Minimalistisches Klapphandy ohne App Store
Light Flip: Klapphandy mit 5G und bewusst begrenztem Funktionsumfang
Der auf minimalistische Mobiltelefone spezialisierte Hersteller Light hat mit dem Light Flip ein neues Klapphandy vorgestellt. Das Gerät richtet sich an Nutzer, die telefonisch erreichbar bleiben möchten, aber auf soziale Netzwerke, App Stores und dauerhaft sichtbare Benachrichtigungen verzichten wollen. Eine Idee, die auch Geräte wie das Mudita Kompakt verfolgen. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Die ersten Geräte sollen im April 2027 ausgeliefert werden.
Im zusammengeklappten Zustand misst das Light Flip 110 × 58 × 19 Millimeter und wiegt 160 Gramm. Einen Bildschirm auf der Außenseite gibt es bewusst nicht. Lediglich eine kleine Leuchte informiert über neue Ereignisse. Erst nach dem Aufklappen wird das 2,8 Zoll große OLED-Display sichtbar. Bedient wird das Telefon nicht per Touchscreen, sondern über Zifferntasten, ein Steuerkreuz und zusätzliche Funktionstasten.
LightOS statt klassischem Smartphone-System
Als Betriebssystem kommt LightOS zum Einsatz. Die Software bietet ausgewählte Funktionen wie Kalender, Wecker, Navigation, Wettervorhersage, Musik, Podcasts, Notizen, Sprachmemos und einen Zwei-Faktor-Authentifikator. Für Nachrichten stehen eine T9-Worterkennung, Spracheingabe und Audiomitteilungen bereit. Eine offene Entwicklerplattform soll künftig zusätzliche Werkzeuge ermöglichen. Ein uneingeschränkter App Store ist jedoch nicht vorgesehen.
Im Inneren arbeitet ein MediaTek-Prozessor zusammen mit 6 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicherplatz. Das Telefon unterstützt 5G und LTE, WLAN, Bluetooth 5.0 sowie GPS. Zur Ausstattung gehören außerdem USB-C, ein klassischer Kopfhöreranschluss, Stereo-Lautsprecher und eine rückseitige Kamera. Der Sensor löst mit 50 Megapixeln auf, gespeichert werden Bilder mit 12 Megapixeln. Der Akku bietet eine Kapazität von 1.800 mAh. Das Gehäuse ist nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Kontaktloses Bezahlen ist mangels NFC aber leider nicht möglich.
Deutsche Mobilfunknetze werden unterstützt
Nach Angaben des Herstellers ist das Light Flip in Deutschland mit den Netzen von Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 Drillisch kompatibel. Das Betriebssystem steht zunächst nur auf Englisch zur Verfügung. Eingehende Nachrichten können verschiedene Sprachen und Sonderzeichen darstellen. Die Tastatur unterstützt unter anderem das deutsche QWERTZ-Layout. Weitere Sprachversionen sind geplant, einen Termin nennt Light jedoch nicht.
Das entsperrte Light Flip kostet im Rahmen der Vorbestellung 299 Dollar. Die erste Produktionscharge für April 2027 ist bereits vergriffen. Weitere Auslieferungen sind für Ende April sowie Mai vorgesehen.
Ein wirklich nettes Zweit-Handy, aber aufgepasst: Bei Bestellungen nach Deutschland können zusätzlich Mehrwertsteuer, Zollgebühren und weitere Einfuhrkosten anfallen.



Genial, back to the roots.
Vielleicht ein gutes Phone für die Smartphone-Aussteiger.
Detox für die reizüberfluteten Kiddies.
Einfach mal telefonieren und sich verabreden
Wie bitte? Was?
T E L E F O N I E R E N ???
Was ist das – wie geht das – sprechen, in Echtzeit?
OMG
/sarcasm_off
SCNR
Und Textnachrichten mit T9 schreiben. Nein danke.
Damit gab es gefühlt weniger Schreibfehler als mit der aktuellen Autopolitur von iOS.
Ja genau, dafür muss man sich unbedingt Plastikschrott für 300€ zulegen. Mit dem bereits vorhandenen Handy (was ja künftig immer weiter unabdingbar wird) geht das ja nicht.
Wie wäre es, wenn man einfach mal Dinge selbst in die Hand nimmt, statt darauf zu hoffen, dass irgendwer die eigenen Probleme löst? Wenn es dir nach „echten“ Kontakten gelüstet, dann ruf doch einfach deine Freunde an. Wenn sie keine Zeit für dich haben, solltest du dich eh fragen, ob es die Richtigen sind.
Telefonieren? – wenn ich den Nachwuchs frage zu diesem Thema, ist die Antwort: No Whatsapp-Call? Wie soll man dann „telefonieren“können?
Naja …
Puh. Verstehe ja das Konzept, und ehrlicherweise würde mich interessieren mal einen Monat lag so eine Art von Detox auszuprobieren, aber 300$ und das Design finde ich etwas grenzwertig.
300US$ sind einfach lächerlich für das Teil
schon klar, dass Apple so einen Modus nicht haben will, aber kann es dann nicht aussehen wie ein modernes Smartphone – muss es wie ein Rentner-Phone aussehn
Bist Du auch ein Rentner? Unterstützender Zugriff in Deinem iOS Menü, danach hast Du ein Großtasten-iPhone.
Back to the Roots. Keine Schönheit, aber auf Baustellen etc. ganz sinnvoll.
Na klar, auf Baustellen ein fragiles Klappgerät.
Vielleicht wegen des Backstein Designs.
Aber im Großen und Ganzen eine nette Idee, aber doch nicht für 300 Steine.
Dann kann ich ja endlich wieder meine alten Nokia Knochen rausholen… die Akkus sind mindestens noch auf 54%…
joah, Problem ist, dass der Alltag ohne Whatsapp und Carplay eigentlich nicht mehr zu wuppen ist. Aus diesem Grund bleibe ich beim iPhone und versuche halt das dann so einzuschränken, dass es nicht zu sehr ablenkt. Schwierig.
Sind ja nicht die ersten, mit dieser Idee:
https://commodore.net/callback/