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iOS-Werbe-Weiterleitungen nehmen wieder zu

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Nachdem Apple im vergangenen Winter auf die massive Zunahme der Werbe-Weiterleitungen im mobilen Safari-Browser mit einer Software-Aktualisierung reagierte und in den Update-Notizen der initialen Version von iOS 8 angab, Safari würde die automatischen Weiterleitungen in den App Store nun standardmäßig unterbinden, wenn keine Nutzer-Eingaben festgestellt werden können, taucht das ärgerliche Problem nun wieder vermehrt auf.

oeffnen

Seit rund einer Woche landen Zuschriften wie die im Anschluss zitierte Mail von Frank wieder im Tages-Rhythmus auf unserem Tisch:

Wieder mal dauernd unerwünschte Weiterleitungen in den App Store… Seit ein paar Tagen werde ich von diversen Webseiten in den App Store zum Spiel „Agent Alice“ von wooga.com umgeleitet, einfach so beim Browsen in Safari auf meinem iPad. Ich dachte, Apple hätte das Problem letztes Jahr in einem iOS-Update gelöst? Ihr könntet Euch ja mal umhören, ob ich der Einzige mit dem Problem bin…

Die Werbe-Anbieter und Apples Safari-Team liefern sich derzeit ein Wettrennen. Während Cupertino Schutzmaßnahmen implementiert, die die ungewollte Weiterleitung durch schadhaften Banner-Code unterbinden sollen, tüfteln auf der anderen Seite Programmierer an neuen Javascript-Schnipseln, die eben jenes Verhalten provozieren. Aktuell liegen die Banner-Anbieter vorn. Wie massiv das Problem den täglichen Einsatz von iPhone und iPad verwässern kann, demonstriert das eingebettete Video.

(Direkt-Link)

Es geht um In-App-Käufe

Wirft man einen Blick auf die verlinkten App Store Titel, stellt man schnell fest das fast ausschließlich kostenlose Anwendungen verlinkt werden, die sich über In-App-Käufe finanzieren. Die Anbieter der Apps sind jedoch nur in den seltensten Fällen für die rufschädigenden Werbe-Weiterleitungen verantwortlich.

Meist werden die fraglichen Banner von Teilnehmern des App Store Affiliate Programs manipuliert. Ein Partner-Programm, das die Verlinkung von App Store-Applikationen mit einem prozentualem Anteil am Verkaufspreis vergütet – vorausgesetzt ein Kauf kommt zustande.

Die Logik ist simpel: Teilnehmer des Affiliate-Programms ordern sich ein günstiges Banner bei Werbe-Vermarktern wie Google und Co. und platzieren einen schadhaften Code, der die iOS-Weiterleitung auch ohne bewussten Tap bzw. Klick anstößt. Das Banner wird auf einer gute besuchten Webseite platziert und leitet einen großen Teil der Besucher – ohne Wissen des Webseiten-Betreibers und ohne meist ohne Wissen des App-Anbieters – in den App Store um.

Hier wird nun eine kostenlose Applikation mit vielen In-App-Käufen angezeigt. „Kostenlos“ verleitet zum Download. Der Rest ist Mathematik: 100.000 Besucher werden weitergeleitet. 20.000 laden die verlinkte App. 1000 führen anschließend einen In-App-Kauf durch. Der Banner-Verantwortliche erhält von jedem In-App-Kauf einen kleinen Anteil.

ifun.de Banner verschwinden

ifun.de hat in der Vergangenheit ausführlich über die miesen Tricks der Werbe-Weiterleiter geschrieben:

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
19. Mrz 2015 um 11:32 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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