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Direkt ohne Router, Mobilfunk oder Cloud

LIL1: Drei-Euro-App macht zwei iPhones ohne Internet zum Babyphone

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26 Kommentare 26

Der unabhängige deutsche Entwickler Oliver Janssen hat mit LIL1 eine Babyphone-App für iPhone, iPad und Mac veröffentlicht. Sie verbindet zwei Geräte direkt miteinander und überträgt Ton und Bild ohne Internetverbindung. Ein Router, Mobilfunkempfang, Benutzerkonto oder ein externer Server ist nicht erforderlich.

LIL1 Privates Babyphone 2500

Für Orte ohne Internet

Damit kann die App auch an Orten ohne Netz eingesetzt werden, etwa auf einem abgelegenen Campingplatz oder in einer Ferienunterkunft in Ländergruppe 3. Voraussetzung ist lediglich, dass sich beide Geräte innerhalb der Reichweite ihrer direkten Funkverbindung befinden. Klassische Funk-Babyphones funktionieren nach einem ähnlichen Grundprinzip, benötigen jedoch eigene Hardware. LIL1 verwendet dagegen bereits vorhandene Apple-Geräte.

LIL1 Privates Babyphone 2 2500

Zur Einrichtung wählen Nutzer auf einem Gerät die Rolle der Babyeinheit und auf dem anderen die der Elterneinheit. Ein einmaliger sechsstelliger Zahlencode koppelt beide Geräte. Die Verbindung nutzt eine verschlüsselte Technik von Apple zum direkten Datenaustausch. LIL1 enthält nach Angaben des Entwicklers weder Analysewerkzeuge noch Softwarepakete externer Anbieter.

Tonübertragung spart Energie, Video startet bei Bedarf

Nach der Kopplung beginnt die Tonübertragung. Das Video lässt sich bei Bedarf einschalten. Dies soll den Akku der Babyeinheit schonen. Die Elterneinheit kann bei ausgeschaltetem Bildschirm auf länger anhaltende laute Geräusche hinweisen. Bei wenig Licht erhöht die Kamera die Helligkeit des Bildes. Der Bildschirm am Kinderbett lässt sich vom zweiten Gerät aus abdunkeln und wieder aktivieren. Auch mehrere Elterngeräte können sich verbinden.

LIL1 Privates Babyphone 3 2500

Die App unterstützt iPhones und iPads ab iOS 17 sowie Macs mit einem Prozessor aus Apples M-Reihe. Nach einer kostenlosen Vorschau von zehn Minuten kostet die Freischaltung einmalig 2,99 Euro. Ein Abonnement ist nicht vorgesehen. Auch ein älteres iPhone oder iPad kann als Babyeinheit dienen. Wer sein übliches Babyphone zu Hause vergessen hat, kann dadurch zwei mitgebrachte Geräte als Ersatz verwenden.

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LIL1: Privates Babyphone
LIL1: Privates Babyphone
Entwickler: Oliver Janssen
Preis: Kostenlos+
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14. Juli 2026 um 18:23 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    26 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Stark, sowohl die Umsetzung, als auch der Preis.
    Für mich leider ein paar Jahre zu spät aber wenn man es als Überwachungskamera „missbraucht“, ist das schon wieder ein ganz anderes Thema…

    • für uns leider auch. Hatte vor paar Wochen noch geschaut, weil unser Avent kaputtgegangen ist. Nun ist’s wieder so ein Teil geworden – hält mit Akku gefühlt ewig und läuft via DECT = große Reichweite.
      Die Reichweitenangabe vermisse ich hier übrigens: Via BT wäre es ja sehr wenig, aber gneau steht es leider nicht drin – weder im Artikel noch in der Beschreibung des Entwicklers. Ich fürchte fast, dass das nur via BT läuft.

  • Schade dass es nur zwei iPhones verbindet und nicht mit dem iPad.

  • Man benötigt dann quasi 2x die App oder? Denn eine familienfreigabe ist nicht zu finden

  • Wie ist denn hier die Reichweite?

  • Wer sein Gerät zerstören will der kann das nutzen. Ein halbes Jahr Dauerbetrieb mit einem iPad Air 1 hat den Akku komplett zerstört. Zugegeben mit einer anderen App deren Name mir gerade nicht mehr einfällt. Ich kann nur davon abraten ein so hochwertiges Gerät im permanenten Netzbetrieb laufen zu lassen, wenn man es noch nutzen möchte.

    Für 30€ gibts ein richtiges Babyphone mit austauschbaren AAA Akkus.

  • Wie hoch ist die Reichweite ohne WLAN?

  • Ich hab das Problem dass die App weiterhin im Hintergrund aktiv bleibt obwohl vollständig geschlossen. Selbst nach Neustart zeigt es im island noch Aktivität an. Jemand ähnliches zu berichten?

  • Mit welcher Videoqualität wird denn gefilmt? Konnte in der Beschreibung nichts dazu finden.

  • Ich finde die Kameraqualität der iPhones (hier iPhone 16) bei Dunkelheit ohne IR-LEDs nicht ausreichend, um da wirklich etwas zu erkennen. Schon ein paar Mal einen FaceTime Anruf gestartet, als wir keine Babycam dabei hatten. Aufgrund der schlechten Nachtsicht dann aber eben nur auf den Ton verlassen.

  • Oliver (Entwickler von LIL1)

    Entwickler hier (dritter Versuch, meine Antworten von gestern hängen offenbar im Spam-Filter, daher jetzt gesammelt in einem Kommentar):

    @Jar: iPad wird voll unterstützt, die App läuft auf iPhone und iPad in jeder Kombination (ab iOS 17, auch auf Apple-Silicon-Macs). Danke @DirkW und @Monsieur Boon fürs Einspringen!

    @kreutzi, @Klaus, @scoo: Es läuft nicht nur über Bluetooth. Im selben WLAN entspricht die Reichweite eurer WLAN-Abdeckung. Ganz ohne WLAN verbinden sich die Geräte direkt per Peer-to-Peer-WLAN (wie bei AirDrop), das reicht in der Praxis für mehrere Räume, je nach Wänden. Internet braucht es nie. Guter Hinweis mit der fehlenden Angabe, das ergänze ich in der App-Store-Beschreibung.

    @smurfingPIXEL, @Vinschi: Die App selbst ist gratis, einfach auf beiden Geräten laden. Bezahlt wird nur einmalig auf dem Empfängergerät (2,99 €, gilt pro Apple-ID auf allen eigenen Geräten). Das Gerät beim Kind braucht keinen Kauf, egal wem es gehört. Deshalb ist die Familienfreigabe bewusst nicht aktiv, der Preis ist so kalkuliert, dass in den meisten Familien ein Kauf reicht.

    @Ovi, @Tim: Berechtigter Punkt beim Festeinbau rund um die Uhr. Dafür ist LIL1 aber nicht gedacht, sondern für unterwegs und zu Besuch, wenn das richtige Babyphone zu Hause liegt: gelegentlicher Betrieb am Ladegerät statt sechs Monate Dauerlast.

    @Matthias: Gestreamt wird mit 720p (H.264), direkt von Gerät zu Gerät.

    @Coar: Ehrlich gesagt: An echte IR-Nachtsicht kommt eine iPhone-Kamera nicht ran. LIL1 hat einen automatischen Nachtmodus, der die Belichtung im Dunkeln deutlich anhebt, bei etwas Restlicht (Nachtlicht, Türspalt) erkennt man gut etwas. Der Kern ist aber bewusst der Ton, inklusive Alarm bei lauten Geräuschen, Video ist die Zugabe.

    @Rainer Schlitz: FaceTime funktioniert, klar. Die Unterschiede: LIL1 braucht kein Internet (auch im Ferienhaus ohne Empfang), alarmiert aktiv bei Geräuschen und bei Verbindungsabriss, und es gibt keinen Anruf, den man erst aufbauen und annehmen muss.

    @DirkW: Danke für die Meldung, das war ein echter Bug und er ist bereits behoben, das Update (1.3.1) ist veröffentlicht. Zur Beruhigung: Es lief nichts mehr im Hintergrund, kein Mikrofon, keine Verbindung, die Anzeige im Dynamic Island war nur ein Überbleibsel. Bis zum Update: auf dem Sperrbildschirm die Aktivität einfach wegwischen, spätestens nach acht Stunden räumt iOS sie selbst weg.

    @henf, @SilvrEagle: Danke euch, das freut mich sehr!

    Viele Grüße, Oliver (Entwickler von LIL1)

    • Wow. Das Gerät ist zwar nichts mehr für mich (meine „Kids“ sind bereits jenseits der 30) aber dass Du hier alle Fragen praktisch an der Quelle geklärt hast, habe ich von einem Entwickler in dieser Form noch nicht gesehen. Du hast meine volle Hochachtung, Oliver! Klasse. Ich hoffe, die App wird der Erfolg, den Du auch verdienst.

    • P.S: @oliver: Familienkauf wäre natürlich dennoch nice to have, dann wäre man flexibler bei den Geräten.
      Wir haben für die Familie z.B. absichtlich von „selber apple-ID“ auf eigene IDs umgestellt, weil allein Anruflisten, Dateien und andere Dinge zwischen Geräten von Mutter, Frau, mir synchronisiert wurden, was wir aber überhaupt nicht wollten.
      Daher hat jetzt jeder seine eigene ID und wenn ich die App jetzt kaufe, könnten wir notfalls nicht ein anderes iPhone verwenden, wenn bei mir z.B. der Akku leer ist, oder ich mein Telefon vergessen habe.
      So, wie es jetzt ist, wäre ich immer darauf angewiesen, mein iPhone geladen dabeizuhaben, sonst funktioniert LiL1 sofort nicht mehr für uns alle (Habe nur ein iPhone, die Alten gebe ich immer ab und gehören dann nicht mehr zu meiner apple-ID)
      Evtl. würde das ja doch in deine Kalkulation passen.

    • Stark! Ich weiß zwar nicht, ob ich es jemals benötige, habe es dennoch gekauft. Eine Familienfreigabe zu integrieren, wäre trotzdem cool.

  • Oliver (Entwickler von LIL1)

    Entwickler-Update: Die Familienfreigabe ist ab sofort aktiv, ich habe sie gerade freigeschaltet. Und zwar rückwirkend: Wer schon gekauft hat, teilt die Freischaltung ab jetzt automatisch mit seiner Familiengruppe, ohne Update und ohne erneuten Kauf. (Das Badge auf der App-Store-Seite kann ein paar Stunden brauchen, bis Apple es anzeigt.)

    @scoo: Du hast es geahnt, es passte doch in die Kalkulation ;) Damit funktioniert genau dein Szenario: Jeder behält seine eigene Apple-ID, und wenn dein iPhone leer oder vergessen ist, übernimmt einfach das Gerät deiner Frau als Empfänger. Das Gerät beim Kind brauchte übrigens noch nie eine Freischaltung, das ist immer frei, egal wessen Gerät es ist.

    @macmercy: Danke dir! Genau dafür baut man sowas als Ein-Personen-Projekt: kurze Wege, direkte Antworten. Und wie du siehst, hat das Feedback hier direkt etwas bewirkt.

    Der Preis bleibt bei 2,99 €, einmalig, und ein Abo wird es nie: Die App läuft ohne Server, da gibt es nichts, was laufende Kosten rechtfertigen würde.

    Viele Grüße, Oliver

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