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In zwei Jahren…

Interessante Technik: iPhone soll „echtes“ Teleobjektiv bekommen

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Apple soll in zwei Jahren die ersten iPhone-Modelle mit optischem Teleobjektiv anbieten. Dies geht aus einer Marktstudie des auf Apple-Themen spezialisieren Analysten Ming Chi Kuo hervor. Zudem verspricht Kuo bereits mit dem iPhone 12 eine optimierte Autofokus-Funktion, Apple greife hier auf verbesserte Technologien zurück.

Kamera Samsung Galaxy S20 Ultra Vs Iphone 11 Pro

Smartphone-Kameras – Bild: ifixit

Kuos Voraussagen erweisen sich meist als treffend, doch ist in diesem Fall eher die grundsätzliche Erwähnung einer Tele-Funktion im Zusammenhang mit dem iPhone interessant. Apple folgt damit Herstellern wie Huawei oder zuletzt Samsung, die dergleichen jetzt schon in ihren Premium-Geräte anbieten.

Um eine mehrstufige Teleobjektiv-Funktion bei einem Smartphone zu realisieren, muss getrickst werden. Ihr kennt vermutlich die klassischen, lang ausziehbaren Teleobjektive – dergleichen fällt beim schlanken Smartphone unten durch. Die Hersteller bedienen sich stattdessen eines Systems, das allgemein als „periskopisches Teleobjektiv“ umschrieben wird. Um das Smartphone nicht dicker zu machen, muss die für die Vergrößerung benötigte Technologie anderweitig im Gerät untergebracht werden. Der Bildsensor befindet sich dann nicht direkt hinter der lichteinlassenden Linse, sondern die Lichtstrahlen müssen zunächst einen mithilfe von weiteren Linsen und Spiegeln konstruierten Weg in einer einem Periskop ähnlichen und in dem vorhandenen iPhone-Gehäuse untergebrachten Röhre zurücklegen, ehe sie auf den Bildsensor treffen.

Die US-Webseite MacRumors verweist in diesem Zusammenhang auf ein bereits von Apple angemeldetes Patent, dessen Beschreibung zufolge der iPhone-Hersteller das von der Kamera eingefangene Licht auf eine zweite Linse spiegeln will, die beweglich gelagert ist und somit Zoom-Funktionen bereitstellen kann.

Mittwoch, 22. Jul 2020, 12:38 Uhr — chris
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  • Krass! Genial, wenn das gut funktioniert!

    • Naja, so ganz neu ist die Idee auch nicht.

      Hat Minolta schon 2003 in meiner X20 so gemacht. Funktionierte damals schon super. Apple dürfte nur die Miniatursierung weiter voran getrieben haben, so dass man das endlich mit einer entsprechenden Ausfallsicherheit und Lebensdauer ins Smartphone einbauen kann. Mich hats eh schon lange gewundert, dass da noch keiner der Hersteller (gerade auch die Foto-affinen) auf die Idee gekommen ist.

      https://www.digicammuseum.de/kameras/detailansicht/kamera/Kamera/show/dimage-x20/

      • Auch Fuji oder Sony (?) hatten seinerzeit und später sowas.

        Scheint aber wieder vom Kamera-Markt verschwunden zu sei, warum auch immer…

    • Es wird gut funktionieren sonst baut es Apple nicht

      • Weil Apple ja immer nur Technologien genutzt oder verbaut hat, die 100%ig perfekt funktionieren. ;-)

      • Hach, der Witz war gut…
        Apple hat so etliche Produkte und Zubehörartikel auf den Markt gebracht, die kaum vernünftig zu bedienen sind.
        Etwa die unsägliche und ohne Aufsatz von Fremdanbietern nicht nutzbare und kreisrunde „Hamburgermaus“ die mit den bunten iMacs und Powermacs geliefert wurde. In einem Atemzug dazu die Mäusetastatur dieser Macs. Ich finde auch die aktuellen Mäuse und Tastaturen grenzwertig. Ebenso wie die Apple TV Fernbedienung. Oder das „aktuelle“ externe DVD-Laufwerk – bleibt ne DVD stecken, gibt es keinen mechanischen Notauswurf und du musst das Ding komplett zerlegen, was zumeist mit Zerstörung daherkommt. Dazu noxh Materialprobleme bei diversen Cases

      • Ich sage nur ATV Fernbedienung….

      • Du meinst die Maus und Tastatur des iMac von 1998? Das ist wirklich ein Maßstab.

  • Dann kann man dich auch bald ein U-Boot für die Blutbahnen bauen :)

  • Als Laie, der für Laien aufgearbeitete Berichte über Kameras in Smartphonen liest, kann ich immer nur anerkennend und voller Achtung mit dem Kopf schütteln. Es ist für den Laien nicht zu erfassen, welche technischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um auf dem Bildschirm letzlich das zu sehen, was man sieht. Das, was die heutigen Smartphone-Kameras zu Lesiten im Stande sind, ist wirklich krass, und die Entwicklung geht immer weiter. Stetig höhere Qualität auf immer kleinerem Raum.

    • Finde ich auch.
      Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als es die ersten Handys mit eingebauter Cam gab. Damals hätte keiner gedacht, dass die Qualität von Handykameras mal derart gut sein wird. Wenn ich mir heute Bilder anschaue die ich damals mit dem Ericsson Handy oder später mit dem Palm Treo aufgenommen habe dann ist das ein Unterschied wie Fotos im 19. Jahrhundert auf Glasplatten und hundert Jahre später auf gutem Farbfilm.

      Aber auch die Videoaufnahmen sind der Hammer. So hochauflösend, absolut unverwackelt und so einfach weil man das Gerät immer dabei hat. Bin gespannt wie die Entwicklung weitergeht…

  • Ich verstehe den Satz mit der zweiten Linse nicht. Ich habe mir die Patentzeichnung angeschaut und entdecke dort keine zweite Linse. Kann mir das jemand erklären?

    • Auf der patentzeichnung sind doch ganz klar 4 Linsen zu sehen? Gekennzeichnet mit „lense“

    • Auf dem Bild sind eingangs zwei Linsen dargestellt, der Strahlengang wird dann an der Diagonalen (Spiegel) nach unten abgelenkt, passiert noch zwei weitere Linsen. Bis dahin wird dies als Linsensystem zusammengefasst. Danach kommen noch Filter, bspw. für Infrarot.

  • Ein Teleobjektiv hat das iPhone 11 (Pro) doch bereits, so wird es zumindest beworben, obwohl es eher eine Normalbrenmweite mit 56 mm ist. Es ist eben nur eine Festbrennweite und kein Zoomobjektiv. Die meisten chinesischen Hersteller (Huawei, Xioami, Oppo, Vivo) haben diese Periskopkameras nun auch schon ein Weilchen, insofern ist das nun keine Weltneuheit.

    • Man muss aber auch dazu sagen, dass mit keinem Wort hier eine „Weltneuheit“ angepriesen wurde.

    • Die mögliche technische Umsetzung ist im
      Detail aber offenbar etwas Neues.

      • Im Detail wird die Einführung eines verbesserten Autofokus beim iPhone 12 und der Periskopkamera beim iPhone 2022 durch eine Erweiterung der Zuliefererkette mit Semco, einem der besten koreanischen Linsenzulieferer, belegt. Zudem auch noch das chinesische Sunny Optical als weiteren Zulieferer. Insofern klingt es bislang nur nach besseren Komponenten, aber keiner Neuentwicklung.

  • Die Periskoptele Technik ist doch bereits im Huawei P30 Pro verbaut?
    Wie auch immer: faszinierende Technik und wäre toll, wenn dies auch im iPhone kommt.

  • Auch das iPhone 7 Plus hatte doch schon ein optisches Teleobjektiv neben dem Standard-Weitwinkel?

  • Ich warte die ganze Zeit auf den Hinweis von irgendjemandem „wie das dann wieder aussieht, bestimmt gaaanz schlimm, so etwas kaufe ich nicht“
    Scheinbar geht vielen Leuten das Aussehen über die Funktion. Aber bisher wird sich hier vernünftig über die technischen Aspekte unterhalten. Super, weiter so….

    • Das mag damit zu tun haben, dass es ja kaum noch schlimmer als der „Buckel“ aussehen kann ;-)

      • Es gibt aus physikalischen Gründen nur die Auswahl zwischen Qualität und Optik. Ein gutes Objektiv ohne Buckel geht nicht. Ich persönlich nehme dann lieber die Qualität

  • in dem Patent wird ein Spiegel verwendet anstelle eines Prismas wie bei Huawei. Das P30 pro von vor zwei Jahren war wirklich super mit der Kamera. Auch das P40 Pro macht super Bilder. Bei Nacht bin ich da wirklich etwas neidisch mit meinem Xs…Bin gespannt und nächstes Jahr würde ich dann vielleicht auch wieder ein neues kaufen.

  • Das wäre tatsächlich mal wieder eine Innovation bei den iPhones, die mich zu einem Kauf überreden könnte. Dieses Jahr wird’s für mich jedenfalls kein neues :)

  • Ach ja, der liebe Apple-Experte Ming Chi Kuo… auf seine für Q4/19 prophezeiten… dann für Q1/20… dann für Q2/20… dann für die WWDC prophezeiten neuen iMacs warte ich heute noch…

    • Genau. Eine Ming Chi Kuo Statistik wäre mal angebracht.
      Wo bleibt die Quote ?

      Ich sag auch mal was.
      In 2 Jahren haben wir 6 „Kameras“ hinten am iPhone.

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