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Bessere Netzabdeckung als Auslöser

„HeadphonesOn“: ÖPNV in London kämpft gegen Smartphone-Lärm

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62 Kommentare 62

Der britische Nahverkehrsdienstleister Transport for London (TfL) hat eine neue Informationskampagne gestartet, die Fahrgäste in Bussen und Bahnen der Hauptstadt dazu aufruft, beim Musikhören und Telefonieren Kopfhörer zu nutzen. Hintergrund ist eine aktuelle Umfrage: 70 Prozent der Fahrgäste gaben demnach an, sich durch laute Musik oder Gespräche über Lautsprecher gestört zu fühlen.

Commuters Using Their Phones In A Tunnel On The Jubilee Line.

Ziel der Aktion ist es, das Miteinander im öffentlichen Nahverkehr zu verbessern.

Poster, Social Media und JBL-Kooperation

Die Kampagne ist Teil der bereits seit 2017 laufenden Reihe „#TravelKind“, die Rücksichtnahme in den Mittelpunkt stellt. Erste Plakate sind auf der stark frequentierten Elizabeth Line zu sehen, die täglich rund 800.000 Fahrten verzeichnet. Im Laufe des Herbstes sollen sie auch auf Bussen, der London Underground, der London Overground, der Docklands Light Railway und den Tramlinien erscheinen.

Zusätzlich kooperiert TfL mit dem Audiohersteller JBL. Über eine Instagram-Aktion können Fahrgäste Kopfhörer gewinnen, wenn sie der TfL- und JBL-Seite folgen, einen Beitrag liken und eine weitere Person markieren. Neben dem Hinweis auf den Kopfhörereinsatz gehört auch der Appell dazu, während der Fahrt gelegentlich vom Bildschirm aufzublicken, um Mitreisenden mit größerem Bedarf einen Sitzplatz anzubieten.

Kampagne Tfl Poster

Bessere Netzabdeckung als Auslöser

Ein Auslöser für die Kampagne ist die verbesserte Netzabdeckung im Londoner Nahverkehr. Dank des Ausbaus von 4G und 5G ist es heute vielerorts möglich, Inhalte zu streamen oder Telefonate zu führen. Bereits die Elizabeth Line verfügt vollständig über Mobilfunkempfang, weitere Tunnel und Stationen im Zentrum Londons werden derzeit nachgerüstet.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit allen großen britischen Mobilfunkanbietern umgesetzt. Ziel ist ein durchgängiger Empfang in allen wichtigen Linien und Stationen, um den Zugang zum mobilen Netz flächendeckend sicherzustellen.

29. Aug. 2025 um 07:23 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Sicherlich ist der Auslöser der bessere Mobilfunkempfang.

  • Wir asozial! Traurig, dass man dazu extra eine Kampagne starten muss, sollte selbstverständlich sein. Vor Jahren ist mir einem vollbesetzten Zug ein Gruppe nervender halbwüchsiger Volldeppen mit superlauter Smartphone-Musik auf den Sack gegangen – trotz mehrfachen Ermahnungen auch von etlichen anderen Fahrgästen wurde nur dümmlich gegrinst. Mir ist dann der Kragen geplatzt und ich habe das Gerät entrissen und aus dem Fensterspalt geworfen. Dann war Ruhe.

  • Das ist nicht nur in London und nicht nur in U-Bahnen ein Problem … das ist ein generelles Problem!

    Überall wo man geht und steht wird man von diesen abwesenden Mitmenschen „belästigt“: Schauen ins Wischkastl (auch mit Kopfhörer) und bekommen von der Umwelt nichts mehr mit! Habe mir inzwischen angewöhnt in der Münchner U-Bahn nicht mehr auszuweichen, dann werden Sie halt angerempelt oder kurz vor dem bevorstehenden Aufprall lautstark mit „Obacht“ erschrocken.

    Ach und gegen diejenigen, die meinen ein Wischkastl wie ein Knäckebrot halten zu müssen, damit auch jeder bei den unsäglichen Sprachnachrichten alles mitbekommen muss …. die Degeneration schreitet leider immer weiter voran.

  • Dies ist generell so ein Trend, den ich absolut nicht verstehen kann.

    Bei Musik kann ich mir den Sinn noch ein klein wenig selbst erklären, auch wenn ich das Verhalten dennoch extrem egoistisch empfinde.

    Dass es inzwischen aber fast normal geworden ist, immer über Lautsprecher zu telefonieren, kann ich null nachvollziehen. Ist der Arm zu schwer?

    Letztens erst eine Tour in der Kombi Flixbus und Bahn gemacht. Was da für ein Lärm auf einen einprasselt, genau wegen diesem Verhalten, ist schon nicht mehr normal. Und gerade beim Telefonieren über Lautsprecher über alle Altersgruppen hinweg.

    • Ich will jetzt keine „früher war alles besser“ Diskussion auslösen, da früher nicht alles besser war. Aber früher waren Mobiltelefone noch eher was für Enthusiasten und die Lautsprecher und Mikrofone in den Dingern waren richtiger Rotz. (Und die Akkus waren auch binnen kürzester Zeit platt. Nokia 3310 und Co hatten zwar tolle Standby Zeiten, aber wer damit auch mal telefoniert hat kam gerade so über den Tag.) Moderne Smartphones erlauben aber stundenlange Gespräche und die Technik kompensiert fast jeden Anwenderfehler. Sodass auch noch der Gegenüber verstanden wird, selbst wenn man das Telefon in der Bahn auf der flachen Hand hochhält und am Mikrofon vorbei quatscht. Es ist also kein Problem mehr wenn der Anwender dumm ist wie ’ne Tüte Mücken. Vielleicht liegt’s aber auch einfach nur an der Angst vor den hundert Milliwatt Sendeleistung während man sich zeitgleich freut die tausendfache Leistung von der Sonne abzubekommen.

    • Constantin Opel

      Lösung:
      Reden hilft nicht, da Empfänger, wie hier schon ausgedrückt „dumm wie ne Tüte voll Mücken“ ist.
      Daher, wenn man öfter diese Tour fahren muss – Ghetto-Blaster kaufen, ordentliche Metal-Musik draufpacken und dann genußvoll aufdrehen.
      Ich denke, dass die dann schnell kompromissbereit sein werden.

    • Dieses „Lautsprecher telefonieren“ ist echt ultra nervig

  • Ein echt großes Problem.. dachte schon, dass es nur mich nervt. Ich frage mich immer, was in deren Köpfen wohl vorgeht und wenn das jeder so machen würde!?

  • Ich kann das auch nicht nachvollziehen. Insbesondere die Telefonate und FaceTime calls gehen mir hier Berlin auf den Zünder. Will ja nicht jeder hören was andere zu besprechen haben. Irgendwie auch völlig ignorant alle an dem Geplauder teilhaben zu lassen. Ich spreche das auch immer direkt an.

    • Ich habe mich in der Münchner U-Bahn mal bei einer jungen Frau mir gegenüber äußerst interessiert gezeigt, als sie die ganzen Beziehungsprobleme inkl. Fremdgehen und schwanger mit der Freundin besprochen hat: Mein Kindle zugemacht und ganz aufmerksam das Gespräch verfolgt …. bis sie mich angeblöfft hat, was das soll – meine Antwort war nur, anscheinend möchten Sie meine Aufmerksamkeit, weil sie per Lautsprecher lautstark diskutieren, ach und wie geht es da jetzt weiter, trennt sie sich, lässt sie abtreiben?
      Da ist sie dann „empört“ raus. :-)
      Auch eine Möglichkeit damit umzugehen :-p

      • klasse gemacht!!
        merke ich mir!!

      • @chris
        +1
        Geil! Habe das so ähnlich auch mal im Restaurant gemacht, als ein Typ am Nebentisch so irre laut gequatscht hat.

      • Ich war auch schon öfter kurz davor so etwas zu machen, nur habe ich mich immer zurückgehalten, da man ja inzwischen nicht mehr weiß wie der andere reagiert und man eventuell gleich ein Messer im Bauch hat oder etwas in der Art.

        Auch diese Hundebesitzer, die ihre Hunde immer auf den für Hunde gesperrten Spielplatz, kacken lassen, spreche ich lieber nicht mehr an. Es ist inzwischen echt zu gefährlich geworden.

      • Palettenschubser

        Geiler Move! +1, werde ich mir merken.

  • Und wo wir grad‘ dabei sind…. im Kino mit dem grell leuchtenden Wischkastl hantieren müssen – oder seine Smartwatch nicht auf Theatermodus (oder dergleichen) abzudunkeln ist auch eine ego-Eigenart, die ich nicht nachvollziehen kann.
    Ist es so schwer, mal 2-3 Stunden sich voll auf den Film zu konzentrieren?!
    Neulich wieder so eine Trulla neben uns im Kino, bei der mit jeder Handbewegung ihre Applewatch irre hell (weißes Ziffernblatt) geleuchtet hat – und die war mit ihren 40+ Jahren verdammt unruhig!

  • Meerschweinchen
  • Die Mutter der Dummen ist eben immer Schwanger… man müsste im ÖPNV viel mehr Security einsetzten um das Hausrecht durchzusetzen und diese Knäckebrotpatienten an die Luft setzen.

    Letztens im Wartezimmer meines Hausartztes: das Handy eines älteren Mannes plärrte und er ging ran und erzählte (vermutlich…) seiner Frau auf breitestem Hessisch und sehr laut wo er gerade ist und was er macht. Und das obwohl dort ein Schild steht dass man NICHT telefonieren soll. Manche schalten ihr Hirn aus sobald sie das Handy anschalten.

  • Nachdem die Handies ja die größe von kleinen Tablets erreicht haben, kann sie sich ja niemand mehr ans ohr halten und jeder schaltet Freisprechen ein.

    • Technisch ist das eigentlich kein Problem. Die Geräte werden so gebaut. Man muss es halt ‚wollen‘ und da lässt man wohl lieber den Rest der Welt an seinem Privatleben teilhaben anstatt es vernünftig zu halten.

      • Ja, die Leute müssten dafür halt ihre Kopfhörer rausfummeln.
        Da diese in der Regel nicht mehr Kabelgebunden sind, baumeln sie ja nicht mehr um den Hals, sondern man müsste sie jedes mal aus der Box holen und auch dort wieder verstauen.
        Und wenn ein Hörer in der Bahn runterfällt, sind vielleicht 150€ weg.

        Von daher am Ende logisch, dass kaum einer sie nutzt.

      • Also ich kenne exakt 0 Smartphones die nur zum Telefonieren mit Lautsprecher oder Kopfhörer geeignet sind.

  • Unsere Gesellschaft wird immer egoistischer und anderen Menschen gegenüber gleichgültiger und zum Teil aggressiver. Das Handy Problem ist nur ein Teil. Lautstarkes Unterhalten in den Öffis, anrempeln ohne sich zu entschuldigen. Beleidigen wenn man freundlich auf ein Fehlverhalten aufmerksam macht “ Halt’s Maul du alter Sack“ etc.

  • Wie viel Scheiße muss ein Mensch im Kopf herumtragen, um in Bus oder Bahn laut Musik zu hören oder über Lautsprecher zu telefonieren? Also wirklich! So wer hat doch sein Recht auf Leben verwirgt und darf hoch offiziell vor den Zug gelegt werden, anstatt jenen in einem zu transportieren.

    • Jupp, da hilft nur unterlassene Hilfeleistung, wenn dann mal was mit so wem ist. Dafür bekommt man nicht mal einen dran, da man damit der Gesellschaft geholfen hat. ;-)

      • Du machst Spaß und ich würde auch nie wen vor dem Zug werfen aber wenn wer in der Bahn laut Musik hört oder telefoniert und deswegen von wem anderes halb totgeschlagen werden würde, würde ich da definitiv null helfen und zusehen. Da kommt bei mir nämlich überhaupt kein Mitleid auf, ich würde es sogar begrüßen. Kann man jetzt sehen wie man will aber zu der Aussage stehe ich voll und ganz. Wenn das dann zur Polizei geht würde ich sogar für den Täter aussagen, da dieser in meinen Augen das Opfer ist. Ja, es scheint eventuell unverhältnismäßig aber diese Art von Menschen verstehen eben nur die Faust.

  • …hier in Berlin laufen auch deutsch und englische Ansagen diesbzgl. – toll!

  • War letztens auf einem Klassik-Konzert in einer Oper. Und vor mir sass eine Frau, die es wichtiger empfand durch Facebook zu scrollen. Helles Display, dann der Finger, der permanent die Timeline bewegt hat … Einfach nur störend. Ich gab ihr ein Zeichen damit aufzuhören hören – nope. Während der Pause dann sprach ich sie darauf an, sie wurde aggressiv, schnauzte mich an. Null Einsicht. Erst bei Zuhilfenahme eines Aufpassers „reagierte“ sie und verliess den Konzertraum (kam nicht mehr zurück) … Der Aufpasser sagte dann, dass das Nutzen eines Telefons während des Konzertes grunds. erlaubt sei (Aufnahme oder Fotos machen aber verboten), auch wenn es eben nur für IG oder Fb ist … Phuuu …
    Zu einem Klassik/Chor-Konzert gehen, sich langweilen und dann entspannt durch IG und FB durchscrollen?!

  • „Aus dem Walkman tönt es grell – den Nachbarn juckt’s im Trommelfell“: Dieser Spruch von einem Hinweisschild der MVV wurde Mitte der Achtzigerjahre berühmt.

    Wir hatten diese Diskussion bereits vor 40 Jahren. Schade, dass sich da nichts weiterentwickelt.

  • Menschen kann man da wirklich nur mit Zwang kommen. Zwang und Geldstrafen.

  • Sehe ich auch ständig. Hab das Gefühl dass das viele Menschen auch machen die sich keine AirPods leisten können / wollen.

    Scheinen eher Menschen zu sein mit geringem Einkommen, mit oftmals riesigen chinesischen android Smartphones

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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