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Künstlicher Finger soll US-Behörden Zugriff auf gesperrtes Smartphone verschaffen

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Ein Wissenschaftler der Michigan State University soll den US-Behörden dabei helfen, ein Smartphone zu entsperren. Die geplante Art und Weise mutet etwas gruselig an: Ein künstlicher Finger soll den Touch-ID-Sensor des Telefons überlisten.

Der Hochschul-Professor Anil Jain beschäftigt sich intensiv mit biometrischen Erkennungsverfahren, beispielsweise Gesichtserkennung, Identifikation von Tätowierungen oder eben Fingerabdruck-Scannern. Nun soll der Wissenschaftler der amerikanischen Polizei dabei Helfen, einen Mörder zu fassen. Hierzu benötigen die Beamten Zugriff auf das Smartphone des Opfers und Jain soll für diesen Zweck dessen Finger künstlich nachbilden.

Die Fingerabdrücke des Opfers liegen praktischerweise vor. Die eigentliche Herausforderung ist es allerdings, den künstlichen Finger zu erstellen. Ein „einfacher“ 3D-Druck genügt nicht, da Fingerabdrucksensoren meist kapazitiv arbeiten und sogenannte Feldveränderungen wahrnehmen. Daher muss der rekonstruierte Finger noch mit einer feinen Schicht aus Metallpartikeln belegt werden, um dem Sensor die Leitfähigkeit der Haut vorzugaukeln.

Touch Id Fingerabdruck Nachmachen

Ob das Ganze klappt, wissen wir noch nicht. Die Wissenschaftler sind noch ein Weilchen damit beschäftigt, den Finger fertig zu stellen. Juristisch wirft die Prozedur allerdings zweifellos neue Diskussionen auf, denn auf diesem Weg umschiffen die Behörden im Zweifel auch mal eben den Streit um Unterstützung der Hersteller beim Entsperren verschlüsselter Smartphones.

Fusion Magazine via Engadget
Hinweis: In einer früheren Version war hier von einem iPhone die Rede, richtig ist allerdings, dass es allgemein um ein „Smartphone“ geht. Sorry!

Freitag, 22. Jul 2016, 9:58 Uhr — chris
50 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • warum gehen die nicht einfach in die Kühlkammer und halten den Finger von der Leiche aufs Handy? Erinnert mich grade ein wenig an die Story mit dem Kuli für´s All. Die Russen haben einfach nen Bleistift genommen….

    • Nur das die amis keinen Bleistift nehmen wollten, da der Graphit Abrieb beim schreiben, die Späne beim spitzen, und die abgebrochenen spitzen, in die Elektronik schweben könnten und diese so zerstört werden würde.

    • offenbar hast Du’s noch nicht mit kalten Fingern probiert?

    • Wieso gehen hier alle direkt von einer Leiche aus?
      Sollte das Salonfähig werden, gibt es irgendwo eine Hausdurchsuchung -aus welchen Gründen auch immer- der Smartphone wird konfesziert.
      Es werden Fingerabdrücke entnommen, gescannt und womöglich noch im speziellen Einsatzfahrzeug via 3D erzeugt. Schwups die Wups ist das Teil entsperrt, alle Infos bekannt und es kann zum besten Kumpel/Kollege/Lieferant/Komplize oder sonst wem gefahren werden.
      Dann das gleiche Spiel aufs neue! Läuft…

    • Der CCC hat das doch längst geknackt – gibt’s auch ne Podcastfolge über das how to

    • Die Frage kannst du dir selbst beantworten ^^

  • BruderBleistift

    Nach 48h wird doch der Passcode abgefragt. Besser sie lassen sich nicht Zuviel Zeit..

  • Ist ein toter Finger denn noch leitfähig? Eher nicht,

  • Dann muss er sich aber beeilen, denn wenn TouchID länger nicht benutzt wurde wird es gesperrt.

  • Sie sollten sich auf jeden Fall nicht mehr als 6 Tage Zeit lassen, sonst benötigen sie dennoch Kennwort.

  • …das wird wohl nix.
    Nach wieviel Stunden brauch Touch ID den Sperrcode?
    Wenn die nach einigen Tagen noch dran sind, war die Mühe wohl umsonst.

  • Der CCC hat das doch damals am 1. Tag geschafft und dabei soweit ich mich erinnere den Abdruck einfach mit Holzleim nachgebildet

  • Weil eine Leiche „Stromlos“ ist.

  • touch id ist die grösste schwachstelle und keine traut es sich sagen.
    jeder von uns muss seine fingerabdrücke dem staat geben – somit hat der sofort zugriff auf alles.

    • Schwachstelle würde ich „TouchID“ nicht nennen, man kann ja auch einen anderen Körperbereich einscannen und diesen dann zum entsperren nutzen.

      z.B. Nase oder Handballen… ( sieht dann halt ggf. seltsam beim entsperren aus )

    • Wer sagt, dass du für deine TouchID einen Finger anlernen musst? Nimm die Nasenspitze, deinen Ellenbogen, ein Teil deiner Handinnenfläche, nen Zeh, dein Ohrläppchen, deine Stirn oder lass es mit der TouchID und nutz ein Passwort.

    • Du bist hohl und hast keine Ahnung davon, wie die Fingerabdrucktechnik im iPhone funktioniert und ich bin der erste der sich traut dir das zu sagen. Touch ID misst die Leitfähigkeit der Menschlichen Haut und entsperrt erst danach. Ein reine Abdruck ohne geeignetes „Trägermaterial“ nützt dir somit absolut gar nichts.

      • Attrappe auf den eigenen Finger (sprich den Finger des Forensikers) kleben und entsperren. Kein Problem.

      • Tja du solltest dir mal die CCC Videos zum Thema anschauen. Der Vorredner hat Recht: TouchID ist ein Komfort-Feature und KEIN Sicherheits-Feature! Sicherheit gibt es nur mit Passcode-only!

    • Informier dich doch mal bitte wie TouchID funktioniert anstatt hier unqualifizierten Mist von dir zu geben….

    • Du gibst ja nur den Daumen und der wird glaube ich auch nicht gespeichert. Aber bei der Einreise in die USA gibt man alle zehn Fingerabdrücke weiter.

    • Der Fingerabdruck wird nur im Handy gespeichert und nicht an Apple übertragen … Banane!
      Weiterhin haben als nur paar Tage, dann verlangt das Handy den Code.

      Ach und dann aber PokoSchrott spielen? :)

      • Apple speichert nur die „Checksumme“ des Fingerabdrucks, aber die US-Behörden machen eine Foto von beiden Handflächen und heben diese auf. Damit kann man wiederum eine Attrappe ausdrucken und ein solches Telefon entsperren.

  • Ich habe kürzlich meinen Personalausweis beantragt und es war freiwillig die Fingerabdrücke zu geben.

  • @der Mann: ich entschuldige mich im Namen des Vorredners: Du bist nicht „hohl“, Du bist nur unwissend…

  • Im verlinkten original Bericht wird übrigens nur von „phone“ gesprochen, nicht von „iPhone“.
    Mit einem iPhone würde es auch wie schon oben erwähnt schwierig, da nach 48 Stunden der Passcode nötig wird.

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