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Apple und Foxconn in der Kritik

iPhone-Produktion in Indien: Werk aufgrund miserabler Arbeitsbedingungen geschlossen

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Apple sieht sich zum Jahresende einmal mehr mit schlechten Schlagzeilen bezüglich der Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern konfrontiert. Einem Reuters-Bericht zufolge wurde ein Werk des Apple-Vertragspartners Foxconn nahe der indischen Stadt Chennai geschlossen, nachdem mehr als 250 Mitarbeiter an Lebensmittelvergiftungen erkrankt waren. Bereits zuvor stand die iPhone-Produktionsstätte angesichts der dort herrschenden katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Kritik.

Die aus der südindischen Foxconn-Niederlassung geschilderten Arbeitsbedingungen erinnern an vergangene Berichte aus entsprechenden Fabriken aus China. Die für die Endmontage der iPhones zuständigen Frauen wurden dort offenbar in überfüllten Schlafsälen mit Toiletten ohne Spülung untergebracht, das Essen sei teils von Würmern befallen gewesen und es wird von Ungeziefer in Küchen und Speisesälen berichtet.

Ingesamt sind normalerweise 17.000 Personen in dem Foxconn-Werk beschäftigt. Damit verbunden wurde insbesondere auch das Fehlen wichtiger Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Die Furcht vor einer Masseninfektion und die steigende Zahl von Lebensmittelvergiftungen sorgten letztendlich wohl auch dafür, dass es Mitte Dezember zu Protesten seitens der Beschäftigen kam.

Reuters hat mit sechs dort beschäftigten Frauen gesprochen, die über die unwürdigen Bedingungen berichtetet haben. So wurden zwischen sechs und 30 Frauen gemeinsam in Schlafsälen untergebracht und die in den Unterbringungsstätten lebenden Personen hätten mit verschiedenen Krankheiten, darunter Hautreizungen und Lebensmittelvergiftungen zu kämpfen.

Apple bestätigt Missstände

Angesichts der massiven Kritik sieht sich offenbar auch Apple in der Pflicht. Der iPhone-Hersteller hat gegenüber Reuters bestätigt, dass festgestellt wurde, dass die Produktionsbedingungen teilweise nicht den erforderlichen Standards entsprächen und dass das Werk aus diesem Grund vorübergehend geschlossen wurde.

Wir haben festgestellt, dass einige der abgelegenen Schlaf- und Speiseräume, die für die Mitarbeiter genutzt werden, nicht unseren Anforderungen entsprechen, und wir arbeiten mit dem Zulieferer zusammen, um sicherzustellen, dass eine umfassende Reihe von Korrekturmaßnahmen schnell umgesetzt wird.

Apple setzt bereits seit geraumer Zeit auf Indien als wichtigen Produktionsstandort für das iPhone. Insbesondere dort herrschende niedrige Lohnniveau macht das Land als Alternative zu der nicht zuletzt auch aus politischen Gründen kritisierten Produktion in China für Hersteller wie Apple attraktiv.

31. Dez 2021 um 07:49 Uhr von chris Fehler gefunden?


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