Mehr Kontrolle bei Fernzugriff
Infuse 8.5: Transcoding für Plex, Emby und Jellyfin
Die Medienplayer-App Infuse liegt jetzt in Version 8.5 vor. Das Update richtet sich vor allem an Nutzer, die ihre Videobibliothek nicht nur im heimischen Netzwerk, sondern auch unterwegs oder über langsamere Verbindungen abrufen. Für Plex, Emby und Jellyfin ergänzt Infuse nun Transcoding-Optionen, mit denen die App bei Bedarf eine vom Server angepasste Version eines Videos anfordern kann.
Infuse bleibt dabei seinem bisherigen Ansatz treu: Standardmäßig versucht die App weiterhin, die Originaldatei unverändert abzuspielen. Das direkte Abspielen ist auch mit Version 8.5 die bevorzugte Variante, sofern Verbindung und Gerät mitspielen. Neu ist lediglich die zusätzliche Kontrolle, wenn hohe Bitraten, Fernzugriff oder ein schwächeres Netz der Wiedergabe in voller Qualität im Weg stehen.
Kleinere Streams für schwächere Verbindungen
Transcoding bedeutet in diesem Zusammenhang, dass nicht die ursprüngliche Datei zum Abspielgerät geschickt wird, sondern eine vom Medienserver optimierte Fassung. Diese kann kleiner ausfallen und dadurch weniger Bandbreite benötigen. Infuse nutzt dafür nicht eine eigene Umrechnung auf dem iPhone oder Apple TV, sondern fordert die entsprechende Variante beim verbundenen Plex-, Emby- oder Jellyfin-Server an.
Die Entwickler beschreiben den Nutzen vor allem für Situationen, in denen das Originalvideo nicht die beste Wahl ist. Dazu zählen entfernte Zugriffe auf die eigene Mediathek, langsamere Internetverbindungen oder Videos mit hoher Datenrate außerhalb des eigenen Netzwerks. In solchen Fällen soll die reduzierte Version Pufferpausen verringern und die Wiedergabe verlässlicher machen.
Aufgerufen wird die neue Auswahl über einen längeren Druck auf die Wiedergabetaste. Dort erscheint die Transcoding-Option mit den verfügbaren Varianten. Liegen auf dem Server bereits mehrere Versionen desselben Videos vor, lässt sich über denselben Weg auch gezielt eine dieser Fassungen auswählen. Wer nicht jedes Mal lange drücken möchte, kann in den Wiedergabeeinstellungen festlegen, dass die Abfrage automatisch beim Start eines Videos erscheint.
Suche und Serverzugriffe nachgeschärft
Neben den neuen Streaming-Optionen überarbeitet Infuse 8.5 auch die Suche. Ergebnisse sollen auf allen unterstützten Plattformen einheitlicher dargestellt und klarer gruppiert werden. Die App ordnet Treffer nach Filmen, Serien, Episoden, Sammlungen oder Personen. Gerade größere Mediatheken profitieren von solchen Detailarbeiten, auch wenn sie weniger auffallen als eine neue Schaltfläche im Player.
Infuse 8.5 steht für iPhone, iPad, Apple TV, Mac und Vision Pro bereit. Die Vision-Pro-Version kam mit Infuse 8 im vergangenen Herbst hinzu, damals zusammen mit einem überarbeiteten Erscheinungsbild und Verbesserungen für große Bibliotheken. Seitdem bauen die Entwickler die App eher in der Tiefe aus. Version 8.1 brachte unter anderem Anpassungen bei Dolby Vision und STRM-Dateien, was wir im Februar zusammengefasst haben.
Zuletzt hatte Infuse mit Version 8.2 das direkte Streaming aus iCloud Drive ergänzt. Dort ging es vor allem darum, Dateien nicht mehr vollständig lokal laden zu müssen, bevor sie abgespielt werden können. Die jetzt neu eingeführten Transcoding-Optionen setzen an einer anderen Stelle an: Nicht der Speicherplatz auf dem Gerät steht im Vordergrund, sondern die verfügbare Bandbreite zwischen Server und Player. Die Einschränkungen beim Zugriff auf iCloud Drive auf Apple TV hatten wir bei Erscheinen von Infuse 8.2 bereits beschrieben.



Bei den aktuellen Speicherpreisen komprimiere ich eh vorher schon alles in h265/HEVC um, bevor es in JellyFin eingepflegt wird. Der Rest kann der Jellyfin Client automatisch mit dem JF Server regeln.