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EU-Kommission drängt auf mehr Offenheit

Mehr Interoperabilität: Europa knöpft sich Android vor

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18 Kommentare 18

Die Europäische Kommission verschärft ihre Bemühungen, den Zugang zu zentralen Funktionen von Googles Android-System zu öffnen. Im Rahmen des Digital Markets Act hat die Behörde vorläufige Maßnahmen vorgestellt, die eine stärkere Interoperabilität zwischen Android und konkurrierenden KI-Diensten ermöglichen sollen.

Android

Unternehmen und Interessierte können bis zum 13. Mai 2026 Stellung nehmen.

Geplante Öffnung zentraler Android-Funktionen

Kern der Vorschläge ist die Forderung, dass KI-Werkzeuge von Drittanbietern besser mit Anwendungen auf Android-Geräten zusammenarbeiten können. Künftig sollen alternative Dienste in der Lage sein, typische Aufgaben direkt auszuführen. Dazu zählt etwa das Versenden von E-Mails über die bevorzugte App, das Teilen von Fotos oder das Bestellen von Essen. Bislang sind solche tief integrierten Funktionen vor allem Googles eigenen Angeboten vorbehalten.

Ein weiterer Punkt betrifft die Aktivierung von KI-Diensten. Nutzer sollen alternative Anbieter einfacher starten können, etwa über individuell festgelegte Sprachbefehle. Damit würde sich die Steuerung nicht mehr ausschließlich auf Googles eigene Lösungen konzentrieren. Ziel ist es, die Nutzung konkurrierender Angebote im Alltag zu erleichtern.

Digital Markets Act als regulatorischer Rahmen

Die Maßnahmen sind Teil sogenannter Spezifizierungsverfahren, die Anfang 2026 eingeleitet wurden. Sie konkretisieren, wie große Plattformanbieter ihre Pflichten aus dem Digital Markets Act umsetzen müssen. Das Gesetz richtet sich an sogenannte Gatekeeper. Dabei handelt es sich um große Plattformen, die als zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmen und Nutzern fungieren.

DMA Designations 2025update

Google gehört mit Diensten wie der Suche, dem Play Store, Maps, YouTube und dem Android-Betriebssystem zu diesen regulierten Anbietern. Seit März 2024 muss das Unternehmen die Vorgaben vollständig einhalten. Auch iOS und Apples App Store gehören zur Gruppe der Gatekeeper.

Nach Abschluss der Konsultation wird die Kommission die eingegangenen Rückmeldungen auswerten. Auf dieser Grundlage können Anpassungen erfolgen. Eine endgültige Entscheidung mit verbindlichen Maßnahmen soll innerhalb von sechs Monaten nach Start des Verfahrens getroffen werden. Parallel behält sich die Kommission vor, bei Verstößen gegen bestehende Vorgaben weitere Schritte einzuleiten.

28. Apr. 2026 um 09:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • flauschibärchen
  • Oh? ein System was weit verbreiteter ist als iOS knüpft sich die EU vor? Die haben ja seltsame Prioritäten! *Ironie*. Naja nachdem Apple durch ist bleibt ja nicht viel mehr übrig.

  • Ich muss ehrlich sagen… für mich hat sich mit bzw. seit dem Act nix verbessert.
    Ein bisschen mehr Wirrwarr und verspätete Funktionen… aber ansonsten…

    • Muss auch nicht immer was sein, was direkt bei dir ankommt. RCS, WebApps, Theoretische eigene Browser Engine usw. Gibt also schon auch Dinge, die ankommen, auch wenn Sie deine Nutzung vielleicht nicht tangieren

      • RCS war das Beste, was uns mMn passieren konnte im Bereich Messaging.
        Man muss keine Unterscheidung mehr nach „whatscrap“, signal, threema, telegam-…. machen. Man kann die Leute einfach mal erreichen und Medien senden.
        Verschlüsselt ist es noch nicht, oder?

      • RCS ist da… aber ich habe noch nicht mitbekommen, dass ich damit über WhatsApp zB. an Signal eine Nachricht schreiben kann.
        Brauch ich auch noch nicht wirklich, da es Milliarden an Menschen gibt, die WA nutzen und ich irgendwie keine Leute kenne, die etwas anderes nutzen.
        Genauso bei RCS und iMessage.

        Aber ich bin nicht das Zentrum der Nutzerschaft, jetzt hätten wir demnach wenigstens 1 Vorteil…

      • RCS ist nutzlos solange Whatsapp machen kann was sie wollen.

    • Geht ja eher um die Lobby, also die Konkurrenz befriedigen, als praktischen Nutzen für den Endnutzer. Das dürfte jeden klar sein. Der normale Nutzer interessiert nicht dafür. Nur ein paar Nerds. Achja und laut beiden Konzernen bist du mit dein Datenschutz sogar dadurch im Nachteil.

      • Der Nick ist treffend gewählt.

      • Genau so ist es. Der normale Nutzer ist mit dieser Art von Freiheit oft ÜBERFORDERT. Die Geräte sollen einfach nur funktionieren und nicht fragen, welche App ich zum telefonieren, mailen und surfen ich nutzen möchte.

  • Die EU-Kommission als Gesetzgeber, Ermittler und auch als Richter.

    Und das ganze auch noch je nach Ziel-Unternehmen unterschiedlich und komplett willkürlich.

    Kann man eigentlich in einem BMW oder VW auch den Sprachassistenten wählen?

    • Das Zauberwort heisst „marktbeherrschende Stellung“. Und diese haben im Bereich PKW weder BMW oder VW.
      (Auch) Dank Apples Unfähigkeit ist Googles Gemini aber im Bereich KI der mit Abstand verbreiteste KI Assistent, da er inzwischen auf eigentlich jedem Androiden vorinstalliert und lauffähig ist.
      Das die EU da genauer hinschaut ist richtig und wichtig – genauso wie bei Apple und ihrem „Goldenen Käfig“.
      Hier wurde doch immer gefordert „wo bleibt die Android Regulierung“ – nun handelt die EU……auch wieder nicht richtig.
      Die EU zeigt damit das es ihnen vollkommen egal ist ob da ein angebissender Apfel oder ein Robotermännchen als Symbol draufklebt – ab einer gewissen marktbeherrschenden Stellung und mangelnder Interoparabilität wird gehandelt !
      Wichtig für den langfristigen Schutz des Verbrauchers vor Monopolen !

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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