iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 43 973 Artikel

Täglich rund 75.000 neue KI-Titel

Jeder zweite Song: Deezer wird von KI-Musik geflutet

Artikel auf Mastodon teilen.
41 Kommentare 41

Bei dem Musik-Streaming-Anbieter Deezer hat sich der Anteil künstlich erzeugter Musik massiv erhöht. Nach Angaben des Unternehmens werden täglich rund 75.000 neue Titel hochgeladen, die vollständig von KI-Systemen erstellt wurden. Das entspricht mit 44 Prozent fast der Hälfte aller täglichen Uploads. Innerhalb eines Monats summiert sich dies auf mehr als zwei Millionen neue Stücke.

Deezer Playlist App

Die Entwicklung hat sich innerhalb kurzer Zeit beschleunigt. Anfang 2025 lag die Zahl der täglich hochgeladenen KI-Titel noch bei etwa 10.000. Parallel dazu hat Deezer nach eigenen Angaben bereits mehr als 13 Millionen solcher Titel identifiziert und entsprechend gekennzeichnet.

Trotz der großen Menge bleibt die tatsächliche Nutzung bislang gering. Nur ein kleiner Teil der Streams entfällt auf diese Inhalte. Zudem stuft Deezer einen Großteil der Abrufe als manipuliert ein und schließt diese von Vergütungen aus. Damit soll verhindert werden, dass automatisierte Inhalte die Einnahmen klassischer Künstler beeinflussen.

Kennzeichnung und Einschränkungen

Deezer setzt nach eigenen Angaben auf mehrere Maßnahmen, um mit dem wachsenden Anteil synthetischer Musik umzugehen. Bereits seit 2025 erkennt ein eigenes System KI-generierte Titel und versieht sie mit entsprechenden Hinweisen. Darüber hinaus werden diese Stücke nicht in algorithmischen Empfehlungen oder redaktionellen Playlists berücksichtigt.

Zusätzlich speichert der Dienst für solche Inhalte keine hochauflösenden Versionen mehr. Auch die Erkennungstechnologie stellt das Unternehmen inzwischen anderen Anbietern zur Verfügung. Ziel ist es, branchenweit einheitliche Standards für Transparenz und den Umgang mit KI-Inhalten zu schaffen.

Einnahmen brechen Weg

Eine Umfrage unter Nutzern zeigt, dass viele Hörer den Unterschied zwischen menschlich produzierter und künstlich erzeugter Musik kaum wahrnehmen. Gleichzeitig spricht sich eine Mehrheit dafür aus, entsprechende Inhalte klar zu kennzeichnen. Ein Teil der Befragten plädiert zudem dafür, KI-Titel nicht gemeinsam mit klassischen Produktionen in Charts zu führen.

Umsatz Ki Musik 2500

Studien aus der Musikbranche gehen davon aus, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen erheblich sein könnten. Bis zum Jahr 2028 könnten die Einnahmen von menschlichen Musikern um ein Viertel einbrechen, wenn sich der Trend fortsetzt.

Laden im App Store
Deezer: Musik & Hörbücher
Deezer: Musik & Hörbücher
Entwickler: DEEZER SA
Preis: Kostenlos+
Laden

21. Apr. 2026 um 16:04 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    41 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Vielleicht wurde das schon hinlänglich behirnt: Copyright auf KI-Inhalte? Eher nicht.
    Kostenreduktion für Ki-Streaming? Wäre zu überlegen, ob gerechtfertigt.

  • Das wird sich auf Dauer nicht mehr verhindern lassen (nur Überschrift gelesen)

  • Klare Kennzeichnung wäre aus meiner Sicht ein Vorteil für beide Seiten. So kann sich KI generierter Content, als eigene Kunstform weiterentwickeln, bzw. zu einer werden.

    • Hör bitte auf KI und eigene Kunstform in einen Zusammenhang zu bringen. KI kann keine Kunst erschaffen sondern nur vorhandene Kunst neu zusammensetzen. Das ist kein schöpferischer Prozess, zumal es willkürlich passiert.

      • Danke! Gute Erklärung!!

      • Jaein. Wenn wir aktuell noch davon ausgehen, dass ein Mensch der KI Anweisungen gibt, schaut das aus meiner Sicht etwas anders aus.

        Wenn KI sich aber irgendwann „selbst“ Befehle gibt, geb ich dir recht.

        Was meine ich: nur weil jemand selber kein Klavier spielen kann, heißt das nicht, dass er keinen guten Geschmack hat und tolle Stücke schreiben könnte. Deshalb bin ich absolut dafür, die Stucke zu trennen. Jemand sollte dafür geachtet werden, weil er das Klavierspielen beherrscht, auch wenn er die Stücke anderer Leute spielt und nicht selbst komponiert.
        Umgekehrt darf jemand geachtet werden, wenn er eigene Stücke komponiert, auch wenn er selbst nicht spielen kann.

      • Nein, stimmt so nicht. Stürmisch ist sie in der Lage, eigene Musik zu komponieren. Eine KI ist auch in der Lage, Kunst zu verstehen. Vielleicht beschäftigst du dich mal mehr mit dem Thema und bleibst nicht vor 2 Jahren stecke.

      • Lieber Jan. Schon wenn du sagst, dass eine KI etwas verstehen kann, zeigt das, dass du nichts davon verstehst. Nur weil eine Antwort der KI zu dem passt, was du gefragt oder gesagt hast, heißt das nicht, dass sie dich versteht. Oder irgendetwas von dem, was sie selbst sagt. Es ist lediglich eine „Maschine“, die Wortsilben zusammenfügt, die zu deiner Aussage passen. Und das nicht auf Grundlage von Verständnis. Sondern von Wahrscheinlichkeiten und Vektoren. Sie begreift selbst überhaupt gar nichts. Willst du einen Beweis? Frage ChatGPT mal folgendes: „Wird ChatGPT mit einem oder 2 s geschrieben?“ Dir wird dann ganz genau erklärt, dass man ChatGPT mit einem s schreibt. Vollkommen absurd. Aber die KI versteht einfach nicht was sie da schreibt. Klar?

      • ich habe sowohl ChatGPT und Grok diese Frage gestellt. Und nachgefragt warum sie so antworten. Denn beide haben diese Frage als Witz verstanden, weil viele Leute ChatGPT falsch schreiben. Und weil die Frage absurd ist (also lustig) sind sie auf dieser humorvollen Ebene eingestiegen. Die verstehen also sehr wohl, aber sie können dir nicht hinter die Stirn schauen. Du hast das als Test gemeint und die KI hat es als Witz interpretiert.

      • Das war hiphop auch, gesampled und zusammengesetzt. So what

      • Das ist vollkommener Quatsch. Als könne eine KI Spaß verstehen. Ihr kapiert einfach nicht wie eine KI arbeitet. Bitte beschäftigt euch mal damit. Bevor ihr einer KI Humor andichtet. Ich lach mich tot. :D

      • Außerdem hast du es ja nicht falsch geschrieben. Ergo ist eine witzige Interpretation nur das Ergebnis der Berechnung, was du für eine Antwort erwarten würdest. Aber ich glaube das geht hier nicht in die Köpfe von Menschen, die nicht aus der IT stammen. Für uns ist das völlig klar und für euch Magie. Oder wie ein echter Mensch. :D

      • nur weil etwas synthetisch ist, bedeutet es nicht, dass es nicht existiert.

  • Führt ein „ohne KI“-Modus ein und verlangt noch mal 5€ im Monat mehr. Das wird auf jeden Fall kommen.

    • Und keiner wird es buchen weil es jedem total egal ist. Wenn die Musik gut ist, ist es doch total egal wie oder wer oder was es geschaffen hat.

      • Seh ich anders. Begeistert mich nicht, verliere sofort den Bezug sobald ich weiß das es mit KI erstellt ist, das gleiche gilt für Videos und Bilder. Dieses KI Zeug langweilt mich massiv und beeindruckt mich lediglich aus technischer Sicht.

      • Ganz genau jan. Bilder und Antworten auf sämtliche Fragen darf die ai aber musik nicht. Doppelmoral 1000

  • Überall soll Energie der Umwelt zuliebe gespart werden, aber allein hierfür werden durch KI-Rechenleistung Gigawatt verballert, um ’nen schnellen Euro/Doller/whatever über die Musikdienste zu verdienen.
    Ich mutmaße mal, dass der künstlerische Anspruch hierbei bei nur maximal 0,001% der Inhalte gegeben ist.

    • Früher, in den 70ern gab es echte, handgemachte Musik, eingespielt von echten Musikern auf echten Instrumenten. Seit dem Aufkommen von Synthesizern (die ersten Synthesizer wurden noch per Lochkarte programmiert), Drum machines und Co werden Songs programmiert, nicht komponiert. Somit wurde bereits frühzeitig die Übergangsschnittstelle zu KI-Klängen (keine Musik) geschaffen. Eine geradezu zwangsläufige Entwicklung…

  • Wer Musik hört, die genauso gut von einer kI stammen könnte, genießt mein volles Mitgefühl!

  • Hmmm, wenn ich manche elektronische Musik höre, dann fällt es mir schwer, das von KI erzeugten Stücken zu unterscheiden. Denn was macht so eine spezialisierte KI denn? Sie lernt aus vorhandenem Material und setzt es neu gemixt um. Was eine KI auch 100% vermeiden kann, Plagiate. Denn was erlaubt ist, ist klar definiert und die KI berücksichtigt das. Ist der Zahn der Zeit…

    • Dir KI hat ein großes Problem, sie hat keine Seele!
      Hör dir mal Jan Garbarek – Twelve Moons an. So etwas kann eine KI NIEMALS produzieren. Das kann eine Maschine einfach nicht…..

      • Die spielen /üben aber schon viele jahre, die ki erst wenige. Warte mal 10 jahre, dann wird die interaktion für musikschaffende anders sein

    • Ok Jürgen. Du hast keine Ahnung von Kunst. Dann erlaub dir aber auch kein Urteil über etwas, womit andere ihren Lebensunterhalt verdienen.

      • Nomen est omen …

      • KI und Kunst in einem Satz zu erwähnen…
        der Punkt ist doch der, Kunst erfordert eine Idee, einen Ausdruck und am Ende die Begeisterung das jemand was geschaffen hat was ich selbst nicht kann oder ich jemanden dafür bewundere. Mich vor nen PC zu setzen und ner Maschine in Worten zu erklären was ich will, solange bis ich’s habe ist keine Kunst und schon gar nicht bin ich der Künstler.

      • Wow, ich dachte immer, was Kunst ist, kann man nicht festlegen. Und dass es „immer“ nur der Mensch kann oder darf, das wusste ich auch nicht, sorry…

  • Ki Musik auf Streaming Platformen zu laden ist ja nur die Vorstufe. Meine 3 Vorhersagen für die nächsten Jahre:

    Ki Musik wird es als personalisierten Radiosender geben der basierend auf den Vorlieben in Echtzeit Musik generiert.

    Dafür wird sich der ohnehin schon bestehende Trend verstärken, dass Künstler nur mit Konzerten wirklich Geld verdienen.

    Musik Branche wird noch stärker datengetrieben Songs konstruieren, die speziell auf eine Zielgruppe zugeschnitten werden. Die iterationsgeschwindigkeit und Feedback Zyklen werden noch schneller.

  • Tja, da bestätigt es sich wieder – die Büchse der Pandora ist geöffnet. Dieser ganze KI Mist wird uns irgendwann noch fürchterlich auf die Füße fallen. Für den Bereich der Musik tun mir die Leute leid, die sowas gut finden. Denn sie haben nicht verstanden, dass Musik von echten Gefühlen lebt.

      • Ziemlich dumm die Antwort, denk mal drüber nach!

      • Ist das so? In einer Welt, wo viele Mrd Menschen leben, wird man niemals alle gleichschalten können. Und es wird immer welche geben, die Innovationen erschaffen. Ob man das gut findet, oder nicht. Also sollte man mitmachen und es für sich positiv gestalten. Denn nur Jammern, wird nichts verhindern oder verbessern…

    Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 43973 Artikel in den vergangenen 6837 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven