Lichtsterne, Reflexe und Schärfe
iPhone 18 Pro im Alltag: Was die variable Blende bringt
Das iPhone 18 Pro ist seit knapp einer Woche auf dem Markt. Nach den ersten Tagen mit dem neuen Modell haben sich bei uns bereits mehrere Punkte herauskristallisiert, die das Upgrade interessanter machen, als es der erste Blick auf das Datenblatt vermuten lässt.
In einer kleinen Artikelserie wollen wir deshalb einzelne Neuerungen genauer betrachten. Den Anfang macht die Kamera und hier eine Funktion, die zunächst nach Fotografie-Nerdwissen klingt: die variable Blende der Hauptkamera.
Vier Blendenstufen statt einer festen Öffnung
Erstmals lässt sich die Blende der iPhone-Hauptkamera tatsächlich verändern. Zur Wahl stehen f/1,48, f/1,8, f/2,8 und f/4. Im normalen Automatikbetrieb muss man sich damit nicht beschäftigen. Das iPhone entscheidet selbst, welche Öffnung zur jeweiligen Situation passt.
Bei wenig Licht kann die Kamera weit auf f/1,48 öffnen. Dadurch gelangt mehr Licht auf den Sensor und kürzere Belichtungszeiten werden möglich. Mit f/2,8 oder f/4 wächst dagegen die Schärfentiefe. Bei Gruppenbildern oder Motiven mit mehreren Ebenen lässt sich so mehr vom Vorder- bis in den Hintergrund scharf halten.
Die Unterschiede fallen wegen des kleinen Smartphone-Sensors weniger drastisch aus als bei einer Profikamera. Trotzdem verändert die Blende tatsächlich die optischen Eigenschaften der Aufnahme.
Die Blende lässt sich direkt selbst wählen
Wer die Entscheidung nicht der Automatik überlassen möchte, kann die Blende über die neuen Pro-Bedienelemente der Kamera-App festlegen. Die zusätzlichen Regler werden zunächst über „Bearbeiten“ eingeblendet und lassen sich anschließend so anordnen, dass häufig verwendete Einstellungen direkt erreichbar sind.
Neben der Blende können dort unter anderem Verschlusszeit, Weißabgleich, Fokus und Histogramm abgelegt werden. Für die Blende erscheinen die vier Werte als direkte Auswahl.
Die variable Blende steht allerdings nur an der Hauptkamera zur Verfügung. Bei Makroaufnahmen und beim stärkeren Zoom mit dem Teleobjektiv fehlt die Blendenwahl.
Lichtsterne, Reflexe und Schärfe
Besonders sichtbar wird die neue Mechanik bei punktförmigen Lichtquellen. Straßenlaternen, Scheinwerfer oder die Sonne können abhängig von der gewählten Blende unterschiedlich ausgeprägte Lichtsterne erzeugen. Gerade bei nächtlichen Stadtaufnahmen lohnt es sich deshalb, mit den verschiedenen Werten zu experimentieren.
Störende Lens Flares verschwinden dadurch allerdings nicht. Bei starkem Gegenlicht können weiterhin farbige Geisterbilder auftreten. Auch f/1,48 ist nicht grundsätzlich die beste Einstellung. Die maximale Öffnung bringt zwar mehr Licht, kann aber zum Bildrand hin etwas Schärfe kosten. Bei ausreichend Licht kann eine etwas geschlossenere Blende daher die ausgewogenere Aufnahme liefern.
Gerade diese Wahlmöglichkeit gefällt uns nach den ersten Tagen. Man kann die Kamera weiterhin vollständig automatisch verwenden, bekommt auf Wunsch aber deutlich mehr optische Kontrolle direkt in Apples Kamera-App.
Wer sich zusätzlich ausführlich mit dem kompletten Kamerasystem beschäftigen möchte, dem empfehlen wir die umfangreiche, fast 40 Minuten lange Kamera-Review des iPhone 18 Pro von PetaPixel mit zahlreichen Foto- und Videobeispielen.




Sehr cool! Danke fürs Testen!
Nichts, was ich brauche. Danke. Meine Entscheidung war gut, dieses iPhone auszulassen.