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Forensik-Tools lesen Speicher aus

iPhone-Daten: Für bestmöglichen Schutz müsst ihr selbst sorgen

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Apple gibt euch umfangreiche Schutzmechanismen für eure privaten Daten an die Hand, ihr müsst sie allerdings auch nutzen. Wie wichtig dies ist, zeigt ein Blick auf die von den Unternehmen Cellebrite und ElcomSoft angebotenen Forensik-Werkzeuge.

Iphone Mac

UFED findet gelöschte Informationen

Cellebrite ist schon seit Jahren mit einer Software namens Universal Forensic Extraction Device (UFED) auf dem Markt. Das Tool wird dem Unternehmen zufolge von Polizei, Militär und staatlichen Einrichtungen verwendet, um auf Mobiltelefonen und Navigationsgeräten gespeicherte Daten auszuwerten. Das US-Magazin ZDNet konnte nun einen Blick auf offenbar mit UFED erstellte Auswertungen eines iPhone 5 mit iOS 8 werfen.

Die gute Nachricht: Wenn euer iPhone mit einem Passcode geschützt ist und die Daten dem zufolge verschlüsselt sind, kann die Software dem aktuellen Kenntnisstand zufolge nichts ausrichten. Ist das Gerät aber entsperrt, so listet der Bericht neben einer übersichtlichen Auswertung der regulär zugänglichen Informationen teils sogar bereits gelöschte Informationen, darunter Kalendereinträge, Notizen, Kontakte oder Einträge aus der Anrufliste.

ElcomSoft liest iCloud-Speicher aus

Der Cellebrite-Konkurrent ElcomSoft bietet mit Phone Breaker eine Software an, mit der sich nicht nur iPhone-Backups auslesen, sondern den Entwicklern zufolge auch aktuelle iCloud-Informationen auslesen lassen. Hintergrund ist die Tatsache, dass Backups maximal einmal täglich, Anrufprotokolle und dergleichen aber ständig live synchronisiert werden.

ElcomSoft Phone Breaker 6.30 extrahiert ab sofort auch diese in regelmäßigen Abständen synchronisierten Daten von den Cloud-Servern von Apple, darunter Anrufprotokolle, Kontakte, Notizen und Kalendereinträge. Ebenfalls erworben werden können außerdem synchronisierte Browser-Aktivitäten in Safari, die mehrmals am Tag automatisch in die Cloud hochgeladen werden. Damit haben Ermittler Zugriff auf aktuellste Informationen über offene Tabs und den allgemeinen Browser-Verlauf.

Um die Daten aus der Cloud lesen zu können, sind allerdings die Apple-ID und das Kennwort des Benutzers, oder dessen iCloud-Authentifizierungs-Token des Benutzers erforderlich. Letzteres lässt sich ElcomSoft zufolge extrahieren, sobald die Behörden Zugriff auf den Mac oder PC des Nutzers haben und ermöglicht es offenbar auch, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen.

Panik ist angesichts der obigen Enthüllungen sicher nicht angebracht. Die geschilderten Möglichkeiten zeigen jedoch deutlich, dass es hundertprozentigen Schutz der persönlichen Daten kaum gibt. Ihr könnt eurerseits nur dafür sorgen, dass ihr diesen Schutz auf das Maximum anhebt und die euch diesbezüglich zur Verfügung stehenden Mittel nutzt – zum Beispiel eben Apples erweiterten Passcode-Schutz und die Verwendung sicherer Kennwörter für eure Benutzerkonten.

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23. Dez 2016 um 11:25 Uhr von chris Fehler gefunden?


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