voraussetzungen für den Vertrieb von iPhone-Anwendungen über eigene Webseiten sind zudem mit einer Reihe von Vorgaben verknüpft, die den Großteil der iOS-Entwickler außen vor lassen. Die Bestimmungen sind aber zumindest teilweise auch nachvollziehbar, wenn man an den Schutz der Nutzer vor betrügerischen Angeboten und Schadsoftware denkt.

Ein iOS-Entwickler, der eine App zur Installation per direktem Download über seine Webseite anbieten will, muss mindestens zwei Jahre lang kontinuierlich und mit „weißer Weste“ in Apples Entwicklerprogramm aktiv sein und zudem eine App im Angebot haben, die im vorangegangenen Kalenderjahr mehr als eine Million Erstinstallationen innerhalb der EU hatte.

Erst wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, kann man als Entwickler die Genehmigung zum Web-Vertrieb eigener Apps beantragen. Apple schaltet die hierfür nötigen Schnittstellen dann auf Basis einer Einzelfallentscheidung frei.

Erfolgreiche Apps können für Entwickler teuer werden

Es mag nicht zuletzt auch noch eine ganze Weile dauern, bis wir die ersten per Web-Download angebotenen Apps zu Gesicht bekommen, weil damit ein nicht zu unterschätzendes finanzielles Risiko für die Entwickler verbunden ist. Übersteigt die Zahl der jährlichen Erstinstallationen auf die jeweils letzten zwölf Monate gerechnet eine Million Downloads, so fallen für jede dieser Installationen 50 Euro-Cent von Apple „Core Technology Fee“ genannte Gebühren an. Apple zufolge soll diese Gebühr den Wert widerspiegeln, den Entwickler durch die laufenden Investitionen des Unternehmens in die Infrastruktur des App Store erhalten.

Die Möglichkeit zum Download von Apps von Entwickler-Webseiten ist auf die Länder der Europäischen Union begrenzt. Über die Bereitstellung der neuen Testmöglichkeiten hat Apple in seinen News für Entwickler informiert.

17. Apr 2024 um 07:42 Uhr von chris Fehler gefunden?


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  • Juhu wir kommen drivebuy Downloades. Ein genereller Schalter ob man das alles will oder nicht wäre toll.

    • Ob Anwender das wirklich nutzen?
      Ich würde das Setting gerne pro Account und nicht Gerät einstellen können.

    • Das war auch mein erster Gedanke. Ein Schalter mit dem man das unterbinden kann.

      • Bitte ein Ausschalter für dieses Feature!
        Fand iOS u.a. wegen der Sicherheit gut. Ich denke das geht durch dieses Feature immer mehr verloren.

      • Nein tut es nicht. Die Sicherheit wird nicht eingeschränkt dadurch

    • Apple bietet diesen Schalter nicht. Wenn du selbst entscheiden willst, dann Wechsel doch zu Android ;)

      Antworten moderated
    • Einen Schalter braucht man doch nur wenn man als Admin die Geräte einer Firma bzw Schule verwaltet oder? Als normaler Benutzer muss man doch einfach nur keinen Gebrauch von dieser Möglichkeit machen. Oder übersehe ich hier etwas?

      • Naja, wenn ich mir so meine Eltern und Schwiegereltern anschaue, die grundsätzlich neugierig in Sachen Technik aber halt auch etwas unbedarft sind, dann würde ich mir hier irgendwie ein paar Hürden wünschen oder ggf. direkt zum Blocken wünschen.

      • Ok, also Apple OS(enioren).

    • In iOS unter Bildschirmzeit -> Beschränkungen -> ein -> App-Installationen & Käufe -> „App-Marktplätze“ kann man die Erlaubnis entziehen. Leider sehr tief im System versteckt, wie ich finde. Würde mir eine solche Einstellung auch am liebsten auf oberster Ebene in den System-Einstellungen wünschen. Wo man ggf. auch Ausnahmen hinzufügen kann.

      • Sehr intuitiv – Menüpunkt Bildschirmzeit :-).

        Dankeschön für die Info!

      • Der Menüpunkt Bildschirmzeit ist halt auch völlig falsch von der Bezeichnung, da können schon immer Sachen eingeschränkt werden, die mit einer Bildschirmzeit nichts zutun haben. Bsp. kann ich dort auch Einschränken dass mein Kind Accountänderungen vornehmen kann oder dass der Code geändert werden kann. Was hat das mit der Bildschirmzeit zu tun? Richtig nichts. Die Position für das Deaktiveren der App-Marktplätze ist da schon an der Richtigen Stelle, nur ist diese Stelle einfach völlig Falsch benannt.

    • Nein bekommen wir nicht. Du brauchst auch keinen Schalter, da die Installation zig Sicherheitsabfragen und aktives handeln des Nutzers voraussetzt. D.h. es ist unmöglich, dass du dir eine App versehentlich installierst.

      Und faktisch ist das auch nicht neu. Schon immer konnte man Apps ohne AppStore installieren, man brauchte nur spezielle Enterprise-Zertifikate (Firmen die nur für sich selbst spezielle Apps entwickeln und auf die Mitarbeiter-Geräte bringen müssen, brauchen das). Diese Technik hat Apple jetzt nur genutzt, um nun auch „normalen“ Nutzern dies zu ermöglichen, mit allen üblichen Kontrollmechanismen, die es auch für den normalen AppStore gibt (App-Review, Möglichkeit der Deaktivierung von Apps, die sich nachträglich als malware entpuppen, etc.).

      Faktisch ändert sich also gar nichts an der Sicherheit des Systems.

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  • Frage mich, ob ich für Updates dann auch jedes Mal die entsprechende Website besuchen muss

  • Apples „Core Technology Fee“ ist und bleibt der blanke Hohn. Facebook, TikTok, Instagram, WhatsApp und Co verursachen Millarden von Downloads und bezahlen: genau gar nichts.

    WENN es darum ginge „die laufenden Investitionen des Unternehmens in die Infrastruktur des App Store“ müssten diese Apps ganz besonders zu Kasse gebeten werden.

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  • Grenzenlose Freiheit funktioniert doch woanders auch super :)

  • Scam Apps incoming. Coinbase hat ja schon davor gewarnt… Crypto/Banking etc… ob das alles so sinnvoll ist….

    • Artikel nicht gelesen ? Apple macht es den Entwicklern so schwer ich glaub keiner riskiert sein Privileg mit einer scam App. Aber es gab auch schon genug scam apps im Store

    • Das was Coinbase geschrieben hat ist kompletter Nonsense. Denn wer so Dumm ist und von irgendwo zu laden, hat es verdient bestohlen zu werden.

      Man schaut auf die Seite von Coinbase und schaut einfach was die als
      Offiziellen Weg angeben.

  • Bei den Malware Entwicklern in Russland herrscht gerade Goldgräberstimmug.

  • Mir scheinen die Hürden so hoch gesetzt zu sein, das es in der Praxis kaum anbieter geben wird. Neue und somit kleine App Programmierer wird es also nie außerhalb des Stores geben…

    • Klar, die 1 Mio Downloads-Voraussetzung hat nichts mit Sicherheit zu tun, sondern soll nur sicherstellen, dass diejenigen, die Apps ohne Apple verteilen, auch brav die Core-Technology-Fee bezahlen müssen und somit weiterhin Apple eine Menge Geld ohne Gegenleistung in den Rachen schieben müssen. Und der Rest der Voraussetzungen soll natürlich maximal abschreckend und riskant sein, so dass möglichst niemand diese Freiheit auch nutzt.

  • Adieu sicheres iOS. War ’ne schöne Zeit.

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  • Mal eine Frage in die Runde: Im Text steht folgender Satz: „Die Bestimmungen sind aber zumindest teilweise auch nachvollziehbar, wenn man an den Schutz der Nutzer vor betrügerischen Angeboten und Schadsoftware denkt“.

    Nun meine Frage: Ich möchte nicht zwangsweise geschützt werden! Ich bin erwachsen, kann meine Wohnungstür abschließen, veröffentliche meine PIN-Nummer nicht im Internet, habe einen Führerschein und esse nicht alles was schmeckt. LOL Ich möchte einfach selbst bestimmen, was für mich gut ist. Niemand wird doch dazu gezwungen Dateien zu laden! Ich bin mir sicher, dass die jetzige Regelung kein Bestand haben wird. EU bitte nicht nachgeben.
    Öffne den goldenen Käfig für die, die fliegen wollen.
    Bin kein Apple-Hasser – nutze zahlreiche Produkte.

    Antworten moderated
    • Wenn ich meine PIN eingebe, möchte ich halt schon wissen, wer hinter mir steht oder mir einigermaßen sicher sein, das die anderen Verkehrsteilnehmer auch einen Führerschein haben. Es gibt Pro und Contra, wie bei allem im Leben.

    • Ich verstehe auch nicht, was mit dem Satz gemeint ist. Nur weil eine Software-Bude (nehmen wir mal Meta/Facebook) auf mehr als 1 Mio Downloads pro Jahr kommt, und damit das Privileg hätte, Apps selbst zu vertreiben (keine Angst, werden sie nicht tun), kann man denen doch nicht wirklich trauen. Gerade Meta hat nachweislich Malware in Form ihrer VPN-App „Onavo“ indem offiziellen AppStore gebracht um an Daten von Snapchat-Usern zu gelangen.
      Vor sowas ist man werden im Apple-eigenen Store, noch bei fremden Stores geschützt, zumal Apple ja selbst in allen fällen prüft. D.h. Die Sicherheit hängt nur an Apples Prüfprozess, nicht am Vertriebsweg.

    • @Paul3850
      Es gibt halt User, die sich mit der Materie nicht so gut auskennen, Senioren zum Beispiel. Ich kenne aber auch einige 20-40- jährige, die über die sicherheitsrelvanten Dinge im Internet bzw. bei Smartphones so gut wie nicht Bescheid wissen.
      BTW: Auch wenn Du Deine Wohnungstür abschließen kannst, kann trotzdem bei Dir eingebrochen werden, Du wärst nicht der erste. Und PINs werden regelmäßig gefisht, obwohl die Leute sie nicht veröffentlicht haben.

    • Daran ist gar nichts nachvollziehbar! Apples Gier; nichts weiter.

  • Es ist wirklich schade das Apple durch die EU gezwungen wird die Wurzeln ihres Produktes zu verändern. Das mobile Betriebssystem von Apple zeichnete sich schon immer durch ein geschlossenes System aus. Apps nur über den Appstore nach Prüfung durch Apple, Sandboxsystem, recht restriktive konfigurations- und Einstellungsmöglichkeiten. Damit ist Apple – neben der Hardware – erfolgreich geworden und sicherlich haben sich viele Kunden (so wie ich) bewusst aus diesen Gründen für ein Apple Produkt entschieden.

    Wer das nicht wollte, der ist eben zu einem anderen Hersteller gegangen und hatte dort die Eigenschaften und „Freiheiten“ der anderen Betriebssysteme genossen. Die Wahlmöglichkeit besteht ja.

    Die Produkte von Apple waren halt schon immer so und man hatte nicht anfangs ein offenes System und hat es dann nach und nach geschlossen um die Umsätze zu maximieren…

    Insofern könnte es zumindest in der EU das Aus für Apples Alleinstellungsmerkmal sein. Ich hoffe, dass ich als Kunde entscheiden kann, ob ich alternative App Stores oder Websitedownloads nutze und bei dem „klassischen System“ bleiben kann. Ich zumindest sehe für mich keinen Grund etwas zu ändern. Für mich bleibt die einzige Quelle für Apps der Appstore und der Standardbrowser bleibt Safari.

    Das alles nur wegen der Provision die Apple auf in App Käufe im Appstore erhebt. Vielleicht hätte man direkt hier eine Lösung finden können.

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    • Du wirst es ja vielleicht schaffen, den entsprechenden Schalter umzulegen. Dann bleibt Dir die Freiheit erspart. Falls Du es ohne Apple nicht schaffst, einen Schalter umzulegen, vereinbare einen Termin im Apple Store. Die machen das für Dich.

  • DieFarbeSchwarz
  • „Ich will das nicht. Mimimimi“

    Ja dann mach es doch einfach nicht. Keiner zwingt dich.

  • Naja, Nörgler gibt es überall.
    Ich finde die Sicherheit ist dann nicht mehr so gewährleistet.
    Ich lade meine Apps weiterhin nur im App Store.

  • Dansen du bringst es auf den Punkt! Die Sicherheit und das geschlossene System haben mich vor zehn Jahren zu Apple gebracht und ich werde einen Teufel tun, auf das Scheiß Android zu wechseln und schon gar nicht meine Apps irgendwo anders laden außer beim AppStore.

  • Wird Zeit das „dumme Personen“, die keinen Bock darauf haben, sich etwas anzustrengen und mitzudenken, bevor sie ein Katzenvideo anklicken, eine Erlaubnis für das nutzen von IT bekommen.

    Das ist das Ergebnis, wenn man sich hier die Kommentare durchliest. Ein 20 Jähriger, der nicht in Stande ist, nachzudenken, hat halt Pech.

    Weiter oben wurde ein Beispiel mit dem Führerschein genannt. Nicht das geschlossene System von Apple ist dem äquivalent, sondern eine Art Grundkurs IT und die Gefahren dieser. Und Rentner, die werden eh im Store bleiben.

    Natürlich könnte Apple auch einen Schalter einbauen – wie bei macOS, aber wie gesagt. Gier!

  • Wer glaubt, der AppStore sei sicher (und Apple ginge es um Sicherheit und nicht um seine happigen Gebühren), glaubt auch an den Weihnachtsmann.

    Meine Software für den Mac habe ich fast ausnahmslos bei den Entwicklern gekauft. 30% mehr Einnahmen für die Entwickler (auch für die kleiner Schmieden), null Einbußen bei der Sicherheit.

    Ich hoffe, die EU packt Apple endlich bei den Eiern!

    Und dann machen vielleicht Stores auf, die das Prädikat „zuvorkommend und kundenorientiert“ auch verdienen! Apples teuer, unübersichtlicher Ramschladen tut das nämlich nicht und braucht dringend! Konkurrenz.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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