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"Nachweisverfahren Mobilfunk"

Mess-App erstellt Nachweis bei schlechter Mobilfunkleistung

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11 Kommentare 11

Wie angekündigt hat die Bundesnetzagentur eine App veröffentlicht, mit der sich die Leistung eines mobilen Internetzugangs überprüfen lässt. Bei nachgewiesener Minderleistung können Nutzer kann man auf dieser Basis einen Preisnachlass erhalten oder gar ein Sonderkündigungsrecht erwirken.

Die neue App trägt den in schönstem Behördendeutsch gehaltenen Namen Nachweisverfahren Mobilfunk und lässt sich im App Store für iOS laden. iPhone-Besitzer können damit die tatsächlich verfügbare Internetgeschwindigkeit mit der mit ihrem Anbieter zugesicherten Maximalgeschwindigkeit vergleichen. Weichen die gemessenen Werte zu weit ab, kann man entsprechende Ansprüche gegenüber dem Anbieter geltend machen. Die mit der App vorgenommenen Messungen dienen dabei als Nachweis.

Breitbandmessung App

Mindestwerte abhängig vom Standort

Hierbei gilt es allerdings einiges zu beachten. Zunächst einmal muss euch klar sein, dass die im Vertrag genannte Maximalgeschwindigkeit nur als Anhaltspunkt dient und hier abhängig vom Ort der Messung zum Teil deutliche Toleranzen abgezogen werden. So müssen etwa in dicht besiedelten Bereichen ein Viertel und in ländlichen Gebieten teils nur zehn Prozent dieser Werte erreicht werden.

Ob ein Messbereich als dicht besiedelt, als Gebiet mit mittlerer Haushaltsdichte oder als ländlicher Raum eingestuft wird, wird bei den Messungen automatisch hinterlegt. Als Basis hierfür wurde das Bundesgebiet von der Behörde in Rasterzellen mit jeweils 300 × 300 Metern Größe unterteilt.

Mehrere Messungen erforderlich

Auch genügt es nicht, wenn man sich auf eine einzelne Messung beruft. Um einen belastbaren Nachweis zu erbringen, muss man eine Reihe von 30 einzelnen Messungen vornehmen, die sich über fünf Kalendertage mit jeweils sechs Messungen verteilen. Als erhebliche Abweichung wird gewertet, wenn die vereinbarte maximale Geschwindigkeit an mindestens drei der fünf Messtage nicht erreicht wird.

Nachweisverfahren Mobilfunk Mess App

Beachtet bei den Messungen auch, dass dabe einige Vorgaben zu beachten sind. So müssen die Messungen beispielsweise im Freien und ohne Handyhülle vorgenommen werden. Zudem dürften parallel keine anderen Anwendungen oder Dienste wie ein VPN genutzt werden.

Laden im App Store
Nachweisverfahren Mobilfunk
Nachweisverfahren Mobilfunk
Entwickler: zafaco
Preis: Kostenlos
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20. Apr. 2026 um 17:07 Uhr von chris Fehler gefunden?


    11 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Diese App ist nur ein Lobbywerkzeug. Als würden die Daten zur Netzverfügbarkeit den Providern nicht vorliegen. So wird es nur augenscheinlich auf die Verbraucher als Nachweispflicht gedrückt. Statt mit den Mobilfunkfreqzenzversteigerungen auch die Quoten und Pflichten einzufordern, soll das hier nun die Lösung sein. Im Ausland sieht man, wie echter Ausbau und Wettbewerb aussieht.

    • Natürlich wissen die Betreiber um ihre dunklen Flecken. Aber das Tool ist genau das Gegenteil eines Lobbywerkzeugs. Es soll ja eben jene Flecken der Behörde sichtbar gemacht werden, damit diese etwas in der Hand haben. Was ja in der Vergangenheit schon passiert ist, dank dieser Werkzeuge

  • Also bei Umfang der Beweispflicht wird kaum jemand davon Gebrach machen….

  • Und viel interessanter noch: 30 Messungen mit bis zu 2GB pro Messung.
    Hast Du den falschen Tarif, hast Du Dein monatliches Volumen nur durch Messungen verbraucht

  • Und wenn ich jetzt für ne Woche aufs Land fahre wo kein Empfang ist? Bekomme ich dann dauerhaft Rabatt oder wie?

  • Nicht umsonst heißt es im Englisch: „…. mess around…. “ :)))

  • Wäre mal für U-Bahn Tunnel interessant, wie das mit dem Standort funktioniert

  • Die Provider wissen auf dem Meter genau, wo sie keinen Mobilfunkmast stehen haben, und die der Konkurrenz auch.
    Wenn ein Dorf, ein Stadtviertel oder Bundesstraße in einem Funkloch vegetiert, wird das auch auf absehbarer Zeit so bleiben.
    Die machen aus Bevölkerungszahl, Altersverteilung, durchschnittliches Einkommen, Größe der Grundstücke und sonstige Parameter einen Score, und wenn der Daumen nach unten zeigt, bleiben die Funkloch-Insassen von der großen, weiten Mobilfunkwelt weiterhin abgeschnitten.
    Der Staat könnte das Genehmigungsverfahren radikal vereinfachen, in den Funklöchern Masten und Technikhäuschen bauen und dann per Auslosung einen Mobilfunkprovider dazu verurteilen, den Mast auszurüsten und im Betrieb zu nehmen, Freiwilligkeit nützt hier nichts…

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